Göttingen – pieni ja ihana vaihtokohde

(Deutsche Version s. u.)

Keskeinen sijainti, ymmärrettävä murre ja mielenkiintoiset kurssit. Nämä ovat vain muutamia syistä, miksi me, Maisa ja Sanni, päädyimme vaihtoon Göttingeniin. Nykyisen tilanteen takia vaihtomme ei mennyt aivan suunnitelmien mukaan, mutta keskitymme tässä tekstissä positiiviseen. 

Me olemme kaksi saksanopiskelijaa Turun yliopistosta, jotka alkavat tänä vuonna kirjoittaa kandejaan. Opiskelimme lukuvuoden 2019/2020 Göttingenin yliopistossa saksaa ja sivussa pyörimme myös suomen kursseilla. Sanni kävi suomen Sprachpraxis-kurssilla puhumassa suomea opiskelijoille ja Maisa avusti alkeiskurssilla. Kesälukukaudella suoritimme myös yhden käännöskurssin fennougristiikan laitokselta. Opintojemme ohessa istuimme tuntikausia junissa, ihastelimme saksalaista joulumarkkinakulttuuria ja tutustuimme Göttingeniin. 

Saavuttuamme Göttingeniin kaikki tuntui hieman vieraalta ja kaupunki oli odotettua pienempi. Totuimme uusiin olosuhteisiin kuitenkin muutamassa viikossa. Asuimme molemmat opiskelija-asuntolassa parin kilometrin päässä pääkampuksesta. Asumismuoto oli meille kummallekin uusi ja eteen tuli muutamia haasteita, kuten suihkujonot ja yhteistilojen sotkuisuus. Vuosi asuntolassa toi uusia kokemuksia, joita emme ikinä tule unohtamaan. Hyviä puolia asuntola-asumisessa oli halpa vuokra, suuri opiskelijoiden yhteisö ja asuntolan omat tuutorit, jotka auttoivat arkipäiväisissä ongelmissa. Elinkustannukset olivat Saksassa huomattavasti halvemmat kuin mihin olimme Suomessa tottuneet, mikä oli positiivinen yllätys opiskelijabudjettiin.

Opintoihin Saksassa kuuluu enemmän massaluentoja ja niille valmistautumista sekä enemmän materiaalia seminaari-istunnoille. Alun kielishokin jälkeen seminaareilla ja luennoilla pystyi seuraamaan opetusta ilman suurempia ongelmia ja nopeatempoiseen opetustyyliin sopeutui hyvin. Annetut tehtävät tukivat oppimista kivasti, ja kurssit Turussa tuntuvat tämän jälkeen varmasti helpommilta. Opetushenkilökunta kuunteli hyvin vaihto-opiskelijoiden tarpeita ja auttoi tarpeen tullen. Kurssimateriaalit löytyivät pääsääntöisesti yliopiston kirjastoista, joiden käyttö vaati hieman totuttautumista. Isoin muutos Suomen kirjastoihin verrattuna oli opiskelijakortilla tai kolikolla toimivat säilytyslokerot, joihin takit ja reput oli pakko jättää.

Saksan korkeampi lukukausimaksu maksoi itsensä hyvin nopeasti takaisin, koska suurin osa vapaa-ajasta kului Ala-Saksia kierrellen ja loppuvuonna tulikin kierrettyä kymmenet joulumarkkinat. Osa matkoista oli paikallisen ESN:n järjestämiä ja loput teimme kaveriporukalla. Suosikeiksemme nousivat pieni ja hyvin saksalainen Hameln, Goslarin upeat joulumarkkinat sekä monipuolinen Hannover.  Göttingenistä oli myös loistavat kulkuyhteydet  muihin isompiin kaupunkeihin sekä Saksan naapurimaihin.

Vaikka Göttingen on kooltaan pieni, löytyi sieltä yllättävän paljon viihdettä vapaa-ajalle. Vaihtokaupunkiamme kierrellessä löytyi aina uusia ihania kahviloita, herkullisia jäätelöitä ja upeita maisemia. Varsinkin näköala Jacobi-kirkon tornista Göttingenin ylle oli mahtava. Talvilukukaudella otimme myös osaa Typisch Deutsch -workshoppiin, jossa saimme harjoittaa kielitaitoa, tutustua uuteen ympäristöömme ja tavata muita vaihto-opiskelijoita.

