Master Cheng in Pohjanjoki

Der Meisterkoch Cheng (Chu Pak Hong) aus Shanghai steigt mit seinem kleinen Sohn Nunjo (Lucas Hsuan) in dem finnischen Kleindorf Pohjanjoki im dünnbesiedelten Lappland aus dem Bus. Er geht in das lokale Gasthaus – viel Anderes gibt es in dem Ort auch nicht – und fragt höflich nach Fongtron. Aber niemand scheint Fongtron zu kennen. Abends, als die Wirtin Sirkka (Anna-Maija Tuokko) ihr Gasthaus schließen will, sitzt der Chinese mit seinem Sohn immer noch vor seiner Teetasse und hofft, Fongtron zu finden. Sirkka bietet Cheng und Nunjo eine Unterkunft an und versucht zusammen mit weiteren Dorfbewohnern das Fongtron-Rätsel zu lösen. Cheng landet in Sirkkas Gasthausküche und begeistert mit seinen Köstlichkeiten nicht nur die chinesischen Touristen, sondern nach Überwindung der Vorurteile auch das ganze Dorf, das bisher nur Sirkkas Kartoffelbrei und Würstchen gewohnt war. Bald spricht es sich herum, dass sein Essen nicht nur köstlich ist, sondern sogar heilsame Kräfte hat.

Der finnische Regisseur Mika Kaurismäki wollte einen positiven Film über die Begegnung der Kulturen machen. In einer Welt voller Hassrede und Populisten wollte er einen Feelgood-Film drehen, der Menschen verbindet. Das ist Mika Kaurismäki mit der Dramakomödie Master Cheng in Pohjanjoki sehr gut gelungen. Es ist ein warmherziger und ruhiger Film ohne Gewalt und überflüssige Wendungen oder Schnickschnack im Plot. Er ist langsam und baut auf die Präsenz der Schauspieler, auf Stimmung und Landschaft und auf kleine Details. Die schönen, nordfinnischen Landschaften kombiniert mit den nicht weniger schönen Köstlichkeiten der chinesischen Küche bieten einen ästhetisch perfekten Ausgangspunkt für Völkerverständigung.

Chu Pak Hong, Kari Väänänen und Mika Kaurismäki

Meister Cheng wurde 2018 in Raattama, einem kleinen Dorf in Kittilä, Lappland gedreht. Die Dreharbeiten dauerten ca. sechs Wochen, was etwa eine Woche länger ist als normalerweise. Die Filmcrew integrierte sich in die Dorfgemeinschaft, wie Cheng im Film, so dass bei den Arbeiten mehr oder weniger die gesamte Dorfbevölkerung, 120 Menschen, beteiligt war. Das Budget betrug 2,9 Millionen Euro, was etwa doppelt so viel ist, wie bei einem finnischen Durchschnittsfilm.

Mit dabei sind natürlich Kaurismäkis Vertrauensschauspieler Vesa-Matti Loiri und Kari Väänänen als alte Stammkunden. Zu hören gibt es auch Loiris Interpretation des Gedichts Lapin kesä (Sommer in Lappland) von Eino Leino, das seit den 1960ern zu den beliebtesten Liedern in Finnland gehört. Sonst ist die sehr gut zu der ruhigen Stimmung passende Filmmusik von Anssi Tikanmäki komponiert, der bereits in den 1980ern für die Musik bei Kaurismäkis frühen Werken zuständig war.

Die finnisch-chinesische Gemeinschaftsproduktion hatte ihre Premiere im September 2019 in Finnland. Auf den 61. Nordischen Filmtagen in Lübeck wurde Master Cheng mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Der deutsche Verteiler MFA+ Filmdistribution hat den Kinostart in Deutschland für den 30. Juli 2020 festgelegt.

Das Fongtron-Rätsel wird im Übrigen gelöst.

Quellen:

https://yle.fi/uutiset/3-10989464

https://yle.fi/uutiset/3-10980545

http://www.film-o-holic.com/haastattelut/mika-kaurismaki-mestari-cheng/

https://www.mfa-film.de/kino/id/master-cheng-in-pohjanjoki/

Bilder: Marianna Films Oy 2019

Szabó Magda – zwischen Unterdrückung, Unverständnis und Unachtsamkeit

Ein Beitrag von Kristina Dabernig

Mit ihrem Roman Az ajtó (Hinter der Tür) erlangte die bekannte ungarische Autorin Szabó Magda im deutschsprachigen Raum Berühmtheit. Bereits mit 10 Jahren verfasste sie ihren ersten Roman. In diesem spielten die Motive des Todes und der Trauer bereits eine entscheidende Rolle. Szabós Werke sind von echten Lebensgeschichten geprägt, so auch das Werk Az ajtó. Die zwei Protagonistinnen, die Schriftstellerin Magda Sza-bó und deren Haushälterin Szeredás Emerenc, basieren auf Szabó selbst und ihrer Haushälterin Juliska. Mit ihrem Roman Az ajtó schildert Szabó nicht nur autobiografisch ihr Leben, sondern schafft den „selbstklagenden Frauentypus“ in der Literatur. Männer spielen für die Handlung nur eine untergeordnete Rolle.

