Archiv für März 2009


Spezialisierungspraktikum

30. März 2009 - 21:19 Uhr

Nach ein paar Wochen “Urlaub” bei den Eltern und in Bayern, in welchen ich viel Praxiserfahrung in Renovierung von Altbauten und Schrauben an Motorrädern sammeln durfte, und einem super duper Konzert-Wochenende gings dann wieder nach Gö und auf ins Spezialisierungspraktikum. Die erste Woche und der Anfang der zweiten sind nun auch schon vorbei – und es ist immer noch spannend und ziemlich verrückt!
Letzten Montag begann das schon überraschend: Zum vereinbarten Startzeitpunkt komm ich zum Büro meines Betreuers und entdecke, dass unter seinem Namen nun auch der eines Mitstudenten und meiner stehen! Kuhl 😀
Jetzt sitz ich also mit eigenem Arbeitsplatz und Computerchen im 2. Institut. Nach einigem organisatorischem Blablubb kann ich nun auch nach 6 noch ins Institut (damit ich ja schön immer arbeiten kann!), hab Zugang zu allen möglichen Laboren und durfte mich jedem irgendwie wichtigen Institutsmenschen persönlich vorstellen. Danach gings dann endlich an mein Thema – zunächst via Literaturrecherche. Lesen, wie das eigentlich alles funktioniert. Wissenschaftliche Paper (Englisch, natürlich), Diplom- und Doktorarbeiten durchwühlen und sich ausdenken, wie man das ganze nun anstellen will.

Mittlerweile durfte ich mich auch schon mit der Anlage, dem Mikrostrahlrohr am großen Tandembeschleuniger im Keller, beschäftigen, mir Problemlösungen ausdenken und die Werkstatt nerven. Und andere Institute nerven, Materialien (juchu, flüssiger Stickstoff!) erschnorren und Kaffee trinken – schaun wir mal, wies weitergeht!

Was genau ich eigentlich mache, sollte ich euch demnächst vielleicht auch mal ausführlicher erzählen (*auf ToDo-Liste krakel*).

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Ab Montag wirds wieder ernst – vorher wirds nur laut!

18. März 2009 - 17:43 Uhr

Eigentlich wollt ich ja noch ein bisschen für die Klausuren im zweiten Klausurzeitraum lernen… Uneigentlich bin ich mit Gedanken ganz woanders…

Bevors am Montag mit dem Spezialisierungspraktikum los geht, lass ich mir nochmal alles Gelernte mit viel Druck durch die Ohren aus dem Kopf pusten – denn es steht ein Konzertwochenende an! Am Freitag fahren wir mal wieder zu VanCanto, einer A-CapellaMetal-Band, nach Amberg (tief in Bayern). Die sind nun wirklich mal was anderes – Metal ohne Gitarre und Bass, stattdessen 4 Sänger, eine Sängerin und ein Schlagzeug. Absolut empfehlenswert, ob vom Album oder live! Am Samstag gehts dann das erste Mal zu Nightwish nach Erfurt – dadrauf bin ich am meisten neugierig – und danach dann mal wieder Richtung Gö.

Ab Montag dann darf ich 4 Wochen lang ins Spezialisierungspraktikum. Das ist quasi eine Einarbeitungszeit in die Bachelorarbeit, man arbeitet im Institut und macht sich mit all dem, womit man sich während seiner Bachelorarbeit beschäftigen darf, vertraut. Das wird sicherlich sehr spannend – da kann man sich das Thema seiner Bachelorarbeit mal genauer ansehn und in meinem Fall auch die ersten Experimente machen 🙂 Und schreibt am Ende einen (sinnfreien?) Bericht dadrüber, weil das ganze ja auch irgendwie benotet werden muss. Wie das bei uns Bachelorn ja immer so ist…

Aber bis es ernst wird, freu ich mich auf die Konzerte und versuch mich hin und wieder zum Lernen zu bewegen, auch wenn das grad ziemlich schwer fällt 😀

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Semesterticket

16. März 2009 - 13:01 Uhr

Mittlerweile hat wohl der Großteil der Studierendenschaft auch wirklich ein wenig das, was man Ferien nennen kann. Ich zumindest auch! Und was macht man dann? Da Göttingen in dieser Zeit von Studienrenden leergefegt ist, lohnt es sich meinst, mal wo anders hinzufahren. Und da kommt das Semesterticket ins Spiel!

