Kategorie: Studieren in Göttingen


Geschwindigkeitsrausch (Unterwegs in Göttingen Part 2)

21. Oktober 2010 - 20:58 Uhr

Also, in Göttingen kann man ja viel erleben. Aber einen Geschwindigkeitsrausch – den erlebt man am ehesten auf dem Fahrrad, da man nur mit dem wirklich fix in der Stadt unterwegs ist. Während ich nun endlich auch stolzer Autobesitzer bin, musste ich nun immer wieder feststellen, wie unpraktisch dieses doch innerhalb der Stadt ist. Aber eine neue Möglichkeit gibt es nun, gerade für uns Studenten an der Norduni, um flott durch die Stadt zu kommen:

Die neue Buslinie S5, die die Norduni in „Hochgeschwindigkeit“ mit dem Hauptcampus und Bahnhof verbindet! Noch befindet sich das ganze im Testbetrieb und ich hab diesen auch noch nicht genutzt, mir aber sagen lassen, dass man damit schnell wie nie zum Bahnhof oder vom Bahnhof in die Physik kommt – immerhin schimpft sich das Ding „Schnellbus“ und braucht laut Fahrplan auch wirklich nur 10min! Wäre also wohl mal einen Versuch wert…

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Open Air Vorlesung

11. Juli 2010 - 22:22 Uhr

… oder so ähnlich. So jedenfalls wurde die MTV Campus Invasion auf den Plakaten quer durch Göttingen ausgeschrieben. Und was steckt dahinter?

Ein mit 8000 Leuten volles Jahnstadion im Süden Göttingens mit einer großen Bühne, auf der sich ein paar Musiker einen Tag lang austoben durften – um den Tausenden Zuhörern bei über 35°C weiter einzuheizen.

Ausgeschrieben waren neben Amy Macdonald, Gentleman, Unheilig, Madsen, Bonaparte und Jennifer Rostock (das waren jetzt so die Acts, von denen ich zumindest den Namen schon mal gehört habe) auch Airbourne und FRIDA GOLD. Und da ich grad irgendwie prüfungsfrei hatte und nichts besseres zu tun, dachten ich mir, ich hör mal rein (auch wenns nicht unbedingt alles so meine Musik ist)… also auf ins Jahnstadion!

gegen 15:00: Am Eingang dann die erste Unverschämtheit: Bei weit über 30° und keinem Schatten im Stadion war trotzdem das Mitnehmen unserer PET-Wasserflaschen untersagt, nur TetraPaks bis 1l durften rein. Na gut, so viel Wasser wie ging geext, Rest über den Kopf geschüttet, um zumindest kurzzeitig erfrischt zu sein – und ab ins Getümmel. Von FRIDA GOLD haben wir so schon nichts mehr mitbekommen, aber da ham schon Bonaparte auf die Bühne. Ähm, ja… umwerfend… aber das war mir vorher ja schon klar.

Bei den folgenden Acts (Jennifer Rostock, Airbourne und Madsen) hats uns dann aus gutem Grund vor die Bühne verschlagen: Rechts wie links der Bühne standen tapfere Feuerwehrmänner, die die tanzende Meute alle Nase lang mit dem Wasserschlauch abgespritzt haben! Einfach nur genial, nass bis auf die Knochen zur Airbourne, einer grandiosen ACDC-like band, abzugehn, während der Gitarrist die Bühne von außen erklimmt und in geschätzen 10m Höhe ein Solo spielt… definitiv die kräftigsten und intensivsten Laute des Tages, großartig!

gegen 19:00 Umbaupause, kurzes Ausruhen auf dem gemütlichen, kurzgeschnittenen Fussballrasen. Dann wurde es mit Unheilig relativ ruhig, aber insgesamt sehr schön, bevor Gentleman … naja, auftrat. In jedem Lied gefühlte 5 Mal „Göttingeeeeen!“ rief und immerhin netterweise auch das Tor von Müller durchgab sowie uns über das 1:1 informierte. Reggae ist auch jetzt nicht mein Ding, und seine nicht enden wollenden Zugaben habens nicht verbessert…

irgendwas um 22:00: Amy Macdonald ließ uns ziemlich niedlich wissen, dass „your beautiful country just got third in the world cup!“ und spielte die letzten Klänge auf der Gitarre, während die Meute mittlerweile unterm Sternenhimmel hüpfte und tanzte… und schließlich zu Tausenden aus dem Ausgang strömte.