So wie die Schriftstellerin im Roman, schreibt auch Szabó selbst „sehr viel für die Schublade“. Szabó promovierte mit 22 Jahren, war viele Jahre als Lehrerin tätig und kurze Zeit arbeitete sie im Ministerium für Religion und Bildung. Sie vertrat nicht den politischen Kurs in Ungarn und so wurde sie aus dem Ministerium entlassen. Wegen ihrer Einstellung dem politischen Regime gegenüber erhielt sie bis einschließlich 1958 Publikationsverbot, sodass ihre Texte vorerst in der Schublade blieben. Diese Tatsache hielt Szabó allerdings nicht davon ab zu schreiben. Sie schrieb, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten. In Az ajtó könnte man sogar von einer Rechtfertigung und Verteidigung ihrer Entscheidungen sprechen. Darin beschreibt Szabó das Verhältnis zwischen der beiden Frauen Emerenc und Magda als einfühlsam und mitfühlend, aber gleichzeitig als zurückweisend. Es entsteht ein Mutter-Tochter-Verhältnis, das seinen Höhepunkt erreicht, als Emerenc Magda Magduska nennt. Emerenc versucht, Magda ihre Liebe und Zuneigung so gut wie möglich zu zeigen, doch Magda interpretiert die Gesten falsch. Der Roman endet mit dem Verrat Magdas an Emerenc, als Magda die Tür zu Emerenc Wohnung aufbrechen lässt. Diese Tat kann durch Worte nicht gut gemacht werden, weil es im Leben auf Taten ankommt und nicht auf Worte. Erst nach dem Tod Emerenc‘ erkennt Magda, wie sehr Emerenc sie geliebt hat.

Wie bereits der Titel sagt, ist die Tür ein wichtiges Motiv des Romans. Niemand außer Magda darf durch die Tür in Emerenc‘ Wohnung eindringen. Die Tür wird zur symbolischen Grenze der persönlichen Selbstbestimmung. Die Türschwelle ist das Bindeglied. Indem man die Tür öffnet, dringt man in Emerenc‘ Welt ein. Emerenc‘ höchster Wunsch ist es, ihre Welt zu schützen. Szabó stellt die Verletzlichkeit der Gefühle Emerenc‘ bzw. des Menschen dar, wenn die Tür, die den Eingang zu unseren Erinnerungen und Erlebnissen symbolisiert, unerlaubt aufgestoßen und in den nur uns gehörenden Raum eingedrungen wird.

Kölcsönös kötődésünk olyan, majdnem meghatározhatatlan eredők eredménye volt, mint a szerelem, holott rengeteg engedményt kellett vállalnunk ahhoz, hogy elfogadjuk egymást. Emerenc szemében minden nem kézzel, testi erővel végzett munka naplopás volt, majdnem szemfényvesztés, én mindig elismertem a test teljesítményét, de nem éreztem a szelleminél rangosabbnak, erről a személyi kultusz esztendei akkor is leszoktattak volna, ha életem folyamán bármikor is túl nagy hatással lett volna rám a gionói sugárzás. Világom talapzatát könyvek alkották, az én mértékegységem a betű volt, de nem éreztem egyedül üdvözítőnek, mint az öregasszony a maga mércéjét[1]

Quellen

Primärliteratur:

Szabó, Magda (2016) Az ajtó. Jaffa Kiadó. (eKönyv)

Szabó, Magda (20195) Hinter der Tür. Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke. Frankfurt am Main und Leipzig: Suhrkamp.

Sekundärliteratur:

Istvanits, Kerstin (2010) Titel der Diplomarbeit: „Die Jugendromane von Szabó Magda – Álarcosbál (Maskenball) & Abigél (Abigail)“. Wien: Universität Wien.

Leibermann, Doris (2017) Vor 100 Jahren geboren – Die ungarische Schriftstellerin Magda Szabó. Köln und Berlin: Deutschlandrundfunk. (Zugegriffen am 20.05.2020: https://www.deutschlandfunk.de/vor-100-jahren-geboren-die-ungarische-schriftstellerin.871.de.html?dram:article_id=397399.)

