herenz-ferenz

Moin moin von der Küste. Ostsee- zwar, aber dafür macht die Baltik nicht alle paar Stunden einen Abgang. Coherence 2010 heißt meine nun dritte Konferenz in diesem Jahr (plus SFB-Winterschule plus bisweilen vier Vorträge in Grenoble und Göttingen), stattfindend in der Hansestadt Rostock.

Am Dienstag ging es mit dem Röntgen-Bus rauf ans Meer. Problem: Der Hotel-Parkplatz kostet einen Euro pro Stunde. Das WLAN gleich vierfuffzig – aber stört ja nicht, gibt ja Telefon. Toll: Die Nahverkehrstickets. Dazu später mehr.

Eine halbe Auto-Stunde ist der Tagungsort entfernt: Hohe Düne; von Westen per Floß (äh, Fähre) zu erreichen, von Osten über diverse Landstraßen, vorbei am Militär. Mit der S-Bahn sind es zwanzig Minuten bis zum Meer, die letzten 150 Meter sind entweder Freistil oder halt die Sphäre, verdammt, Fähre.

Tagungsort: “Yachthafenresidenz Hohe Düne.” Ganz nett, und “dem Zweck angemessen”. Vor uns war Datev da, nun die “KFW-Bankengruppe”. Dazwischen wir: eine Horde von ~120 Physikern, die meisten in T-Shirts und bei Tisch mit eher praktischen Umgangsformen vertraut. Zwei Mal Besteck – verdammt, wie rum noch gleich? Na, so lange man nicht zwei Messer gleichzeitig in die Hand nimmt, wird’s wohl nicht so schlimm sein.

Doch vorsichtig, zu leger sollte man nicht auftreten: Nicht einfach hinsetzen und Wasser einschütten! Man wartet. Und wird dann gefragt, ob es einem genehm sei, ein Glas Wasser eingeschüttet zu kriegen. Die Teller verschwinden auch fast von alleine, begleitet von einem “War’s Ihnen recht, der Herr?”

Nicht lachen jetzt! Das kann man ja wohl erwarten als Physiker… Am Dienstag htte ich mir aus Versehen selber Kaffee in die Tasse gekippt.

Vom Tagungshaus gibt es auch einen Tunnel zur Hotelanlage. Nicht, dass der Herr oder die Dame zuviel Seeluft schnuppert oder gar (wie wir gestern) von profanem Regen benetzt und -ässt wird. Wurden wir, weil der Weg zur Fähre unbedacht ist.

Diese Zeilen entstehen gerade in der S-Bahn von Rostock Hauptbahnhof nach Warnemünde. Erste Klasse versteht sich: Exzellenz-Uni, Elite, Sie versteh’n. Darunter macht’s das Intercity-Hotel wohl nicht. Na, wenn’s sein muss. Ist ja auch gleich viel geräumiger; gibt sogar extra Kinder-Sitze hier. Doch mangelt es noch an grundlegenden Dingen wie Service-am-Platz, WLAN und Satelliten-Television. Da besteht dringender Nachholbedarf!

Teil zwo: morgen.

Kategorie: Allgemein, Physik Kommentare deaktiviert für herenz-ferenz

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