Kategorie: Dies und Das


Büro – aka mein Lebensraum

3. August 2010 - 19:42 Uhr

Büro – das ist ein Raum mit ein paar Schreibtischen drin. Doch wieso, warum, wann und wie? Heute möchte ich mal erzählen, wie das bei mir so war und ist.
Seit Beginn meiner Bachelorarbeit stellt das II. Physikalische Institut mir einen Büroplatz zur Verfügung – weil das bei einer Arbeit mit experimentellem Schwerpunkt doch sehr nützlich ist, da man im Laufe eines Arbeitstages häufig am PC sitzt, in Labore läuft, Proben oder Chemikalien bearbeitet und zwischenzeitlich irgendwo unterbringen muss. Daher hab ich anfangs im Büro meines Betreuers “gewohnt”, jeder mit eigenem Schreibtisch (wie auch mein Mit-Bachelorkandidat), zu dritt im winzigen eigentlich-1-Mann-Büro, weil dieser uns netterweise aufgenommen hat. Nach Abschluss der Arbeit habe ich dann nicht nur den Master begonnen, sondern auch meine Arbeit als wissenschaftliche Hilfskraft im Institut, um an meinen Experimenten weiterzuwerkeln. Und hierfür gabs dann auch gleich ein richtiges Büro, welches ich dann auch während meiner Vorlesungsphase nutzen konnte, da ich ja beständig im Institut am arbeiten war. Und dies Büro ist auch gleich ein schönes: Wunderschön groß, mit Büropalme, drei Arbeits- und vielfachen Besucherplätzen, mit xkcd-Comics an der Tür und genügend Platz für Proben und Chemikalien.

Jetzt, in der Masterarbeitsphase des Masters, können wir endlich wieder fulltime arbeiten. Das sieht dann etwa so aus:

Fürs gemütlich-Machen und kreative Pausen haben wir dann aber auch einen entspannenden Bereich:

Als Bachelorstudent ist es alles andere als selbstverständlich, den Luxus eines eigenen Büros zu erfahren. Da es für Diplomanten früher aber üblich war, gehe ich davon aus, dass dies für Masterstudenten im zweiten Jahr auch gelten wird. Immerhin arbeiten diese auch ein ganzes Jahr intensiv im Institut an ihrer (in den meisten Fällen wohl zumindest ansatzweise experimentellen) Arbeit.

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Open Air Vorlesung

11. Juli 2010 - 22:22 Uhr

… oder so ähnlich. So jedenfalls wurde die MTV Campus Invasion auf den Plakaten quer durch Göttingen ausgeschrieben. Und was steckt dahinter?

Ein mit 8000 Leuten volles Jahnstadion im Süden Göttingens mit einer großen Bühne, auf der sich ein paar Musiker einen Tag lang austoben durften – um den Tausenden Zuhörern bei über 35°C weiter einzuheizen.

Ausgeschrieben waren neben Amy Macdonald, Gentleman, Unheilig, Madsen, Bonaparte und Jennifer Rostock (das waren jetzt so die Acts, von denen ich zumindest den Namen schon mal gehört habe) auch Airbourne und FRIDA GOLD. Und da ich grad irgendwie prüfungsfrei hatte und nichts besseres zu tun, dachten ich mir, ich hör mal rein (auch wenns nicht unbedingt alles so meine Musik ist)… also auf ins Jahnstadion!

gegen 15:00: Am Eingang dann die erste Unverschämtheit: Bei weit über 30° und keinem Schatten im Stadion war trotzdem das Mitnehmen unserer PET-Wasserflaschen untersagt, nur TetraPaks bis 1l durften rein. Na gut, so viel Wasser wie ging geext, Rest über den Kopf geschüttet, um zumindest kurzzeitig erfrischt zu sein – und ab ins Getümmel. Von FRIDA GOLD haben wir so schon nichts mehr mitbekommen, aber da ham schon Bonaparte auf die Bühne. Ähm, ja… umwerfend… aber das war mir vorher ja schon klar.