Bildquelle: Pixabay und Kristina Dabernig


[1] Unsere wechselseitige Zuneigung war fast so etwas wie Liebe, obwohl wir enorm viele Zugeständnisse machen mußten, um uns gegenseitig zu akzeptieren. Jede Arbeit, die nicht mit den Händen und dem Einsatz körperlicher Kraft verbunden war, kam Emerenc wie Nichtstun vor, ja sogar wie ein Schwindel. Ich meinerseits habe die Leistung körperlicher Arbeit immer anerkannt, konnte sie aber gegenüber geistiger Tätigkeit nie als höherwertig begreifen. Selbst wenn ich im Verlauf meines Lebens gar zu sehr unter den Einfluß vorhandener Rotlichtbestrahlung geraten wäre, hätten mich die Jahre des Personenkults eines Besseren belehrt. Bücher waren das Fundament meiner Welt, Buchstaben waren meine Maßeinheit, doch empfand ich sie keineswegs als alleinseligmachend, wie für die alte Frau die eigene Vorstellung vom Leben das Maß aller Dinge war. (S. 125)

Jaan Kross

Jaan Kross gilt als einer der wichtigsten estnischen Autoren seiner Zeit. Er wurde am 19. Februar 1920 in Tallinn geboren und studierte 1938-1944 an der Universität Tartu Jura. Während der Besatzung Estlands durch die Deutschen 1944, wurde Kross für einige Monate gefangen genommen, kam aber wieder frei. 1946-1951 war er politischer Gefangener der Sowjets und wurde in ein Lager in der Komi ASSR deportiert, wo er in einer Steinkohlegrube arbeitete. 1951-1954 verbrachte er als Verbannter im Gebiet Krasnojarsk.

1954 kehrte Kross nach seiner Kriegsgefangenschaft und Verbannung nach Tallinn zurück und war als freier Schriftsteller tätig. Er schrieb Gedichte und Romane mit historischen Themen sowie Novellen. In der Zeitschrift Looming veröffentlichte der Autor bereits ab 1955 einige Gedichte. Sein eigentliches Debüt machte er schließlich 1958 mit der Gedichtsammlung Söerikastja (z.Dt. Kohleanreicherer), dessen Titel auf seine Lagerarbeit anspielt. Kross’ erster Roman mit historischem Stoff, Kolme katku vahel (dt. Das Leben des Balthasar Rüssow) erschien in Estland zwischen 1970 und 1980 in mehreren Bänden. Es ist eines der umfangreichsten Prosawerke der estnischen Literaturgeschichte. Die Schauplätze in Kross’ Romanen sind zumeist in Estland, haben aber auch außerhalb davon immer einen deutlichen Bezug zum estnischen Gebiet. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, viele davon auch ins Deutsche.

1989 bekam Kross die Ehrendoktorwürde der Universität Tartu, 1990 die der Universität Helsinki. 1992-1993 war er sogar Abgeordneter des estnischen Parlaments.
Kross war insgesamt dreimal verheiratet, seit 1958 mit der Schriftstellerin Ellen Niit. Aus seinen Ehen gingen insgesamt vier Kinder hervor. Der Autor starb am 27. Dezember 2007 im Alter von 87 Jahren in Tallinn.

Quellen:
Hassleblatt, Cornelius. 2006. Geschichte der estnischen Literatur. Berlin/New York.
Tonts, Ü. 1995. Jaan Kross. In: Kruus, Oskar. 1995. Eesti Kirjarava Leksikon. Estnisches Schriftstellerlexikon. Tallinn. 228-230.
https://www.perlentaucher.de/buch/jaan-kross/wikmans-zoeglinge.html
http://www.ra.ee/apps/andmed/index.php/matrikkel/view?id=16957
https://et.wikipedia.org/wiki/Jaan_Kross

Bildquelle: Julius Jansson on Unsplash

Busójárás in Mohács – Karneval in Südungarn

Wie ist denn Karneval so in Ungarn? Das durfte ich letztes Wochenende endlich mal am eigenen Leib erfahren. Und diese Erfahrung möchte ich natürlich mit euch teilen. Busójárás heißt der Karneval in der knapp 20.000-Seelen-Stadt Mohács nahe der kroatischen Grenze. Zu den Einwohnern kamen noch etwa 30.000 Gäste (inkl. uns etwa 100 Erasmus-Studenten aus Szeged), die die Straßen der kleinen Stadt an der Donau füllten. Busójárás dauert insgesamt sechs Tage und endet am Tag vor Aschermittwoch. Am letzten Tag wird das große Karnevalsfeuer angezündet. Der große Holzhaufen für das Feuer steht aber schon während der Feierlichkeiten davor. Busójárás steht auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

Auf den Feierlichkeiten sind etwa 1000 Busós unterwegs, das sind mit volkstümlichen Masken und Fellkostümen gekleidete Männer. Oft haben sie ein Schokatz*-Mädchen an der Hand; ansonsten begegnet man immer wieder einem Jankele**. In der Stadt sind überall Stände aufgestellt, an denen Essen, Getränke oder Souvenirs verkauft werden und es gibt mehrere Bühnen, auf denen Volksmusik- oder –tanzgruppen ihre Künste präsentieren. Durch die Straßen ziehen Szekér (Wagen) mit Busóleuten drauf, die Lärm machen. Auch die Busós sind darauf aus, möglichst viel Lärm zu machen, zum Beispiel mit Kuhglocken an ihren Kostümen. Mit ihren Masken und dem Lärm wollen sie den Winter vertreiben, um Platz für den Frühling zu machen.