Koronakeväästä huolimatta meidän vaihtomme oli kokonaisuutena erittäin onnistunut ja voimme suositella Göttingeniä vaihto-tai opiskelukohteeksi kenelle tahansa. Kaupungista löytyi kaikki tarvittava, kampus oli sopivan kompakti ja opiskelijaelämä oli selvästi osa Göttingenin arkea. Kaupungista tuli hetkessä jo kuin toinen kotimme ja odotamme innolla mahdollisuutta palata.

Kiitos Göttingen ihanasta vaihtovuodesta!

Maisa ja Sanni

Göttingen – die kleine und wunderbare Stadt für einen Austausch

Die zentrale Lage, ein verstehbarer Dialekt und interessante Kurse. Diese sind nur einige der Gründe, warum wir, Maisa und Sanni, uns für einen Austausch in Göttingen entschieden haben. Aufgrund der derzeitigen Situation ist unserer Austausch allerdings nicht komplett nach dem Plan gelaufen.

Wir sind zwei Deutschstudierende aus der Universität Turku, die nächstes Semester ihre Bachelorarbeiten schreiben werden. Im Studienjahr 2019/2020 haben wir Germanistik an der Universität Göttingen studiert und daneben auch einige Finnischkurse besucht. Sanni war Sprachassistentin beim Sprachpraxiskurs, Maisa ihrerseits hat beim Anfängerkurs geholfen. Im Sommersemester haben wir auch an einem Übersetzungskurs am Finnisch-Ugrischen Seminar teilgenommen. Neben unserem Studium haben wir stundenlang in Zügen gesessen, die deutsche Weihnachtsmarktkultur bewundert und Göttingen kennengelernt.

Nach unserer Ankunft in Göttingen war alles ein bisschen fremd und die Stadt war kleiner als gedacht. An die neue Umgebung haben wir uns in nur ein paar Wochen gewöhnt. Wir haben beide in einem Studentenwohnheim nur ein paar Kilometer vom Zentralcampus gewohnt. Die Wohnform war neu für uns beide und wir haben einige kleine Schwierigkeiten getroffen, zum Beispiel die Warteschlange zum Duschen und die unordentlichen Gemeinschaftsräume. Das Jahr in dem Studentenwohnheim hat viele Erlebnisse mit sich gebracht, die wir nie vergessen werden. Die Vorteile des Wohnheimlebens waren die billige Miete, die große Gemeinschaft von Studierenden und die Tutoren des Wohnheims, die den Einwohnern bei alltäglichen Problemen geholfen haben. Die Lebenshaltungskosten in Deutschland waren beträchtlich niedriger als in Finnland, was eine positive Überraschung für unseren Studentenhaushalt war.

Zum Studium in Deutschland gehören häufiger Vorlesungen als Seminare, mehr Vorbereitung dafür und mehr Material zu den Seminaren als in Finnland. Am Anfang war es schwierig, das schnelle Sprechtempo des Lehrpersonals und die vielen wissenschaftlichen Artikel zu verstehen, aber wir haben den “Schock” schnell überstanden. Die Aufgaben, die wir bekommen haben, waren sehr hilfreich, um das theoretische Wissen zu verstehen, und wir glauben, dass uns nach unserem Austausch die Kurse in Turku leichter fallen werden. Die Dozenten haben sich unsere Sorgen gut angehört und uns Austauschstudierenden immer gut geholfen. Die Kursmaterialien fand man meistens in den Bereichsbibliotheken, deren Nutzung am Anfang für uns ein bisschen verwirrend war. Der größte Unterschied im Vergleich zu den finnischen Universitätsbibliotheken war, dass man die Jacken und Rucksäcke in die Schließfächer entweder mithilfe des Studentenausweises oder einer Münze einschließen musste.

Das Bezahlen des höheren Semesterbeitrags in Göttingen hat sich auf jeden Fall gelohnt, da wir den größten Teil unserer Freizeit mit den Zügen quer durch Niedersachsen unterwegs waren. Gegen Weihnachten haben wir sogar zehn Weihnachtsmärkte nah und fern besucht. Einige der Reisen haben wir mit dem lokalen ESN und die restlichen Ausflüge mit unserem Freundeskreis von Austauschstudierenden gemacht. Zu unseren Spitzenreitern sind das kleine und sehr stereotypisch deutsche Hameln, der wunderschöne Weihnachtsmarkt in Goslar und das vielseitige Hannover geworden. Die Reisemöglichkeiten von Göttingen aus zu den größeren Städten und zu den Nachbarländern Deutschlands waren wunderbar.

