Midterms und Recess Week

Sep 17 2016

Der letzte Blogeintrag ist schon wieder länger her. Dies lag daran, dass ich meine Bachelorarbeit fertig geschrieben habe und dass ich für die “Midterms” lernen musste. Das sind Prüfungen, die in vielen Modulen ungefähr nach einem halben Semester geschrieben werden und die dann auch in die Endnote mit eingehen. Darein gehen (je nach Fach) auch Anwesenheit in Übungen, Hausaufgaben o.ä. mit ein. Hier gibt es jedoch in der Mitte des Semesters eine “Recess Week”, d.h. eine Woche Ferien (gedacht, um den Stoff aufzuholen und nachzuarbeiten). Für Austauschstudenten ist es aber eine Gelegenheit, mal eine Woche zu verreisen.

Ich habe mich deshalb dafür entschieden, nach Bangkok zu fliegen (Preis bei Buchung 2 Wochen vorher insgesamt ~110€, 8 Übernachtungen ~70€). Viele Austauschstudenten fliegen jetzt nach Bangkok.

Manche kommen aber erst am Montag, weil das Formel 1 Rennen in Singapur noch das Wochenende geht. Ich habe mir sagen lassen, dass man von der Bar des Marina Bay Sands Hotels eine gute Aussicht auf die ganze Strecke hat. Dafür muss man nur 20€ einrechnen (und nicht 130€ für das günstigste Ticket).

Der Flughafen Singapur (heißt Changi-Airport) hat einige Preise gewonnen als einer der besten Flughäfen der Welt. Dies kann man auch als Passagier spüren, wenn man über die (zwar nicht mehr ganz modernen, aber immerhin) Teppichböden schlendert, während man im kostenlosen WLAN surft und sich schon fast über die zu kalte Klimaanlage beschweren möchte. Der Flughafen Don Mueang in Bangkok hingegen wirkt schon weniger modern. Spätestens wenn man aber in die Stadt fährt, merkt man, dass man nicht nur in einem anderen Land, sondern in einer anderen Kultur angekommen ist. So ließ ich mich vom Taxi-Fahrer übers Ohr hauen, in dem er mir einen Festpreis machte (500 Baht=12,50€) und ich, weil ich nicht nachgedacht habe, sofort ja gesagt habe. Die kleine Decke, die er über das Taximeter gedeckt hat, war dann spätestens der Moment, in dem es mir auch aufgefallen ist. Hier muss man feilschen, was man sonst so in einer westlichen Kultur vielleicht nicht so gewöhnt ist.

Das Hostel sah auf den Bildern sehr schön aus, teilweise aber auch, weil der Fotograf sein Handwerk verstand. Aber für unter 9€/Nacht mit Frühstück kann man ja auch nicht erwarten, in einem 5-Sterne Hotel untergebracht zu sein.

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Vorlesungen und Bachelorarbeit

Aug 21 2016

Die letzte Zeit habe ich nicht so viel geschrieben. Dies lag vor allem daran, dass ich mit Vorlesungen und dem beenden der Bachelorarbeit zu tun hatte. Erschwerend kam hinzu, dass mein Laptop kaputt gegangen ist…

 

Zu den Vorlesungen: je nach Vorlesung unterscheidet sich deutlich, wie interessant und anspruchsvoll sie sind. So würden wir in einem Mathemodul für Leute aus dem 3. Jahr gefragt, ob wir wüssten, was eine lineare Gleichung ist. Wenn man bedenkt, dass wir das in Göttingen schon im Vorkurs gelernt haben und dass es keine einfachere Gleichung gibt, als eine lineare, war es schon fragwürdig, wie die Uni hier so einen ausgezeichneten Ruf hat. Allerdings ist das nicht in allen Fächern so: so habe ich zum Beispiel eine ausgesprochen interessante Vorlesung über Quanteninformation und Quantencomputer. Zugegeben: wir haben noch nicht so viel gemacht, aber es scheint sehr spannend zu werden.

 

Ein weiterer Unterschied zwischen der Uni in Göttingen und der hier ist, dass je nach Fach die Vorlesung als WebLecture hochgeladen wird. Dies bedeutet, dass man das Video der Vorlesung 2-3 Tage später sehen kann.