Die Busós sind immer auf der Suche nach Mädchen, die sie umarmen oder jagen können. Das Fest hat eine nicht so schöne Komponente, die man als Frau besonders spürt. Von den verkleideten Frauen bekommt man mit der Fliegenklatsche eins auf den Hintern und von den Männern mit dem Stock zwischen die Beine. Ab und zu bekommt man auch eine Hand voll Mehl oder Federn ab.

Als wir vormittags in Mohács ankamen, war noch nicht so viel los. Doch ab Mittag kamen immer mehr Leute, immer mehr Busós und immer mehr Bühnenprogramm. Die Stimmung war heiter, was vor allem an der ungarischen und kroatischen Volksmusik lag. Und am Alkohol, der hier und dort mal für umsonst ausgeschenkt wurde. Das Essen, das angeboten wurde, waren vor allem Fleischgerichte oder Backwaren, unter anderem der für die Festlichkeiten typische Kürtőskalács (ein aus Hefeteig über offenem Feuer gebackenes, rundes längliches Gebäck) in allen Variationen. Der Spaziergang zur Donau wurde jedes Mal zum Abenteuer, wenn ein Szekér vorbeifuhr oder eine Gruppe Hexen die Menge aufmischte. Überall wurden Fotos und Videos gemacht, denn der Samstag war der Tag, an dem die meisten Touristen kamen. Am Nachmittag konnte man auf dem Széchenyi-Platz noch ein bisschen ungarischen Volkstanz lernen: den Csárdás mit etwa 100 Leuten im Kreis zu tanzen ist schon beeindruckend.

Insgesamt war dieser Samstag ein aufregender Tag und alle, die zum ersten Mal beim Busójárás waren, schwärmen heute noch davon.

*Die Schokatzen (ung. sokácok, kroatisch šokci) sind eine kroatische Bevölkerungsgruppe, die in Kroatien, Serbien, Rumänien und im Süden Ungarns beheimatet ist.

**Die Jankele sind ebenfalls maskierte, in Lumpen gekleidete Menschen, deren Aufgabe es ist, Spaziergänger – insbesondere Kinder – von den Busós fernzuhalten. Sie haben einen Sack voller Lumpen, Mehl, Sägemehl, Asche oder Ruß dabei, womit sie auf Menschen – früher bevorzugt auf die eigenen Feinde – einprügeln.

Text: Karin Fichtner

Bild von Benjamin Sz-J. auf Pixabay

Karkauspäivä – eine Tradition für etwas andere Heiratsanträge

Am 29. Februar findet der Schalttag statt. Die eigentliche Funktion dieses Tages besteht nur daraus, den Kalender mit der Erdrotation um die Sonne, und somit auch den Jahreszeiten, im Gleichgewicht zu halten. Aber in Finnland gibt es eine eher ungewöhnliche Tradition. Denn in Finnland wird es gefeiert, dass am 29. Februar die Frauen den Männern Heiratsanträge machen und nicht umgekehrt.

Nach dem früheren Kalender war der Schalttag am 24. Februar, aber seit der Kalenderreform liegt er auf dem 29.02. In Finnland blieb der Tag dieser Tradition allerdings bis 1998 trotzdem der 24.02. Zum ersten Mal am 29.02. gefeiert wurde der Tag also im Jahr 2000 und danach natürlich alle vier Jahre.

Obwohl es früher eher ungewöhnlich war, dass die Frau den Heiratsantrag machte, gibt es diese Tradition schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. Laut dieser Tradition muss der Mann, wenn er den Heiratsantrag nicht annimmt, der Frau Stoff für einen Rock oder ein Kleid kaufen. Diese Tradition ist aber keineswegs veraltet, in Finnland gibt es sogar Veranstaltungen, bei denen Anträge gemacht werden können und man kann dafür sogar Preise gewinnen. So zum Beispiel auch in der finnischen Gemeinde Lapinjärvi. Dort bekommt man zum Beispiel wenn man einen Heiratsantrag macht und ein Jahr später verheiratet ist, ein Grundstück zum halben Preis.

