Wie nimmt sich die ungarische Bevölkerung selbst wahr?

Menschen aus Ungarn haben verschiedene Ansichten zur Politik ihrer Regierung; so gibt es auch hier einige Unterstützer Orbáns, jedoch auch viele Gegner. Dies zeigt sich auch in aktuelleren Wahlen, in denen seine Partei nach steigender Wahlbeteiligung nicht mehr so deutliche Mehrheiten erzielte wie zu Beginn seiner Amtszeit. Grund dafür sind unter anderem einige unabhängige ungarische Medien, die über die von der Regierung ausgelösten Missstände berichten. Dazu zählt z. B. die Népszava, die als letzte unabhängige überregionale Tageszeitung Ungarns gilt.

Eine Umfrage aus dem Studienbericht ,,Der ungarische Traum“ vom ungarischen Institut PolicySolutions und der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt, dass Unzufriedenheit mit der Regierung und ihren Werten in Ungarn tatsächlich weit verbreitet sind. So ergab die Frage danach, wie sich verschiedene Institutionen auf die Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche auswirkt, dass die Mehrheit der Befragten der Meinung ist, dass sich die ungarische Regierung negativ oder zumindest nicht förderlich auf sie auswirkt.

Außerdem war fast die Hälfte der Befragten der Meinung, dass sich Ungarn weder am Westen noch am Osten orientieren und stattdessen seinen eigenen Weg gehen sollte. Über ein Drittel der Befragten meinte, es solle sich am Westen orientieren und nur durchschnittlich 13%, dass es sich am Osten orientieren sollte. Dabei wurden die Befragten nach ihrem Bildungsabschluss geordnet, was zeigte, dass diejenigen mit niedrigerem Abschluss eher für das Orientieren am Osten stimmten, wohingegen die mit höherem Abschluss eher für die anderen beiden Optionen stimmten.

In einer Studie der Ärztin und Psychologin Mária Kopp aus den Jahren 1988, 1995 und 2006 wird deutlich, dass Ungarn mehrheitlich stolz darauf sind, Ungarn zu sein, jedoch auch immer misstrauischer gegenüber anderer Menschen werden. Außerdem ergab die Studie, dass sich ein extremer Anteil von 98% der Befragten als unsicherheitsscheu einstuft und eher weniger dazu bereit ist, Risiken einzugehen. Diese Tatsachen führen dazu, dass die ungarische Gesellschaft und Wirtschaft von geringerem Zusammenhalt geprägt ist als die der anderen europäischen Staaten.

Die Studie spricht von einer Vertrauenskrise, die Ungarn als Volkswirtschaft merkbar schwächt. Dennoch gaben insgesamt 72% der Befragten an, glücklich zu sein. Diese Kontraste ziehen sich auch durch die restlichen Ergebnisse. So existiert trotz der relativ hohen Zahl an Ungarn, die sich als glücklich bezeichnen, die verbreitete Meinung, dass es kaum etwas im Leben gibt, über das man glücklich sein könnte, wenn man keine Kinder hat. Nur 3% aller Ungarn haben demnach keinen Kinderwunsch und die Mehrheit will mehr als zwei. Trotzdem ist die Zahl der Geburten vergleichsweise gering und Ungarns Bevölkerung schrumpft seit etwa 1980 stetig. Die Politik ist dabei auch ein zentraler Grund für den Druck, dem vor allem berufstätige Frauen ausgesetzt sind, wenn es um Kinder geht. Weiter sind chronischer Stress und Depressionen ein Problem, welches dafür sorgt, dass die Lebenserwartung in Ungarn geringer ist, als in den meisten anderen europäischen Ländern.

