Archiv für Februar 2009


smexos, Teil 1

25. Februar 2009 - 17:41 Uhr

Mein erster Workshop
Im Promotionsstudiengang werden die Vorlesungen eher Nebensache.

Trotzdem muss nicht die ganz faule Haut noch fauler legen – zur alltäglichen Arbeit gehört das Forschen (siehe hierzu demnächst forsch). Und weil wir nicht für die Uni forschen, sondern für die Mitforscher, gibt es Tagungen, Seminare und Workshops, auf denen man sich und seine Arbeit der wissenschaftlichen Gesellschaft vorstellen kann.

So ein Workshop war gestern und heute an der ESRF: Smexos, „Simulation MEthods for X-ray Optical Systems“. Ein ganzer Raum voller Simulanten tauscht sich über die Neuerungen auf dem Gebiet der Röntgenstrahlensimulation aus. Viele Ansätze verfolgen das Prinzip der Strahlverfolgung: In der geometrischen Näherung (man setzt die Wellenlänge gleich Null) breitet sich Licht ja bekanntlich geradlinig aus, Interferenz gibt es nicht (sie kann trotzdem in gewissem Rahmen mitberücksichtigt werden); insbesondere der Strahlengang durch Linsen (Brechung) lässt sich so einfach darstellen.

Diese Modelle sind jedoch häufig zu einfach, dann muss der Wellencharakter des Lichtes berücksichtigt werden: Nun gibt es neue Effekte, Interferenz eben. Licht plus Licht ergibt manchmal 2xLicht, manchmal aber 0xLicht, sprich Schatten. Der Berechnungsaufwand steigt immens.

Es geht aber noch exakter: Licht besteht, wie uns Herr Einstein gesagt hat, aus Photonen, also aus einzelnen Teilchen. Dies ist wie bei einer Wasserwelle: Obwohl diese eigentlich aus Myriaden und einem Atom besteht (welche selber nicht atomar im griechischen Sinne sind, sondern eben doch teilbar), können wir sie als quasi-kontinuierlich ansehen; wir können einen Liter Wasser in zwei halbe Liter aufteilen, mit einer guten Pipette wenige Mikroliter herausziehen, immer kleinere Tropfen erzeugen. Solange es nur hinreichend viele Wasser-Moleküle oder Atome sind, ist dies kein Problem.

Bei sehr schwachen Lichtquellen – oder sehr großer Präzision – lässt sich aber der Teilchencharakter des Lichtes nachweisen. Die theoretische Beschreibung wird komplizierter und soll hier nicht vertieft werden.

„Das lernen Sie dann in einer anderen Vorlesungen.“
mo

– Morgen gibt’s mehr Text –

Kommentare deaktiviert für smexos, Teil 1 | Physik, Physik Studieren

…von Blankenese bis hinter Wuppertal!

23. Februar 2009 - 08:42 Uhr

Da steht ein Pferd auf dem Flur…

Wäre ich heute in Göttingen, würde ich mit einer Luftschlange (Serpens aeroplanus) bewaffnet auf den Fluren des II. Physikalischen Narreninstitutes entlang polonäsieren und singen: „Ihr seid [1] nur ein Karnevalsverein, Karnevalsverein, Karnevalsverein.“

Aber so fies bin ich ja nicht, und außerdem bin ich fern ab des närrischen Treibens, jenseits der Alpen (aus meiner Sicht übrigens trivialerweise diesseits).

Aber vielleicht finden sich in der jeckischen Tiefburg Göttingen an der Leine ja die ein oder anderen Karnevalisten – meldet Euch bei Prof. Quadt, er wollte schon vor geraumer Zeit eine Mailingliste „exilrheinländer (ät) gwdg.de“ einrichten lassen…

…denn Rosenmontagskinder müssen närrisch sein.
mo

Achja, früher wurde auf Kappensitzungen während der Schunkelrunden übrigens Werbung für die Auto-Industrie gemacht: „Heidewitzka, ne Kapitän“. Aber Insignia ist ein völlig unnärrisches Wort, wie Jürgen Becker beim Freitags-U-Punkt auf WDR2 unlängst feststellte.