Obwohl Göttingen klein ist, hat es viele Freizeitmöglichkeiten angeboten. Als wir durch die Stadt spazieren gegangen sind, haben wir immer neue tolle Cafés, leckere Eissorten und herrliche Aussichten gefunden. Besonders der Blick aus dem Turm der Jacobikirche über die Stadt war beeindruckend. Im Wintersemester haben wir an dem Workshop “Typisch Deutsch” teilgenommen. Dort haben wir unsere Sprachkenntnisse verbessert, die neue Umgebung besser kennengelernt und einige andere Austauschstudierende aus aller Welt getroffen.

Trotz der Corona-Krise war unser Austausch an sich richtig schön gelungen und wir können Göttingen allen als Austausch- oder Studienstadt nur herzlich empfehlen. Alles, was man braucht, kann man leicht in der Stadt finden, der Campus ist schön kompakt und das Studentenleben ist ein sichtbarer Teil des Alltages. Göttingen wurde in einigen Wochen unser zweites Zuhause und wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen.

Danke Göttingen für das wunderschöne Austauschjahr! 

Maisa ja Sanni

Einfach lecker: Finnisches Weihnachtsessen

Was isst man eigentlich in Finnland an Weihnachten? Dieser Frage möchten wir heute auf unserem Blog nachgehen.
Im hohen Norden ist dieses Fest mit vielen Traditionen verbunden. Wenn der Winter kalt ist und im Kerzenschein die weihnachtliche Stimmung erst aufgekommen ist, darf natürlich auch das Festessen zu den Feiertagen nicht fehlen. In Finnland ist dies sehr reichhaltig und beinhaltet Deftiges und süße Speisen gleichermaßen.

Aufläufe sind ein wesentlicher Bestandteil des finnischen Weihnachtstischs. Ein Auflauf ist nicht nur praktisch, weil er im Voraus zubereitet werden kann, er schmeckt auch sehr gut! In Finnland isst man traditionell Steckrüben-, Karotten- und Kartoffelauflauf.

Auch der Weihnachtsschinken darf auf einem echten finnischen Joulupöytä, wie der Weihnachtstisch auf Finnisch heißt, nicht fehlen. Es handelt sich dabei um gepökelten Schinken, der mit einer Senfsoße bestrichen und im Ofen gegart wird. Für die Zubereitung sollte man einige Stunden einplanen.

Weitere Weihnachtsgerichte werden aus Fisch zubereitet. Einerseits gibt es Glasmeisterhering, der erst gewässert und dann in einer leckeren Marinade aus Essig und Gewürzen eingelegt wird und einige Tage gut durchziehen muss. Andererseits mögen die Finnen auch gebeizten Lachs. Dieser wird ebenfalls mariniert, allerdings nur mit Gewürzen.

Zum Abschluss darf es noch etwas Süßes sein:
Neben Pfefferkuchen werden in Finnland auch die sogenannten Weihnachtssterne gebacken. Sie bestehen aus Blätterteig, haben in der Mitte einen Kern aus Pflaumenmarmelade und sind sternförmig.
An Weihnachten nimmt auch der Milchreis eine wichtige Rolle ein. In diesem verstecken die Finnen nämlich zum Schluss eine Glücksmandel. Wer diese in seinem Milchreis findet, hat im neuen Jahr besonders viel Glück!

Hast du jetzt auch Hunger bekommen? Dann empfehlen wir diesen Link, der eine Vielzahl an Rezepten in deutscher Sprache beinhaltet. Dort findest du nicht nur die hier angesprochenen Gerichte, sondern auch noch viele weitere, die zu einem traditionellen Weihnachtsessen in Finnland dazu gehören.

Hyvää joulua – Frohe Weihnachten!

Quellen:
Der Finnische Weihnachtstisch. In: FINFO.
https://www.ruokatieto.fi/ruokakulttuuri/nykypaivan-ruokajuhla/vuodenajat/talvi/joulu/jouluruokien-historiaa
Foto: privat