Malaysia

Feb 26 2017

Angekommen in Kuala Lumpur ging es mit dem Bus zum Hostel und von da aus gleich weiter zu dem Wahrzeichen: den Petronas Towers (oder auch Twin Towers). Einzigartig macht sie eine Brücke, welche sie im 41. und 42. Stock verbindet.

Anschließend ging ich zum Sonnenuntergang auf den Fernsehturm, welcher mit seinem stattlichen Eintrittspreis von 105RM (22.50€) zwar kein Schnäppchen ist, jedoch eine tolle Aussicht bietet.

Da ich mich mit dem Sonnenuntergang um eine Stunde vertan hatte, blieb mir genügend Zeit, um für den Tanzwettbewerb zwei Tage später zu üben. Nicht die schlechteste Aussicht, die ich dabei hatte, jedoch ohne Partnerin – man kann nicht alles haben…

Aufgrund dieses Wettbewerbs ging es für mich schon am nächsten Morgen wieder weiter. Ein sehr netter Uber-Fahrer (ein privates Taxi, welches man über sein Handy bestellen kann) ging mit mir noch Frühstück essen und brachte mich dann zum Busbahnhof von wo es dann in das nördliche Ipoh ging. Nach einer recht weihnachtsfreien Adventszeit (man sah auf meinen Reisen nur gelegentlich mal einen Tannenbaum in einem Schaufenster), welche ich zumeist für unter 5€/Nacht in Schlafsälen von Backpacker Hostels verbracht habe war die Lobby des Hotels, was der Tanzclub gebucht hatte etwas überwältigend.

Es war wohl früher mal ein 4 Sterne Hotel, jedoch hatte es schon bessere Zeiten gesehen. Die anderen Tänzer aus Singapur kamen am Abend ebenfalls dort an, doch es ging recht früh ins Bett, da das Turnier am nächsten morgen ab 9 Uhr begann. Nach kleinen Schwierigkeiten (mein Tanz-Hemd besaß keinen Kragen für die Fliege) ging es dann los. Es waren insgesamt ca. 170 Tänzer zumeist zwischen 5 und 30 Jahren aus verschiedenen Ländern. Teilweise war die Leistung der Kinder echt beeindruckend. Dafür, dass ich mit meinen beiden Tanzpartnerinnen die drei Wochen vorher nicht üben konnte, da ich ja gereist bin und vorher Klausuren waren, waren wir recht erfolgreich mit einem 7. Platz in Rumba und je einem 6. in Samba und ChaChaCha.

Ipoh ist eine Stadt in der wegen der geringen Preise und des recht angenehmen Wetters viele Senioren leben. In der Regenzeit (also jetzt) regnet es dort wenn, dann meist nur nachmittags. Mit vielen anderen Tänzern ging ich in einen Cave-Tempel. In einer Höhle gab es einige Buddha-Statuen und auf Fels gemalte Gemälde zu sehen. Am interessantesten war jedoch der Aufstieg auf den Hügel, bei dem es zwar nur vielleicht 100 Höhenmeter hoch ging, das jedoch unter Zeitdruck, weil der Tempel schloss. Oben angekommen gab es zwar auch nicht viel mehr als Fabriken zusehen, aber alleine meine prustende Tanzpartnerin, die selten auch nur ein Stockwerk hochsteigt war es wert 😀

Am nächsten Tag ging es dann ein einen (Wasser-)Park. Dort konnte man zahlreiche Rutschen mit „Schlauchbooten“ runterrutschen (je nachdem welche mal in Schlangenlinien oder auch komplett im Dunkeln), aber es gab auch Kettenkarousells oder Tieger und Giraffen. Ein teurer Tag, denn mit Uber und Essen kostete es bestimmt 20€. Zum Vergleich: ein normales Essen Kostet meist unter 1,50€.

Danach fuhr ich in die Cameron-Highlands. In den fruchtbaren Bergen im Norden Malaysias finden sich diverse Obst-, Gemüse- und Teebauern, welche von dem feuchten (und relativ kühlen) Klima profitieren.

Dort habe ich die einzigen Wanderungen durch Regenwald auf der Reise gemacht (dem Namen REGENwald hat er alle Ehre gemacht).

Als nächstes stand Pineng (oder Penang, je nach Sprache) auf meiner Reiseliste. Dort verbrachte ich den Heiligabend am Meer (wenn auch ohne Strand).
Auch dort konnte man schöne Wanderungen machen.

Als letzte Station vor Singapur ging es dann nach Melaka. Dort konnte man einiges über die niederländische Kolonialzeit erfahren und viele interessante Gebäude bestaunen.

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Cambodia

Dez 24 2016

Siem Reap ist eine 200.000 Einwohner Stadt im nördlichen Cambodia. Mein Hostel war recht primitiv (selbst im Vergleich zu allen anderen, die ich bisher hatte), was jedoch vermutlich auch dem unfassbaren Preis von 3USD/Nacht zu schulden war. Und ja: in Cambodia zahlt man Beträge in $ (jedoch nur Scheine). Das Rückgeld gibt es meist ebenfalls in Dollar, nur alles kleiner als ein Dollar wird in Kyat (ausgesprochen etwa „Tschiat“) gegeben. Dafür wird mit dem festen Wechselkurs von 1$=4000Ks gerechnet.