[1] Ein herzliches Dankeschön in die Rheinregion für diesen unverzeihlichen Fehler.

Kommentare deaktiviert für …von Blankenese bis hinter Wuppertal! | Allgemein, Dies und Das, Studieren in Göttingen

AoIP

22. Februar 2009 - 20:42 Uhr

Ping?

An diesem Wochenende habe ich ein neues Netzwerkprotokoll kennengelert: AoIP, oder ausgeschrieben „Adrenalin over IP“. Doch fangen wir vorne an…

Schon vor meinem Hauptpraktikum im Institut für Röntgenphysik hatte ich dort einen HiWi-Job als Netzwerk-Admin. Das ist auch jahrelang gutgegangen; Ende letzten Jahres ist der Vertrag ausgelaufen. Schade, denn da wurde noch einmal richtig investiert. Unter anderem 15 neue 750GB-Festplatten standen plötzlich (okay, nach wochenlangen Problemen mit dem Lieferanten…) vor der Tür.

Bald stellten wir (Doktorand Kirby und ich) fest, dass es sich dabei um potenziell fehleranfällige Festplatten einer bekannten Marke handelt, und wir warteten auf ein Firmwareupdate, dass auch hinter dem Raid-Controller funktioniert. Denn wer baut schon gerne 15 Festplatten aus, ein, bootet, firmwareupdatet und dann das ganze wieder rückwärts?

Am Freitag war es dann soweit, der Datenbestand von ansehnlichen 2.1 Terabyte plus 2.7 TB an Backup- und Archiv-Daten sollten migriert werden. Die neuen Platten waren schon in Betrieb, das Backup rüberkopiert.

Jetzt hat unsere Installation eine Besonderheit: Die bislang 15 „alten“ Festplatten waren aufgeteilt, 7 (effektiv 5 + 1 Raid + 1 Hotspare) für die Daten und 8 (6+1+1) für das Backup. Nach einem Komplett-Backup in der Nacht von Freitag auf Samstag ist der Server „Homer“ nun damit beschäftigt, das ehemalige Backup-Raid als neues Daten-Raid zu initialisieren und zu rekonstruieren.

Während wir darauf warteten (es läuft noch immer…) war plötzlich das Backup auf dem Server „Carl“ verschwunden. Der Raid-Controller war aktiv, das Device /dev/sdc war vorhanden und präsentierte uns 8.5 TB Festplattenkapazität – aber der LVM, der logische Volumenmanager, weigerte sich, die Daten zu sehen.

Nach einigen Stunden Andrenalin over IP – ich war natürlich von Grenoble aus per SSH eingeloggt – probierte ich diverse Rettungsmaßnahmen aus, aber ohne Erfolg. Abends dann eine Konferenz mit Kirby, dem Admin vor Ort. Per VoIP, versteht sich. Wir gingen die Rettungsszenarien noch einmal durch und bemerkten, dass in einer Datei „/dev/dm-1“ als Standort der Daten eingetragen war – mit dem Vermerk „just a hint“, sodass ich diesem Eintrag zunächst nicht viel Ver-, besser Misstrauen zugedachte. Flugs in „/dev/sdc“ geändert, ließen sich die Konfigurationen wiederherstellen – und den Adrenalinspiegel spürbar senken und die Herzschlagrate in den Bereich weniger Hertz zurückfahren.

Puh!

Pong!

Jetzt nur noch auf das Raid warten und dann nächtens Daten schaufeln lassen…
mo

Kommentare deaktiviert für AoIP | Allgemein, Dies und Das, Linux

Winterschule, Teil 3

21. Februar 2009 - 20:42 Uhr

…Dein Leben, das ist das Schweben…

Sorry, nach einer kurzen Pause hier die Erklärung: Bei dem Foto mit dem Flieger handelt es sich um PISS, das beliebte SFB-Spiel „Principal Investigators Super Star“. Da hat die Kreativ-Abteilung wieder voll zugeschlagen und einige fiese Fragen und Aufgaben für die mitgereisten vier Teilprojektleiter und zwei neuangekommende Juniorprofessoren mitgebracht.