Die Studie kommt zu dem Schluss, das in der ungarischen Bevölkerung einige ,,Baustellen“ existieren, die angegangen werden müssen, um die Zufriedenheit und den Zusammenhalt zu stärken, obwohl es bereits einen merklichen Nationalstolz und auch, auf eine Weise, eine Zufriedenheit unter den Menschen gibt. Die Probleme können nach Kopp auch als Chance zur Verbesserung der Umstände in Ungarn genutzt werden, hängen aber auch von Faktoren wie der Arbeitslosigkeit, Scheidungen und dem Ansehen der Politiker ab.

Allgemein gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen der Fremd- und der Eigenwahrnehmung Ungarns. Während internationale Medien größtenteils für ein negatives Bild sorgen, sind die Meinungen der ungarischen Bevölkerung meist deutlich komplexer und basieren auf verschiedenen Grundlagen. Neben der Politik spielen auch kulturelle und geschichtliche Hintergründe eine wichtige Rolle in der Selbstwahrnehmung. Um ein neutrales Bild davon zu bekommen, wie Ungarn tatsächlich ist, muss man diese Hintergründe also beachten, um alle Facetten des Landes und die Situationen und Positionen der Menschen verstehen zu können.

Quellen:
Tamás Boros und Gergely Laki: Der ungarische Traum. PolicySolutions und Friedrich-Ebert-Stiftung 2018. 09.01.2024
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/general-will-ungarn-aus-nato-ausschließen-orban-unterstützt-offen-den-terroristen-putin/ar-AA1mA3mx 09.01.2024
https://hvg.hu/plazs/20090316_magyar_lelkiallapot_lelkialkat 15.01.2024
https://www.politico.eu/article/hungary-energy-dalliance-with-russia 10.01.2024

Titelbild: Fortepan / Hegedűs Tibor dr; https://fortepan.hu/hu/photos/?q= 19.01.2024

Text: Luca Kurzbuch, Praktikant, Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz

Wie wird Ungarn von anderen wahrgenommen?

Ungarn tritt immer wieder mit negativen Schlagzeilen über Ministerpräsident Viktor Orbán und seine Regierungspartei Fidesz in den Nachrichten in Erscheinung. Diese Berichterstattung über die ungarische Politik erfolgt verstärkt seit Beginn des Ukraine-Krieges und den Entwicklungen, die er mit sich bringt.

Da in den größten europäischen Medien kaum oder keine anderen, unpolitischen Nachrichten gesendet werden, da diese Themen von den politischen Ereignissen überschattet werden, wird ein zunehmend negatives Bild von Ungarn gezeichnet. So erscheinen fast täglich Artikel über Orbáns Beziehung zu Wladimir Putin, den er durch Blockaden von EU-Vorgängen wie der Aufnahme der Ukraine indirekt unterstützt. Quellen aus ganz Europa sprechen von seinen populistischen und EU-feindlichen Verbündeten und von ihm als ,,russischen Rammbock in der EU“, so der polnische General Roman Polko. Dieser forderte zuletzt den Ausschluss Ungarns aus der NATO, auch weil das Land immer wieder für Probleme innerhalb des Bündnisses sorgte, wie bei der Ablehnung der Aufnahme Finnlands und Schwedens.

Doch auch abseits des Krieges überwiegen meist die negativen Nachrichten aus Ungarn. Gründe dafür sind Vorwürfe der Erpressung der EU und ausländischen Unternehmen und die seit Orbáns erstem Wahlsieg in 2010 zunehmende nationalistische und antidemokratische Politik. Letztere führte auch zu zahlreichen Frauen- und LGBTQ+-feindlichen Entwicklungen, die Orbán durch seinen christlich-traditionellen Kurs begründet, den er zur generellen Unterordnung und Diskriminierung verschiedener Bevölkerungsgruppen nutzt. Neben Frauen und Personen, deren sexuelle oder Geschlechtsidentität ,,von der Norm abweicht“, trifft dies auch ethnische Minderheiten wie die Roma, die auch heute noch unter Diskriminierung in zahlreichen Bereichen der Gesellschaft leiden.

