Kategorie: Studieren in Göttingen


CCC Anfang März

19. Januar 2011 - 07:30 Uhr

Anfang März ist wieder der CCC in Göttingen. Nein, nicht dieser schlechte abgekupfter Chaos Computer Congress, sondern das Original!

Der Computer Crash Course der Physik-Fachschaft zeigt den Ersties in deren ersten “Ferien”, wie man so einen Linux-Rechner vernünftig bedient. Bash, LaTeX, Gnuplot – alles, was man für’s Grundpraktikum braucht, ist dabei.

Nach derzeitigem Plan bin ich gleich mit drei Vorträgen an Bord: Der Vortrag-Vortrag, und zusammen mit Martin am Freitag dann vim und Reguläre Ausdrücke.

Vortrag-Vortrag:
Wie halte ich einen Vortrag? Wie schnell rede ich, wo kucke ich hin, klicke ich bloß Folien durch, schreibe ich vielleicht mal was an, wiederhole ich mal was, beantworte ich die Frage, sage ich, dass man ruhig welche stellen könne, wie bereite ich mich vor – und vor allem: kann man mit LaTeX auch Folien machen?

vim (vi improved):
Will man programmieren oder TeXen, braucht man einen Editor. Um Textdateien zu ändern. Da gibt es eine ganze Menge, manche sind sehr speziell, andere eher allgemein. Aber einer ist vor allem eines: Ausgeklügelt und ziemlich schnell, wenn man an bestimmte Stellen springen möchte. Das ist der vim, der “impruufte” vi (sprich: “wim”, “wi-ai”).

Reguläre Ausdrücke:
Reguläre Sprachen stammen aus der theoretischen Informatik, speziell der Automatentheorie. Dort fragt man sich:
“Welche (interessanten) formalen Grammatiken / Sprachen können wir definieren, und wie kompliziert sind sie zu beschreiben / zu entscheiden?”

Reguläre Sprachen sind dabei die einfachsten, können durch deterministische endliche Automaten erkannt werden – und Reguläre Ausdrücke sind “Patterns”, die in dieser Grammatik verfasst werden. Diese Muster können wir dann in Texten suchen, etwa nach dem Motto: “Gib mir alle Stellen, die aus einer Zahl, einem Komma, zwei Zahlen, einem Leerzeichen und einem Euro-Zeichen bestehen” (== Preise).

Mit spezialisierten Programmiersprachen wie AWK oder Perl kann man sehr einfach nach solchen Mustern suchen und darauf operieren (zum Beispiel Währungen umrechnen, Messdaten kombinieren, einfaches numerisches Integrieren oä).

Der CCC startet am Dienstag, 1. März, und endet am Freitag, 4. März. Mehr beim FSR Physik.

Kommentare deaktiviert für CCC Anfang März | Allgemein, Linux, Studieren in Göttingen

2 Bachelor-Arbeiten: numerische Röntgenoptik / Fokussier-Spiegel

27. August 2010 - 08:42 Uhr

Wie bereits erwähnt, kann man zum Winter im Institut für Röntgenphysik Bachelor-Arbeiten zur numerischen Röntgenoptik schreiben. Heute möchte ich das zweite Thema ein wenig genauer vorstellen:

Optik fokussierender Röntgenspiegel:
1. Einfluss der Formfehler von Röntgen-Spiegeln auf die Kohärenzeigenschaften des Fernfeldes,
2. Fokus- und Kohärenzeigenschaften von Labor-Röntgenquellen der neuesten Generation: Simulation und Experiment.

Röntgenspiegel dienen zur Fokussierung der Strahlung von Labor- und Synchrotronquellen.

Waren Fokusgrößen im Mikrometer-Bereich bis vor einiger Zeit nur an Großeinrichtungen wie der ESRF in Grenoble möglich, ist dies dank neuer Techniken nun auch im eigenen Labor möglich. Für eine solche Anlage sollen Fokus- und Kohärenzeigenschaften theoretisch vorhergesagt und experimentell nachgeprüft werden.

An den großen Synchrotron-Strahlungsquellen gibt es Bestrebungen, die Fokusgröße der Röntgenstrahlen auf wenige Nanometer zu verkleinern. Der Weltrekord wurde vor einigen Monaten in Japan aufgestellt: In einer Dimension konnte ein Fokus von nur sieben Nanometern Breite gemessen werden. Für solche Experimente sind sehr präzise geschliffene Spiegel notwending; Formfehler (Rauigkeiten, Welligkeiten) der Spiegeloberfläche können den Strahl stark verschlechtern. In dieser Arbeit sollen speziell die Kohärenzeigenschaften des Fernfeldes durch Formfehler numerisch analysiert werden.