In Siem Reap traf ich nicht nur einen Freund für einen Abend (an dem wir hauptsächlich unsere Reise durch Indonesien planten), sondern konnte auch endlich mal Thomas Wanhoff vom Podcast „Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaften“ kennenlernen, der dort lebt und mir schon vorher für Bangkok viele gute Ratschläge gegeben hatte.
Wir verabredeten uns für eine Radtour durch die Reisfelder am Rande der Stadt. Die Felder hatten fantastische Farben und es gab viel zu sehen:

Und eine Pilz-Farm haben wir auch gesehen:

Nach einer kleinen Stärkung mit jungem, gestampftem Reis (schmeckt sehr gut!) und einer kleinen Kaffeepause ging es anschließend Richtung Angkor Wat. Eine verpasste Abzweigung führte uns in ein ausgesprochen interessantes und spannend zu fahrendes Gebiet, welches angrenzend zu einer „Lion Farm“ war. Diese wurde nur mit sehr altem rostigem Draht umzäunt, aber statt einem Löwen war auch nur ein Hündchen zu sehen…
An einem Punkt, wo Thomas normalerweise umkehrt und an dem Fluss wieder entlangfährt, entschlossen wir uns, in die entgegengesetzte Richtung zu Fahren. Wir waren nun merklich außerhalb der Stadt und es wurde immer waldiger. Ein kleiner Pfad führte bald zwischen Bäumen hindurch und schließlich kamen wir zu einer Straße fast bei Angkor Wat. Eine wundervolle Fahrt mit einem ausgesprochen netten Thomas. Vielen Dank nochmal!

Angkor Wat ist DER Tempel (eigentlich sind es sehr viele Anlagen) in Asien, den man besuchen sollte.

Die Eintrittspreise von 20$ für einen Tag und 40$ für drei Tage sind zwar hoch, bei dem was einem geboten wird jedoch noch akzeptabel. Ab nächstem Jahr sollen die Preise jedoch verdoppelt werden, was mit Sicherheit nicht dazu führt, dass mehr 3 oder gar 7 Tages Tickets verkauft werden…

Aber nicht nur das eigentliche Angkor Wat, sondern auch noch zahlreiche andere Anlagen sind sehenswert:

Am letzten Abend in Siem Reap ging ich noch in den Zirkus. Man wird dort keine eingesperrten Tiere sehen, doch ist er weltbekannt für seine Artisten. Für den recht stattlichen Preis von 18$ kann man die 1h 15min dauernde Vorstellung genießen. Das Programm wechselt regelmäßig und wird von den Artisten in Zusammenarbeit mit einer Kunst-Schule entworfen. Es kommt quasi komplett ohne Sprache aus, und doch gerät man immer wieder ins Staunen oder lacht laut los.

So dann ging es auf mit dem Bus nach Phnom Penh, der Hauptstadt Cambodias.
Gerade angekommen ging ich zum Kanal und setzte mich hin um die Aussicht zu genießen. Recht bald kam augenscheinlich ein Khmer (Cambodianer) an, der in recht gutem Englisch fragte, wo ich her kam. „Oh, my niece will study medicine in Dortmund. Can you come with me to talk to my sister?“. Nach einem kurzen Gespräch willigte ich also zunächst ein, mitzukommen. Er sei ein Casino-Leiter auf einem Kreuzfahrtschiff und könne mir Tricks beibringen, wie man jedes Casino ausnehmen kann (Antwort: Ich halte nichts von Glücksspiel). Er stellte mir auf der Fahrt zu ‘seiner’ Wohnung Fragen wie: Welche Kreditkarte hast du und kannst du die empfehlen? Als meine Antwort darauf (so langsam ging mir auf, in was ich da reingeraten war) lautete: „Ich bin nur ein Student ohne Einkommen. Ich habe doch keine Kreditkarte“, merkte man, wie sein Interesse abnahm. Als ich dann auch noch verlauten ließ, dass ich gerade von einem Restaurant kam und dort 1,5l getrunken hatte, da konnte seine Nichte doch recht plötzlich nicht kommen. Ich wurde also zurückgefahren und der Fahrer wollte doch tatsächlich noch Geld für die Fahrt haben. Schade aber, dass ich ich der „armen Dame“ nicht weiterhelfen konnte…

Leider regnete es quasi ständig, so dass man die Stadt nicht wirklich genießen konnte. Mein Eindruck (vielleicht etwas von den düsteren Wolken und dem Erlebnis am ersten Tag beeinflusst): eine eher drückende Stimmung.

Es gibt einige Märkte, die teilweise billige Replika und Souvenirs verkaufen, auf anderen gibt es alles, was die Menschen so brauchen. Es scheint noch immer eher ungewöhnlich zu sein, in einen Supermarkt zu gehen und die meisten waren recht teuer (da vermutlich eh nur Touristen dort einkaufen). Essen generell ist recht günstig in Cambodia. Man kann (je nach Anspruch) durchaus mit 1-1.50$ (teilweise mit Getränk) über die Runden kommen. Ach und für die Biertrinker: das geht fast überall in Cambodia ab 0.50$ los.

