Kategorie: Studiengebühren


Zusammenfassung 3. Podiumsdiskussion

24. März 2011 - 14:44 Uhr

Am 20. Januar fand die 3. Podiumsdiskussion zur Verbesserung der Lehre in der Physik statt. Dieses Mal standen die beiden Punkte Verwendung von dezentralen Studiengebühren und Stellenwert von guter Lehre im Vordergrund. Dieser Artikel soll eine kurze Zusammenfassung der angesprochenen Themen liefern.

Verwendung von dezentralen Studiengebühren in der Physik: Anlass für diesen Punkt war, dass ein Großteil der Studiengebühren im Moment noch nicht ausgegeben werden. So findet zurzeit weniger als ein Drittel der Studiengebühren Verwendung. Das Problem hierbei ist zum einen das Substitutionsverbot, das besagt, dass Studiengebühren ausschließlich der “Verbesserung der Lehre” dienen und keine vorhandenen Maßnahmen ersetzen dürfen. Auf der anderen Seite herrscht ein Mangel an kreativen Ideen, wozu dieser erste Punkt der Podiumsdiskussion genutzt werden sollte.
Folgende Ideen wurden diskutiert:

  • Büchergutscheine: In anderen Fakultäten wird bereits versucht, einen Teil der Studiengebühren mit Hilfe von Büchergutscheinen zurückzuzahlen. Damit können die Studierenden einen Teil ihres Geldes zweckgebunden wiederbekommen. Nachteil wäre ein höherer Verwaltungsaufwand.
  • Anschaffung von Stühlen und Beamern: Vor einiger Zeit erreichte die Studienkommission ein Antrag auf Anschaffung von Stühlen für den Übungsraum und einen Beamer für die Astrophysik. Alle Beteiligten waren sich in dem Punkt einig, dass die Ausstattung eines Übungsraumes mit einer gewissen Anzahl von Stühlen zur Grundausstattung gehört. D.h. wenn Stühle tatsächlich abhanden kommen (d.h. nicht einfach nur woanders hingebracht wurden), ist dies dann natürlich ein Versicherungsfall, ob und wann aber beschädigte Stühle aus Fakultätsmitteln ersetzt werden (können), kann man sich bspw. sehr anschaulich im Theologicum ansehen. Hier kommt es natürlich auch auf die Benutzung der Gegenstände durch die Studierenden an (ob bspw. auf Tische gekritzelt oder mit Stühlen „gekippelt“ wird etc.). Bzgl. des Beamers gab es unterschiedliche Meinungen. Fakt ist, dass es kein üblicher Standard ist, dass jeder Übungsraum mit einem Beamer ausgestattet ist. Das kann man sich ebenfalls in anderen Fakultäten ansehen, in denen kaum ein Übungsraum über Beamer verfügt und diese aus Studienbeiträgen angeschafft wurden.

Hier spielt also immer der Zeitpunkt des Status Quo eine Rolle. Wir in der Fakultät für Physik sind in der glücklichen Lage, durch den Neubau und die damit verbundenen Erstausstattungsmittel über eine ausgezeichnete Grundausstattung zu verfügen. In ein paar Jahren wird dies vermutlich schon etwas anders aussehen, wenn Möbel abgenutzt und Technik evtl. auch schon wieder veraltet ist.