Das Gleiche gilt auch für die Pressefreiheit, die seit 2010 nur noch eingeschränkt existiert (Platz 23 von 180 in 2010; Platz 72 von 180 in 2023 nach der Rangliste der Pressefreiheit). Der Marktanteil der unabhängigen Presse in Ungarn betrug in 2023 nur noch 20% und in 2021 wurde die Themenauswahl zusätzlich drastisch eingeschränkt, sodass es kaum noch zur Berichterstattung über LGBTQ+-Themen kommt. Außerdem wurde 2023 ein ,,Souveränitätsverteidigungsgesetz“ verabschiedet, das die Überprüfung und strafrechtliche Verfolgung von Journalisten stark erleichtern wird. Im Februar 2024 nimmt die dazugehörige Regierungsbehörde ihre Arbeit auf.

Auch in den sozialen Medien spielt Ungarns Politik eine große Rolle. Diesbezüglich gibt es viele negative Stimmen, jedoch auch positive. Einige größere ungarische Seiten und Accounts auf Plattformen wie X unterstützten Viktor Orbáns Politik und einen anti-europäischen und pro-russischen Kurs. Solche sorgen dann zum einen für eine steigende Anzahl seiner Unterstützter im Land und weltweit und zum anderen für ein zunehmend negatives Bild bei allen anderen. Dadurch vergrößern sich die Unterschiede in der Wahrnehmung des Staates weiter und es kommt zu steigendem Konfliktpotenzial.

Allerdings gibt es auch Seiten und Foren, in denen Menschen sich unabhängig von Ungarns Politik über das Land austauschen und über seine Kultur, Sprache, Essen oder Musik reden und die positiven Seiten Ungarns betrachten.

Quellen:
Robert Sata: Wie Populist*innen in Ungarn gegen Geschlechtergleichstellung mobilmachen. https://gwi-boell.de/sites/default/files/2022-01/Im%20Namen%20der%20Familie-%20Wie%20Populist%2Ainnen%20in%20Ungarn%20gegen%20%20%20Geschlechtergleichstellung%20mobilmachen%20%20.pdf 09.01.2024
https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/544035/pressefreiheit-in-ungarn 11.01.2024
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/general-will-ungarn-aus-der-nato-ausschließen-orban-unerstützt-offen-den-terroristen-putin/ar-AA1mA3mx 09.01.2024
https://de.wikipedia.org/wiki/Rangliste_der_Pressefreiheit 11.01.2024

Titelbild: Foto von Rohan Hakani von Pexels https://www.pexels.com/de-de/foto/luftbild-der-stadt-in-der-nahe-des-flusses-2600763/ 19.01.2024

Text: Luca Kurzbuch, Praktikant, Tilman-Riemenschneider-Gymnasium Osterode am Harz

Parlamentswahlen in Finnland – ein Kopf-an-Kopf-Rennen?

Am Sonntag, den 2. April 2023 wählen die Finninnen und Finnen zum 39. Mal ein neues Parlament, das sie für die kommenden vier Jahre vertreten wird. Laut aktuellen Prognosen wird das Ergebnis dieser Wahl alles andere als deutlich.

Alle Wahlberechtigten, dies umfasst finnische Staatsbürger*innen über 18 Jahren, haben die Möglichkeit, am offiziellen Wahltag von 9-20 Uhr in einem Wahllokal vor Ort wählen zu gehen. Wer nicht am Wahltag seine Stimme abgeben kann oder möchte, kann dies bei den sogenannten Vorwahlen tun. Dieses Angebot besteht in Finnland bei den diesjährigen Wahlen vom 22.03.-28.03.2023, finnischen Staatsbürger*innen, die sich im Ausland befinden, steht dieses Jahr zum ersten Mal die Briefwahl im Zeitraum vom 22.03.-25.03.2023, zur Verfügung. Das offizielle Ergebnis wird voraussichtlich am 5. April bekanntgegeben.