Das National Museum war eher weniger interessant. Es gab einige Buddha-Statuen (die man in Tempeln & Co zu genüge sieht), ein paar verzierte Türsturze, alte Ringe und das war es quasi. Da war das Museum in Yangon (Myanmar) noch umfassender und für 5$ Eintritt und nochmal optionale 5$ für einen Audioguide kann man in der Region eine ganze Menge anderer Dinge anstellen.

[ACHTUNG: Die letzten beiden zwei Absätze sind nichts für schwache Nerven (oder Kinder) und gerade der zweite Absatz ist auch eher graphischer Natur einer unschönen Art]
Zum Beispiel kann man in die ehemalige Schule Tuol Sleng gehen, welches zu Zeiten der Roten Khmer (einsmaoistisch-nationalistische Guerillabewegung von 1975-79) zu einem geheimen Hochsicherheitsgefängnis umfunktioniert wurde. In ihm wurden „Feinde der Revolution“ (also Regimekritiker, ehemalige Genossen, aber auch einfach Gelehrte, wobei Brillenträger per se als Gelehrt galten) ohne Gerichtsbeschluss gefangen gehalten, gefoltert und nach einem Geständnis hingerichtet. Von den geschätzten 17.000-20.000 Inhaftierten überlebten 7 (und ja, hier fehlen keine drei Nullen) die Zeit.
Insgesamt ein sehr bedrückendes, aber extrem informatives Museum.

Anschließend lief ich zu den etwa 10km entfernt außerhalb der Stadt liegenden Killing Fields, welche ihren Namen bekamen, da die Hinrichtungskapazität und der Platz für Gräber in dem Gefängnis nach einiger Zeit ausgereizt war. Mehrmals im Monat wurden „geständige“ Insassen in Lastern unter dem Vorwand der Verlegung hier hingefahren und hingerichtet. Lautsprecher übertönten die Todesschreie. Nicht nur Männer, sondern deren ganze Familien wurden Hingerichtet mit dem Ziel, etwaigen Racheakten von Angehörigen zu entgehen. Selbst Babys wurden ihren Müttern entrissen und so lange gegen einen Baum geschleudert, bis sie verstarben. Von den zahlreichen Massengräbern steigen noch immer (auch nach umfangreichen Ausgrabungen) Knochen, Zähne und Kleidungsstücke an die Oberfläche. Zum Gedenken der zahlreichen fast ausnahmslos unidentifizierten Opfer wurde ein riesiger Turm errichtet, in dem sich bis unter den Rand Schädel türmen.
Ohne die teilweise offenen Massengräber und diese Gedenkstätte wäre dieser Ort ein wundervoller Fleck mit einem kleinen See und idyllischen Bäumen. Nur das Erinnern an die Vergangenheit lässt einem immer wieder Schauer über den Rücken gehen.

Nach diesen Eindrücken ging es für mich nach Kuala Lumpur (von den Malaien, welche Abkürzungen von Städten offenbar gerne mögen, oftmals nur als KL genannt). Mehr davon bald (hoffentlich sehr bald). Das Hochlanden der Bilder hat mehr als 4 Stunden gedauert, bis ich verstanden hatte, dass man während des Hochlandens etwas herunterladen muss, sonst stoppt er den Upload. Aber auch mit diesem Trick dauerte es noch immer viel zu lange…

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Tauchen auf Ko Lanta (Thailand)

Dez 16 2016

Ko Lanta ist eine Insel im Süden Thailands in der Nähe von Phuket. Sie wurde mir von meiner (in diesen Dingen gut informierten) Tante zum Tauchen empfohlen und so konnte ich nach 12 Jahren endlich wieder tauchen.

In der eigentlichen Hochsaison mit garantiert gutem Wetter regnete es jedoch quasi den ganzen Tag. Beim Tauchen selber störte das nicht besonders, aber wenn man nachmittags vom Tauchboot wieder zurück kommt, dann fühlt man sich zumindest nicht besonders bestärkt darin, die Insel zu erkunden.

Bilder habe ich vom Tauchen nicht, da mein einer Tauchlehrer zwar eine Unterwasserkamera mithatte, mir jedoch die Fotos noch nicht geschickt hat. Deshalb müsst ihr meinem Urteil vertrauen: es ist fantastisch! Tauchen mit RIESIGEN Schwärmen an verschiedenen Fischen, wunderschöne Meeresschnecken, Steinfische, die sich perfekt zu tarnen wissen oder auch ein Walhai, den wir auf der letzten Rückfahrt vom Boot aus gesehen haben.