Quelle:

https://yle.fi/uutiset/osasto/news/finnish_winter_runs_away_on_leap_day/5298929

https://yle.fi/aihe/artikkeli/2012/02/28/karkauspaivana-nainenkin-saa-kosia

Bildquelle:

https://pixabay.com/de/photos/bl%C3%BCte-blumenstrau%C3%9F-braut-zeremonie-1836315/

Chiara Stephan, HG Göttingen, Praktikantin

Tag der Muttersprache

Am 21. Februar 2020 wird jetzt offiziell zum 20. Mal der Internationale Tag der Muttersprache gefeiert. Aber dieser Gedenktag hat nicht nur die Funktion, seine Muttersprache zu feiern, er dient vielmehr der „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“.

Genau deswegen ist dieser Tag ein wichtiger Tag unter anderem für die finnisch-ugrischen Völker. Denn außer Finnisch, Ungarisch und Estnisch gehören zu dieser Sprachfamilie auch noch viele weitere kleine Sprachen. Für solche kleinen Sprachen ist die Pflege der Sprache sehr wichtig, da aufgrund der unterschiedliche Hauptsprachen in den jeweiligen Ländern diese oft vernachlässigt werden. Das führt dann dazu, dass diese Minderheitensprachen schnell gefährdet sind. Und da mittlerweile gut die Hälfte aller rund 6700 Sprachen auf der Welt vom Aussterben bedroht ist, wurde von der UNESCO dieser Tag ausgerufen, um die Sprachen und die Sprachpflege zu fördern. Denn mit jeder aussterbenden Sprache geht auch immer ein Stück Kultur verloren.  

 „When languages fade, so does the world’s rich tapestry of cultural diversity.“

Quelle: https://www.un.org/en/observances/mother-language-day

Der historische Grund für den Ausruf dieses Tages findet sich am 21. Februar 1952. An diesem Tag wurde gegen die Einführung von Urdu als Amtssprache in der pakistanischen Provinz Bengalen protestiert. Denn dafür sollte Bengali zurückgedrängt werden, obwohl es in der Bevölkerung viel mehr vertreten war als Urdu.

Heutzutage wird man sich immer bewusster darüber, dass die Pflege der Sprachen eine große Rolle in der Kultur spielt, zum Beispiel für stärkere Kooperation und auch qualitativ hochwertige Bildung.

Quellen:

https://www.un.org/en/observances/mother-language-day

https://www.unesco.de/kultur-und-natur/kulturelle-vielfalt/21-februar-ist-internationaler-tag-der-muttersprache

Bildquelle:

https://pixabay.com/de/illustrations/fahnen-l%C3%A4nder-staaten-flaggen-welt-69190/

Chiara Stephan, HG Göttingen, Praktikantin

Sind die Ungarn eigentlich religiös?

Im Rahmen meines Praktikums habe ich die Aufgabe bekommen, mich mit den verschiedenen Religionen Ungarns auseinanderzusetzen. Ich habe die Informationen so zusammengetragen, dass man aus diesen Folien erstellen kann und dass sie anschließend für den Unterricht genutzt werden können.

Aufgrund der zahlreichen Informationen ist mir der Gedanke gekommen, dass dieses Thema dem Blog nicht vorenthalten bleiben soll, weswegen ich mich letztlich dazu entschieden habe, einige meiner Ergebnisse hier zu veröffentlichen.

Im Rahmen der Volkszählungen 2001 und 2011 wurde auch nach der Religionszugehörigkeit gefragt. Sowohl im Jahr 2001 als auch 2011 war der Anteil der Katholiken am größten. Die Reformierten (Kalvinisten) bilden die zweitgrößte Religionsgemeinschaft des Landes. Doch während die Mitgliederzahlen der beiden größten Religionsgemeinschaften in innerhalb von zehn Jahren deutlich abgenommen haben, steigt die Anzahl der Konfessionslosen und der Befragten, welche die Frage nach ihrer Religionszugehörigkeit unbeantwortet ließen. Auch die Zahl der Anhänger der evangelisch-lutherischen Kirche ist gesunken die Zahl der Mitglieder kleinerer christlicher Kirchen und anderer Weltreligionen, die in Ungarn vertreten sind, stieg dagegen leicht an.

Religion: 2001 (%): 2011 (%):
Katholiken 54,5 39
Reformierte
(Kalvinisten)
15,9 11,6
Lutheraner 3 2,2
Kleinere
christliche
Kirchen
1 1,5
Andere
Weltreligionen
0,3 0,5
Konfessionslos 14,5 18,2
Keine Antwort 10,8 27,2

Quelle: Máté Olga: Egyházak, vallásosság Magyarországon – Képviselői Információs Szolgálat, 2019/3. Infotabló.

Allgemein lässt sich feststellen, dass die Zahl der Mitglieder der großen Religionsgemeinschaften rückläufig ist, während an kleineren Religionen immer mehr Interesse gezeigt wird. Sowohl Einwanderung, als auch Auswanderung spielen dabei eine große Rolle, genauso wie Übertritte von einer Religion zu einer anderen.