Das war die Campus Invasion, insgesamt durch die Bank weg ziemlich geil, hat meine Erwartungen weit übertroffen! SO könnte Uni eigentlich ruhig immer sein…

Danke an Patrick für das Bild vom Airbourne-Luftsolo!

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Seminare, Seminare [update]

11. Januar 2010 - 17:25 Uhr

Dies ist eine kurze Werbeeinblendung der AG Hofsäss des II. Physikalischen Instituts, die natürlich überaus interessant ist (vor allem zum Beispiel für Bachelorstudenten im letzten Jahr wie auch Masterstudis im ersten, da diese ja nun viele Seminare machen müssen, aber auch jeden anderen Studenten, der Seminare machen will und die Themen kuhl findet):

Im kommenden Sommersemester bieten wir ein Seminar zur Reaktorphysik an, welches von Bachelors als Professionalisierungsseminar und Masters als Profilierungsseminar KT oder FM eingebracht werden kann. Im Rahmen dieses Seminares wird nicht nur die Physik hinter dieser Energiequelle besprochen, sondern es ist auch ein Besuch eines Kernkraftwerkes geplant! Also schaltet wieder ein, wenn es heißt: Exkursion alias „Ich haaaack ein Loch in unser Kraftwerk! Ich weiß, es ist nicht kluuuuug… „

Außerdem findet in dem Semester das Seminar „the physics of music“ von den Machern der berühmt berüchtigten Physik der Mischgetränke statt, welches ebenfalls für Bachelors (Professionalisierungsseminar) als auch Masters (Profilierungsseminar Bio/KomplexeSys) eingebracht werden kann.

Beide Seminare kann man natürlich immer für seinen „Nebenfachbereich“ nutzen und es sind für beide noch Plätze frei für die Reaktorphysik sind noch Plätze frei. Die Themenvergabe erfolgt nach Anmeldereihenfolge in StudIP, also beeilt euch und sichert euch euer Lieblingsthema! Infos findet ihr wie immer im UniVZ (siehe Links im Text) oder StudIP. Oder einfach fragen, den Herrn Vetter ausm Zweiten oder einfach mich.

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Master of Science Physik

14. Oktober 2009 - 11:42 Uhr

Nachdem Magdalena so schön den Bachelorstudiengang beschrieben hat, möchte ich nun auf den Master eingehen. Diesen schließen die meisten an das Bachelorstudium an, um einen dem Diplom entsprechenden Abschluss zu erhalten, der dann hoffentlich ähnlich gut in Industrie und Forschung anerkannt wird. Zudem stellt er die Grundlage für eine Promotion. Aus diesen Gründen und meinem Zweifel, dass der Bachelor in der Arbeitswelt irgendwas taugt, habe ich nämlich nun mein Masterstudium aufgenommen und schimpfe mich nun wieder „Erstie“!

Der Master umfasst 4 Semester Studium in einem Schwerpunkt, wobei hier die selben Schwerpunkte wie im Bachelor angeboten werden, sich aber nun Forschungsschwerpunkt (FS) nennen:

  • Astro- und Geophysik
  • Biophysik und komplexe Systeme
  • Festkörper- und Materialphysik
  • Kern- und Teilchenphysik

Diesmal ist, im Gegensatz zum B.Sc., das Studium in einem Schwerpunkt vorgeschrieben. Im ersten Jahr wird studiert, wie man es aus dem Großteil der Bachelorzeit kennt: Vorlesungen über Vorlesungen, im 2. Semester auch ein kleines F-Praktikum. Daher schimpft sich dieses Jahr auch Veranstaltungsphase. Hier sind wieder Bereiche mit Credits zu füllen:

In den Bereichen „Einführung in den Forschungsschwerpunkt“ und „Fortgeschrittene Themen des FS“ bringt man Vorlesungen ein, die zum gewählten Schwerpunkt passen (bei mir, mit FS Kern- und Teilchenphysik, beispielsweise particle physics 3). Hier sind 6 bzw. 12 Credits zu erreichen.