Der Schatten gehört einem der größte Fische der Welt (wenn auch unser Exemplar mit 3m noch ein Jungtier war)

Der Schatten gehört einem der größte Fische der Welt (wenn auch unser Exemplar mit 3m noch ein Jungtier war)

[Zoom]

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Für euch gibt es erstmal nur einige Bilder vom Tauchboot:

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Der Strand war jedoch auch nicht zu verachten (wenn auch etwas verregnet):

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In Phuket konnte man am Strand auch schön den Mond sehen:
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Der sich bei genauerer Betrachtung dann doch als Flugzeug herausstellte:
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In der alten Tradition, den Blogeintrag erst im übernächsten land zu veröffentlichen ging es weiter. Ich habe aber schon einiges über die anschließende Reise durch Cambodia geschrieben, es könnte jedoch wieder etwas dauern, bis ich es fertig geschrieben habe, die Bilder herausgesucht und bearbeitet habe und dazu kam, sie bei der doch meist bescheidenen Internetverbindung hier in Südostasien hochzuladen, zumal ich gerade bei einem Tanz-Wettbewerb in Malaysia bin…

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Myanmar (Teil 2)

Dez 11 2016

Bagan. Eine 20km^2 große Ebene, in der Tempel und Pagoden dicht an dicht stehen, viele von ihnen hunderte von Jahren alt. Von allen Orten in Myanmar, an denen ich war hat mir dieser am besten gefallen (ok, es waren nur 4 Orte insgesamt, aber Bagan ist wirklich sehenswert).
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Auf der Ebene stehen ca. 2700 Tempelanlagen.

Wenn man sich tagsüber einen Tempel aussucht, auf den man hinaufklettern kann (manche haben Treppen), dann hat man einen fantastischen Ausblick beim Sonnenunter- bzw. Aufgang.

Die Heißluftballons zum Sonnenaufgang sollen noch schöner sein, wenn man tatsächlich mitfliegt. Allerdings sprengten sie mit über 300USD mein Budget und auch so war der Anblick atemberaubend.
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Bevor es am Abend mit dem Nachtbus weiter gehen sollte ging es nochmal für einige Stunden zum Mount Popa. Auf ihm befindet sich – man kann es erraten: ein Tempel.

Am Inle-See kann man Bootstouren machen. Wir waren erst nachmittags da und mussten deshalb auf Teile der Tour verzichten.
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Die Tour war nett, erinnerte jedoch an eine Kaffee-Fahrt, wo man häufiger mal anhält und einem versucht wird, Dinge zu verkaufen. Interessant, mal die lokalen Handwerkstraditionen teilweise auch bei der Arbeit zu sehen aber nicht wirklich der Grund für eine Bootstour.

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Da die Zeit leider nicht mehr reichte, um mit der Bahn eine von vielen Leuten als wundervoll bezeichnete Bahnstrecke zwischen Kalaw und Thazi zu nehmen und wir aufgrund der schlechten Bus-Anbindungen vermutlich einen Tag dort verbringen hätten müssen, entschieden wir uns für eine Wanderung nach Kalaw. Für 45.000Ks (32€) wanderten wir 2 Tage mit einem Führer vom Inle-See aus los.

Ochsengespanne sind weit verbreitet

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Unterwegs gab es Essen, eine Übernachtung bei einer lokalen Familie (mit einem wundervollen Abendessen!) und viel schöne Landschaft.

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Lustige Geschichte von unserem ersten Tag in Myanmar: wir wollten uns was zu essen holen, fürchteten uns jedoch, dass die Leute an den Straßenständen kein Englisch sprechen und da die Karten keine Bilder hatten, gingen wir in ein Restaurant. Zuvor hatte ich gelesen, dass man in Myanmar mit ca. 50USD/Tag rechnen muss. Deshalb fanden wir es nicht wirklich überraschend, dass wir umgerechnet >5€ zahlen sollten (als Vergleich: am letzten Abend hatten wir, wenn auch eine kleinere Portion, für ca. 0.40€). Das (vielleicht 40m^2 große) Restaurant war überfüllt mit einer ca. 40 Reportern augenscheinlich von Fernsehen und Zeitung, die verschiedene Leute interviewten. Es waren Kameras aufgebaut und ein großer Trubel. Als wir zwei Tage später nochmal an dem Restaurant vorbei gingen, entschlossen wir uns, zu fragen, was da los war. Der Kellner verstand uns vielleicht nicht und leitete uns an seinen Chef weiter. Dieser wusste aber auch nicht, was da los war (vermutlich hatte auch er Probleme, uns zu verstehen). Eine lustige Situation auf jeden Fall.

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Myanmar

Nov 30 2016

Myanmar (das frühere Burma) ist ein Land, welches sich erst 2012 geöffnet hat. Als solches war es natürlich spannend, etwas weniger touristisch erschlossene Regionen zu besuchen. Los ging es es der Reading Week (eigentlich dafür gedacht, dass man in der Woche vor den Klausuren ungestört lernen kann, aber viele Austausch-Studenten reisen in der Zeit lieber…)

Angekommen sind wir in Yangon (früher Rangoon), welches die alte Hauptstadt und mit mehr als 5 Millionen Einwohnern die größte Stadt in Myanmar ist. Vorstellen darf man sich aber keine Hochhäuser und nur wenige Gebäude über 4 Stockwerken. Dem entsprechend ist die Grundfläche sehr groß.
Für Südostasien untypisch ist, dass es keine Roller auf den Straßen gibt, dafür um so mehr Toyotas (man muss schon eine Weile gucken, bis man in dem recht starken Verkehr überhaupt mal was anderes sieht).

In ganz Myanmar ist der Abfall quasi überall präsent. So schmeißen die Leute ihn einfach in den Rinnstein oder aus dem Fenster des Zugs. Auch wundern muss man sich nicht, wenn in unmittelbarer Umgebung des Hostels eine kleine Müllhalde ist.