In Göttingen zahlen wir zu den Studiengebühren von 500€ pro Semester noch etwas weniger als 200€ (fürs kommende SoSe 194, 29€) für Verwaltung, Studentenwerk und Semesterticket. Letzteres kostet 62,29€ und deckt ungefähr ganz Niedersachsen ab. Das heißt, man kann das ganze Semester lang munter lustig mit den Regionalzügen durch NDS fahren, Eltern, Omi und Freunde besuchen oder einfach Kurztrips nach Hannover, Hamburg oder die Küste veranstalten. Eine genaue Auflistung, welche Strecken umsonst befahrbar sind, befindet sich hier.

Im Rahmen der Uniwahlen wird jedes Jahr wieder abgestimmt, ob wir denn alle das Semesterticket wollen oder nicht. Denn wenn der Großteil für “Ja” stimmt, wird es verpflichtend für alle (Ausnahmen nur für finanzielle Härtefälle und  Menschen mit Behinderungen) eingeführt – das war in meiner bisherigen Unizeit immer mit ziemlich hohen Prozentzahlen auch der Fall.

Damit stellt das Semesterticket nicht nur für einige ein großes finanzielles Ersparnis dar, sondern bietet die Möglichkeit, viele verrückte Sachen anzustellen. Von Semesterticketeinweihungsfahrten und Heideparkbesuchen über spontane Städtetouren bis zu “Besuchen wir dich an deinem Geburtstag doch einfach mal alle bei deinen Eltern”-Aktionen. Schade nur, dass das Semesterticket nicht ganz Deutschland abdeckt 😀

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Die Uni in Bildern

11. März 2009 - 14:00 Uhr

In der nächsten Zeit möcht ich euch mal Stück für Stück Teile der Uni vorstellen. Angefangen, natürlich, mit unser aller Zuhause, dem Gebäude der Fakultät für Physik!

Im Gebäude verstecken sich 5 Hörsäle, 3.5 CIPs (Räume mit unzähligen Computern drin, 3 große und ein winziger mit Druckern, in welchen Studierende arbeiten oder es sein lassen können), die Bereichsbibliothek Physik mit Arbeitsräumen für Studierende, die Cafeterie (CaPhy), viele Seminarräume, Labore, Büros und und und …

In der Bib(liothek) gibt es viele Stillarbeitsplätze und 4 Gruppenräume. Im Caphy kann man sich mit Kaffee (und ähnlichem) versorgen, bekommt frische Brötchen, Salat, aber auch warme Mahlzeiten, Schokolade und Eis. Zudem gibts da viele Tische und Plätze zum Arbeiten, Rumsitzen, Quatsch machen… Außerdem gibt es überall im Gebäude kleine Räume, in denen man sich mit seiner Lerngruppe breitmachen kann. Die CIPs sind wie auch der Großteil der Flure nur mit Chipkarte zugänglich, zudem braucht man einen Account, um sich an den Rechnern einzuloggen. Den bekommt man aber am Anfang des Studiums, keine Sorge! Die Computer laufen mit Mandriva, einer benutzerfreundlichen Linuxdistribution (viel Klickibunti, auch für Windowskinder leicht zu nutzen).