Zudem stehen in den ersten beiden Semestern jeweils ein Seminar an. Eines davon, das Profilierungsseminar, darf fachfremd sein, es kommt nur auf die Vermittelung von Präsentationserfahrung an. Das zweite, das Forschungsseminar, muss im FS durchgeführt werden. Für jedes der Seminare gibt es 4 Credits.

Nebenher muss man im ersten Jahr noch 24 Credits für „Nebenfächer“ verschwenden, die man sich wieder, wie im Bachelor, beliebig aussuchen darf. Es muss sich wieder nur an die Bedingung gehalten werden, dass ein Teil davon (12C) mathematisch-naturwissenschaftlich, der andere Teil (12C, logischerweise) nicht-physikalisch ist.

Und zuletzt liegt im ersten Jahr, wie schon erwähnt, noch das F-Praktikum. Dieses ist mit 10 Versuchen nach F-Praktikums-Umfang sehr arbeitsaufwändig und wird (wie bei allen Praktika mit viel zu wenig) 10C belohnt.

Hat man die Veranstaltungsphase erfolgreich hinter sich gebracht, steht im zweiten Jahr die Masterarbeitsphase an. In dieser Zeit arbeitet man, wie während der Bachelorarbeit schon, in einer Arbeitsgruppe und einem Gebiet, in dem man im 4. Sem die Arbeit anfertigen will. Offiziell lässt sich die Einarbeitung und Arbeit im Institut als Professionalisierungspraktikum (12C, davon 3C für den Besuch eines Kongresses, Workshops oder Firmenpraktikum) und Forschungshauptpraktikum (18C) im 3. Sem zusammenfassen, im 4. und letzten arbeitet man dann nur noch an seiner Thesis, die 30C bringt.

Schön übersichtlich als Semesterübersicht ist das ganze hier aufgestellt. Wie wir es als Bachelor(etten) gewohnt sind, müssen wir für unsere Credits immer irgendwas benotet bekommen, heißt beispielsweise die Praktika des 3. Mastersemesters müssen immer mit einem Bericht o.ä. abgeschlossen werden.

Hat man das dann alles hinter sich gebracht und 120C zusammen, schimpft man sich Master of Science! (Leider bekommt man bspw. für den FS Astro- und Geophysik nicht den Titel Master of the Universe, sorry guys…)

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Er ist weg! :( (update!)

16. September 2009 - 15:21 Uhr

Was fällt ihnen ein? Was haben sie getan? Sie haben ihn genommen, einfach so… Nun ist er fort. Die Rede ist von der Rettung jedes hungrigen Studis, der nachts oder am WE auf der Suche nach Futter (oder, wie in meinem Fall, die Rettung eines schokogierigem Studis auf der Suche nach Schoki) durch die Physik irrt – Der Süssigkeitenautomat im Keller! Der einem immer kalte Schokolädchen, Gummibärchen und diverse leckere Riegel bereit hielt… und nun nicht mehr dort ist. Wer hat ihn entführt? Gebt ihn zurück, lasst ihn frei! Er kann doch auch nichts dafür, dass es in Gö so viel regnet! Oder dass Studiengebühren doof sind, dass das Diplom abgeschafft wurde oder die Katze schnarcht!

[update]

Siehe da, es tut sich was! Scheinbar ist nicht nur mir das Fehlen des „Zuckerspenders“ im Keller negativ auf den Magen geschlagen, denn der FSR setzt sich nun für das Wiederkehren eines Süssigkeitenautomates ein*! Auch wenn bisher kein Erfolg erzielt wurde, so ist es beruhigend, dass er nicht nur mit fehlt und das daran gearbeitet wird! Daumen hoch!