Programmiererfahrung (C oder C++; Matlab oder Mathematica) hilfreich; es stehen aber bereits viele Programme und Skripte zur Verfügung.

Interessenten mögen sich bitte an Markus Osterhoff und Tim Salditt wenden.

http://www.roentgen.physik.uni-goettingen.de/jobs/

Kommentare deaktiviert für 2 Bachelor-Arbeiten: numerische Röntgenoptik / Fokussier-Spiegel | Allgemein, Physik Studieren, Studieren in Göttingen

2 Bachelor-Arbeiten: numerische Röntgenoptik / neuartige Röntgenwellenleiter

20. August 2010 - 08:42 Uhr

Wie bereits erwähnt, kann man zum Winter im Institut für Röntgenphysik Bachelor-Arbeiten zur numerischen Röntgenoptik schreiben. Heute möchte ich das erste Thema ein wenig genauer vorstellen:

Optik neuartiger Röntgenwellenleiter:
1. Kohärenzfilterung von Röntgen-Wellenleitern und ihr Einfluss auf die röntgenholographischen Experimente,
2. Optimierung der Transmission von Röntgen-Wellenleitern unter Berücksichtigung von Realstruktureffekten;

Röntgenwellenleiter sind sehr kleine Kanäle, die zum Beispiel in einen Silizium-Wafer geätzt werden. Sehr klein meint dabei: Der Durchmesser dieser Kanäle ist von der Größenordnung 20 bis 80 Nanometer; die Länge reicht von wenigen bis über zehn Millimeter.

Diese Wellenleiter können in unseren Labors hergestellt werden; alternative Wellenleiter werden industriell hergestellt und dann eingekauft.

Mit Röntgen-Wellenleitern ist es möglich, die Synchrotron-Strahlung zu filtern, um etwa den Kohärenzgrad zu erhöhen; denn mit einer kohärenten Lichtquelle sind neue Untersuchungsmethoden möglich.

Das Filtern geht aber mit Verlusten einher, welche minimiert werden sollen. Hierzu sind numerische und analytische Rechnungen nötig, um den kohärenten Photonen-Fluss zu maximieren. In den vergangenen Jahren konnten Algorithmen und Theorien entwickelt werden, um die Propagation der Röntgenstrahlung durch Wellenleiter zu modellieren; seit einigen Monaten sind wir zudem in der Lage, die Kohärenzeigenschaften numerisch und analytisch vorherzusagen.

Im Rahmen dieser Bachelor-Arbeiten sollen die theoretischen Grundlagen weiter erforscht werden und optimierte Formparameter gesucht werden.

Programmiererfahrung (C oder C++; Matlab oder Mathematica) hilfreich; es stehen aber bereits viele Programme und Skripte zur Verfügung.

Interessenten mögen sich bitte an Markus Osterhoff und Tim Salditt wenden.

http://www.roentgen.physik.uni-goettingen.de/jobs/

Kommentare deaktiviert für 2 Bachelor-Arbeiten: numerische Röntgenoptik / neuartige Röntgenwellenleiter | Allgemein, Physik Studieren, Studieren in Göttingen

Bäck for Gött

19. August 2010 - 08:42 Uhr

Back for Gött geht es heute:

Mit dem Kranich aus der Löwenstadt zur Wurststadt, dann mit dem Eiswagen zurück an die Leine.

Dort warten Paper, geschrieben zu werden; Montag möchte ein Fachschaftsparlament präsidiert werden; im September wird umgezogen — und Du möchtest vielleicht eine Bachelor-Arbeit betreut bekommen?

Kommentare deaktiviert für Bäck for Gött | Allgemein, Studieren in Göttingen

Wir suchen… Dich?

4. August 2010 - 13:27 Uhr
Wir suchen... Dich?

Wir suchen... Dich?