Bei den folgenden Acts (Jennifer Rostock, Airbourne und Madsen) hats uns dann aus gutem Grund vor die Bühne verschlagen: Rechts wie links der Bühne standen tapfere Feuerwehrmänner, die die tanzende Meute alle Nase lang mit dem Wasserschlauch abgespritzt haben! Einfach nur genial, nass bis auf die Knochen zur Airbourne, einer grandiosen ACDC-like band, abzugehn, während der Gitarrist die Bühne von außen erklimmt und in geschätzen 10m Höhe ein Solo spielt… definitiv die kräftigsten und intensivsten Laute des Tages, großartig!

gegen 19:00 Umbaupause, kurzes Ausruhen auf dem gemütlichen, kurzgeschnittenen Fussballrasen. Dann wurde es mit Unheilig relativ ruhig, aber insgesamt sehr schön, bevor Gentleman … naja, auftrat. In jedem Lied gefühlte 5 Mal “Göttingeeeeen!” rief und immerhin netterweise auch das Tor von Müller durchgab sowie uns über das 1:1 informierte. Reggae ist auch jetzt nicht mein Ding, und seine nicht enden wollenden Zugaben habens nicht verbessert…

irgendwas um 22:00: Amy Macdonald ließ uns ziemlich niedlich wissen, dass “your beautiful country just got third in the world cup!” und spielte die letzten Klänge auf der Gitarre, während die Meute mittlerweile unterm Sternenhimmel hüpfte und tanzte… und schließlich zu Tausenden aus dem Ausgang strömte.

Das war die Campus Invasion, insgesamt durch die Bank weg ziemlich geil, hat meine Erwartungen weit übertroffen! SO könnte Uni eigentlich ruhig immer sein…

Danke an Patrick für das Bild vom Airbourne-Luftsolo!

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Success!

5. Juni 2010 - 09:13 Uhr

Es ist geschafft – unsere lieben Freunde aus dem Fachschaftsrat haben es schließlich durchgesetzt, dass die Änderungen am Master-FP durchgeführt werden. Heißt für uns, dass wir bis Mitte Juli nur noch insgesamt 6 Versuche erledigen müssen. Da ich aber, wie die meisten, schon fast fertig mit den Versuchen bin, bleibt jetzt sogar mal wieder Zeit für etwas anderes… Zettel rechnen für die letzten Vorlesungen, zum Beispiel, um dann vielleicht doch noch irgendwie das Zettelkriterium zu erfüllen…. Zeit fürs Korrigieren der A-Praktikumsprotokolle, die schon als gigantischer Stapel im Büro warten… und tatsächlich auch Freizeit! Was sich bei dem Wetter ja ideal vereinen lässt…

Grill raus, ab an den Kiessee!

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Frühling…

19. April 2010 - 00:00 Uhr

… und neue Kamera sind einfach ne geniale Kombi!

Schöne erste Frühlingstage allerseits, aber macht auch was draus! Hab heut ja viel zu viele Leute in der Uni beim Arbeiten erwischt (und musste leider selbst auch sowas blödes tun…)!

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eBay macht Spass…

10. April 2010 - 23:54 Uhr

… auf der Suche nach einer neuen DSLR klickt man sich durch eBay und findet ein interessantes Angebot, dem aber leider die Angabe der Auslösungen fehlt. Da dies aber für den Kauf eine recht entscheidende Information darstellt, hab ich mal nachgefragt:

Wie viele Auslösungen wurden getätigt?

Und daraufhin die Antwort erhalten:

6,1 Millionen

Fleissig! Dass der Verkäufer damit genauso viele Auslösungen betätigt hat, wie der Chip Pixel hat, muss wohl reiner Zufall sein…

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Waiting for LHC first physics!

30. März 2010 - 08:15 Uhr

Für alle, die schon wach sind:
http://webcast.cern.ch/lhcfirstphysics/
(Ich hoffe, das ist jetzt auch der public link, andernfalls bitte melden.)
Heute wird zum ersten Mal versucht, Protonen bei 7 TeV (3,5 TeV pro Beam) zu kollidieren! Das kann man unter diesem Link live verfolgen, für alle, die nicht grad zufälligerweise in Genf rumlaufen 😉
Der erste Versuch, die Beams auf je 3,5 TeV zu beschleunigen, ist gerade leider gescheitert. Aber es geht weiter, wenn nichts mehr schiefgeht, dürfte es gegen 12 spannend werden!

