Archiv für April 2009


Urlaub!

24. April 2009 - 18:40 Uhr

Über Ostern hatte ich Urlaub.

Was machen Physiker im Urlaub?

Nun, zum einen war ich ja auf LAN und habe für die ZaPF programmiert. Dann war ich diverse Male in der Physik: Im IRP habe ich mit den Kollegen gesprochen (Kommunikation, Sozialisation und so!, Freunde, Menschen und so!) und hab mich in diverse ZaPF- und FSR-Sitzungen gesetzt. Oder im FSRR gesessen und Dinge für die ZaPF vorbereitet. Zum Beispiel haben Schatz und ich ein Kreuzworträtsel für die ZaPF gebastelt, mit richtig fiesen Physiker-Fragen.

Über Ostern gab’s ne kleine Erkältung, sodass ich Schatz nicht bei Georgs Messias hören konnte 🙁

Und irgendwann waren wir dann im Wildpark in Warstein: Da kann man ganz viele Tiere sehen, also so Rehe und Hirsche und Schweine. Leider hatten die Hirsche ihre Geräte schon abgelegt…

Den Schildern zufolge gibt es auch Luchse, Fuchse und Waschbären – die sind aber nachtaktiv (sprich: Studententiere), und schlafen tagsüber. Vermutlich ist der Waschbär zum Schlafen auf einen Baum geklettert – jedenfalls konnte man dort oben ein altes Fell faul rumliegen sehen.

Jetzt ist der Urlaub vorbei, ich sitze in der Polly und blogge. Tagsüber! Studententier müsste man sein…
mo

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Petra

24. April 2009 - 18:31 Uhr

Die nächste Fahrt geht rürürückwärts!

In Hamburg geht’s wieder rund: Anfang der Woche wurde der erste Positronen-Strahl im neuen Synchrotron Petra III durch den 3.2 km langen Ring geschickt. Seit etwa 2 Jahren laufen die Umbauarbeiten, in den nächsten Monaten sollen die ersten Röntgen-Photonen erzeugt werden können. Nächstes Jahr startet dann der Regelbetrieb: Dann soll Petra III das modernste und brillanteste Synchrotron der Welt sein.

Natürlich ist auch Göttingen mit von der Partie. Vor einigen Wochen wurde der “Weltbestespiegel” geliefert, den winzige Japaner in monatelanger Arbeit auf Atomlagen genau geschliffen und poliert hatten. Fast zehn Zentimeter lang und einen halben breit ist die effektive Fläche – die Abweichung von der perfekten Ellipsenform (wir erinnern uns: ein elliptischer Spiegel bildet einen Brennpunkt in den anderen ab, zumindest geometrisch ist dies exakt) beträgt nur 3 Nanometer.

Beim Bessy in Berlin wurde der Spiegel vermessen – “the inspected focussing mirror is an excellent piece of optics”, steht im Messprotokoll. Derzeit arbeite ich an einem Simulationsprogramm, um die optischen Eigenschaften sowohl des perfekten Spiegels als auch des realen Spiegels mit seinen “Fehlern” im Nanometerbereich zu erkunden. Dazu kommen noch die “Fehler” der Quelle: Sie hat eine endliche Ausdehnung von knapp 100 Mikrometern, was den Fokus vergrößert; eventuell ist sie nicht korrekt positioniert, vielleicht wird der Spiegel unter einem leicht falschen Winkel betrieben. All dies hat natürlich Auswirkungen auf den Fokus.

Übers Wochenende rechnen jetzt erstmal 64 Kerne parallel.
mo

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Auf LAN gewesen

8. April 2009 - 09:26 Uhr

Am Wochenende (Kehr, ist das schon wieder lange her) war ich mal wieder auf LAN.