Normaler Straßenrand

Auch die Häuser sehen manchmal eher weniger anmutig und gepflegt aus:
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Wir sind im Pickled-Tea-Hostel untergekommen, was zwar sehr sauber, aber auch teuer und weit ab von dem Stadtzentrum war. Mit Pickled Tea (eingelegtem Tee) ist Myanmar übrigens das einzige Land auf der Welt, in dem Teeblätter auch gegessen werden (man sollte auf jeden Fall mal den leicht scharfen Pickled Tea Salad probieren!).

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So wirklich sehenswert fand ich in Yangon nicht allzu viel (viele goldene Tempel haben wir auch in Bangkok schon bestaunen können, auch wenn dieser fast noch protziger war).
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In dem National Museum kann man sich viele Fundstücke von Ausgrabungen angucken. Falls man nicht plant, auch mal mit dem Zug durch Myanmar zu reisen empfiehlt sich eine Fahrt mit der Circle Line, da man so einen Eindruck bekommt von den Bahnreisen in dem Land: sehr langsam (meist könnte man auch neben dem Zug hergehen) und extrem holprig. Die 3.5h Fahrt kostet jedoch nur 200 Kyat (weniger als 0.15€). An einem der Bahnhöfe gibt es einen kleinen Markt, an dem sehr günstig Sachen verkauft werden. Diese 4 Gurken haben zusammen nur 100Ks gekostet:
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Bei Geld sind wir auch schon bei einer weiteren Besonderheit: von der lokalen Währung gibt es keine Münzen und besonders die kleinen Scheine sind häufig auch sehr abgegriffen. Um so verwirrender ist, dass bei den US-Dollar, die an manchen Stellen noch verlangt werden nur die neuen, ungeknickten und unversehrten Scheine angenommen werden. An vielen Stellen empfiehlt es sich jedoch, die Wechselkurse zu überprüfen, da einige Sachen günstiger in Kyat sind. An Wechselstuben, von denen es in den touristischeren Gebieten recht viele gibt, bekommt man auch anständige Wechselkurse (für 50 und 100$ bessere, als für kleinere Scheine).

Es gibt in Yangon auch einen künstlich angelegten See, über den man mit Hilfe von maroden Stegen gehen kann. Teilweise ist der Zustand so desaströs, dass die Bretter sogar erneuert werden. An diesen Stellen kann man dann seine Balance-Künste an einen schmalen 6m langen Balken ausprobieren. Das Wasser darf man sich jedoch nicht zu genau angucken um sich die Freude nicht zu verderben.
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Dann sollte es mit dem Nachtbus nach Mandalay (ebenfalls eine ehemalige königliche Hauptstadt und die zweit größte Metropole in Myanmar) gehen. Weil die normalen Busse ausgebucht waren nahmen wir einen VIP-Bus. Es bietet sich also an, die Busse einige Tage im Voraus zu buchen. Im Vergleich zu den normalen, die wir später nahmen bot dieser aber auch nicht so viel mehr Komfort (von einer kleinen Mahlzeit mal abgesehen). Da wir genügend Zeit hatten, nahmen wir die Circle Line und liefen die restlichen 2km zu Fuß zum Busbahnhof. Vorgestellt hatten wir uns einen größeren Platz, von dem vielleicht 20 Busse zur Zeit abfahren. Deshalb waren wir auch erstaunt, dass Google Maps mehrere Marker hatte. Angekommen stellten wir jedoch fest, dass der Busbahnhof quasi ein kleines Stadtviertel für sich ist. Sich dort zurecht zu finden mag für sich kompliziert sein, jedoch sind überall äußerst hilfsbereite Leute, die einem den Weg zeigen.

Nachtbusse haben die unangenehme Eigenschaft, dass man schon sehr früh ankommt (manchmal erst um 6 Uhr morgens, manchmal aber auch schon um 4:30 Uhr…). Unsere Hostels waren jedoch darauf eingestellt und so konnten wir mehr oder weniger direkt einchecken und uns nochmal etwas hinlegen konnten. Anschließend ging es los, die Stadt zu erkunden. Ein Besuch in dem alten Königsbezirk stellte sich als relativ langweilig heraus, da das ganze Gebiet zwar 6km^2 groß, jedoch nur der kleinste Teil davon für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Und die Gebäude, die wieder aufgebaut wurden, wurden mit modernen Mitteln und nicht nach traditionellen Maßstäben errichtet. Auch fehlt fast überall die Inneneinrichtung, so dass man an 40 fast gleich aussehenden Häusern vorbei läuft, die alle unbeleuchtet und leer im Inneren sind.
Eins von vielen quasi identischen Häusern

