Archiv für November 2009


Spiegel aus Berlin

30. November 2009 - 17:16 Uhr

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Liebes Tagebuch,

heute sind wir (Sebastian und ich) nach Berlin gefahren. Dort haben wir Frank Siewert im Helmholtz-Zentrum (Bessy II) besucht. Vor allem aber haben wir unseren Spiegel abgeholt.

Kein Schmink-Spiegelchen in einem Schminkspiegelchen-Köfferchen, nein. Ein Röntgen-Spiegel: zehn Zentimeter lang, vielleicht sechs breit und einen hoch. Vor allem aber poliert: Ein fünf Millimeter langer Streifen hat eine „perfekte“ Ellipsenform. „Perfekt“, da die maximale Abweichung von der idealen Form nur 3.1 Nanometer beträgt.

Besagter Spiegel wurde an dieser Stelle bereits einmal beschrieben; mittlerweile ist er aber noch besser: Vor wenigen Wochen wurde er beschichtet. Eine Seite des Spiegels sieht noch eher nach Scherbe aus, die andere ist metallisch glänzend. Eine wenige Nanometer dicke Palladium-Schicht soll dafür sorgen, dass die gesamte Röntgenstrahlung reflektiert wird.

Dazu brauchen wir nur noch ein Synchrotron. Das wurde vor einer Woche in Hamburg eingeweiht – und nächstes Jahr soll der Regelbetrieb starten. Zuvor müssen wir aber noch auf unseren zweiten Spiegel warten – der wird gerade noch in Frankreich poliert.

1 Kommentar » | Allgemein, Physik

my cook is compiling!

17. November 2009 - 21:23 Uhr

Gut gebucht ist halb gekocht!

git://github.com/osti/kochbuch.git
http://github.com/osti/kochbuch
My Code is Compiling!

Linus hat uns git gegeben, damit wir unseren Quellcode endlich vernünftig verwalten können. Quellcode – nicht nur für Computerprogramme: Seit kurzem schreiben wir unsere Koch-Rezepte und versionieren sie mit git. Dank githubpunktcom sind sie sofort weltweit verfügbar. In übersichtlichen Kategorien mit Kommentaren und Versionen – alles da!

Bon app!

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ther-mo

17. November 2009 - 20:27 Uhr

Bonjour, je suis le Ther-mo,
Guteng Tak, meine Damen und ‚erren, isch bin der Ther-mo!

Diesen Winter wird gegaußt: Im Rahmen einer Physik-Promotion muss man in Göttingen auch lehren, also Übungsgruppen betreuen; so steht es in der Anlage „ProPhys“ zur allgemeinen Promotionsordnung „GAUSS“, der Georg August University School of Science (?). Vier Übungen sollte man dazu betreuen; in regulären sechs Semestern also ein Klacks. Aber es geht auch in einem: Anfang Oktober der Informatik-Vorkurs, und nun im Semester Physik III, Nebenfachpraktikum und Thermodynamik.

Um in den Ther-mo-Übungen eine gewissen Ahnung vom Stoff vortäuschen zu können, quäle ich mich zweimal pro Woche früh morgens aus den Federn und nehme in der letzten Reihe des Hörsaals Nummero Duo Platz. Dozent Prof. Dr. „Marzus“ Marcus „Chuck Norris“ Müller quittiert es mit einem lächelnden Kopfnicken, legt los und muss nach weniger als einer halben Stunde zum Wischer greifen. Von seinen älteren Kollegen ist man hier entweder eine deutlich effizientere Aufteilung der Tafelfläche gewohnt (Prof. Buchholz), oder wird von wilden Fenstern erschlagen, die kleinste freie Flächen für neuen Stoff abgrenzen (Prof. Schönhammer).

Freitags gibt es dann in der Tutoren-Besprechung die Lösungs-„Vorschläge“ der Studis und die neuen Zettel vom Grinse-Griechen a.k.a. Kostas. Übers Wochenende schaue ich dann, ob ich mit den Vorschlägen zufrieden sein kann, ziehe bei Bedarf ganz fies Punkte ab – und bereite mich auf die Übungsgruppe am Mittwoch vor.

Da rechnen wir dann einige Aufgaben durch und überlegen uns, was das denn alles bedeutet. Morgen zum Beispiel schauen wir, ob gegebene Funktionen die Entropie-Postulate erfüllen.

Kommentare deaktiviert für ther-mo | Physik, Studieren in Göttingen

     

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