Zum Wintersemester bieten wir Bachelor-Arbeiten (inklusive Spezialisierungspraktikum) im Bereich der numerischen Röntgenoptik an.
Speziell sind folgende Themen vorgesehen:

  1. Optik neuartiger Röntgenwellenleiter:
    1. Kohärenzfilterung von Röntgen-Wellenleitern und ihr Einfluss auf die röntgenholographischen Experimente,
    2. Optimierung der Transmission von Röntgen-Wellenleitern unter Berücksichtigung von Realstruktureffekten;
  2. Optik fokussierender Röntgenspiegel:
    1. Einfluss der Formfehler von Röntgen-Spiegeln auf die Kohärenzeigenschaften des Fernfeldes,
    2. Fokus- und Kohärenzeigenschaften von Labor-Röntgenquellen der neuesten Generation: Simulation und Experiment.

    Das Institut für Röntgenphysik entwickelt und untersucht neuartige Röntgenoptiken und Imaging-Verfahren; diese werden parallel zur Erforschung biophysikalischer Fragen an Labor- und Synchrotronquellen verwendet.

    Programmiererfahrung (C oder C++; Matlab oder Mathematica) hilfreich

    Interessenten mögen sich bitte an Markus Osterhoff und Tim Salditt wenden.

    Kontakt: http://www.roentgen.physik.uni-goettingen.de/jobs/

1 Kommentar » | Allgemein, Studieren in Göttingen

ein genauer Blick ins Büro

24. Juni 2010 - 20:50 Uhr

Schauen wir uns die Büro-Bilder (Danke noch mal Arne für das Hinhalten der Kamera, und für die Idee an sich) doch noch einmal genauer an:

Büro - zoom-rein!

Büro - zoom-rein!

  • mutt, sudo-T-Shirt, Lisp-Buch, Layout-Buch
  • Kaffee-Kanne, CSC-Rucksack, Rundschau-Tasse, Eingabegerät

Kommentare deaktiviert für ein genauer Blick ins Büro | Allgemein, Studieren in Göttingen

Büroooho

16. Juni 2010 - 08:15 Uhr
Willkommen in F.00.107

Willkommen in F.00.107

“Büroooho ist wie… Achterbahnfahren.”

Physik-Studium ist Vorlesung, Praktika – und Büro: Die meisten Räume unseres schönen NEUBAUS sind für die Computer- und Bleistiftarbeit gedacht. Neben dem “echten” wissenschaftlichen und technischen und verwaltendem Personal sitzen dort überwiegend Studierende: Dort doktorieren wir Doktoranden, diplomieren die letzten Auslaufenden und demnächst kommen die ersten Master. Meistens gibt es auch Arbeitsplätze für Junggesellen, äh, Bachelors.

shutdown -h now!

shutdown -h now!

Ich hatte mein erstes Büro schon im sechsten Semester. Da kam ich nämlich als Linux-Admin an das IRP – und blieb auch gleich dort. Aus den monatlich 30 Stunden wurden bald 50: Die SuSE-Installationen waren zu alt, eine neue Version sollte her. Mandriva sollte es werden, wie im CIP-Pool. Von Jürgen Holm gab es dutzende Skripte zur Autoinstallation auf N>>1 Rechnern – leider für 2008.0, aktuell war 2008.1.

Admin-Tipp der Woche: Nehmt nicht die aktuellste Version, sondern eine erprobte, die auch andere kennen.

Denn die Auto-Updates machten uns einige Probleme; so fanden wir eines Morgens eine neue X-Bibliothek. Diese stopfte zwar ein kleines Sicherheitsloch, doch ließ sich IDL nicht mehr starten.

Nach ein paar Wochen war aber klar, dass ich im IRP auch gleich meine Diplomarbeit schreiben könnte; für die Simulationen konnte ich auch gleich am Rechner sitzen bleiben.

"Wo Büro ist, ist kein Streichel... äh, -zoo"

Wo Büro ist, ist kein Streichel..., äh, -zoo!

Zur Mitte des neunten Semesters war ich fertig, nun begann die Promotion. Seitdem habe ich zwei Büros, eins in Göttingen und eins an der ESRF. In Göttingen sind wir zu dritt (unsere beiden Diplomandenzimmer fassen vier Leute), an der ESRF zu zweit: Kathrin aus Paderborn.

Und in meinem inoffiziellen Büro sitze ich grade: Der ICE, heute mit der Nummer 71 und später noch die 728, Richtung Frankfurt Flughafen.

Gleich treffen wir (Marius und ich) Tim in Frankfurt und fliegen nach Lyon, busfahren anschließend nach Grenoble.

Bis bald, Gö!

