Authentische Fragenbeispiele diskutieren: Und es geht doch!

Dominik Blöink erläutert sein Fragenbeispiel

Wenn man einen Workshop plant und durchführt, ist es manchmal so, als wenn man das Drehbuch für einen Film schreibt und dieses dann verfilmt: Manches klingt in der Theorie gut und funktioniert in der Praxis nicht, andere Szenen hingegen entfalten durch exzellentes Schauspiel oder visuellen Einfallsreichtum auf der großen Leinwand mehr Wirkung, als die dürren Worte des Skripts erahnen lassen.

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Workshop-Ankündigung: “Frag, was du willst! – Gute MC-Fragen gestalten”

Bitte vormerken: Am 4. Dezember wird wieder der Kurzworkshop stattfinden, den der Service für Digitales Lernen und Lehren zusammen mit der Hochschuldidaktik und dem Studiendekanat der Universitätsmedizin anbietet. Weitere Infos und Anmeldemöglichkeit finden Sie auf unserer Webseite für die Veranstaltungshinweise.

Markus

Leise Tippen im E-Prüfungsraum!

Unsere Hilfskräfte Johanna Danielzik und Tobias Bevern mit einer der neuen Tastaturen

In den letzten Wochen wurden im E-Prüfungsraum (EPR) alle 100 Arbeitsplätze mit neuen Tastaturen ausgestattet. Die seit der Eröffnung des Raums im März 2013 verwendeten Modelle wurden bei Prüfungen mit vielen Freitextfragen und daher intensivem Tippen häufig von Studierenden als zu laut empfunden. Die neuen Tastaturen sind besonders leise und werden u. a. im Digitalen Prüfungs- und Schulungszentrum (DiPS) unserer Universitätsmedizin seit geraumer Zeit erfolgreich eingesetzt. Ihre ersten Einsätze im EPR haben sie auch schon bestanden: Bei einigen Probeklausuren mit Freitextfragen wurden die neuen Tastaturen durchweg positiv wahrgenommen!

Die 500 geknackt!

Auch ohne E-Prüfungsraum keine Angst vor großen Zahlen: Am 08.12.2012 haben wir mit Janne Kleinhans und seinen Kollegen von der Professur für Anwendungssysteme und E-Business unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Schumann zum zweiten Mal die Klausur „Unternehmen und Märkte“ als E-Prüfung durchgeführt – mit insgesamt 545 Prüflingen!

Die versammelte Mannschaft, hier verewigt

 

Markierte der erste Durchlauf im Juni 2012 mit 217 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und zwei Kohorten bereits einen Meilenstein in unserem bisherigen Schaffen, so nahm er sich doch nur als Generalprobe aus im Vergleich zu der Notwendigkeit, nun vier Kohorten in fünf PC-Räumen des WiSo-Rechenzentrums  auf drei Etagen des Blauen Turms zu bewältigen.

Schon in den Wochen vor der eigentlichen Prüfung zogen Herr Kleinhans, meine Kollegin Himanshi Madan und ich durch sämtliche Tutorien, um den anwesenden Studentinnen und Studenten in stressfreier Atmosphäre das E-Prüfungssystem und das spezielle Fragendesign näherzubringen und sie auch auf die anstehenden organisatorischen Herausforderungen einzuschwören.

Möglich wurde dieses ehrgeizige Projekt nur durch das große Engagement aller Beteiligten: Während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WiSo-Rechenzentrums und des E-Learning-Services für eine funktionierende Technik verantwortlich waren, stellten die Kollegen von der Professur die Fachaufsichten, und die Tutorinnen und Tutoren halfen tatkräftig mit, die Prüflingsströme in die Räume und wieder hinaus zu lenken und die Klausurausdrucke an die richtigen Plätze zu bringen.

Die Nachbereitung der Klausur zur Feststellung der endgültigen Prüfungsergebnisse musste gleich im Anschluss erfolgen, weil die Gruppen für das UuM-Planspiel umgehend eingeteilt werden sollten und die Teilnahmevoraussetzung das Bestehen der Klausur ist. Dank einer Runde Pizza für die verbliebenen Beteiligten und des Nachbewertungs-Tools von ILIAS war aber alles halb so schlimm und in weniger als 2 Stunden erledigt.

Markus

eTests und Sprachen – Teil 1.

Wieso? Weshalb? Warum?
Wann ist es überhaupt sinnvoll, im (Fremd)Sprach(en)bereich elektronische Klausuren durchzuführen?

Allgemein lässt sich sagen, dass eKlausuren immer dann  sinnvoll sind, wenn die Anzahl der Teilnehmenden eine bestimmte Größe überschreitet.  Prof. Christiane Maaß  sagte dazu bei der eCULT Veranstaltung “eTests und Sprachen” Folgendes:

Große Kurse mit Klausur am Ende sind mit viel Korrekturzeit verbunden.
Die Sprachgeschichtsvorlesung ist eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden der Romanistik, d.h. es gibt sehr viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In den alten Studiengängen ging es nur um Teilnahme, aber laut BA-Studienordnung muss eine Klausur stattfinden. Der Korrekturaufwand ist dann sehr groß.“ Die computergestützte Durchführung solcher summativen Massenprüfungen verringert die Korrekturzeit und bindet praktisch keine personellen Ressourcen.

unser Tacker

Ein wichtiger Beigleiter bei ePrüfungen in Göttingen



Ein weiterer Bereich, in dem diese neue ePrüfungsform von Vorteil sein kann, sind die Einstufungstests. Bei dieser diagnostischen Prüfungsform ist das Ziel, dass Lernergruppen zustande kommen, die möglichst homogen sind. Bei den Einstufungstests muss man meistens mit relativ großen Kohorten umgehen,  weshalb der Korrekturaufwand in der Regel besonders groß ist.

Eine elektronische Abwicklung von Einstufungstests ist somit ebenfalls sinnvoll. Die Zusammenstellung eines ausreichend umfangreichen Aufgabenpools benötigt zwar Zeit, aber unsere Expertinnen Frau Mata Castro und Frau Maaß sehen das nicht so tragisch: „Ein Fragenpool muss natürlich erst einmal erarbeitet werden, verbleibt dann aber im Prüfungssystem und kann jederzeit  wieder verwendet werden. Eine dozierenden- oder gar standortübergreifende Verwendung von Prüfungsinhalten ist denkbar und wird durch die elektronische Unterstützung deutlich erleichtert.“

Die Antworten auf die am Anfang gestellten Fragen – Wieso? Weshalb? Warum? – lauten also:

eKlausuren sparen langfristig Zeit und Energie, die dann wieder für eine qualitativ hochwertige Lehre zur Verfügung stehen, und stellen eine sinnvolle Alternative oder zumindest Ergänzung zu den bisherigen Sprachtests dar.

Beck/Markus

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