  • Vorträge im Master: Im Master gibt es das Modul M.Phy.602 „Knüpfung und Pflege von Arbeitskontakten”, welches die Teilnahme an einem Kongress vorsieht. Da jedoch aus zeitlichen Gründen eine Finanzierung über die Hereaus-Stiftung wie bei den Diplomern nicht mehr möglich ist und den Instituten dafür die finanziellen Mittel fehlen, würde sich eine Finanzierung über Studiengebühren anbieten, da es eine Verbesserung der Lehre darstellt, auf eine Tagung fahren zu können, um die eigenen Masterergebnisse vorzustellen, als dies nur im Rahmen eines Seminarvortrages hier vor Ort zu tun. Vielfach ergeben sich aus solchen Kongressteilnahmen auch Jobangebote. Seitens der Studierenden wurden jedoch Bedenken geäußert, ein Pflichtmodul aus Studiengebühren zu finanzieren. Daher soll das Modul zunächst an das finanzielle Budget angepasst werden, d.h. es ist nicht mehr die Tagungsteilnahme vorgesehen, sondern ein Vortrag vor Ort. Sollte dann doch jemand auf einen Kongress fahren wollen, kann er eine Unterstützung aus Studiengebühren beantragen, über die dann die Studienkommission entscheidet. Für die jetzige Kohorte wurde ein Topf aus Studiengebühren für Zuschüsse zu einer Tagung/einem Kongress in Höhe von max. 400 Euro pro Person unter der Bedingung geschaffen, dass das Institut auch mindestens 100 Euro bezuschusst.
  • Finanzierung von Abschlussarbeiten: Es wurde ferner die Idee diskutiert, interessante (aber kostenintensivere) Bachelor- und Masterarbeiten aus Studiengebühren zu unterstützten. Während seitens der Studierenden Bedenken wegen des Substitutionsverbots geäußert wurden, nannten die Dozenten wiederum den hohen Status Quo der Fakultät, der keinesfalls Standard ist. Wenn das finanzielle Budget (aufgrund größerer Kohortenzahlen, derzeit ist die Fakultät ja nur bei 75% der Kapazität) nicht mehr ausreicht, müssten finanziell unaufwendigere Abschlussarbeiten vergeben werden (Standard). Dann könnte der Einsatz von Studiengebühren in der Tat zu einer Verbesserung der Lehre (in Form von interessanteren Abschlussarbeiten) beitragen.
  • Didaktische Hilfestellung für Dozenten: Um die Qualität der Vorlesungen zu verbessern, könnten didaktische Schulungen und direkte Ratschläge während des Vorlesungsbetriebs aus Studiengebühren finanziert werden.

Stellenwert der Lehre: Der zweite Punkt der Diskussion war der Stellenwert von guter Lehre. Es geht dabei um die Fragestellung, was die Fakultät für Physik unter guter Lehre versteht und welchen Stellenwert sie hier einnimmt.

  • Fehlende Konsequenzen schlechter Lehrevaluationen: Ein Großteil der Veranstaltungen wird am Ende des Semesters evaluiert. Jedoch sind die Konsequenzen bei schlechten Evaluationsergebnissen gering. Von Seiten der Dozenten wurde angemerkt, dass Evaluationsergebnisse als persönliches Feedback durchaus in die stetige Verbesserung der Veranstaltungen einfließen.
  • Fehlendes Feedback: Von Seiten der Professoren wird beklagt, dass es nicht genügend Feedback in den Veranstaltungen gibt und dadurch nicht klar wird, welcher Teil des Stoffes unter Umständen unverständlich war.
  • Pädagogikkurse: Die Hochschuldidaktik der Universität bietet u.a. Pädagogikkurse für Dozenten an, die jedoch nicht sehr gut besucht werden (bspw. aufgrund schlecht zugeschnittener Termine während der Vorlesungszeit). Von den Studierenden kam der Vorschlag, einen solchen Kurs in der Physik extra für unsere Dozenten anzubieten, um die räumliche Barriere zu umgehen.
  • Wiederholung von Vorlesungen: Es wurde die Idee geäußert, dass ein Dozent eine Veranstaltung mehrmals hintereinander halten sollte, um die Erfahrungen, die er beim ersten Mal gemacht hat, beim zweiten Mal verbessernd einbringen zu können. Dies wäre jedoch bei den beiden großen Grundvorlesungen eine enorme Arbeitsbelastung für zwei Jahre, da ja die Physik I und II ebenfalls von den gleichen Dozenten gehalten werden sollte. Die anderen größeren Veranstaltungen werden ohnehin mehrfach von den gleichen Dozenten gelesen. Dennoch traf die Idee auf Zustimmung.
  • Übungskonzept: Es wurde die jetzige Form des Übungskonzepts diskutiert. Der zeitliche Aufwand für das Bearbeiten der Übungszettel ist so groß, dass die Vorlesungen nur schwer nachgearbeitet werden können. Daneben ist die Qualität der Übungen sehr unterschiedlich. In dem Zusammenhang wurde über das neue Übungskonzept in analytischer Mechanik gesprochen, welches versucht, die zeitliche Belastung zu nehmen und die Übungsaufgaben interessanter zu gestalten. Des Weiteren wurde eine Auszeichnung guter SHK diskutiert.
  • Lehramtsgruppen: In Physik I+II wird ein spezielles Tutorium für Lehramtsstudierende angeboten, dass sehr gut ankommt. Es wurde diskutiert, dies auf andere Veranstaltungen auszudehnen.
  • Dauerleihgaben: Für gewisse Veranstaltungen ist es sinnvoll mit einem bestimmten Buch zu arbeiten. Es wurde der Vorschlag gemacht, Bücher aus Studiengebühren anzuschaffen und diese als Dauerleihgaben an die Studierenden zu verleihen, die diese dann nach zwei Jahren zu dem entsprechenden Zeitwert abkaufen oder zurückgeben können. Der Vorschlag fand Zuspruch. Es wurde die Frage gestellt, ob Bücher auch oder vermehrt in Englisch bestellt werden sollen. Von studentischer Seite wurden einige Exemplare in englischer Sprache befürwortet.
  • Workload: Bemängelt wurde, dass der Workload insgesamt zu hoch ist. Jedoch funktioniert auch die im Moment stattfindende Workloaderhebung nicht sonderlich gut. Das muss sich ändern, wenn die Daten zur Verbesserung der Situation beitragen sollen.