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Folgend gingen wir zum Mandalay Hill. An dessen Fuß liegt eine weitere Stupa, welche umgeben ist von über 700 kleinen Häuschen. In jedem ist eine Steintafel mit je einer Geschichte aus dem Leben Buddhas.
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Auf dem eigentlichen Hügel befindet sich eine Tempelanlage, welche am Hang eines Hügels errichtet wurde und gerade bei Sonnenuntergang einen beeindruckenden Ausblick bietet.
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Am nächsten Morgen ging es früh zum Fluss, da wir uns für ~42$ pro Person eine Fähre nach Bagan geleistet hatten. Die Express-Fähre benötigte für die Strecke nur 10 Stunden. Langsame Fähren, welche von den Einheimischen bevorzugt werden sind deutlich günstiger, benötigen jedoch auch 3 Tage und fahren nur zweimal die Woche.
Wir mussten jedoch noch für eine Stunde wegen dichtem Nebel ankern. Anschließend ging es den Fluss hinab.
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[Fortsetzung folgt hoffentlich bald. Jetzt wo die letzte Klausur geschrieben ist hoffe ich, den Rückstand an Beiträgen so langsam wieder aufzuholen…]

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Gardens by the Bay und Chinese Garden

Nov 09 2016

Schon länger gab es keinen Artikel mehr. Deshalb hier nochmal einige Bilder von zwei Ausflügen (die inzwischen auch schon wieder einen Monat her sind) in Singapur.

Der erste ging in die Gardens by the Bay. Dieser große Garten direkt hinter dem Marina Bay Sands ist in weiten Teilen frei zugänglich und von zahlreichen Bildern aus Singapur bekannt (erkennbar an den künstlichen „Bäumen“). img_6063 img_6068

Für zwei Hallen muss man Eintritt bezahlen. Darin sind diverse Pflanzen aus verschiedenen Regionen der Erde. Die erste ist der Flower Dome

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Die zweite Halle ist der Cloud Forest. Dieser besteht aus einem großen Berg

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Der Chinese Garden liegt weiter im Norden und bietet etwas weniger „Attraktionen“, ist dafür jedoch komplett kostenlos.

Panorama

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Wie an einigen anderen Stellen gibt es auch hier Warane.

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Ayutthaya und ausgesprochen freundliche Thais

Okt 01 2016

Ayutthaya ist die ehemalige Hauptstadt Thailands. Als solche war sie Zentrum des kulturellen und religiösen Lebens. Zu erreichen von Bangkok aus sie mit einer zweistündigen Bahnfahrt für ganze 15 Baht (da könnte sie die Deutsche Bahn mal ein Beispiel an den 0.40€ nehmen!). Zugegeben: es war die 3. Klasse, aber wenn man auf eine Klimaanlage verzichten kann, dann ist es noch immer akzeptabel.

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Die Hinfahrt mit gepolsterten Sitzen, auf der Rückfahrt gab es nur Plastik-Bänke

Und ja, der Übergang über die Gleise ist für die Passagiere gemacht...

Und ja, der Übergang über die Gleise ist für die Passagiere gemacht…

Angekommen wurden wir von einem Tuk Tuk Fahrer in Empfang genommen, der uns (im Gegensatz zu denen aus Bangkok) auch ein seriöses Angebot machte, uns zu fahren. Allerdings sollte das immer noch 200 Baht pro Stunde kosten und wir hatten uns vorgenommen, Fahrräder zu mieten. Wir gingen also zu dem Laden direkt gegenüber vom Bahnhof und mieteten dort für jeweils umgerechnet 1.25€ ein Fahrrad den ganzen Tag. Ein wenig die Straße runter hätte es das wohl noch 50ct günstiger gegeben, aber für den Laden sprach, dass bei der Rückgabe mit einer gerissenen Kette keinerlei Forderungen an uns gestellt wurden. Da haben wir im Internet schon anderes gelesen….

Nun also los. Zu sehen waren zahlreiche Tempelruinen, für die man (als Tourist) jeweils umgerechnet 1.25€ bezahlen musste. Für thailändische Verhältnisse nicht günstig, aber von irgendwas müssen die Anlagen ja erhalten werden.

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So ging es mit dem Fahrrad entspannt durch die Gegend. Vermutlich hätte uns der Tuk Tuk Fahrer noch mehr über die Anlagen erzählen können, aber so hatten wir so viel Zeit, wie wir wollten.

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Nach der vierten Tempelanlage hatte man zwar so langsam das Gefühl, dass man immer wieder in die selben Ruinen aus anderen Blickwinkeln sah, aber schön waren sie dennoch.

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Mit dem Zug zurück in Bangkok angekommen wollten wir mit dem Bus zurück zum Hostel fahren. Wir gingen also zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof und warteten. Ein älterer Thailänder kam auf uns zu und fragte in gebrochenem Englisch, wo wir hinwollten. Wir sagten also Khao San Road und er holte sich einen anderen Thai, der gut Englisch sprach. Dieser dolmetschte uns, dass unser Bus nicht an dieser Haltestelle halten würde, sondern etwa 300m entfernt. Er erkundigte sich mehrfach, ob wir seine Anweisungen verstanden hatten. Wir gingen also los und fanden die Haltestelle recht schnell, obwohl er einen kleinen Fehler in der Beschreibung gemacht hatte. Überrascht sahen wir 5 min später, dass der jüngere Thai (bei Regen um 9 Uhr abends) schaute, ob wir die Haltestelle wirklich gefunden hatten, oder verirrt durch die Gassen irrten. Dies zeigte uns eindeutig, dass nicht alle Thai Touristen „übers Ohr hauen“ wollten, sondern dass viele auch ausgesprochen hilfsbereit und zuvorkommend sind. Nur in den meisten Touristenvierteln findet man wohl häufiger andere…