Neben den sonderforschungsbereichspezifischen Fragen gab es auch die Aufgabe, binnen kürzester Zeit einen Papierflieger zu bauen. Nachdem zunächst „die Kösters“ einen guten Start hinlegten, stürzte deren „Flieger“ ab; das Modell „die Ropers“ hingegen ließ sich von Turbulenzen nicht blenden und brachte seinem Team schließlich wichtige Punkte ein.

Nach der Fragerunde entschied die – wie immer völlig unparteiische – Jury auf unentschieden, es ging in die Entscheidungsrunde. Da stand – winterschulengemäß – eine Runde Tuxracer auf dem Programm. Nach einer kurzen Erklärung ging es los – Tux Tim legte vor, brauchte knapp über 30 Sekunden; dann war Tux Claus an der Reihe, legte sich geschmeidig in die Kurven und konnte nach 29 Sekunden und vielen Fischen den Sieg für sein Team verbuchen.

Flieger, grüß mir die Sonne und grüß mir den
mo

Kommentare deaktiviert für Winterschule, Teil 3 | Allgemein, Studieren in Göttingen

Winterschule, Teil zwo

12. Februar 2009 - 22:03 Uhr

Are there any further questions?

Nun ist die Winterschule vorrüber und ich bin auf der „Heim“-fahrt nach Grenoble. In vielen Vorträgen gab es wieder Neuigkeiten aus verschiedensten Themen des „Nanoscale Photonic Imaging“. Verstanden habe ich … ein wenig.



Wer baut den besten Papierflieger?

Die Arbeitsgruppen lassen grob in drei Gruppen einsortieren: Theorie (Mathematiker), Methodenentwicklung (Röntgenphysiker) und Anwendung (Biophysiker). Von letzterem habe ich keine Ahnung. Da gibt es dann einen ganzen Haufen von Abkürzungen und diese Proteine und jene Vesikel (so kleine Nupsies zwischen den Zellen sind das wohl), und am Ende hat man dann bunte Bilder und kann in gefrorene Zellen schauen. Und die dort wirkenden Kräfte messen.

Wir Optiker entwickeln die Methoden dazu: Echte Abbildungen („Fotos“) sind im Röntgenbereich sehr schwierig; daher werden zumeist Beugungsbilder aufgenommen: Diese enstehen etwa, wenn man eine Linse auf „totale Defokussierung“ einstellt. Dann erkennt man mit dem Auge nichts mehr – die Informationen sind aber nach wie vor enthalten und könnten prinzipiell über eine Fourier-Transformation (MaPhy II, nech?) zurückgerechnet werden. Dabei stößt man aber auf das Phasenproblem: Licht als elektromagnetische Welle schwingt; die Stärke ist bekanntlich die Amplitude. Die Phase gibt aber an, bei welchem Winkel die Schwingung zur Zeit t=0 begann. Und die kann man nicht messen. Ein Detektor kann aber die Phase einer Welle, die mit 10^18 Hertz schwingt, gar nicht wahrnehmen.

Daher schlägt auch das Zurückrechnen fehl – es sei denn, man kennt ein paar Tricks. Dann ist es möglich, sofern man eine gute Vorstellung vom „gewünschten“ Ergebnis hat und die Berechnungen rechtzeitig stoppt.

Wie gut die Algorithmen sind und wann sie wie schlecht funktionieren, sagen uns die Mathematiker. Die kennen sich auch mit Statistiken und Rauschen aus: Wie wir ja im Anfängerpraktikum erfahren, gibt es keine exakten

Messergebnisse. Lichtteilchen („Photonen“) unterliegen gar einem inheränten „Fehler“ aufgrund der Quantenmechanik. Zumeist nimmt man eine Poisson-Verteilung an: In einem Volumen mit durchschnittlich 100 Photonen schwankt die wahre Photonenzahl um sqrt(100), sprich um 10 Prozent. Glühbirnenlicht schwankt sogar noch viel stärker, weshalb etwa die Datenübertragung per Glasfaser nicht mit thermischen Lichtquellen funktionieren würde.

Merkvers: Wer misst misst Mist. Daher sollte man möglichst viele Photonen messen, um einen geringen Fehler zu erhalten.

