Neues Modulangebot: “Nachhaltige Landnutzung”

Interdisziplinäres Seminar zur Nachhaltigkeitstagung (Schlüsselqualifikation)

Landflächen für die Produktion von Agrar- und Forstprodukten geraten durch die steigende Nachfrage nach diesen Gütern immer stärker unter Druck. Die anhaltend ressourcenintensiven Konsummuster der Industrieländer und deren Ausweitung auf Schwellenländer hat vielfältige ökologische und sozioökonomische Folgen. Sie verändern die produktiven und regulativen Funktionen der Ökosysteme weltweit.
Eine Angebotssteigerung zur Deckung der wachsenden Nachfrage von „Naturgütern“ geht oft mit negativen Umweltauswirkungen einher, die langfristig auch die Produktivität der Agrar- und Forstsysteme schädigt, und widerspricht damit dem Prinzip der Nachhaltigkeit.

Besonders davon betroffen ist der Boden als Grundlage der Primärproduktion.

Versiegelung, Humusverluste und damit Fertilitäts- und CO2-Verluste, Schad- incl. Stickstoffeinträge, Verdichtung und Erosion sowie der Verlust von Agrobiodiversität sind nur einige Symptome, die mit einer nichtnachhaltigen Intensivierung assoziiert sind. Die ökologische Verträglichkeit der Steigerung der Agrar- und Forstproduktion ist eine der wichtigsten Aufgaben internationaler Umwelt-, Agrar-, Handels- und Entwicklungspolitik.

http://www.uni-goettingen.de/de/604920.html

Vor diesem Hintergrund thematisiert die Universität Göttingen auf der diesjährigen Nachhaltigkeitstagung im November die nachhaltige Landnutzung mit all ihren sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekten sowohl in Europa wie auch weltweit.

Zur Vorbereitung der Tagung am 15. und 16. November findet an der Fakultät für Forstwissenschaften ein begleitendes interdisziplinäres Seminar statt, zu dem Studierende ALLER Fachrichtungen herzlich eingeladen sind. Nur wenn wir TeilnehmerInnen sowohl aus den Geistes- und Sozial-, wie auch aus den Natur- und Lebenswissenschaften gewinnen, können wir die Problematik von allen Seiten beleuchten.

Das Modul umfasst einen Arbeitsaufwand von 180 h, die sich auf 60 h Präsenzzeit (vorbereitendes Seminar + Tagung) und 120 h Selbststudium aufteilen, was 6 ECTS (2 SWS) entspricht. Das Modul wird von der forstlichen Fakultät in den Katalog der Schlüsselqualifikationen zum WiSe 2019 aufgenommen.

In vier wöchentlichen Treffen, die am 23.10.2019 um 18.15 Uhr beginnen, sowie an einer Blockveranstaltung am 9. und 10.11. 2019 werden durch ein bis zwei Impulsvorträge sowie durch Referate und anschließende Diskussionen Kenntnisse über ausgewählte Themen sowohl zum ökologischen, wie auch wirtschaftlichen und sozialen Aspekt der nachhaltigen Landnutzung vermittelt, die anschließend bei der Tagung in Form von Diskussionsbeiträgen und Posterausstellungen eingebracht werden sollen. Letzere dienen zusätzlich als Vorlage für die Hausarbeit, die bis Weihnachten 2019 abgegeben sein muss.

Prüfungsleistung:
Referat (ca. 10 min.; Gewichtung 50%) und Hausarbeit (max. 10 Seiten; Gewichtung 50%)

Anmeldung bis 13.10. möglich

Maximale Teilnehmerzahl: 30 Studierende (Bachelor und Master) verschiedener Fachrichtungen

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