Ayutthaya und ausgesprochen freundliche Thais

Okt 01 2016

Ayutthaya ist die ehemalige Hauptstadt Thailands. Als solche war sie Zentrum des kulturellen und religiösen Lebens. Zu erreichen von Bangkok aus sie mit einer zweistündigen Bahnfahrt für ganze 15 Baht (da könnte sie die Deutsche Bahn mal ein Beispiel an den 0.40€ nehmen!). Zugegeben: es war die 3. Klasse, aber wenn man auf eine Klimaanlage verzichten kann, dann ist es noch immer akzeptabel.

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Die Hinfahrt mit gepolsterten Sitzen, auf der Rückfahrt gab es nur Plastik-Bänke

Und ja, der Übergang über die Gleise ist für die Passagiere gemacht...

Und ja, der Übergang über die Gleise ist für die Passagiere gemacht…

Angekommen wurden wir von einem Tuk Tuk Fahrer in Empfang genommen, der uns (im Gegensatz zu denen aus Bangkok) auch ein seriöses Angebot machte, uns zu fahren. Allerdings sollte das immer noch 200 Baht pro Stunde kosten und wir hatten uns vorgenommen, Fahrräder zu mieten. Wir gingen also zu dem Laden direkt gegenüber vom Bahnhof und mieteten dort für jeweils umgerechnet 1.25€ ein Fahrrad den ganzen Tag. Ein wenig die Straße runter hätte es das wohl noch 50ct günstiger gegeben, aber für den Laden sprach, dass bei der Rückgabe mit einer gerissenen Kette keinerlei Forderungen an uns gestellt wurden. Da haben wir im Internet schon anderes gelesen….

Nun also los. Zu sehen waren zahlreiche Tempelruinen, für die man (als Tourist) jeweils umgerechnet 1.25€ bezahlen musste. Für thailändische Verhältnisse nicht günstig, aber von irgendwas müssen die Anlagen ja erhalten werden.

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So ging es mit dem Fahrrad entspannt durch die Gegend. Vermutlich hätte uns der Tuk Tuk Fahrer noch mehr über die Anlagen erzählen können, aber so hatten wir so viel Zeit, wie wir wollten.

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Nach der vierten Tempelanlage hatte man zwar so langsam das Gefühl, dass man immer wieder in die selben Ruinen aus anderen Blickwinkeln sah, aber schön waren sie dennoch.

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Mit dem Zug zurück in Bangkok angekommen wollten wir mit dem Bus zurück zum Hostel fahren. Wir gingen also zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof und warteten. Ein älterer Thailänder kam auf uns zu und fragte in gebrochenem Englisch, wo wir hinwollten. Wir sagten also Khao San Road und er holte sich einen anderen Thai, der gut Englisch sprach. Dieser dolmetschte uns, dass unser Bus nicht an dieser Haltestelle halten würde, sondern etwa 300m entfernt. Er erkundigte sich mehrfach, ob wir seine Anweisungen verstanden hatten. Wir gingen also los und fanden die Haltestelle recht schnell, obwohl er einen kleinen Fehler in der Beschreibung gemacht hatte. Überrascht sahen wir 5 min später, dass der jüngere Thai (bei Regen um 9 Uhr abends) schaute, ob wir die Haltestelle wirklich gefunden hatten, oder verirrt durch die Gassen irrten. Dies zeigte uns eindeutig, dass nicht alle Thai Touristen “übers Ohr hauen” wollten, sondern dass viele auch ausgesprochen hilfsbereit und zuvorkommend sind. Nur in den meisten Touristenvierteln findet man wohl häufiger andere…

Am nächsten Morgen ging früh das Flugzeug zurück nach Singapur und das Lernen für die restlichen Tests und sonstige Aufgaben für die Uni standen wieder auf der Tagesordnung…

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