Finnland ist eine parlamentarische Republik. Das Parlament ist nicht nur für die Regelung des Staatshaushaltes zuständig, es vertritt auch Finnlands Position in der europäischen Union. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wahl eines wichtigen Amts des Landes, die Wahl des oder der Regierungschef*in. Diese Wahl wird vom Parlament vollzogen, die amtierende Ministerpräsidentin des Landes ist seit 2019 Sanna Marin.

Das finnische Parlament verfügt über 200 Sitze, wer dort Platz nehmen darf, wird durch das sogenannte Verhältniswahlrecht bestimmt. Es gibt 13 Wahlkreise (die Anzahl der Kandidat*innen pro Wahlkreis hängt vom Bevölkerungsanteil in dem jeweiligen Kreis ab), in jedem stellen die Parteien eine Liste mit ihren Kandidat*innen auf, die Wähler*innen stimmen jeweils für einen oder eine Kandidat*in ihres Kreises ab und wählen somit ebenfalls dessen Parteiliste. Die abgegebenen Stimmen innerhalb der Kreise werden mit Hilfe des D’Hondt-Verfahrens in Mandate und somit am Ende in Sitze im Parlament umgerechnet.

Kandidieren darf grundsätzlich jede`*r, der oder die eine Wahlberechtigung hat, die Kandidat*innen werden von Parteien oder Verbänden gestellt.

Seit der letzten Parlamentswahl im Jahre 2019 repräsentieren neun verschiedene Parteien das finnische Parlament. Diese Wahl gewann die Sozialdemokratische Partei Finnlands (finn.: Suomen Sosialidemokraattinen Puolue, kurz SDP) mit 17,7% und bekam somit 40 der 200 Sitze im Parlament, für die Partei war es der erste Wahlsieg seit 1999. Nur knapp dahinter landete die rechtspopulistische Partei Die Finnen (finn.: Perussuomalaiset, kurz PS) mit 17,5%, sie erlangten dadurch 39 Sitze. Die Nationale Sammlungspartei (finn.: Kansallinen Kokoomus, kurz Kok) wurde mit 17% und 38 Sitzen die drittstärkste Kraft.

Die Prognosen der kommenden Wahl weisen dieselben drei Favoritenparteien vor, nach aktuellen Umfragen wird es voraussichtlich erneut ein enges Rennen um den Wahlsieg geben. Nach einer Umfrage von Taloustutkimus vom 2. März 2023 liegt die Nationale Sammlungspartei mit 20,8% vorne, dahinter landet die Sozialdemokratische Partei (19,9%) und den Platz der drittstärksten Kraft belegt die Partei Die Finnen mit 19,0%.

In den kommenden, entscheidenden Wochen werden die Parteivorsitzenden der drei Parteien ihren Wahlkampf aktiv fortsetzen müssen, um potentielle Wähler*innen zu überzeugen. Laut Markku Jokisipilä (Direktor des Zentrums für parlamentarische Unterstützung) sind die Unterschiede so gering wie noch nie zuvor, somit hätten alle drei Parteien mit ihren Vorsitzenden Sanna Marin (SDP), Riikka Purra (PS) und Petteri Orpo (Kok) das Potential zu gewinnen.

Im Wahlkampf selber ist die Wirtschaft nach wie vor das Hauptthema, doch auch der NATO-Beitritt des Landes wird debattiert.

Eines ist klar: Eine Koalition trotz abweichender politischer Interessen zwischen den einzelnen Parteien muss gebildet werden, doch wie diese aussehen wird, wird sich im Wahlergebnis widerspiegeln.

Quellen:
https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/parlamentswahlen-in-finnland-2023-umfrage-wahltermin-parteien-id65774501.html (abgerufen am 20.03.2023)
https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Finnland_2023 (abgerufen am 20.03.2023)
https://vaalit.fi/en/parliamentary-elections (abgerufen am 20.03.2023)
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/289236/parlamentswahl-in-finnland/ (abgerufen am 20.03.2023)
https://yle.fi/a/74-20020629 (abgerufen am 20.03.2023)
https://www.hs.fi/politiikka/art-2000009459854.html (abgerufen am 21.03.2023)

Titelbild: Dan Dennis auf Unsplash
Bildquelle Parlament: Joakim Honkasalo auf Unsplash

Text: Liv Kallender, Gymnasium an der Stadtmauer Bad Kreuznach, Praktikantin

Warum erhöhen E-Visa das Interesse Estlands an Reisen nach Russland?