Das Gebäude mag groß sein, aber man verläuft sich eher selten. Die Raumnummern folgen einer einfachen Syntax, verschlüsselt durch Stockwerk und Gebäudeabschnitt, sodass man sich leicht reinfindet. Aufzüge gibts auch n Haufen, die meisten davon sind auch zuverlässig – falls mal nicht, gibts n Notruf und freundliche Hausmeister 😉

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Woran man merkt, dass man zu selten zuhause ist

5. März 2009 - 00:51 Uhr

Wenn der Hund beim letzten Mal zuhause sein noch so klein war…

… und beim nächsten Mal so groß ist…

… dann merkt man, man sollte doch vielleicht wieder öfter heim fahren!

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Elektronikpraktikum die zweite: Projekt Laserharfe

1. März 2009 - 23:10 Uhr

So, mittlerweile haben wir auch die zweite Woche des E-Praktikums abgeschlossen (daher wars auch so still hier, war doch etwas viel zu tun 😉 ). In dieser gings darum, ein Projekt zu bearbeiten, in unserem Fall war das der Aufbau einer Laserharfe wie hier. Dafür lag uns eine “Anleitung” vor und wir (vier Studenten) wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Der eine Teil beschäftigte sich mit dem Sender, der andere mit dem Empfänger des Laserlichts.

Das Prinzip der Laserharfe ist das Wiedergeben von Tönen, wenn man seine Hand in die (zugegebenermaßen nicht besonders starken :D) verschiedenen Laserstrahlen hält. Das Laserlicht wird an der Handfläche reflektiert und unten wieder detektiert. Wir haben den Sender aufgebaut, welcher die Aufspaltung des Strahls realisiert. Das hat insgesamt auch irgendwann geklappt, nachdem wir einige Problemchen zu bewältigen hatten, da wir leider etwas umständlichere Wege gehen mussten… Aber das Endergebnis sieht so aus, wies soll:

Leider ist die Laserharfe noch nicht voll funktionstüchtig, da wir ja nur Teile fertiggestellt haben und zur fertigen Inbetriebnahme noch einiges anliegt. Sonst hätt ich nämlich viel schönere tollere Fotos gezeigt 🙁

Umgesetzt haben wir das ganze mit einem Laser, der von einem Light Chopper (im Wesentlichen eine Scheibe mit Löchern drin, die sich mit einstellbarer Frequenz dreht) manuell gepulst wurde, einer kleinen Schaltung und einem Mikrocontrollerboard. Und natürlich via Programmierung… Aber insgesamt sehr spannend, das alles, und man lernt viel. Und als am letzten Tag dann doch alles plötzlich funktionierte, woran man schon nicht mehr glauben wollt, wars umso toller 🙂

Das Spannenste dran war wohl die Arbeit mit dem Mirkocontrollerboard:

Das ist ein schnuckliges kleines Ding, was erschreckend viel kann. Nennt sich Arduino nach irgendwelchen komischen Italienern (die auf die Rückseite auch ihr Land draufgemalt haben), hat nen ATmega168 Mikrocontroller drauf, 14 digitale in/outputs und 6 analoge Inputs und läd dazu ein, ganz viel rumzuspielen und zu testen. Aber eigentlich wollt ich euch ja nicht mit Details erschlagen…

Das wars dann nun mit unserm Elektronikpraktikum. Am Donnerstag gehts nochmal kurz nach Gö, das Endergebnis präsentieren (und ne Note bekommen *grusel*). Aber ich kann nun schon sagen, das Praktikum war zwar manchmal durchaus anspruchsvoll, aber man hat richtig viel gelernt und hatte dabei tierisch viel Spass! Nur morgens so früh raus is manchmal echt anstrengend…

Ein paar letzte Eindrücke in Bildern (ja, ich hatte zwischendurch durchaus mal Langeweile und hab mit der Kamera rumgespielt):

Projekt Kamiokanne

Projekt Kamiokanne

Projekt Kennlinienschreiber

Projekt Kennlinienschreiber

Projekt Mikrocontroller

Projekt Mikrocontroller

Pins umbelegen mal anders

Pins umbelegen mal anders

SD-Karten-Reader/Writer-Sandwich

SD-Karten-Reader/Writer-Sandwich

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