Prognose bis 2050: Anzahl der Mitglieder von Glaubensgemeinschaften sinkt

Laut Prognosen werden christliche Glaubensgemeinschaften weiter Mitglieder verlieren, während die Zahl der Konfessionslosen wächst und das Interesse an Kirche und Religion deutlich abnimmt.

2010 20302050
Christliche
Glaubensge-
meinschaften
8 090 0007 250 000 6 500 000
Konfessionslos 1 860 0002 040 0001 990 000

Quelle: https://de.statista.com

Kirchenfinanzierung durch Mandatssteuer Was ist das?

In Ungarn gibt es statt einer Kirchensteuer eine Mandatssteuer. Die Mandatssteuer dient sozialen, kulturellen und humanitären Zwecken und wird von allen Steuerzahlern gezahlt. Der Steuerzahler kann selbst entscheiden, wer seinen Steuerbeitrag erhalten soll: so geht 1% der Einkommenssteuer an eine vom Steuerzahler selbst gewählte Organisation oder Institution. Die Mandatssteuer ist auch eine gute Alternative zur Kirchensteuer und kommt vielen kirchlichen und religiösen Einrichtungen zugute.

Die katholische und die reformierte Kirche profitieren am meisten von den Mandatssteuern, da diese auch die größten Religionsgemeinschaften Ungarns sind. Die evangelisch-lutherische Kirche, die Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein, sowie die Baptistenkirche folgen mit erheblichem Abstand, da diese Religionen auch deutlich weniger Mitglieder haben. Ein kleiner Anteil geht an andere Kirchen, das sind meist die kleineren christliche Kirchen oder Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften.

Kirchliche Bildungseinrichtungen

In Ungarn waren 2019 insgesamt 10,6 % der Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel Schulen oder Kindergärten, in kirchlicher Trägerschaft. Die Kirche spielt in diesen Einrichtungen eine sehr große Rolle, indem sie beispielsweise vorgibt, wie die Lehrer unterrichten und welche Themenbereiche sie behandeln sollen.

Allerdings werden 89,4 % der Bildungseinrichtungen nicht von der Kirche finanziert und stehen dementsprechend nicht in einer engen Verbindung mit einer Religion.

Im Gegensatz zu Ungarn, gibt es in Deutschland deutlich mehr Bildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft. Es gibt alleine 904 katholische Schulen in Deutschland (Stand 2016), welche von Kirchensteuereinnahmen finanziert werden.

Quellen:

https://fowid.de/meldung/konfessionsfreie-ungarn

Máté Olga: Egyházak, vallásosság Magyarországon – Képviselői Információs Szolgálat, 2019/3. Infotabló.

https://religion.orf.at

https://de.statista.com

https://de.wikipedia.org/wiki/Mandatssteuer

Bild: Daniel Olah on Unsplash

Text: Caroline Sophie Heimrich, OHG Göttingen, Praktikantin

Finnland- das glücklichste Land der Welt?

Laut dem „World Happiness Report“ ist Finnland jetzt schon zum zweiten Jahr in Folge das glücklichste Land der Welt. Aber warum eigentlich? Am Wetter kann es laut einigen Bewohnern von Finnland ja nicht liegen. Laut ihnen sind die Tage im März immer noch kalt und dunkel und an Regenschauern fehlt es ihnen wohl auch nicht. Aber woran liegt es dann? An der riesigen Auswahl an Salmiak – einer lakritzähnlichen Süßigkeit, die die Finnen ja so lieben sollen? Oder doch an Finnlands schöner Natur?

Viele Menschen behaupten, es liegt an dem guten Bildungssystem. Denn laut den Finnen sind Kinder und Jugendliche hier viel selbstständiger als beispielsweise in Deutschland. Die Kinder sollen hier viel mehr aufgefordert werden, Dinge selbst zu probieren und bekommen nicht alles gleich vorgeschrieben. Das führe dazu, dass viele Finnen einfach selbständiger sind und das mache einen glücklich.

Neben dem Bildungssystem funktioniert, laut vielen Reiseblogs und Statistiken, auch die Infrastruktur sehr gut. Ob man mit dem Zug, mit der Bahn oder mit dem Bus reisen möchte – alles läuft nach Fahrplan. So sieht es auch in vielen anderen Bereichen aus, wie zum Beispiel in der Bildung oder im Gesundheitssystem. Denn die Finnen akzeptieren hohe Steuern für soziale Sicherheit, kostenlose Bildung und ein Gesundheitswesen auf einem hohen Niveau. Das Land ist sozial fortschrittlich, hat eine funktionierende Regierung und ist stabil und sicher. Und das nimmt den Finnen anscheinend viele Sorgen ab.

