Als Digitaler Nomade in Großbritannien

Jan 07 2018

Die digitalisierte Welt eröffnet beruflich immer mehr Möglichkeiten. Freiheit, Flexibilität und vor allem die Chance die Welt zu bereisen, machen für mich den Lebensstil eines Digitalen Nomaden reizvoll. Doch wie erreicht man dieses Ziel? Erste Versuche in Großbritannien lieferten mit wichtige Erfahrungswerte.

Was ist ein Digitaler Nomade?

Im Internet wurde ich vor einigen Jahren zum ersten Mal auf den Begriff aufmerksam. Jungen Menschen verließen den Pfad der klassischen Arbeitswelt und verdienten ihr Geld als Blogger, Fotograf, Webdesigner & Co. Immer ortsunabhängig und mit dem virtuellen Büro in Thailand, Australien oder Südafrika. Ich selbst hatte gerade mein Studium der Deutschen Philologie an der Universität Göttingen begonnen und das von mir ins Auge gefasste Berufsfeld des Lektorats schien für das Leben als Digitaler Nomade ideal zu sein. So entstand mein Entschluss, dass auch ich schon bald als selbstständige Lektorin an den schönsten Plätzen der Welt arbeiten würde.

Durch Selbstständigkeit ans Ziel

Auch wenn einige Firmen ihren Angestellten die Möglichkeit des Home Office geben und somit das digitale Nomadentum zumindest theoretisch auch in einem konventionellen Angestelltenverhältnis ermöglichen, sind die meisten modernen Nomaden selbstständige Freelancer. Auch für mich schien dieser Weg zukunftsweisend. Der Boom an Autoren, die ihre Romane, Sachbücher und Ratgeber per Self-Publishing veröffentlichen, hält bereits seit einigen Jahren an und in genau diesen Autoren sah ich meine potenzielle Zielgruppe. Zur Probe bewarb ich meine Dienste in einigen Online-Foren und konnte tatsächlich rasch einen Auftrag an Land ziehen. Auch die Semesterferien standen gerade vor die Tür. Die perfekte Gelegenheit, um meinem Traum vom gleichzeitigen Arbeiten und Reisen für acht Wochen in die Tat umzusetzen. Großbritannien stand schon immer ganz oben auf meiner Wunschliste und so machte ich mich mit Laptop, Manuskript und viel Motivation auf nach London.

Erste Erfahrung in Großbritannien

Da mein Aufenthalt nur wenige Woche betrug, konnte ich als gewöhnlicher Tourist in Großbritannien einreisen. Bei längeren Aufenthalten und vor allem außerhalb der EU müssen sich natürlich auch Digitale Nomaden um ein ordnungsgemäßes Visum kümmern. Meine Korrekturarbeit an dem mir aufgetragenen Manuskript erledigte ich vor allem in den vielen Cafés mit gutem Internet von London. Die optimale Verbindung zwischen Notwendigem und dem Eintauchen in eine neue Stadt. Ich war nicht die Einzige die so dachte, denn ich lernte während meines Aufenthaltes mehrere Menschen kennen, die sich meinen Traum bereits erfolgreich erfüllt hatten. Ein Softwareprogrammierer aus Texas und eine virtuelle Assistentin aus Schweden waren nur zwei davon, die mir wertvolle Tipps geben konnten. Darunter beispielsweise die Sache mit den Finanzen. Hatte ich vor nach meinem Studium als erste Station für länger Zeit in Großbritannien zu bleiben, lohnt sich die Eröffnung eines Kontos bei einer britischen Bank als Zusatz zu meinem deutschen Bankkonto. Das von meinen Kunden dort eingezahlte Geld könnte ich mir so selbst nach England überweisen und hier Gebühren sparen, die beim Geld abheben mit ausländischen Karten entstehen. Ein genauer Vergleich der Angebote verschiedenster Banken ist ausschlaggebend. Schließlich will auch ich mein in Zukunft verdientes Geld in Reisen und neue Abenteuer investieren, anstatt in teure Bankgebühren.

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