* siehe Newsletter November 09

[/update]

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Unterwegs in Göttingen…

14. September 2009 - 09:38 Uhr

Für viele Erstsemeser stellt sich vorm Umzug sicher auch die Frage: Wie komm ich in Göttingen eigentlich wo hin? Bei einem Blick auf das Semesterticket fällt nämlich sofort auf, dass die Göttinger Stadtbusse nicht darin enthalten sind. Wie dann?
Wenn man hingegen aber schonmal in Göttingen war oder wenn auch nur den Bahnhof gesehen hat, sieht man schnell, dass das Fahrrad für viele way to go ist. Denn für einen Studenten ist der Bereich von Göttingen, der einen interessiert, im Wesentlichen nur ein kleines Dorf. Die Uni verteilt sich zwar über die gesamte Innenstadt und den Nordbereich, das ist mit dem Fahrrad aber je nach Fahrstil trotzdem in 15min abzureißen – wenns denn sein muss. Alles weitere interessante beschränkt sich größtenteils auch auf diesen Bereich, sodass ein Auto eigentlich nicht nötig ist. Zumal man mit diesem in der Stadt erheblich langsamer unterwegs ist als mit dem Rad, daher halte ich ein Fahrrad in Gö für absolut notwendig!
Als Physiker kann man aber auch durchaus ein Auto nutzen, immerhin haben wir um die Physik diverse kostenfreie Partplätze, sodass es daran nie scheitert. Einzig wenn man in den ersten Semestern noch öfter zur Mathe oder auch überhaupt Innenstadt muss, wirds halt ziemlich lästig: Wenig Parkmöglichkeiten, umsonst ja schon gar nicht. Am Zentralcampus gibt es immerhin einige Parkplätze, bei den einzelnen Instituten in der Stadt ist das dann nochmal schwieriger…
Den Bus kann man natürlich nutzen, wenn er auch nicht ganz günstig ist. Eine Einzelfahrt kostet mittlerweile 1,90Eu (wenn es nicht schon wieder erhöht wurde…), aber es gibt auch Viererkarten, Tageskarten, Wochenkarten, Monatskarten… guckst du beim GoeVB, wenn interessiert. Nicht ganz günstig, zumal die Strecken für Physikstudenten nicht immer ideal sind… da ist man dann manchmal auch deutlich länger unterwegs als mit dem Fahrrad. Aber absolut empfehlenswert ist der Bus, muss man mal zum Bahnhof. Denn dort stehen zwar abertausend Räder rum, trotzdem wird dort immer wieder geklaut und zerstört. Da kann man eigentlich besser sein Fahrrad zuhause lassen und den Bus zum Bahnhof nehmen, wenn man an seinem Rad hängt (und wer tut das nicht?!)…
Wie man sich nun fortbewegt, ist jedem selbst überlassen. Aber ich würde jedem Ersti dringend raten, sich ein Fahrrad mit nach Gö zu nehmen (oder für viel zu teuer Geld ein altes in Gö zu kaufen) und Werkzeug einzupacken. Die Fahrradläden in Gö sind zwar größtenteils ganz gut, aber meistens auch alles andere als günstig. Und n platten Reifen fixen kann man eigentlich auch ohne Werkstatt… 😉

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Hage Klettern!

7. September 2009 - 11:29 Uhr

Hage Klettern!
Was sich bei uns schon längst zum heimlichen Institutssport entwickelt hat, habe ich vor einer Weile dann auch mal probiert: Klettern. Mit Höhenangst ist das natürlich eine besondere Herausforderung, aber Langweilig kann ja jeder!

Der Unisport Göttingen kann seit 2006 mit einer nagelneuen Kletterhalle glänzen, dem ROXX! Hier findet sich innen wie aussen jeweils ein Bereich zum Bouldern, also Klettern in niedriger Höhe, mit Matten drunter und ohne Seilsicherung. Das sieht dann etwa so aus: —->

Hat man jemand Erfahrenen bei sich, kann man sich auch an die 11 Meter hohe Wand im Inneren der Halle trauen.

Hier finden sich Routen für Anfänger wie auch Profis, in allen Schwierigkeitsgraden wird was geboten. Wobei sich dieser natürlich nicht nur an Kraftermessen, sondern ebenso auch an technischem Anspruch richtet. Bei derartigen Kletteraktionen ist man natürlich mit Gurt und Seil gesichert und der sichere Mann unten fängt einen, wenn man mal abrutscht – oder nur ne Pause braucht 😉

Ebenso gibt es eine spannende Aussenwand, ebenso verdammt hoch, aber mit Relief zum Klettern. Da kommt dann schon das erste draussen-kletter-Gefühl auf!

