Archiv für Januar 2011


Podiumsdiskussion

19. Januar 2011 - 11:42 Uhr

Morgen Abend findet die dritte Podiumsdiskussion zur Lehre an der Göttinger Physik statt.

Studenten und Professoren diskutieren über Studiengebühren, Stellenwert der Lehre und neue Übungskonzepte.

Donnerstag, 17 Uhr, im Hörsaal 1.

Auf folgende – teils kontroverse Themen – können wir uns freuen:

Studiengebühren:

  • Übersicht (Zahlen und so)
  • Ideen und Vorschläge sammeln
  • halten Professoren manche Anträge „aus Angst“ zurück – und wenn ja, welche
  • Beispielanträge vorstellen und Studentenmeinungen einholen
  • Stellenwert der Lehre:

  • Evaluationen
  • Absprache zwischen Dozenten
  • Vergleich mit anderen Unis (bzgl. Notenvergabe, Leistungskriterien, Übungen)
  • Anreize für Didaktikfortbildungen
  • Repetitorien verbessern
  • Lehrqualifikationssemester analog zu Forschungsfrei-Semester einrichten
  • Preis für gute HiWis
  • Übungskonzepte:

  • Problem Fachkenntnis oder Didaktik?
  • HiWi-Mangel: Lieber größere Übungen mit besseren HiWis oder kleinere mit den HiWis, die sich irgendwie finden lassen?
  • HiWi-Besprechung regelt fachliches
  • bessere Bezahlung für gute HiWis?
  • Also, bis morgen. Ab 18ct führe ich Protokoll.

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    CCC Anfang März

    19. Januar 2011 - 07:30 Uhr

    Anfang März ist wieder der CCC in Göttingen. Nein, nicht dieser schlechte abgekupfter Chaos Computer Congress, sondern das Original!

    Der Computer Crash Course der Physik-Fachschaft zeigt den Ersties in deren ersten „Ferien“, wie man so einen Linux-Rechner vernünftig bedient. Bash, LaTeX, Gnuplot – alles, was man für’s Grundpraktikum braucht, ist dabei.

    Nach derzeitigem Plan bin ich gleich mit drei Vorträgen an Bord: Der Vortrag-Vortrag, und zusammen mit Martin am Freitag dann vim und Reguläre Ausdrücke.

    Vortrag-Vortrag:
    Wie halte ich einen Vortrag? Wie schnell rede ich, wo kucke ich hin, klicke ich bloß Folien durch, schreibe ich vielleicht mal was an, wiederhole ich mal was, beantworte ich die Frage, sage ich, dass man ruhig welche stellen könne, wie bereite ich mich vor – und vor allem: kann man mit LaTeX auch Folien machen?

    vim (vi improved):
    Will man programmieren oder TeXen, braucht man einen Editor. Um Textdateien zu ändern. Da gibt es eine ganze Menge, manche sind sehr speziell, andere eher allgemein. Aber einer ist vor allem eines: Ausgeklügelt und ziemlich schnell, wenn man an bestimmte Stellen springen möchte. Das ist der vim, der „impruufte“ vi (sprich: „wim“, „wi-ai“).

    Reguläre Ausdrücke:
    Reguläre Sprachen stammen aus der theoretischen Informatik, speziell der Automatentheorie. Dort fragt man sich:
    „Welche (interessanten) formalen Grammatiken / Sprachen können wir definieren, und wie kompliziert sind sie zu beschreiben / zu entscheiden?“

    Reguläre Sprachen sind dabei die einfachsten, können durch deterministische endliche Automaten erkannt werden – und Reguläre Ausdrücke sind „Patterns“, die in dieser Grammatik verfasst werden. Diese Muster können wir dann in Texten suchen, etwa nach dem Motto: „Gib mir alle Stellen, die aus einer Zahl, einem Komma, zwei Zahlen, einem Leerzeichen und einem Euro-Zeichen bestehen“ (== Preise).

    Mit spezialisierten Programmiersprachen wie AWK oder Perl kann man sehr einfach nach solchen Mustern suchen und darauf operieren (zum Beispiel Währungen umrechnen, Messdaten kombinieren, einfaches numerisches Integrieren oä).

    Der CCC startet am Dienstag, 1. März, und endet am Freitag, 4. März. Mehr beim FSR Physik.

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    Buchrezension – Jürgen Becker: So was lebt und Goethe musste sterben

    4. Januar 2011 - 20:28 Uhr

    Jürgen Becker, Dietmar Jacobs, Martin Stankowski: So was lebt und Goethe musste sterben — Der dritte Bildungsweg

    Kiepenheuer & Witsch, 2009 (2. Auflage)
    ISBN: 978-3-462-04166-8

    Der Inhalt.
    „Zuhause ist wegfahren am schönsten“, heißt das erste Kapitel des neuen Buches von Jürgen Becker (4711, Mitternachtsspitzen, Stunksitzung etc. pp.). Die Autoren nehmen den Leser mit auf eine Reise quer durch den Westen Deutschlands. An 17 Orten stellen sie die Sehenswürdigkeiten vor, die sonst wohl nie jemand suchen würde. Etwa die Klapp-Kirche St. Anna zu Augsburg: Je nach Konfession (kniend oder stehend) werden die Bänke umgeklappt. „Die Glaubensrichtung ist einstellbar“, „Mutter sitzt katholisch, Sohn evangelisch“, so zwei Bildzeilen.

    Schön auch das Kapitel „Römer go home – über die Germanen“. Hier erfahren wir im Schnelldurchlauf noch einmal alles, was wir in der Schule gleich vergessen haben:

    Die Germanen waren zersplittert in Bundesländer, wie wir das heute auch noch kennen: Schleswig-Holstein hat nichts mit Sachsen zu tun, und wenn man in Bayern die AOK-Rückenschule abgeschlossen hat, gilt das in Bremen als Abitur.

    Auch die Speere der Germanen tauchen in unserer Zeit wieder auf, beim Nordic Walking. Zur Varus-Schlacht finden wir diese Zeilen:

    Arminius war also eigentlich kein Held, sondern ein Typ, der die Seiten wechselte und null Prozent Steuern wollte. So eine Art Guido Westerwelle der Antike.

    Aufbau der Kapitel.
    Satire umrahmt Ausflug. Siebzehn Ziele, die man so nie besuchen würde. Dazu satirische Texte über verschiedene Themen (Religion, Geschichte, …)

    Zur Sprache.
    Herrlich, rheinisch, lustig.

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