Archive for November, 2016

Myanmar

Nov 30 2016 Published by under Reise

Myanmar (das frühere Burma) ist ein Land, welches sich erst 2012 geöffnet hat. Als solches war es natürlich spannend, etwas weniger touristisch erschlossene Regionen zu besuchen. Los ging es es der Reading Week (eigentlich dafür gedacht, dass man in der Woche vor den Klausuren ungestört lernen kann, aber viele Austausch-Studenten reisen in der Zeit lieber…)

Angekommen sind wir in Yangon (früher Rangoon), welches die alte Hauptstadt und mit mehr als 5 Millionen Einwohnern die größte Stadt in Myanmar ist. Vorstellen darf man sich aber keine Hochhäuser und nur wenige Gebäude über 4 Stockwerken. Dem entsprechend ist die Grundfläche sehr groß.
Für Südostasien untypisch ist, dass es keine Roller auf den Straßen gibt, dafür um so mehr Toyotas (man muss schon eine Weile gucken, bis man in dem recht starken Verkehr überhaupt mal was anderes sieht).

In ganz Myanmar ist der Abfall quasi überall präsent. So schmeißen die Leute ihn einfach in den Rinnstein oder aus dem Fenster des Zugs. Auch wundern muss man sich nicht, wenn in unmittelbarer Umgebung des Hostels eine kleine Müllhalde ist.

Normaler Straßenrand

Auch die Häuser sehen manchmal eher weniger anmutig und gepflegt aus:
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Wir sind im Pickled-Tea-Hostel untergekommen, was zwar sehr sauber, aber auch teuer und weit ab von dem Stadtzentrum war. Mit Pickled Tea (eingelegtem Tee) ist Myanmar übrigens das einzige Land auf der Welt, in dem Teeblätter auch gegessen werden (man sollte auf jeden Fall mal den leicht scharfen Pickled Tea Salad probieren!).

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So wirklich sehenswert fand ich in Yangon nicht allzu viel (viele goldene Tempel haben wir auch in Bangkok schon bestaunen können, auch wenn dieser fast noch protziger war).
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In dem National Museum kann man sich viele Fundstücke von Ausgrabungen angucken. Falls man nicht plant, auch mal mit dem Zug durch Myanmar zu reisen empfiehlt sich eine Fahrt mit der Circle Line, da man so einen Eindruck bekommt von den Bahnreisen in dem Land: sehr langsam (meist könnte man auch neben dem Zug hergehen) und extrem holprig. Die 3.5h Fahrt kostet jedoch nur 200 Kyat (weniger als 0.15€). An einem der Bahnhöfe gibt es einen kleinen Markt, an dem sehr günstig Sachen verkauft werden. Diese 4 Gurken haben zusammen nur 100Ks gekostet:
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Bei Geld sind wir auch schon bei einer weiteren Besonderheit: von der lokalen Währung gibt es keine Münzen und besonders die kleinen Scheine sind häufig auch sehr abgegriffen. Um so verwirrender ist, dass bei den US-Dollar, die an manchen Stellen noch verlangt werden nur die neuen, ungeknickten und unversehrten Scheine angenommen werden. An vielen Stellen empfiehlt es sich jedoch, die Wechselkurse zu überprüfen, da einige Sachen günstiger in Kyat sind. An Wechselstuben, von denen es in den touristischeren Gebieten recht viele gibt, bekommt man auch anständige Wechselkurse (für 50 und 100$ bessere, als für kleinere Scheine).