Zwischen dem 1. Oktober 2019 und Ende Januar 2020 hat Russland mehr als 100.000 kostenlose und elektronische Visa für Reisen nach St. Petersburg und in das Leningrader Gebiet ausgestellt, von denen fast 30 Prozent an estnische Staatsbürger gingen. Doch woran kann das gelegen haben?

Ein Viertel der estnischen Bevölkerung sind in Estland lebende Russen, deren  Anteil im Osten des Landes sogar bei 90 Prozent liegt. Dementsprechend konzentriert sich die russische Bevölkerung vor allem in der Nähe der Grenze zu Russland, hauptsächlich in den Industriestädten, wie Kohtla-Järve und Narva, aber auch im Raum Tallinn. Statistiken zufolge lebten im vergangenen Jahr 2019 bei einer Gesamtbevölkerung von ungefähr 1.325.000 Menschen rund 908.000 Esten und insgesamt circa 328.000 Russen. Die Anzahl der russischen Bevölkerung ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken.

Dass die Russen in Estland die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe bilden, ist darauf zurückzuführen, dass Estland insgesamt 700 Jahre unter Fremdherrschaft stand und es bis 1918 zu Russland und später zur Sowjetunion gehörte. Aufgrund dessen haben viele estnische Bürger russische Vorfahren, wodurch sich die russische Bevölkerung ihrem Ursprungsland sehr verbunden fühlt.

Da sich die Einreise nach Russland jedoch häufig als sehr schwierig erweist, erleichtern die vielen kostenlosen und elektronischen Visa das Einreisen erheblich, weshalb das Reisen nach Russland deutlich populärer wird.

Quellen:
https://news.err.ee/1033665/russian-ambassador-e-visas-increased-estonian-interest-in-travel-to-russia
https://www.stat.ee/34267

Bild von KiraHundeDog auf Pixabay

Text: Caroline Sophie Heimrich, OHG Göttingen, Praktikantin

Finnland weiß, wie man die Obdachlosigkeit beendet

Die zunehmende Obdachlosigkeit ist in vielen Ländern Europas und auf der ganzen Welt ein großes Problem. Da stellt man sich doch die Frage, wie Finnland es geschafft hat, die Obdachlosigkeit in den vergangenen 33 Jahren um mehr als 60% zu verringern.

Im Gegensatz zu anderen Ländern bietet Finnland mit Hilfe der Organisation „Wohnen zuerst“ den Hilfsbedürftigen eine feste Unterkunft, auch dann, wenn sie die Probleme, welche sie auf die Straße gebracht haben, noch nicht lösen konnten. Natürlich bieten Notunterkünfte den Obdachlosen erst mal ein Dach über dem Kopf, aber eine dauerhafte Lösung sieht anders aus. Deshalb hat Finnland mehr Wert darauf gelegt, den Wohnungsbestand massiv aufzustocken und die Obdachlosenunterkünfte zu reduzieren. Eine Wohnung ist die Grundlage, um ein ordentliches Leben zu führen. Genau aus diesem Grund ist eine Wohnung der erste Schritt, um anschließend die Probleme, welche die Obdachlosen in diese Situation gebracht haben, mit Fachleuten zu lösen.

Quelle: https://de.euronews.com/2019/12/30/obdachlosigkeit-beenden-finnland-wei-wie-s-geht

Bild: matt-collamer-8UG90AYPDW4-unsplash

Text: Caroline Sophie Heimrich, OHG Göttingen, Praktikantin