F-Praktikum und andere Krankheiten…

Mittlerweile schreiben wir mein 8. Semester (boah, klingt das alt), und damit das zweite Mastersemester. Und dieses erwartet neben den üblichen Vorlesungs”pflichten” (müssen ja immerhin so einige Credits an Vorlesungen gesammelt werden, das ist im ersten Semester kaum vollständig zu erledigen) auch noch eine wundervoll anstrengende Krankheit: Das Master-FP.

Hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein weiteres Laborpraktikum, wie schon das Bachelor-Fortgeschrittenenpraktikum und das Anfängerpraktikum zuvor. Wie bisher führt man Experimente durch, die nur dafür aufgebaut sind, damit man sie durchführt, und misst Ergebnisse, die keinen interessieren. Nur, dass es diesmal so aufwändig wie nie ist:

10 Versuche (5 davon müssen aus dem gewählten Schwerpunkt sein, damit sich das ganze “Forschungspraktikum” schimpfen kann) sind im Laufe des Semesters zu absolvieren, welche jeweils den ganzen Dienstag (von 9.00 bis 17.00 ist als Durchführungszeit angesetzt) fressen. Heißt zu Anfang eine (mehr oder weniger) kleine Theorieabfrage, dann wird experimentiert so lang es halt dauert… und danach hat man dann zwei Wochen Zeit, um die Ergebnisse auszuwerten und in Protokollform zu packen. Diese werden dann bewertet, bekommen Punkte auf einer Skala von 0-10 verpasst – und aus diesen Punkten setzt sich dann am Ende eine Note zusammen, die mit 10C gewertet wird. Bei einem Master-Umfang von 120C also schon gar nicht mal wenig!

Und natürlich sind die Versuche nicht nur länger, sondern meist auch in Theorie und Auswertung aufwändiger denn je… sodass für dieses Praktikum schon die meiste Zeit draufgeht, die man im Laufe der Woche so hat. Dazu kommt dann noch die ein oder andere Vorlesung, die man hört, weil man sie noch braucht oder sie einen interessiert… und in meinem Fall noch die Betreuung des A-Praktikums, um die Studiengebühren fürs nächste Semester zusammenzukratzen. So voll das jetzt auch klingen mag, immerhin gibt es eine Motivation: Das ist (zumindest für das Masterstudium) jetzt das letzte Mal Vorlesungen besuchen, Praktika machen, Seminare vorbereiten… ab dem Sommer heißt es dann endlich wieder Zeit für was sinnvolles! Arbeit an einem Projekt, mit welchem man auch Ergebnisse erzielt, die was bringen. Und das ganze dann am Ende als Masterarbeit verpacken…

Kategorie: Physik studieren 4 Kommentare »

4 Reaktionen zu “F-Praktikum und andere Krankheiten…”

  1. mo

    Zehn Stück? Ihr hattet doch schon fünf im Bachelor!

  2. Martina

    Das hat wohl noch nicht gereicht, wir haben wohl noch nicht genug experimentiert!

  3. mo

    Huhu,

    wie lange braucht man denn so im Schnitt für die Protokolle?
    Sind mehr als 16 Stunden üblich?

  4. Martina

    Also, bisher hab ich erst zwei gemacht, die beide in etwa innerhalb der Zeit fertig waren. Aber da hatte ich auch den Vorteil, dass die Theorien nichts neues waren… ich fürchte, die nächsten Versuche werden länger dauern, aber das beobachte ich nochmal!

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