Halt den Rand!

Ränder sind etwas ganz besonderes:

  • Beim Fußball darf man dort den Ball in die Hand nehmen.
  • Im Schwimmbad ist es dort trocken.
  • Mit B davor fährt die Lok, mit S statt R im Getriebe nicht mehr.
  • China ist ein gloßes Land (Blüllel!)
  • Manch ein Rand hat Türen und Fenster, dann ist er eine Wand (puh…)

Auch in der Physik ist der Rand wichtig:

  • Manche Eigenschaften hängen vom Verhältnis Rand – Volumen ab.
  • Oberflächenspannungen kann man leider nicht mit einem Multimeter bestimmen.
  • (kennt noch jemand nen schlechten Scherz zu dem Thema?)

Auch beim Simulieren kommt es auf den Rand an. In der vergangenen Woche habe ich mir die parabolische Wellengleichung vorgenommen; bislang haben wir einigermaßen “harte” Randbedingungen verwendet, welche zu Reflektionen führten. Leider unphysikalisch und unpraktisch.

Lieber würden wir die Sommerfeldsche Strahlungsbedingung verwenden:

Sommerfeldsche Strahlungsbedingung

Sommerfeldsche Strahlungsbedingung

Leider gilt sie nur im Unendlichen – das ist vor allem für Computer recht weit weg. Mit einer Dirichlet-to-Neumann-Map ist es aber möglich, diese Bedingung ins Endliche – nämlich auf den Rand des Rechengebietes – zu holen.

Dann heißt das ganze Transparent Boundary Condition. Statt reflektiert zu werden, fliegt der Röntgenstrahl raus, ist weg, kommt und stört nicht wieder.

Klappt nur leider nicht.

Also, im Prinzip schon, auch in tollen Beispielen; aber mit für uns interessanten Parametern (sprich: Winkel, unter dem der Röntgenstrahl auf den Rand des Rechengebietes trifft) nicht.

Kategorie: Allgemein, Physik Kommentare deaktiviert für Halt den Rand!

Kommentarfunktion ist deaktiviert.

Zur Werkzeugleiste springen