“Hybridisierte” E-Prüfungen auf dem ePS in Siegen

Im September 2019 hatten wir auf dem E-Prüfungs-Symposium (ePS) an der Universität Siegen die Gelegenheit mit einem Poster unser Projekt der “hybridisierten” E-Klausuren vorzustellen.

Holger Markus (li.) im Gespräch mit Nils Beckmann von der Uni Frankfurt / Main
Andreas Seibel vor unserem Poster

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Darunter verstehen wir, dass es den Geprüften künftig möglich sein soll, freie Skizzen, umfangreiche Rechenwege etc. so in einer E-Prüfung anzufertigen, wie sie es von klassischen papierbasierten Klausuren z.B. im Mathematikunterricht gewohnt sind.

Immer häufiger artikulieren unsere Lehrenden nämlich den Wunsch, prüfungsdidaktisch draufzusatteln und das bewährte Repertoire an offenen und geschlossenen Fragen zu erweitern.

Schon jetzt haben wir immer wieder “hybridisierte” E-Klausuren, bei denen einfach ein Blatt Papier den elektronischen Test ergänzt. Natürlich ist dieser Medienbruch gerade für die Prüfungsverantwortlichen unkomfortabel, müssen sie doch darauf achten, im Anschluss an die Klausur aller wild umherfliegenden Zettel habhaft zu werden (wir kennen es aus den seligen analogen Zeiten), in einem ILIAS-Test “Blindfragen” anlegen, um dort Punkte zu vergeben, oder die Bewertung außerhalb des Prüfungssystems vornehmen.

Nach einem Aufschlag im Rahmen unseres eCULT-Workshop-Tags zu E-Assessments im Oktober 2018 haben wir uns schon ein paar Gedanken gemacht und diese nach Siegen mitgenommen. Vor allem von unseren Kolleg*innen anderer Service-Einrichtungen haben wir positive Rückmeldungen erhalten, und es ergaben sich angeregte Gespräche zur allgemeinen Sinnhaftigkeit des Projekts bis hin zur konkreten Umsetzung, sei es über die Papierform oder digital mit Grafik-Tablets, ganz nach Gusto und Geldbeutel. Während wir pragmatisch von der Notwendigkeit einer manuellen Korrektur der Klausurantworten ausgehen, gab es auf dem Symposium auch den Gegenentwurf zu bestaunen, nämlich spannende Projekte der Begleitforschung zur (teil-) automatischen Auswertung durch eine KI. Dieses Feld beackern wir bisher noch gar nicht, wir würden uns aber freuen, an der Uni Göttingen einen passenden Lehrstuhl unterstützen und die gewonnenen Erkenntnisse in unsere Praxis einfließen lassen zu können.

Wir werden nun die nächste Stufe zünden und Anfang Januar 2020 mit einer “Task Force” interessierter E-Prüfender möglichst verschiedener Fachbereiche ein umsetzbares Konzept erarbeiten. Die Projektfortschritte finden Sie ebenso wie unser Poster vom ePS hier.

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