Des weiteren gibt es an der Uni hier viele Clubs. Das sind von Studenten organisierte Veranstaltungen mit ganz unterschiedlichen Aktivitäten. So gibt es Drohnen-, diverse Religions-, Kunst-, Tanz- und diverse andere Sport-Clubs. An anderen Universitäten mag das auch gebräuchlich sein, aber in Göttingen gibt es so etwas in diesem Umfang nicht.

Sonnenuntergang

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Singapur-City, Nacht-Safari und ein Konzert in dem Botanischen Garten

Aug 07 2016

Montag sind wir in die Innenstadt gefahren. Eine solche Menge an Hochhäusern findet man in Deutschland vermutlich nicht.  Marina Bay Sands Der Bank-Distrikt

Wir sind dem Marina Bay Sands (dem dreibeinigen Hotel-Hochhaus, für das Singapur bekannt ist) gefahren und dort ein bisschen durch das Einkaufszentrum geschlendert, auch wenn die Sachen von Gucci vielleicht nicht so ganz unsere Preisklasse waren…

Mittwoch waren wir auf Night-Safari. Dieser Zoo ist dafür gemacht, dass man am Abend dort hingeht und die nachtaktiven Tiere mal wirklich aktiv erlebt. Man fährt dort zunächst mit einer kleinen Bahn durch die Gegend und hält an jedem Gehege. Diese sind nur spärlich beleuchtet, so dass die Fotos dementsprechend auch nur mäßig geworden sind:

TapirElefant

Die Nachtsafari kann ich aber jedem empfehlen. (Kleiner Tipp: wenn man Online bucht ist es günstiger und wenn man noch dazu eine FIN-Nummer hat (z.B. für Austauschstudenten), dann spart man 25%)

Freitag hat eine Erstsemesterin, die schon seit 7 Jahren in Singapur lebt uns einige lokale Früchte und Speisen gezeigt. Das meiste hat sehr gut geschmeckt (die Lychees zum Beispiel viel frischer, als diejenigen, die man in Deutschland bekommt), jedoch fand ich die Durian-Frucht gewöhnungsbedürftig… Diese ist häufig zusätzlich zu dem normalen Ess-Verbot noch als Mitbring-Verbot aufgeführt, da sie einen ausgesprochen intensiven Geruch besitzt.

 

Opfergaben für ein chinesisches Fest

Gestern und heute sollten im Botanischen Garten zwei Konzerte stattfinden. Nachdem es gestern ein wenig geregnet hatte, beschlossen wir trotzdem hinzufahren, stellten jedoch beim Verlassen der MRT (U-Bahn) fest, dass der Regen tropische Ausmaße angenommen hatte.

Nieselregen

Da das Konzert im Freien war, vermuteten wir, dass es abgesagt wurde und wir fuhren zurück. Später hörten wir jedoch, dass es dennoch stattgefunden hat.

Also ging es heute erneut in den Botanischen Garten. Diesmal mit besserem Wetter. Ich sah meinen ersten Waran, der erstaunlich geschickt einen Baum mit nur wenig Haltemöglichkeiten erklomm.

Ein Waran, der sehr gut klettern kann

Das (kostenlose) Konzert war gut besucht, das Orchester vermutlich ebenso gut, jedoch wurde aufgrund der fehlenden Decke der Ton von Lautsprechern wiedergegeben und da die einen wesentlich dichter waren, als die anderen war es manchmal etwas anstrengend, der Musik zu folgen. – Schade eigentlich…

Gut besuchtes klassisches Konzert unter freiem Himmel

Aber zumindest die “Konzerthalle” war wunderschön!

Mal eine andere Konzerthalle

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Ein eigener Swimming-Pool

Jul 31 2016

Singapur ist moderner als Deutschland

Singapur ist moderner als Deutschland: in den S-Bahnen wird die nächste Haltestelle in rot und alle zukünftigen Haltestellen in grün angezeigt. Zusätzlich gibt es eine Anzeige, auf welcher Seite der Ausstieg ist.

