Archiv für Oktober 2009


Master of Science Physik

14. Oktober 2009 - 11:42 Uhr

Nachdem Magdalena so schön den Bachelorstudiengang beschrieben hat, möchte ich nun auf den Master eingehen. Diesen schließen die meisten an das Bachelorstudium an, um einen dem Diplom entsprechenden Abschluss zu erhalten, der dann hoffentlich ähnlich gut in Industrie und Forschung anerkannt wird. Zudem stellt er die Grundlage für eine Promotion. Aus diesen Gründen und meinem Zweifel, dass der Bachelor in der Arbeitswelt irgendwas taugt, habe ich nämlich nun mein Masterstudium aufgenommen und schimpfe mich nun wieder „Erstie“!

Der Master umfasst 4 Semester Studium in einem Schwerpunkt, wobei hier die selben Schwerpunkte wie im Bachelor angeboten werden, sich aber nun Forschungsschwerpunkt (FS) nennen:

  • Astro- und Geophysik
  • Biophysik und komplexe Systeme
  • Festkörper- und Materialphysik
  • Kern- und Teilchenphysik

Diesmal ist, im Gegensatz zum B.Sc., das Studium in einem Schwerpunkt vorgeschrieben. Im ersten Jahr wird studiert, wie man es aus dem Großteil der Bachelorzeit kennt: Vorlesungen über Vorlesungen, im 2. Semester auch ein kleines F-Praktikum. Daher schimpft sich dieses Jahr auch Veranstaltungsphase. Hier sind wieder Bereiche mit Credits zu füllen:

In den Bereichen „Einführung in den Forschungsschwerpunkt“ und „Fortgeschrittene Themen des FS“ bringt man Vorlesungen ein, die zum gewählten Schwerpunkt passen (bei mir, mit FS Kern- und Teilchenphysik, beispielsweise particle physics 3). Hier sind 6 bzw. 12 Credits zu erreichen.

Zudem stehen in den ersten beiden Semestern jeweils ein Seminar an. Eines davon, das Profilierungsseminar, darf fachfremd sein, es kommt nur auf die Vermittelung von Präsentationserfahrung an. Das zweite, das Forschungsseminar, muss im FS durchgeführt werden. Für jedes der Seminare gibt es 4 Credits.

Nebenher muss man im ersten Jahr noch 24 Credits für „Nebenfächer“ verschwenden, die man sich wieder, wie im Bachelor, beliebig aussuchen darf. Es muss sich wieder nur an die Bedingung gehalten werden, dass ein Teil davon (12C) mathematisch-naturwissenschaftlich, der andere Teil (12C, logischerweise) nicht-physikalisch ist.

Und zuletzt liegt im ersten Jahr, wie schon erwähnt, noch das F-Praktikum. Dieses ist mit 10 Versuchen nach F-Praktikums-Umfang sehr arbeitsaufwändig und wird (wie bei allen Praktika mit viel zu wenig) 10C belohnt.

Hat man die Veranstaltungsphase erfolgreich hinter sich gebracht, steht im zweiten Jahr die Masterarbeitsphase an. In dieser Zeit arbeitet man, wie während der Bachelorarbeit schon, in einer Arbeitsgruppe und einem Gebiet, in dem man im 4. Sem die Arbeit anfertigen will. Offiziell lässt sich die Einarbeitung und Arbeit im Institut als Professionalisierungspraktikum (12C, davon 3C für den Besuch eines Kongresses, Workshops oder Firmenpraktikum) und Forschungshauptpraktikum (18C) im 3. Sem zusammenfassen, im 4. und letzten arbeitet man dann nur noch an seiner Thesis, die 30C bringt.

Schön übersichtlich als Semesterübersicht ist das ganze hier aufgestellt. Wie wir es als Bachelor(etten) gewohnt sind, müssen wir für unsere Credits immer irgendwas benotet bekommen, heißt beispielsweise die Praktika des 3. Mastersemesters müssen immer mit einem Bericht o.ä. abgeschlossen werden.

Hat man das dann alles hinter sich gebracht und 120C zusammen, schimpft man sich Master of Science! (Leider bekommt man bspw. für den FS Astro- und Geophysik nicht den Titel Master of the Universe, sorry guys…)

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