Schilderwald an der Lampe

Schilderwald an der Lampe

2 Kommentare » | Allgemein, Fotos, Studieren in Göttingen

Mein Gauß-Semester

9. März 2010 - 09:39 Uhr

Fassen wir zusammen:

  • Oktober 2009: Einstiegskurs Informatik
  • Vorlesungszeit: Übungsgruppe Thermodynamik
  • Vorlesungszeit: Übungsgruppe Physik III
  • Vorlesungszeit: Betreuung Nebenfachpraktikum
  • Januar 2010: Vortrag Mitarbeiterseminar Röntgenphysik, Göttingen, Deutschland
  • Januar 2010: Vortrag beim Nanofox-Meeting, Grenoble, Frankreich
  • Februar 2010: Vortrag PXRMS-Konferenz, Big Sky, Montana, USA
  • Februar 2010: Poster SNI-Konferenz, Berlin, Deutschland
  • März 2010: Vortrag SFB755-Winterschule, Hirschegg, Österreich

Kommentare deaktiviert für Mein Gauß-Semester | Allgemein, Studieren in Göttingen

l’etat, c’est mo!

9. Februar 2010 - 18:33 Uhr

47 Stimmen habe ich bei den UniWahlen erhalten, die drittmeisten in der Physik. Vielen Dank für Euer Vertrauen!

Vor wenigen Minuten hat der bis gerade noch amtierende FSP-Präsident Markus H. die konstituierende Sitzung des zukünftigen Fachschaftsparlamentes eröffnet, um kurze Zeit später einen neuen Präsident wählen zu lassen – mit sechs von sieben Stimmen und einer Gegenstimme: mo!

Als nächstes wählen wir gleich einen neuen Fachschaftsrat: (neunpluszwei) Leute, die die Interessen der Studierendenschaft in der Fakultät vertreten.

Details folgen…

1 Kommentar » | Allgemein, Dies und Das, Fotos, Studieren in Göttingen

Von Walen und anderen Buckeltieren

17. Januar 2010 - 21:41 Uhr

Morgen geht es wieder an die Urne: Einmal im Jahr wird an der Georg-August-Uni zur großen Wahl gebeten.

In den einzelnen Fakultäten suchen wir uns neue Vertreter für das Fachschaftsparlament aus. In der Physik besteht es aus sieben Studenten, welche einen kleinen Haushalt festlegen und dann den Fachschaftsrat wählen. Dieser entsendet in zahlreiche Kommissionen und organisiert all die vielen Kleinigkeiten, die das Leben in der Physik so angenehm machen: O-Phase für die noch-nicht-Ersties, Sommerfest und einige Partys und vieles mehr.

Außerdem bestimmen wir zwei, die sich im Fakultätsrat, dem höchsten Gremium der Fakultät, für unsere Interessen einsetzen. Da geht es meist um richtig viel Geld; und die Professoren streiten sich auch gerne einmal…

Diese beiden lokalen Wahlen haben ein globales Spiegelbild: Uniweit regieren das StuPa (Studierendenparlament), welches den AStA (Allgemeiner Stud… Ausschuss) wählt und “kontrolliert”. Bei den monatlichen Sitzungen müssen die (bezahlten) Referenten nämlich Frage und Antwort stehen – und sich manchmal auch recht sinnlosen Auseinandersetzungen stellen. Auch im uni-weit höchsten Gremium, dem Senat, sind die Studierenden mit zwei Stimmen vertreten.

Zusätzlich gibt es noch eine Urabstimmung. Eine Urabstimmung? Nein, das war früher einmal. Jetzt sind es zwei. Bislang bestand nämlich das Semesterticket aus einem – ungefähr niedersachsen-weit gültigen -, welches im Wesentlichen von der DB und der Metronom AG (+ kleineren Privatbahnen) angeboten wurde. Für das nächste Mal aber haben Metronom und Cantus ein separates Angebot abgegeben – und die Bundesbahn möchte für ihre eigenen Strecken in etwa den gleichen Preis wie zuvor für die Kombination. Mal schauen, was die Studis davon halten…

Als Ausländer hat man noch ein weiteres Kreuz, nämlich für den Ausländischenstudierendenrat, zu machen.

Kommentare deaktiviert für Von Walen und anderen Buckeltieren | Allgemein, Studieren in Göttingen

« Ältere Einträge     

Zur Werkzeugleiste springen