Ein großer Teil, der die Finnen so glücklich macht, soll aber dann doch die Natur sein. Neben Saunabesuchen und mit Freunden und Bekannten quatschen sollen Waldspaziergänge und Eisbaden sehr beliebt sein. Deswegen gibt es unter anderem in Finnland auch das

„Jedermannsrecht“. Diese Regelung erlaubt es den Leuten, die Natur für ihr Freizeitvergnügen zu nutzen, also dürfen sie sie nicht nur betreten, sondern beispielsweise auch zum Zelten, Baden oder Beerenpflücken nutzen. In Finnland gibt es übrigens auch sehr viele Nationalparks und natürlich sehr viele Wälder und Seen, genaugenommen nehmen die Seen und Wälder c.a. 80% der gesamten Landesfläche ein. Das bedeutet, keiner in Finnland muss weit reisen, um sich in die Natur zu begeben und diese Verbundenheit zur Natur ist auch ein Grund für das viele Glück der Finnen.

Einen Begriff, den man bestimmt mal hört, wenn man nach Finnland reist, ist „Sisu“. Dieser Begriff beschreibt eine mentale Eigenschaft, die angeblich nur die Finnen haben sollen. Während das Wort im 19. Jahrhundert noch kein ganz positiver Begriff war und für „Inhalt“ bzw. auch „Gemütseigenschaft“ stand, aber auch die negativen Dinge wie Boshaftigkeit und Hass miteingefasst hat, so bedeutet er heutzutage viel mehr sowas wie „Kampfgeist“ oder „Durchhaltevermögen“. Dieser Begriff ist in Finnland ein kulturelles Konzept geworden, wird für z.B. Sportveranstaltungen, in der Geschichte Finnlands oder sogar als finnischer Vorname genutzt und ist ein großer Part der Identitätsfindung vieler Finnen.

Also eine konkrete Antwort auf die Frage warum die Finnen so glücklich sind, gibt es nicht wirklich. Für manche wird es der naturverbundene Alltag oder die Saunabesuche sein, die sie glücklich machen, für andere könnte es einfach der Kampfgeist, der sie durch das schlechte Wetter bringt, sein – oder vielleicht doch einfach die tolle Auswahl an Salmiak.

Quellen:

https://www.welt.de/reise/nah/article198844481/Helsinki-Was-die-Menschen-in-Finnland-so-gluecklich-macht.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Sisu

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/sauna-seen-und-fika-warum-finnland-das-gluecklichste-land-der-welt-ist/24167780.html

https://worldhappiness.report/

Bildquellen:

https://pixabay.com/de/photos/blond-br%C3%BCcke-spa%C3%9F-m%C3%A4dchen-1868815/
https://unsplash.com/photos/zJCRuCJV5Is

Chiara Stephan, HG Göttingen, Praktikantin

Runebergs Törtchen

J. L. Runeberg (5.2.1804 – 6.5.1877) ist der Nationaldichter Finnlands. Berühmt ist er vor allem für den Text der finnischen Nationalhymne, aber auch für seine Vorliebe für Süßes. Hier das Rezept der Törtchen, die man bis heute zu Feier seines Geburtstags am 5. Februar in ganz Finnland isst:

Für den Teig:

  • 100 g     Butter
  • 100 g     Zucker (zur Hälfte braun)
  • 1            Ei
  • 100 g     Weizenmehl
  • 40 g       Mandeln gemahlen
  • 30 g       Pfefferkuchen oder Lebkuchen gebröselt, notfalls auch Semmelbrösel
  • 1 TL      Backpulver
  • ¼ TL     Kardamom
  • 75 g       Schlagsahne
  • (1 Tropfen Bittermandelaroma)

In die Mitte:

Himbeerkonfitüre

Zum Befeuchten:

  • 2 EL        heißes Wasser
  • 1 EL        Zucker
  • 2 EL        Punsch, Brandy, Rum oder Mandellikör

Zur Deko:

  • Himbeerkonfitüre
  • Zuckerguss (80 g Puderzucker + 2 TL Wasser oder Zitronensaft)

Zucker und Butter schaumig schlagen. Das zimmerwarme Ei unter Rühren hinzufügen. Alle trockenen Zutaten zusammenmischen und in den Teig unterrühren. Die Sahne (und das Bittermandelaroma) hinzufügen.

Sechs hohe, runde Formen (notfalls uneingefettete Papierkaffeebecher nehmen) zur Hälfte füllen, einen halben Teelöffel Himbeerkonfitüre in die Mitte hinzufügen und die Formen mit dem Teig zu ¾ füllen.

Bei 175 Grad etwa 20 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen.

Das heiße Wasser, den Zucker und den Punsch zusammenmischen und die Törtchen mit Hilfe eines Pinsels gut befeuchten. Mehrere Stunden, am besten über Nacht durchziehen lassen.

