Archiv für Juni 2009


Exkursion (Teil I): Quarks, Beschleuniger, Sonne und ne Kuh!

30. Juni 2009 - 23:00 Uhr

Nach 3 langen, aufregenden Tagen sind wir zurück in Gö. Wir? Das sind 17 Göttinger Studenten, jeweils ein Student aus Amerika und Indien, ein manchmal etwas konfuser Exkursionsbegleiter und unser Reiseleiter alias “Papi”, “Chef” oder “der, der für uns denkt”. Uns so sah das ganze in etwa aus:

Tag 1

Samstag, 5:55, Göttingen. Ein Trupp von 20 Leuten findet sich am ICE auf Gleis 10 ein, nach einer teilweise zu kurzen, teilweise nicht existenten Nachtruhe (Schlaf wird überbewertet, solang es starken Kaffee gibt!). 2,5h später Umstieg in Mannheim (“iih, hier stinkts!”), nochmal 2,25h später Umstieg in Basel SBB Richtung Geneva.
Da standen uns planmäßig dann noch fast 3 Stunden fahrt bevor, aber als nichtmal eine davon um war und wir gerade einen Tunnel passierten, rumpelte es, schepperte es, wackelte alles, und der Zug stand. Grund: In dem Tunnel stand eine Kuh. Die steht nun nie wieder….

Nach insgesamt einer halben Stunde voller dummer Scherze und viel Engagement des Zugführers ging die Fahrt recht ereignislos bis nach Genf weiter, welches wir ohne Verspätung (!) mit dem etwas angeschlagenem Zug erreichten.

In Genf angekommen (boah, warm!) haben wir dann unsern “Klassenlehrer” gefunden, der uns überall hingebracht hat und dem man, ohne zu denken, einfach folgen konnte. So hat er uns auch prompt zur Jugendherberge gebracht und nach dem Einchecken zum Genfer Hauptquartier der Vereinigten Nationen.


Nach vielen interessanten Infos über die UN und Einblick in diverse Sitzungsräume gings ein wenig durch die Stadt und an den wunderschönen Genfer See. Zum Abendessen gabs köstliches Käsefondue und danach Freizeit, die von vielen mit Bier und Wein am See verbracht wurde – und irgendwann ging man dann auch schlafen.

Tag 2

Sonntag, 8:00, Genf. Mehr oder weniger Ausgeschlafen gabs Frühstück, bevors wieder losging: Ins Museum des Internationalen Roten Kreuzes und danach Wandern im Jura (ey, immerhin ham wir die Alpen gesehn!).

Erschöpft vom Wandern gabs Abendessen und Wein am See – so muss das sein! Gut, manche meinten lieber 11,5%iges Bier probieren zu müssen, wurden aber bald eines besseren belehrt: Lecker kann man sowas wirklich nicht nennen.

Und wie es dann am CERN war, ob wir auf dem Rückweg wieder mehr Tiere als gewünscht getroffen haben und ob der LHC noch steht, erfahrt ihr beim nächsten Mal!

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Exkursion! CERN, wir kommen!

26. Juni 2009 - 08:55 Uhr

Morgen ist Exkursion, das Ziel: Genf!

Mit einer Truppe von 20 Studenten gehts mit dem viel zu frühen ICE Richtung Schweiz. Wenn wir dort nach fast 8 Stunden schlafen angelangt sind, besuchen wir die UN, das International Red Cross, gehen in den Alpen wandern und, natürlich, ans CERN. Da das Magnetfeld aber leider grad an ist, dürfen wir nicht zum LHC “runter”, sondern nur in den ATLAS-Kontrollraum, die Antimateriefabrik, Mikrokosmosausstellung und natürlich CERN-Kantine 😉

Dort werden wir zwar nichts sinnvolles machen, sondern nur touristisch rumlaufen, Leute nerven und Fotos machen, aber das reicht uns fürs erste auch. Denn wir sind Naturwissenschaftler, also von klein auf neugierig! Hier gibts dann also hoffentlich bald spannende Fotos zu sehen 🙂

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Bachelor – und dann?

9. Juni 2009 - 21:35 Uhr

In ein paar Wochen bin ich nicht nur “scheinfrei”, wie die Diplomer zu sagen pflegen, sondern auch fertig mit meiner Bachelorarbeit. Dann kann ich mich also hoffentlich nach Bewertung usw irgendwann Bachelor of Science nennen – aber was kommt dann?

Viele sagen ja, nach dem Bachelor sei man berufsvorbereitet und kann sich in die Wirtschaft stürzen (wenn man denn will). Ob die einen dann auch will, ist eine ganz andere Frage, denn dieser Studiengang wird immer noch von den meisten mit Misstrauen beäugt.

Ich flüchte da, wie wohl die meisten anderen auch, in die “simpelste” Lösung und zieh den Master hinterher – einerseits, weil ich die Arbeitsmarktchancen als Bachelor nicht so optimistisch einschätze, andererseits, weil das Studium grade im letzten Semester erst so richtig spannend wurde. Das ist zwar eine weder kostengünstige noch wirklich einfache Lösung, aber großartig eine andere Wahl hat man ja eh nicht.

Im Master erwarten mich dann keine Pflichtvorlesungen mehr (Juchuu!!), sondern nur noch Veranstaltungen aus meinem Fachgebiet. Die füllen dann auch das erste Jahr, dazu kommen das nicht wenig aufwändige Fortgeschrittenen-Praktikum und Seminare. Im zweiten Jahr arbeitet man dann hauptsächtlich, wie ich es derzeit tue, im Institut an der Masterarbeit. Dadrauf freu ich mich natürlich jetzt schon am meisten 😉

Nebenher muss man sich dann irgendwie mit Arbeiten die Studiengebühren zusammenkratzen – und hoffen, dass das Bafög auch wirklich, wie versprochen, im Master weitergezahlt wird! Ob das der Fall ist, erzähl ich euch dann…

2 Kommentare » | Dies und Das, Physik studieren

     

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