Direkt gegenüber von dem Wohnheim ist ein Swimmingpool auf dem Dach eines Hauses, der für Studenten der NUS kostenlos ist. So kann man jeden Morgen einen Sprung ins Wasser machen, bevor man sich auf den Weg zur Uni macht. Das Meer auf Sentosa ist tatsächlich noch wärmer als der Pool, was jedoch sehr angenehm ist.

Im Vordergrund der Pool und im Hintergrund das Wohnheim

Im Vordergrund der Pool und im Hintergrund das Wohnheim

Gestern Abend waren wir noch in Chinatown. Da gab es ein 50ct-Straßenfest (und mit 50ct sind 0.33€ gemeint), bei dem man alles Essen (zugegebener Maßen nur relativ kleine Portionen) mal probieren konnte.

50ct Fest

Leer waren die Straßen nicht

Verschiedene chinesische und indische Gerichte - Danke an Tobi für das Bild

Verschiedene chinesische und indische Gerichte – Danke an Tobi für das Bild

Eine Spezialität aus China. War wundervoll verpackt, aber nach dem öffnen des undurchsichtigen Päckchens hatten wir dann noch nicht mehr so großen Hunger...

Eine Spezialität aus China. War wundervoll verpackt, aber nach dem öffnen des undurchsichtigen Päckchens hatten wir dann noch nicht mehr so großen Hunger…

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Sentosa

Jul 30 2016

Sonnenuntergang

Vorgestern Vormittag war eine erste Einführungsveranstaltung, bei der uns die Regeln der Uni beigebracht wurden. Danach sind wir zu dritt (alle Physiker/-innen aus Göttingen) zu der Erlebnisinsel Sentosa gefahren. Diese liegt einige Stationen mit der MRT (die S-Bahn in Singapur) vom Campus entfernt. Wenn man dort aussteigt ist man in einem riesigen Einkaufszentrum. Es hat eine Grundfläche von 140.000m^2 und 340 Geschäfte.Von dort aus kann man entweder für 4$ eine Bahn zu der Insel nehmen, oder man läuft über eine Brücke (mit Laufbändern) dort hin.

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Es stellte sich relativ schnell heraus, dass es sich um eine wirkliche Turistenattraktion handelt, da dort viele Vergnügungsgeschäfte, wie ein Aquarium, ein Indoor-Skydiving-Center, Seilbahnen und ähnliches sind. Was dort jedoch ganz nett ist, sind die Strände. Wir wollten zur Abkühlung (es waren wie immer 31°C bei 90% Luftfeuchtigkeit) ein bisschen ins Wasser warten, stellten aber schnell fest, dass dies fast genau so warm wie die Luft war…

 

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Gut angekommen

Jul 27 2016

Ich bin gestern Abend gut angekommen. Mein (wie zu erwarten kleines) Zimmer ist im 25. (und damit höchsten)  Stockwerk und hat eine wundervolle Aussicht. Bisher ist ein (wie es scheint sehr netter) Brite in meinem Apartment. Dies hat zwar eine kleine Küche, jedoch bis auf eine Mikrowelle keinerlei Kochmöglichkeiten. Dies ist allerdings nicht schlimm, da man direkt gegenüber des Wohnheimes eine große Anzahl an Garküchen hat, welche Essen für S$2,70-4 verkaufen, was bei der ersten Stichprobe sehr gut schmeckte.

Ich bin vorhin um 20 Uhr ins Bett gegangen, da ich auf den Flügen nur wenig Schlaf bekam. Allerdings ist es jetzt auch erst 23:30 Uhr und ich weiß noch nicht, wann ich wieder einschlafen kann.

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Vor der Abreise

Jul 25 2016

Morgen geht es los. Die Wohnung in Göttingen musste ich abgeben, weil die Vermieter das Zimmer selber brauchen, weshalb ich meine Sachen bei Freunden untergestellt habe (Danke Alex, Felix und vor allem Kevin!). Meine Mutter hat letztes Wochenende schon viele Sachen, die ich mit nach Singapur nehmen möchte mitgenommen, aber es blieb doch noch einiges, was ich mit dem Zug transportieren musste. Jetzt aber sind die zwei Koffer gepackt. Von den 30kg erlaubten habe ich immerhin 24kg voll. Ich habe jedoch teilweise extra Sachen (wie Bettwäsche) mitgenommen, die ich in Singapur lassen kann, damit ich noch einige Kleinigkeiten mitbringen kann.

