Lust an der Forschung – Wo bleibt die Leidenschaft?

Professorin Ute Frevert (MPI für Bildungsforschung, Berlin) im taz-Bildungslabor:

Bildung steht immer im Zusammenhang mit der Zukunft: Stets geht es darum, die Zukunft vorzubereiten.

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Weil Universitäten die Grundlage für die zukünftige Gesellschaft legen, weil sie der Zukunft verpflichtet sind, müssen sie breiter, abstrakter, theoretischer, fundamentaler sein als die Gegenwart: Sie müssen mit ihrem Bildungsangebot über die Gegenwart hinausweisen.

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Die ForscherInnen wollen forschen. Sie wollen eine Uni, die sie in ihrer Forschung maximal unterstützt. Und das heisst für die meisten: Sie erwartet von ihrer Universität, dass sie ihnen die Studierenden so gut wie vom Hals hält.

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Meine Universität verlangt von den Studierenden, dass sie das Studium wieder zu ihrem Lebensmittelpunkt machen. Man muss dafür nicht auf dem Campus wohnen, aber man verbringt die meiste Zeit in der Universität und nicht beim Joggen. Präsenz, körperliche Präsenz wird als Voraussetzung fürs Lernen akzeptiert

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Die meisten Studierenden scheinen über neuen, klaren Strukturen sehr glücklich. Die Einteilung in Bachelor- und Masterstudiengänge käme zumal den Studis entgegen, die nicht aus akademischen Haushalten stammen. Und dann: dieses ewige Lamentieren der Studi-VertreterInnen über Konkurrenz und Leistung! Auch hier hätten sie den Kontakt zu der Mehrheit der Studierenden und damit zur Realität offenkundig verloren.

[taz.de]

Nach einem vielversprechenden Anfang was will die Gesellschaft von der Uni? Was wollen die Forscher von der Uni/den Studenten? sieht es am Ende so aus, als sei nicht wirklich von uns Physikern die Rede, oder?

Kategorie: Allgemein, Physik Studieren Kommentare deaktiviert für Lust an der Forschung – Wo bleibt die Leidenschaft?

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