War genügend Zeit, um mal wieder ausgiebig zu spielen – etwa wordwarvi, eine 2+1-dimensionale Flugzeug-Schieß-Simulation in geschmeidiger Liniengrafik. Ganz ohne 3D-Karte! Ziel des Spiels: Man ist ein vi-Editor und muss verlorengegangene .swp-Files retten, bevor sie von bösen Cronjobs gelöscht werden. Dabei muss man Raketen und Laserkanonen ausweichen. Ganz fies: Die GDB Prozesse, die mit einem ptrace hinter einem her sind. Und die Emacs-Prozesse. Und die wine-Flasche, in welcher Bill G. unser schönes Linux verseuchen will. Vorsicht, Viren!

Die zweite Aufgabe des Wochenendes war, dem Hawk sein Gentoo zu reparieren. Er hatte sich einen neuen Videorekorder gebaut und streng an eine Anleitung gehalten. Böser Fehler… Denn die System-Partition war zwar mit 4 GB hinreichend groß für ein ordentliches Gentoo + Grafik – aber leider als mit der ext3-Option “largefile” formatiert, sodass die Anzahl der Inodes ein wenig klein geraten war. Pro Datei wird ein Inode belegt; wenig große Dateien benötigen also wenig Inodes, wodurch mehr Platz für die eigentlichen Daten ist. Auf der Systemplatte ist es genau anders: Viele winzige Dateien benötigen kaum Platz, aber viele Inodes. Schade, dass beim System-Update via emerge -Duav world plötzlich die glibc entpackt wurde, alle Inodes belegt waren, und dabei das System kaputt ging. Nervig, dass ein df -h behauptet, es wären noch 1.5 GB frei; bis uns ein df -i gesagt hat, dass keine Inodes mehr frei waren. System kopiert, neu formatiert, zurückkopiert, ein paar Systemdateien reinkopiert, gebootet – fertig.

Das Hauptziel der LAN war aber das Bürooho: In wenigen Wochen ist ja die ZaPF, und dann kommen hoffentlich nicht ganz 150 Studies nach Göttingen, und die wollen im Tagungsbüro durch die Anmeldung geschleust werden. Dafür gibt es jetzt ein hübsches Intranet-System: Die Teilies drücken auf ihr Bundesland (bzw. Schweiz und Österreich), anschließend auf ihre Uni, dann auf ihren Namen. Das PHP-Skript verbindet sich dann per Telnet auf einen eggdrop, welcher im IRC-Channel #buero sagen wird, dass $Teilnehmer ($Uni) jetzt anwesend wäre; ein zweiter eggdrop loggt diese Meldung mit, ein tail -f pipet dies an ein grep, welches die interessanten Meldungen dann nach /dev/lp0 sendet. Dort wartet ein vollfunktionstüchtiger Neunnadeldruckermitendlospapier, um die Statusänderung hart aufzuzeichnen. Ein neues Endlosfarbband ist bereits bestellt! Anschließend drückt dann die Elisabeth auf “ja, der Knilch hat dann jetzt bezahl”, die obige Prozedur wiederholt sich analog, und der Teilie bekommt seine Teilie-Tüte mit tollen Stiften und Infos und Wasnichnochalles.

Zu einer richtigen LaWa-LAN gehört natürlich ein griechisches Festmal. Dafür zeichnete einmal mehr Vorzeige-Grieche Lackie verantwortlich: am Freitag trugen wir Essen für 129 Euro aus dem Laden, am Samstag Abend noch einmal für 99,70 Euro. Lustig: Am Freitag kamen wir rein, sahen die Theke, welche sich vor lauter Pizzakartons und Tüten mit Salaten und legendären Schnitzeln bog – aber keinen Lackie. Der hatte sich dahinter versteckt und war kaum zu erspähen. Nachdem wir endlich alles irgendwie heraustragen wollten, meinte er nur: “Das ist aber noch nicht alles”, deutete auf einen riesigen Pappkarton und lachte. Am Samstag hatte er zum Glück schon fast alles in eine große Fleischkiste gelegt.

Und dann habe ich endlich Zeit gefundne, den Geek-Test mitzumachen. Den gibt’s hier und er meinte zum Schluss, ich hätte jetzt auch 42 Prozent gehabt und wäre also ein “Major Geek”.

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