Die Törtchen aus den Formen nehmen. Mit einem Klecks Himbeerkonfitüre oben drauf dekorieren und einen Ring aus Zuckerguss um die Konfitüre herum spritzen.

Quelle: https://www.valio.fi/reseptit/runebergin-torttu-2/

Bildquelle: Bengt Oberger, Runebergstårtor, CC BY-SA 4.0

Ferenc Erkel – der Komponist der ungarischen Nationalhymne

Am 22. Januar wird in Ungarn der Tag der ungarischen Kultur gefeiert. Der Dichter und Politiker Ferenc Kölcsey schrieb am 22. Januar 1823 sein Gedicht zu Ende, das später die ungarische Nationalhymne wurde. Über das Gedicht und den Dichter haben wir hier schon berichtet. Aber wer war der Komponist, der die Hymne vertonte?

Die Melodie der ungarischen Nationalhymne stammt von Ferenc Erkel (1810-1893). Erkel, im südungarischen Gyula geboren, wuchs als Spross einer donauschwäbischen Musikerfamilie auf. Von 1822 bis 1825 besuchte er das Gymnasium des Benediktinerordens in Pressburg. Sein Musiklehrer dort war der angesehene Musikpädagoge Heinrich Klein, ein Vertrauter Beethovens. In Pressburg besuchter Erkel Opernvorstellungen und Konzerte von Franz Liszt und dem Violinisten János Bihari. Mit 18 Jahren wurde er Klavierlehrer in Klausenburg.

Seinen ersten Auftritt als Klaviervirtuose hatte Erkel im Jahre 1834. Ein Jahr später zog er nach Pest und übernahm den Posten des Kapellmeisters am Deutschen Theater und am Budaer Ungarischen Theater. In sehr jungen Jahren dirigierte er bereits berühmte Opern. 

Von 1838 an war er als Dirigent am Pester Ungarischen Theater (Pesti Magyar Színház) tätig: dort baute er das Orchester und den Chor auf und gründete später die Philharmonische Gesellschaft. Im Theater traten berühmte Persönlichkeiten der Zeit auf: die Opernsängerin Róza Déryné Széppataki und der Schauspieler, Komponist und Librettist Béni Egressy. Egressy vertonte das Gedicht des ungarischen Dichters Mihály Vörösmarty Szózat, Mahnruf, das später die inoffizielle zweite Nationalhymne Ungarns wurde.

Aber zurück zu Erkel. Am 8. August 1840 wurde seine erste Oper Báthori Mária im neugegründeten Nationaltehater uraufgeführt – die ungarische Nationaloper war geboren. Später wurde Erkel erster Dirigent des Nationaltheaters und blieb hier 30 Jahre. Er war Mitbegründer, Direktor und Klaivierlehrer der Musikakademie und später übernahm er den Posten des Obermusikdirektors am 1884 gegründeten Opernhaus.

Die ungarische Nationalhymne

Um Kölcseys Hymnus zu vertonen, ließ 1844 der Direktor des Nationaltheaters einen Wettbewerb durchführen. Preisgekrönt wurde die Musik von Erkel. Die Hymne, wie sie heute gesungen wird, ist jedoch mit dem Original nicht ganz identisch, denn die ursprüngliche Version wurde in einem etwas schnelleren Tempo gespielt. Die Melodie wurde erst nach dem Friedensvertrag von Trianon (4. Juni 1920), bei dem Ungarn ein Drittel seines Gebiets verlor, langsamer und tragischer.

Im 19. Jahrhundert wurden die beiden Nationallieder Hymne und Mahnruf abwechselnd gesungen, aber in den 1850-ern Jahren gewann die Hymne allmählich an Bedeutung.

Der Opernkomponist

Erkel komponierte insgesamt neun Opern, die den Stil Rossinis mit der im 18. Jahrhunder entstandenen ungarischen Verbunkos-Musik vereinen. Das Wort Verbunkos geht auf das deutsche Wort werben zurück: diese Tanzmusik wurde nämlich ursprünglich bei der Anwerbung von Soldaten gespielt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam der Verbunkos auch in den Operhäusern an: die bekanntesten Opern Erkels, Hunyadi László und Bánk bán, waren stark von ihm beeinflusst.

Der Schachspieler

Erkel gehörte lange Zeit zu den stärksten Schachspielern Ungarns und war 28 Jahre lang Vorsitzender des Pester Schachklubs.

Die Hymne kann man hier anhören: https://www.youtube.com/watch?v=M_1XePK1DAk

Link zum Palotás aus der Oper Hunyadi László: https://www.youtube.com/watch?v=R9S-06wV0VM

Quellen:

https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_E/Erkel_Familie.xml
http://www.fszek.hu/konyvtaraink/kozponti_konyvtar/zenei_gyujtemeny/erkel_ferenc_elete_es_muvei/?article_hid=3332
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