Am nächsten Morgen ging früh das Flugzeug zurück nach Singapur und das Lernen für die restlichen Tests und sonstige Aufgaben für die Uni standen wieder auf der Tagesordnung…

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Wat Pho, Wat Arun, Bang Krachao und Ancient Siam

Okt 01 2016

Letzte Woche Mittwoch waren wir im Wat Pho. Es ist eine der größten Tempelanlagen in Thailand. Zu sehen gibt es für 100 Baht vor allem viele Buddha-Statuen (insgesamt 837 Stück, einige davon auch etwas größer)

Buddahs im Wat PhoNicht gerade die kleinste Statue

Die Gebäude sind reich verziert.

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Bei Instandhaltungsarbeiten wird jedoch häufig nicht ganz so auf die Arbeitssicherheit geachtet, wie in Deutschland…

Dass "Arbeitssicherheit" für Thai ein Fremdwort ist verstehe ich ja, aber haben die keine Übersetzung davon?

Dass „Arbeitssicherheit“ für Thai ein Fremdwort ist verstehe ich ja, aber haben die keine Übersetzung davon?

Auch kleine Figuren sind immer nett anzugucken

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Anschließend ging es zum Wat Arun. Dieser Tempel hat einen der höchsten Prang (ein verzierter Turm) in Thailand, der im Moment allerdings renoviert wird.

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Dennoch gibt es auch hier interessante Dinge zu bestaunen.

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Donnerstag ging es nach Bang Krachao. Dies ist ein recht kleiner, aber netter Park, der etwas außerhalb der Stadt liegt. Deshalb ist er mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht wirklich zu erreichen. Wir fuhren also mit dem Boot bis zur Endstation und nach einigem Fragen nahmen wir ein Taxi. Da wir davon ausgingen, dass die Insel als Ganzes quasi der Park war, ließen wir uns davor absetzen, nur um festzustellen, dass das Erholungsgebiet noch 7km entfernt war. Also nach dem Essen noch ein Taxi…Leo und Felix

Vor Ort mieteten wir uns Fahrräder und kurvten ein wenig durch den Park.

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Dies war jedoch nach 20min erledigt, so dass wir anschließend einmal durch das recht dörfliche Umland fuhren.

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Zurück beim Hostel gab es noch eine wundervoll entspannende Thai-Massage (eine ganze Stunde kostete immerhin fast 6,50€!). Danach haben wir ernsthaft darüber diskutiert, ob wir wirklich 3 € für ein Essen in einem sehr lecker aussehenden Restaurant ausgeben wollen, weil es „auf der Straße“ nur 1-1,50€ kostet. Es hat sich aber wirklich gelohnt, so „viel“ Geld auszugeben, denn das Essen war hervorragend.

Freitag machten wir uns früh auf den Weg in die sogenannte „Ancient Siam“. Sie liegt ca. 40km südlich von Bangkok. In dem Freilichtmuseum sind Häuser aus ganz Thailand nachgebaut. Die Busfahrt nach Pak Nam dauerte 1,5h und anschließend muss man noch mit einem Minibus 30min fahren.

Vorsicht Nässe

Vorsicht Nässe

Minibus

Dort angekommen waren wir etwas überrascht von dem stattlichen Eintrittspreis von 700 Baht. Im Internet hatten wir vorher etwas von 300 Baht gelesen. Wir entschlossen uns, dennoch in den Park zu gehen.

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Zu sehen waren viele Nachbauten von Tempeln und anderen Gebäuden aus ganz Thailand.img_5946img_5898

 

Zusammenfassend: ganz nett, aber einige der Tempelanlagen sind in Originalgröße vermutlich noch imposanter und für die fast 20€ kann man sich den Tag in Thailand auch anders gut vertreiben.

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Bangkok – Schön und immer für einen Scam gut

Sep 19 2016

Bangkok ist eine schöne Stadt.

Etwas luftig zum Wohnen aber schön gelegen

Etwas luftig zum Wohnen aber schön gelegen

Der Fluss durch Bangkok

Der Fluss durch Bangkok

Ein kleines Gebet zwischendrin?

Ein kleines Gebet zwischendrin?

Oder doch lieber hier?

Oder doch lieber hier?

Nur Touristen haben es in ihrer naiven Art manchmal schwer. So wurde ich von einem freundlichen Tuk Tuk Fahrer angesprochen, wo ich denn her sei. Er fragte mich, wie lange ich in Bangkok sein würde und was ich mir so anschauen wollte. Sehr freundlich und in recht gutem Englisch (in Bangkok nicht selbstverständlich). Dann gab er mir den Ratschlag, dass ich wenn ich Reisen möchte doch zu der offiziellen Tourist Information of Thailand (kurz T.I.T.) direkt vom Staat gehen sollte, weil die viel besser und günstiger sei, als die anderen. Man müsste aber in Thailand immer einige Tage im Voraus buchen und morgen sei ein buddhistischer Feiertag. Er würde mich auch für nur 10 Baht (0.25€) hinfahren und wieder zurück bringen. Ich dachte mir „was kann man da falsch machen“ und stieg einGassenMehr enge Gassen

