Mehr als nur leere Bilderrahmen?

Ein Beitrag von Farina Asche und Johanna Strunge

Was passiert, wenn alle feministischen, queeren und postkolonialen Versuche, abwesende Perspektiven im Museum zu Tage zu bringen, scheitern? Oder die finanziellen Ressourcen für diese Ansätze fehlen? Wie lassen sich fortbestehende Leerstellen in Ausstellungen visualisieren?

Diese Fragen nehmen wir aus der Abschlussdiskussion der Konferenz „What’s missing?“ mit, die das Museum Europäischer Kulturen (MEK) im Juni 2019 in Berlin veranstaltet hat, und machen uns auf die Suche nach dem Abwesenden on Display. Wir begeben uns in ein Berliner Regionalmuseum, Hamburgs Ethnologisches Museum, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam und an ein zum Museum gemachtes Grenzdurchgangslager in Niedersachsen und fragen uns: Welche Ausstellungen reflektieren über das Abwesende in ihrer Präsentation und an welchen Stellen machen sie es sichtbar? Welche Visualisierungen gibt es jenseits des weißen Blattes, der unbestückten Vitrine und des leeren Sockels? Wie kann das Wissen darum, dass etwas eben nicht gewusst wird, (verstärkt) in Ausstellungspraktiken Eingang finden? Und was haben diese Leerstellen mit der Repräsentations-, Institutions- und Selbstkritik am und im Museum zu tun?

Die Beschäftigung mit dem Abwesendem im Museen lohnt sich – warum, könnt ihr in unserem gerade erschienenen Artikel Mehr als nur leere Bilderrahmen? Eine Annäherung an Abwesenheiten und ihre Visualisierungspraktiken in Ausstellungen im kuckuck. notizen zur alltagskultur (2/2019) nachlesen.

Gute Lektüre! Und wir freuen uns über (kritische) Rückmeldungen!

Eine (nahezu) leere Vitrine | Heidrun Sandbichler (o.T. 2019) in “Vergessen. Fragmente der Erinnerung”, FERDINANDEUM 2019/20 |
Foto: Daniela Döring

Der Beitrag wurde redaktionell betreut von Franziska Lichtenstein und Lisa Ludwig.

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