Nach vier Tagen Vorträgen ging es gestern Abend dann in die Kneipe. „Wir können den Hirschen empfehlen“, meinte Professor Ulbrich nach persönlichen Tests. Der hatte aber Ruhetag. Der „Adler“ nahm uns auf – und warf uns ne Stunde später wieder raus. Ne Frechheit!

Heute Morgen hieß es dann Koffer packen, um halb Neun fuhr der Bus gen Göttingen los. Ich wartete noch ein Weilchen, nahm die Linie 38 nach Dornbirn und fuhr dann einmal per Zug um den Bodensee. Jetzt sitze ich im Neige-IC der Schweizerischen Bahn irgendwo zwischen Grenchen Nord und Biel.



Ein paar



Bilder von der


Kuchen

Winterschule


Berge

des SFB 755


Rückweg

Nanoscale Photonic Imaging



Morgen bin ich dann wieder forsch.
mo

Kommentare deaktiviert für Winterschule, Teil zwo | Allgemein, Physik

Winterschule

10. Februar 2009 - 15:48 Uhr

Grüß Gott, wenn Du ihn siehst.

Zusammen mit dem SFB755 bin ich derzeit zur Winterschule in Schwarzenberg.

Der SFB ist ein Sonderforschungsbereich der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft); das Motto der laufenden Nummer sieben-fünf-fünf lautet „Nanoscale Photonic Imaging“. In über einem Dutzend verschiedener Projekte forschen zahlreiche Göttinger Physiker, Mathematiker und Chemiker an hochauflösenden Abbildungen, Streuexperimenten und deren theoretischen Beschreibungen. Neben dem „Hausinstitut“ (eben wir Röntgenphysiker) sind auch weitere Physik-Institute daran beteiligt. Ein Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Röntgenmethoden, aber auch Laserphysiker und Max-Plancker sind mit von der Partie.

Die Winterschule ist ein jährliches Treffen (fünf Tage) im Schnee. Die Tage beginnen mit einer heißen (vor sieben Uhr) oder kalten Dusche (wenn das warme Wasser aufgebraucht ist); nach dem Frühstück gibt es im Seminarraum dann drei Vorträge über die aktuellen Forschungs-Fortschritte, -Planungen und -Probleme. Dann geht’s kurz zum Kaffee-Trinken, anschließend stehen die nächsten zwei Vorträge auf dem Programm. Der Nachmittag ist frei: Ein Großteil der Winterschüler begibt sich dann auf dünnen Paneele, fährt mit nem Lift den Berg hoch und anschließend dank Gleitreibung und Newtons Apfel-Erkenntnissen wieder herunter.

Nach dem Abendessen gibt es einen weiteren Vortrag, anschließend ist dann die „Poster-Session“: Auf A0 habe ich gestern Abend meine bisherigen Erkenntnissen zur Kaustic von Multilagen-Spiegeln im Strahlenbild vorgestellt und den Kollegen erklärt, wie es wellenoptisch weitergehen könnte und was wir vorhaben.

Unser Seminarraum ist in der Grundschule; das Hotel hingegen ist am Berg und über 15 Fußminuten weit weg. Da die Vorträge gerne aus dem Zeitrahmen fallen, ist das Programm relativ hinfällig; zudem sind wettertechnische Korrekturen möglich: Aufgrund des Tauwetters wurde darüber nachgedacht, die Vorträge von morgen auf heute zu verschieben; dann hat sich der Ski-Drang aber doch durchsetzen können. Ich habe mich für das Alternativ-Programm 1 entschieden: Lesen und Blog schreiben. Mit Hinweis auf Programm 2 haben sich andere ins Schlummerland begeben.

Bilder folgen Ende der Woche.

Die schönste Wintersportart?
Skif liegen.

mo

Kommentare deaktiviert für Winterschule | Physik

ZaPF is!

4. Februar 2009 - 17:32 Uhr

Und der Geist des Herrn erleuchtete sie.

Pfingsten kommt die ZaPF.