Es gibt in Yangon auch einen künstlich angelegten See, über den man mit Hilfe von maroden Stegen gehen kann. Teilweise ist der Zustand so desaströs, dass die Bretter sogar erneuert werden. An diesen Stellen kann man dann seine Balance-Künste an einen schmalen 6m langen Balken ausprobieren. Das Wasser darf man sich jedoch nicht zu genau angucken um sich die Freude nicht zu verderben.
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Dann sollte es mit dem Nachtbus nach Mandalay (ebenfalls eine ehemalige königliche Hauptstadt und die zweit größte Metropole in Myanmar) gehen. Weil die normalen Busse ausgebucht waren nahmen wir einen VIP-Bus. Es bietet sich also an, die Busse einige Tage im Voraus zu buchen. Im Vergleich zu den normalen, die wir später nahmen bot dieser aber auch nicht so viel mehr Komfort (von einer kleinen Mahlzeit mal abgesehen). Da wir genügend Zeit hatten, nahmen wir die Circle Line und liefen die restlichen 2km zu Fuß zum Busbahnhof. Vorgestellt hatten wir uns einen größeren Platz, von dem vielleicht 20 Busse zur Zeit abfahren. Deshalb waren wir auch erstaunt, dass Google Maps mehrere Marker hatte. Angekommen stellten wir jedoch fest, dass der Busbahnhof quasi ein kleines Stadtviertel für sich ist. Sich dort zurecht zu finden mag für sich kompliziert sein, jedoch sind überall äußerst hilfsbereite Leute, die einem den Weg zeigen.

Nachtbusse haben die unangenehme Eigenschaft, dass man schon sehr früh ankommt (manchmal erst um 6 Uhr morgens, manchmal aber auch schon um 4:30 Uhr…). Unsere Hostels waren jedoch darauf eingestellt und so konnten wir mehr oder weniger direkt einchecken und uns nochmal etwas hinlegen konnten. Anschließend ging es los, die Stadt zu erkunden. Ein Besuch in dem alten Königsbezirk stellte sich als relativ langweilig heraus, da das ganze Gebiet zwar 6km^2 groß, jedoch nur der kleinste Teil davon für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Und die Gebäude, die wieder aufgebaut wurden, wurden mit modernen Mitteln und nicht nach traditionellen Maßstäben errichtet. Auch fehlt fast überall die Inneneinrichtung, so dass man an 40 fast gleich aussehenden Häusern vorbei läuft, die alle unbeleuchtet und leer im Inneren sind.
Eins von vielen quasi identischen Häusern

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Folgend gingen wir zum Mandalay Hill. An dessen Fuß liegt eine weitere Stupa, welche umgeben ist von über 700 kleinen Häuschen. In jedem ist eine Steintafel mit je einer Geschichte aus dem Leben Buddhas.
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Auf dem eigentlichen Hügel befindet sich eine Tempelanlage, welche am Hang eines Hügels errichtet wurde und gerade bei Sonnenuntergang einen beeindruckenden Ausblick bietet.
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Am nächsten Morgen ging es früh zum Fluss, da wir uns für ~42$ pro Person eine Fähre nach Bagan geleistet hatten. Die Express-Fähre benötigte für die Strecke nur 10 Stunden. Langsame Fähren, welche von den Einheimischen bevorzugt werden sind deutlich günstiger, benötigen jedoch auch 3 Tage und fahren nur zweimal die Woche.
Wir mussten jedoch noch für eine Stunde wegen dichtem Nebel ankern. Anschließend ging es den Fluss hinab.
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[Fortsetzung folgt hoffentlich bald. Jetzt wo die letzte Klausur geschrieben ist hoffe ich, den Rückstand an Beiträgen so langsam wieder aufzuholen…]

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Gardens by the Bay und Chinese Garden

Nov 09 2016 Published by under Reise

Schon länger gab es keinen Artikel mehr. Deshalb hier nochmal einige Bilder von zwei Ausflügen (die inzwischen auch schon wieder einen Monat her sind) in Singapur.

Der erste ging in die Gardens by the Bay. Dieser große Garten direkt hinter dem Marina Bay Sands ist in weiten Teilen frei zugänglich und von zahlreichen Bildern aus Singapur bekannt (erkennbar an den künstlichen “Bäumen”). img_6063 img_6068

Für zwei Hallen muss man Eintritt bezahlen. Darin sind diverse Pflanzen aus verschiedenen Regionen der Erde. Die erste ist der Flower Dome

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Die zweite Halle ist der Cloud Forest. Dieser besteht aus einem großen Berg

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Der Chinese Garden liegt weiter im Norden und bietet etwas weniger “Attraktionen”, ist dafür jedoch komplett kostenlos.

Panorama

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Wie an einigen anderen Stellen gibt es auch hier Warane.

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