Denn richtig draussen Klettern ist dann gleich richtig interessant, Klettern am Fels halt. Dafür muss man

leider aus Göttingen raus, so bergig ist es hier ja nun doch nicht. Aber der Harz ist ja um die Ecke, und nur wenige Kilometer von Goe gibt es auch eine sehr nette Wand, bei Mariaspring. Dort kann man dann die

Erfahrungen aus der Halle umsetzen und die bunten Griffe durch Felsvorsprünge, Risse und andere natürliche Gegebenheiten ersetzen – und zusehn, dass man irgendwie hochkommt!

Spannender Sport, und hilft sogar gegen Höhenagst. Also, meistens 😉

Im ROXX kann man sich Schuhe wie Gurte ausleihen, also problemlos einfach mal reinschnuppern.

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Kurz luftholen, gleich gehts weiter…

26. Juli 2009 - 13:23 Uhr

Das Bachelorstudium nähert sich bedrohlich dem Ende… Nach ein paar Wochen, geprägt von wenig Schlaf und viel (viel, viel viel!!) Kaffee, habe ich gestern dann meine letzte Klausur im Bachelorstudiengang hinter mich gebracht (ja, an einem Samstag! Teilchenphysiker… 😉 ) und meine Bachelorarbeit zumindest zur Hälfte fertig. Wenn gestern nicht allzuviel schief gegangen ist, hab ich damit alles zusammen und brauche „nur noch“ meine Bachelorarbeit abgeben. Die wiederum ist in meinem Kopf zwar größtenteils fertig, will aber noch zu Ende aufgeschrieben werden… Diese Woche erwartet mich noch eine mündliche Prüfung in einem Fach, was ich für den Bachelor eigentlich gar nicht mehr brauche, und die letzten Messungen an meinen Proben. Und viel Zeit am PC, um meine Ergebnisse in LaTex schön zu verpacken und zu formulieren… Deprimierend bei dem schönen Wetter, aber danach kommen dann die ersten Semesterferien, die diesen Namen auch verdient haben – ohne Blockkurse, Klausurvorbereitung und anderen Ferienvernichtern! Bis dahin ist das schöne Wetter zwar sicherlich wieder verschwunden, aber wer sagt denn, dass man in Deutschand bleiben muss?! 😀

Nach den Ferien gehts dann ab Oktober (hoffentlich!) im Masterstudiengang weiter. In den kommenden Wochen darf ich meine Bewerbung um einen Masterplatz einreichen. Diese werden nach Notendurchschnitt und „Motivationsschreiben“ vergeben, und wenn nicht ein riesiger Strom auswärtiger 1.0-Schnitt-Studis unbedingt nach Gö will, dürfte das hoffentlich auch für alle klappen. Einige aus unserem Semester verlassen uns ja eh – um eine Weile im Ausland zu studieren oder an einer anderen Uni weiterzumachen… Warten wir mal ab, wie viele neue „Ersties“ wir dann sein werden. Ich wiederum mach mich jetzt mal wieder dran, fertig zu werden. Umso eher ich abgebe, umso eher ist Urlaub!

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Spannende Erkenntnis: Faradayscher Fensterdreck… oder so

17. Juli 2009 - 21:31 Uhr

Nachdem ich nun seit Wochen Probleme mit dem Goemobile-Empfang hatte und die Verbindung nicht stabil genug war, um irgendwas aufzurufen, bevor wieder die IP Flöten ging, endlich eine Entdeckung: Hängt man die WLan-Antenne aus dem Fenster, so gehts! Und ich hab erstmal all meine Hardware verdächtigt und ausgeschlossen, tz… Wieso mein Fenster innerhalb des letzten Monats plötzlich stark wellenundurchlässiger oder reflektiver geworden ist, ist mir allerdings schleierhaft. Muss wohl eine stark absorbierende Dreckschicht dran sein…

Verschwörungstheoretiker könne es freuen zu hören, dass seit den WLan-Problemen die Häufigkeit der KabelDeutschland-„wollen sie nicht Kabel-DSL?“-Besuche stark angestiegen ist. Zusammenhang?