[Update]

Der Beam wird grad gerampt, heißt die Beamenergie wird erhöht, bis die 3,5TeV erreicht sind. Wir sind schon über 2 TeV, nicht mehr lang also, bis es losgehen kann! Hoffentlich…

[/Update]

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Studieren, forschen und der ganze Rest

5. März 2010 - 00:42 Uhr

Jaaah, ich weiß. Jaaaah, es tut mir furchtbar leid, aber ich war jetzt ganz schön lange ganz schön still. Und wenn man nun sogar schon nachts Anrufe von enttäuschten Lesern bekommt, die nach neuen Einträgen fragen, dann tut man denen doch mal einen Gefallen (*wink* @ Udo).

Warum war ich so still? Weil das Studium wieder irgendwie viel zu stressig war… Um in diesem Semester auf satte 40C zu kommen, durfte ich in den letzten Wochen nicht nur allerhand Prüfungen hinter mich bringen, sondern auch die letzten drei Wochen fulltime im Chemiepraktikum verbringen. Denn der Master ist ja voll von viel zu vielen Nebenfächern, so dass wir einen Teil davon mal spontan in der Chemie drüben absolviert haben, um nicht immer nur Info zu machen. Nach 3 Wochen Reagenzien zusammenkippen, Sachen abfackeln und Säure einatmen fasse ich zusammen: Des ist nicht so gut für die Lunge. Ich habe insgesamt mindestens 3 Handverletzungen, eins davon sogar als Säureunfall, gesehen, die mir sagen, man sollte doch mehr aufpassen (kann aber auch keiner ahnen, dass etwas grad abgefackeltes so lange heiß ist… auaa…). Trotzdem hatten wir viel Spass und ich denke, man kann das durchaus weiterempfehlen. Aber irgendwie war der Infokram doch weniger… schmerzhaft ^^

Tja, und jetzt haben wir Semesterferien – sollte man meinen. Aber irgendwie doch nicht so richtig… am Mittwoch ist erstmal die Klausur über das Praktikum, und danach gehts dann mit den Konferenzen los. Im Rahmen meiner Forschung und dem Bachelorarbeitszeugs darf ich mit zur Frühjahrstagung der DPG in Regensburg, um allen Leuten da nahezubringen, wie saucool Proton Beam Writing ist und was für tolle Sachen wir damit gemacht haben… Vorher gehts noch quasi freiwillig auf die Frühjahrstagung der Teilchenphysiker, danach ist dann aber auch erstmal gut gewesen mit dem konferieren hier… Die nächste ist dann “erst” im Juni. Kaum hat man mal was geschrieben, darf man ständig konferieren, verrückte Welt…

Und danach? Danach hab ich tatsächlich frei. Eine ganze Woche lang! Aber bis dahin gibts noch viel zu tun… Nach der freien Woche folgt dann auch schon das neue Semester, in dem mich neben meinem Studium dann auch ein Job als HiWi erwartet, genauer gesagt als Betreuer des A-Praktikums. Das wird ein Spass! Muhaha…

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Zu viel Schnee…

6. Januar 2010 - 12:02 Uhr

… was tun? In meiner Familie hat man dafür eine ziemlich einfache Lösung gefunden: Sinnlose Sachen bauen! Wie zum Beispiel diesen wunderschönen Mercedes 190er, der jetzt vor meinem Elternhaus strahlt…

Wenn ihr auch derartig schöne Objekte formt, könnt ihr mir ja Bilder davon schicken und ich pack sie hierzu 😉
Vielen Dank an Gerd, Papi, Willi & Julia für 3 Stunden tapferen Kälteeinsatz!

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Coke statt Böller

2. Januar 2010 - 23:53 Uhr

!! Do not try this at home !!

Bekannt: Das Zusammenfügen von Cola light + Mentos verursacht explosionsartig die Entstehung von sehr viel Schaum, welcher bei geöffneter Cokeflasche wie eine Fontäne aus der Flasche schießt (wie beispielsweise von Galileo, der Pro7 Fernsehsendung, erklärt und getestet hier und perfektioniert von ein paar Verrückten mit zahlreichen Experimenten hier).

Gesucht: Ausnutzung dieses Effektes, um eine Colaflasche mittels des dabei entstehenden Drucks zu sprengen.