Dies waren die wichtigsten Punkte. Das vollständige Protokoll der Podiumsdiskussion findet ihr hier.

134 Kommentare » | Bachelor Physik, Informationsveranstaltung, Master of Education, Master Physik, Studiengebühren, Veranstaltungen, Zwei-Fächer-Bachelor

Ausgabenübersicht dezentrale Studiengebühren

24. März 2011 - 09:36 Uhr

Eines der großen Themen der letzten Podiumsdiskussion im Januar war die Verwendung von dezentralen Studiengebühren, also dem Anteil der Studiengebühren, der innerhalb der Physik zur Verfügung steht. Der andere Anteil steht für zentrale Maßnahmen zur Verfügung, d.h. Maßnahmen an denen mehrere Fakultäten beteiligt sind. Dieser Artikel soll eine kurze Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben der Studiengebühren in der Physik vom Wintersemester 06/07 bis zum Wintersemester 10/11 (Stand 19.01.2011) geben.

Insgesamt standen der Fakultät für Physik im Zeitraum vom WS 06/07 bis WS 10/11 1.489.122 Euro zur Verfügung. Ausgegeben wurden hingegen nur 827.168 Euro. Die Ausgaben lassen sich in Personal- und Sachmittel aufteilen. Erstere nehmen jedoch einen wesentlich größeren Anteil an den Gesamtausgaben ein und beliefen sich insgesamt auf 666.129 EUR. Etwas mehr als die Hälfte fielen dabei für die Verkleinerung von Übungsgruppen (d.h. Aufstockung der Anzahl von Übungsgruppen) sowie für zusätzliche Tutorien und Repetitorien an. Ein weiterer großer Posten betrifft das E-Learning, insbesondere das Lehrportal. Sachmittel wurden in Höhe von 161.039 EUR ausgeben. Die größte Investition waren Lehrbücher mit knapp 45.000 Euro.

Die größten Posten werden im Folgenden kurz aufgelistet (allerdings nicht nach Sach- und Personalmitteln getrennt, da viele Maßnahmen beide beinhalten):

Tutorien:

392.817,00

E-Learning:

137.652,89

Praktika:

62.547,70

Lehrbücher:

47.102,80

Verwaltung Studiengebühren:

32.789,41

CIP Pool:

32.214,21

Programmierkurse:

25.732,82

Schlüsselkompetenzen:

22.636,19

BBP:

17.104,94

Skripte, Anleitungen:

11.018,09

Exkursionen, Tagungen:

9.740,25

Lehraufträge:

6.881,16

Zukunftsparlament:

6.275,06

Sonstiges:

23.655,64

827.168,70

Deutlich wird jedoch, dass nur etwas mehr als die Hälfte der eingenommen dezentralen Studiengebühren verausgabt wurden. Zurzeit werden also mehr Studiengebühren eingenommen als ausgegeben und der Übertrag vom vergangenen ins folgende  Semester erhöht sich kontinuierlich. Die unten stehende Abbildung zeigt die Einnahmen und Ausgaben seit dem SoSe 07. Der hellblaue Anteil in den Einnahmen stellt den Übetrag aus dem Vorjahr dar. Vor allem in den letzten Semestern  sind die Ausgaben zurückgegangen. Im letzten Sommersemester sind von den zur Verfügung stehenden 279.876 Euro lediglich 91.126 Euro ausgegeben worden. Wir suchen daher weiter nach guten Ideen zur Verwendung von Studiengebühren und würden uns über Eure Mitgestaltung freuen. Anträge können über das Online-Formular für dezentrale Maßnahmen eingereicht werden  (http://physik.beitraege.zvw.uni-goettingen.de/form-antrag/).

Tutorien:

351.931,84

Praktika:

48.811,07

Verwaltung Studiengebühren:

32.789,41

Programmierkurse:

27.352,08

BBP:

17.104,94

Exkursionen, Tagungen:

12.611,51

Lehraufträge:

6.881,16

E-Learning:

28.457,43

Lehrbücher:

43.580,66

CIP Pool:

32.214,21

Schlüsselkompetenzen:

19.156,19

Skripte, Anleitungen:

11.018,09

Zukunftsparlament:

6.275,06

Sonstiges:

23.655,64

Kommentieren » | Studiengebühren, Uncategorized

Modul “Knüpfung und Pflege von Arbeitskontakten” – Finanzierung von Tagungskosten aus Studiengebühren

14. Februar 2011 - 17:09 Uhr

Für Fachorientierte Tagungen sowie Summer Schools im Rahmen des Moduls M.Phy.602 “Knüpfung und Pflege von Arbeitskontakten” stehen den Masterstudierenden bis zu 500 EUR aus Studiengebühren und Institutsmitteln zur Verfügung. D.h. wenn das betreuende Institut mind. 100 Euro finanziert, können max. 400 Euro zusätzlich aus Studienbeiträgen finanziert werden. Allerdings muss nachgewiesen werden, dass eine andere Finanzierungsmöglichkeit (bspw. Heraeus-Stiftung) nicht besteht. Nur für diese Kriterien erfüllenden Anträge wird ein Topf gebildet. Über alle anderen Fälle werden Einzelfallentscheidungen in der Studienkommission getroffen. Studierende werden nur für eine Tagung im Masterstudiengang gefördert.

Abrechnung
Um eure Tagungskosten erstattet zu bekommen, benötigt ihr zunächst eine Bestätigung von eurem Institut, dass dieses mindestens 100 EUR übernimmt. Außerdem benötigt Ihr eine Bestätigung Eures Betreuers (der das Modul anbietet), dass der Tagungs-/Kongreßbesuch im Rahmen des Moduls M.Phy.602 geschieht. Mit beiden Bestätigungen und den Rechnungen eurer Tagungskosten (Fahrkarte, Tagungsgebühr, Hotel…) geht ihr anschließend zu Frau Martina Schulz (F01 Raum 143).

Falls ihr als studentische Hilfskräfte beschäftigt seid, benötigt ihr zusätzlich einen Antrag auf Genehmigung von Dienstreisen (Siehe unten), den ihr entweder vom jeweiligen Institutsdirektor der SHK-Stelle oder vom Studiendekan (bei SHK-Stellen aus Studiengebühren) genehmigen lasst.

Falls ihr nicht als studentische Hilfskraft beschäftigt seid, benötigt ihr noch eine formlose Einladung zu der Tagung, aus der hervorgeht, dass diese der Weiterbildung im Studium dient. In diesem Fall füllt bitte zusätzlich das Formular “Auslagenerstattung für Betriebsfremde” aus (Siehe unten).

Über eine Bezuschussung für Fachfremde Tagungen wird in der Studienkommission entschieden. Die Teilnahme kann zu 50% durch Studiengebühren bezuschusst werden (max. mit 250 Euro). Studierende können eine Bezuschussung nur einmal pro Studiengang in Anspruch nehmen.

133 Kommentare » | Master Physik, Studiengebühren

     

Zur Werkzeugleiste springen