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Organisatorisches vor der Reise

Jun 30 2016

Die Idee, nach Singapur zu fahren, kam mir etwa anderthalb Jahre bevor es losgehen soll. Ein Professor der National University of Singapore (NUS), der früher mal in Göttingen studiert und gearbeitet hat hielt einen Vortrag über das ganz neue Austauschprogramm. Ich hatte zwar noch nicht so viel von dem Land gehört, dachte mir aber, es könnte spannend werden und ging spontan hin. In dem Hörsaal saßen ganze 5 Leute, wobei einer noch aus Singapur kam. Der Vortrag war so interessant, dass ich beschloss, mich einfach mal zu bewerben. Dies ging auch sehr unkompliziert bei Herrn Prof. Hofsäss.

Etwa ein halbes Jahr vor dem Abflug (Ende Dezember) gab ich meine Bewerbungsunterlagen ab. Dies waren

  • Bewerbungsschreiben (ca. 1 Seite)
  • Lebenslauf
  • Empfehlungsschreiben von einem Professor
  • Flex-Now Ausdruck mit den Noten

und das war es quasi schon. Nachdem die Uni Göttingen sich relativ schnell entschieden hat, die 4 Bewerber anzunehmen auf den 6 Plätzen, die mit Singapur vereinbart waren, kam nun das Warten auf die Rückmeldung der NUS. Da dort sehr viele Austauschstudierende sich bewerben und alles über eine zentrale Stelle geht, dauerte dies sehr lange. Allerdings hieß es im Nachhinein, dass das einzige Kriterium, uns nicht zu nehmen gewesen wäre, dass wir nicht 3 Vorlesungen bekommen hätten. Da man sich aber auf 10 bewerben kann und das 3(?) mal, wenn man die drei nicht voll bekommt, sind die Chancen sehr gut.

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Gebühren und Formulare

Jun 30 2016

Die Abreise rückt näher. In nichtmal einem Monat geht es los. Natürlich rechnete ich damit, Gebühren zahlen zu müssen und auch Formulare, aber in diesem Ausmaß?

Zum Beispiel wenn man sich auf einen Wohnheimsplatz bewirbt muss man zunächst einen Online-Fragebogen ausfüllen und dann 20S$ an Bearbeitungsgebühr zahlen, damit die Bewerbung überhaupt bearbeitet wird. Wird man dann akzeptiert, so muss man wieder online einen Fragebogen ausfüllen (bei dem auch Fragen zu den Hausregeln gestellt werden, die man richtig beantworten muss) und anschließend erneut 200S$ zahlen (1S$ entspricht im Moment ungefähr 0.66€). Aber immerhin habe ich einen Platz in dem Wohnheim UTown bekommen und zahle nur ca. 400€/Monat.

Dazu kommt natürlich noch der Antrag auf das Studentenvisum (lustigerweise mit dem SOLAR-System), wo man erneut 30S$ an Bearbeitungsgebühren zahlen darf (bei Akzeptierung zusätzlich nochmal 90S$). Dazu kommen natürlich noch Flüge (ungefähr 800€) und Impfungen (je nachdem was man braucht 400€ – wird einem aber je nach Krankenkasse rückerstattet).

Da zumindest für die Bezahlungen in Singapur eine Visa/Master-Card benötigt werden, kann ich jedem, der dort hinfahren möchte nur empfehlen, sich früh eine zu besorgen. Ich selber habe zwei: eine von der Ing-DiBa (allerdings muss man da an Geldautomaten Wechselgebühren zahlen) und eine von der DKB, bei der gleich ein internationaler Studentenausweis integriert ist. Beides sind allerdings keine Kredit-Karten im herkömmlichen Sinne, sondern sie buchen es direkt von einem verknüpften Konto ab, was dann allerdings dazu führt, dass man kaum/keine Gebühren zahlt.

Zum Glück hat bei uns die Fakultät einen großen Teil der Kosten übernommen. So bekommen wir die Flüge und 300€/Monat erstattet – das ist mal ein Service!

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