Dort angekommen sah es schon nicht mehr ganz so offiziell aus und meine Zweifel stiegen, als mir die Reise mit einer Übernachtung in dem einen Nationalpark für 7000 Baht angeboten wurde. Das ist ein Preis, der in Deutschland vielleicht mit einem ganz anständigen Hotel angemessen wäre, in Thailand jedoch selbst für mich recht durchschaubar als deutlich zu hoch zu erkennen war. Ich entschuldigte mich also unter dem Vorwand, meine Freunde würden vermutlich mitkommen wollen und verließ die „Information“. Die Dame wechselte einige kurze Worte auf Thai mit dem Fahrer, der tatsächlich noch rauchend vor dem Gebäude auf mich wartete. Er zeigte sich als sehr enttäuscht, dass ich nicht gebucht habe, war aber zufrieden, als ich sagte, ich würde mit Freunden wiederkommen. Wir sollten aber zu ihm kommen und er würde uns hinfahren. Auf der Rückfahrt bot er mir an, mich noch zu einem Schneider zu fahren. Da ich das Spielchen so langsam durchschaut hatte, sagte ich, ich hätte kaum Geld und würde einfach zurück wollen. Er setzte mich wieder in der Nähe von dem Ort ab, wo wir losgefahren sind und als ich ihn mit einem 20 Baht-Schein bezahlen wollte war ich nicht erstaunt, dass er angeblich kein Wechselgeld hatte. Ich dachte mir sei’s drum und habe ihm den Schein gegeben.

Interessante Stromversorgung

Interessante Stromversorgung

Strom gibt's auch vor dem Hostel-Fenster

Strom gibt’s auch vor dem Hostel-Fenster

Zurück im Hostel ergab eine kurze Internetrecherche, die ihren Namen nicht wirklich verdient hat: Ich hatte Recht. Und mitgenommen habe ich den Ratschlag, den einem schon die Eltern als kleines Kind geben: „Sprich nicht mit fremden Leuten“. Vielleicht bin ich in Zukunft ein kleines bisschen weniger naiv…

Wer mehr zu den Abzocken lesen will: http://www.bangkokscams.com/top-10-scams-in-bangkok/ und https://trentnemma.wordpress.com/tag/t-i-t-travel-center-bangkok/Eine Mini-BurgEin weiterer Tempel

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Midterms und Recess Week

Sep 17 2016

Der letzte Blogeintrag ist schon wieder länger her. Dies lag daran, dass ich meine Bachelorarbeit fertig geschrieben habe und dass ich für die “Midterms” lernen musste. Das sind Prüfungen, die in vielen Modulen ungefähr nach einem halben Semester geschrieben werden und die dann auch in die Endnote mit eingehen. Darein gehen (je nach Fach) auch Anwesenheit in Übungen, Hausaufgaben o.ä. mit ein. Hier gibt es jedoch in der Mitte des Semesters eine “Recess Week”, d.h. eine Woche Ferien (gedacht, um den Stoff aufzuholen und nachzuarbeiten). Für Austauschstudenten ist es aber eine Gelegenheit, mal eine Woche zu verreisen.

Ich habe mich deshalb dafür entschieden, nach Bangkok zu fliegen (Preis bei Buchung 2 Wochen vorher insgesamt ~110€, 8 Übernachtungen ~70€). Viele Austauschstudenten fliegen jetzt nach Bangkok.

Manche kommen aber erst am Montag, weil das Formel 1 Rennen in Singapur noch das Wochenende geht. Ich habe mir sagen lassen, dass man von der Bar des Marina Bay Sands Hotels eine gute Aussicht auf die ganze Strecke hat. Dafür muss man nur 20€ einrechnen (und nicht 130€ für das günstigste Ticket).

Der Flughafen Singapur (heißt Changi-Airport) hat einige Preise gewonnen als einer der besten Flughäfen der Welt. Dies kann man auch als Passagier spüren, wenn man über die (zwar nicht mehr ganz modernen, aber immerhin) Teppichböden schlendert, während man im kostenlosen WLAN surft und sich schon fast über die zu kalte Klimaanlage beschweren möchte. Der Flughafen Don Mueang in Bangkok hingegen wirkt schon weniger modern. Spätestens wenn man aber in die Stadt fährt, merkt man, dass man nicht nur in einem anderen Land, sondern in einer anderen Kultur angekommen ist. So ließ ich mich vom Taxi-Fahrer übers Ohr hauen, in dem er mir einen Festpreis machte (500 Baht=12,50€) und ich, weil ich nicht nachgedacht habe, sofort ja gesagt habe. Die kleine Decke, die er über das Taximeter gedeckt hat, war dann spätestens der Moment, in dem es mir auch aufgefallen ist. Hier muss man feilschen, was man sonst so in einer westlichen Kultur vielleicht nicht so gewöhnt ist.

Das Hostel sah auf den Bildern sehr schön aus, teilweise aber auch, weil der Fotograf sein Handwerk verstand. Aber für unter 9€/Nacht mit Frühstück kann man ja auch nicht erwarten, in einem 5-Sterne Hotel untergebracht zu sein.

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