Vorgehensweise: Der Plan ist, einige Mentos im oberen Flaschenbereich ohne Kontakt zur Cola sorgsam zu befestigen. So sollte es möglich sein, die Flasche vollständig zu schließen und die “Bombe” durch gezielte Auslösung (“Kicken” der Flasche) zu aktivieren.

Experiment #1: Sekundenkleber

Die Idee: Die Mentos (ungefähr 6 auf die fast 1,5l Diet Coke) sollten mit Sekundenkleber am Flaschendeckel befestigt werden. Dabei ist zu beachten, dass sie einen geraden Turm bilden, damit dieser ohne Schaden durch die Flaschenöffnung geführt werden kann und die Flasche so verschlossen werden kann, bevor die Mentos Colakontakt bekommen.

Bei der Durchführung mussten wir aber leider feststellen, dass die Oberfläche der Mentos wohl für Sekundenkleber nicht rau genug ist. Der Kleber wirkt nicht, der Turm konnte nicht aufgebaut werden. Experiment #1 gescheitert

Auch die Abwandlung, Experiment #1.1 Epoxydharz, brachte keinen Erfolg. Dieses scheiterte aber schlichtweg daran, dass die Komponenten des Harzklebers vertrocknet waren. Folglich bleibt das Prinzip von Experiment #1 unerprobt…

Experiment #2: Orangennetz

Beim zweiten Versuch sollten die Mentos innerhalb eines Netzes am Flaschendeckel befestigt werden. Hierfür wird ein Netz verwendet, in welchem Orangen im Supermarkt verkauft werden. Bei der Befestigung des oben mit Schnur zusammengebundenen Netzes voller Mentos tritt das selbe Problem wie zuvor bei Experiment #1 auf: Der Sekundenkleber zeigt keine Wirkung. Beträufelt man hingegen die Innenseite des Flaschendeckels mit heißem Kerzenwachs und drückt die Netzfetzen hinein, stellt sich bei ausreichend Wachs endlich Halt ein. Das Netz kann so sicher am Deckel befestigt werden, sodass ein Schließen der Flasche mit dem Netz daran möglich ist, ohne das sich das Netz vom Deckel löst und die Reaktion verursacht.

Die Durchführung stellte nun doch noch eine kleine Herausforderung dar. Die Mentos mussten innerhalb des Netzes mit großer Sorgfalt durch die kleine Flaschenöffnung geführt werden, damit sie nicht durch die Netzlöcher gedrückt werden und in die Cola fallen. Insgesamt kam es aber so zu keinen weiteren Schwierigkeiten, das Netz konnte am Flaschendeckel innerhalb der Flasche aufgehängt werden, die “Bombe” war scharf.

Dann der große Moment: Durch Auslösen der Bombe mittels eines Tritts fiel diese um und die Mentos kamen mit der Cola in Berühung – der Schaumbildungseffekt trat auf. Trotzdem bleib der große Knall, auf den wir gewartet haben, aus. Der Druck innerhalb der Flasche war nicht hoch genug, um diese zu sprengen oder wenigstens den Deckel abzudrücken – nichts passierte! Experiment #2 gescheitert…

Traurig, aber wahr, so ist der Stand der Dinge. Aber das heißt nicht, dass wir aufgeben! To be continued!

Acknowledgements: Besonderer Dank an meinen technischen, finanziellen und emotionalen Support Fabian, der auch vor Schaumexplosionen nicht zurückschreckt.

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Frohes Fressen!

24. Dezember 2009 - 13:06 Uhr


Nachdem der Schnee (nach den üblen Minusgraden und -15°C auf dem Weihnachtsmarkt *bibber*) nun in Gö wieder geschmolzen ist, sind wohl die meisten (wie auch ich) Richtung Heimat geflohen und spielen da im noch vorhandenen Schnee (juchuuu), kämpfen mit der Familie (plötzlich wieder so viele Brüder!) oder stressen sich auf der Suche nach den letzten Geschenken… so oder so:

Frohe Weihnachten (oder Fusspflege) und einen guten Rutsch!

Feiert nicht zu doll, das macht immer so viel Kopfweh und dann klappt das Weihnachtsfressen der kommenden Tage nicht mehr so gut. Reinhaun!

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