Jetzt muss ich mir nur noch ausdenken, wie man WLan in die Wohnung reinbekommt, ohne dass das Fenster die ganze Zeit „Tag der offenen Tür“ für die Mücken veranstaltet…

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Die Qual der Wahl

17. Juli 2009 - 09:09 Uhr

Als Bachelorstudent im 4. Semester kommt so langsam aber sicher eine interessante Entscheidung auf einen zu: Wo mache ich meine Bachelorarbeit?
Man hat im Bachelorstudium die Möglichkeit, sich auf einen der vier forschungsorientierten Schwerpunkte (Kern-&Teilchenphysik, Festkörper-&Materialphysik, Astro-&Geophysik oder Biophysik&komplexe Systeme)  oder einen der zwei berufsvorbereitenden Schwerpunkte (Physikinformatik oder Nanostrukturphysik) festzulegen. Pflicht ist hier gar nichts, man kann sich auch auf „die allgemeine Physik“ spezialisieren. So oder so muss man aber eine Bachelorarbeit schreiben, will man einen Schwerpunkt, dann auch in einem entsprechendem Institut. Aber wo? Wie sucht man das aus?

Eine gute Entscheidungshilfe sind sicher die „Einführung in die…“-Veranstaltungen, die für jeden Schwerpunkt angeboten werden. Da bekommt man einen groben Überblick über die Themen und Inhalte, die für das jeweilige Gebiet von Bedeutung sind. Hiervon sind zwei Pflicht, man kann sich aber auch einfach alle 4 anhören (interessant für jene, die keinen Schwerpunkt wollen, allgemeiner gehts kaum).

Es bietet sich in dieser Situation auch an, sich gerade jetzt mal genauer zu überlegen, wos hingehen soll, und sich ein paar Institute auszusuchen, deren Arbeit einen interessiert. Denn dann hat man die Möglichkeit, seine 5 F-Praktikumsversuche, die man im 5. Semester absolvieren muss, in diesen Instituten zu wählen. Diese bieten einem die Möglichkeit, Einsicht in die Institute zu bekommen und einen Eindruck von der Arbeit dieser zu bekommen. Das F-Praktikum, anders als das A-Praktikum, wird innerhalb eines Semesters abgeschlossen. Innerhalb dieses Semesters führt man 5 Versuche, im Schnitt alle zwei Wochen einen, über je meist mehr als einen Vormittag durch und darf diese dann auch auswerten. Dabei fällt die Auswertung bei vielen der Versuche deutlich länger aus als im A-Praktikum. Aber man bekommt einen recht guten Eindruck in die üblichen Arbeitsweisen der Arbeitsgruppen, bei denen man die Versuche macht.

Wenn man im Laufe des 5. Semesters ein Gebiet findet, welches einen interessiert, ist es am sinnvollsten, das entsprechende Institut einfach zu besuchen. Dann hat man Gelegenheit, all die Fragen zu stellen, die einem vorschweben, und auch die Leute ein wenig besser kennenlernen.  (Wenn jemand Fragen zur Kernphysik/nuklearen Festkörperphysik oder allgemein zum II. Institut hat, kommt ruhig bei mir vorbei: D01.127) Sinnvoll ist es in jedem Fall, nicht nur mit den „Mächtigen“ der Institute zu sprechen, sondern auch einmal die Studenten anzusprechen, die da meist irgendwo rumrennen. Denn die sagen einem auch offen und ehrlich, was am Institut nicht gut ist und wissen genau, worauf es in der Situation ankommt.
Bei mir war das mit der Wahl recht schnell geschehn… Der Bereich Kern- und Teilchenphysik hat mich seit der Schule am meisten interessiert, also hab ich mir im F-Praktikum je einen Versuch dazu ausgesucht. Mein erster Versuch war dann auch gleich hier in der Arbeitsgruppe und noch während der Durchführung wurde uns in einer Messpause all das gezeigt, was man hier so anstellen kann. Und dann wollt ich auch schon bleiben, so schnell kanns gehn… Hab mir zwar noch andere Bereiche angeschaut und Studis gelöchert, bin aber im Endeffekt doch hiergeblieben.

Übrigens: Es steht jedem frei, im Bachelor und Master unterschiedliche Schwerpunkte zu machen! Nur die Einführung in die … des entsprechenden Bereichs, wo man mastern will, sollte man gehört haben. Einige Profs legen es ihren Studis sogar nahe, in unterschiedliche Bereiche reinzuschnuppern und im Bachelor erstmal etwas zu machen, was man evtl gar nicht unebdingt will.

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