Keine Angst, das ist kein Besäufnis, höchstens mit Kaffee: Zur Zusammenkunft aller Physikfachschaften im deutschsprachigen Raum (das ist der mit dem D/A/CH) werden rund 150 Physik-Studierende in Göttingen erwartet.

Sinn der Aktion: Von Donnerstag, 27., bis Sonntag, 31. Mai, finden zahlreiche Workshops und Sitzungen statt, bei denen sich die Fachschaftsvertreter untereinander austauschen. Um neue Impulse für das Physik-Studium zu finden, Probleme (etwa in der Umstellung auf den Konsekutivismus) zu lösen oder Studien-„beiträge“ „sinnvoll“ zu „verwenden“.

Nebenbei gibt es noch eine Exkursion nach Wirdnochnichtverraten, außerdem ist eine abendliche Festlichkeit („Party“) geplant.

Organisiert wird das ganze von ein paar Göttingern aus dem Fachschaftsrat und seinem Dunstkreis. Keine Angst: Wer mithelfen möchte, für den finden die schon eine Aufgabe. Planungstreffen sind immer Montags nach dem Kolloq. Wie das jetzt in der kolloqfreien Zeit („Ferien“) ist, finde ich noch raus.

zur ZaPFiG-Seite

Warum steht Pils im Wald?
– Weil Tannen zapfen.
mo

Kommentare deaktiviert für ZaPF is! | Dies und Das, Physik Studieren, Studieren in Göttingen

mo nach Hause fahren

3. Februar 2009 - 22:39 Uhr

Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

Heute geht es zurück: Erst zum Schatz nach Gö, dann mit dem SFB 755 (Sonderforschungsbereich, ein Zusammenschluss diverser Physik-Institute und Mathematiker) zur Winterschule (vier Tage Vorträge, Vorlesungen und Poster zeigen) nach Österreich.

„C’est train est a destination de Grenoble“, läuft auf allen Spruchbändern im Zug. Ziel: Grenoble. Ach, bin ich etwa schon in Genf? Ging ganz schön schnell mit der Straßenbahn…

Da kommt auch schon der erste Fahrgast an, nuschelt mir irgendwas ins verschlafene Ohr; am Ende hört es sich wie „schenäf“ an. Aha, er will wohl auch hier weg und ist sich nicht ganz sicher. „J’espere“, bringe ich hervor; ja, ich hoffe, dass wir nach Genf fahren.

Doch welchem Zwecke dient dieser Gag? Hier einige Ideen:

– Es gibt zwei Knöpfe, beide mit „G“ beschriftet; einer zeigt „Grenoble“ an, der andere „Geneve“. Die Schaffner wissen selber auch nicht, welcher G-Punkt für welche Stadt ist und wählen immer einen zufällig aus.
– Bei der französischen Bahn hat man sonst nichts zu lachen.
– Es ist eine Sparmaßnahme; seit dem 2.4. 2008 gibt es keine Abreißkalender mehr.
– Die Anzeige ist ein Geheim-Code mit unterschwelligen Botschaften; damit die Fahrgäste möglichst häufig hinschauen, werden Falschmeldungen angezeigt.

7:08. Schemenhaft erkennt man erste Bäume am Wegesrand; der Horizont wird von Bergen verdeckt.

7:53. Morgenröte macht sich breit. Ich strecke mich, im Nacken knackt’s. Igitt.

8:04. Wir sind in Belgrad, pardon, Bellegarde. Noch zwanzig Minuten bis Genf. Oha, hier wird’s nochmal voll.

In Genf gibt’s erstmal nen Klapperbutter. Dann geht’s weiter nach Basel und schließlich nach 134.76.0.0/16. Entlang der default route eben.

Der Weg ist das Ziel. Der Koffer ist die Reise. (B. Stromberg)
mo

Kommentare deaktiviert für mo nach Hause fahren | Allgemein

Vortrag am Vortag

3. Februar 2009 - 15:30 Uhr

Hier kommt die Maus!

Gestern war Vortrag. Ich habe meinen Betreuern (Christian, Claudio und Jürgen) und noch zwei weiteren Gästen (Kumpels von Claudio) Auszüge aus meiner Diplomarbeit gezeigt.

Während ich auf der Konsole mit xrandr die Ausgabe auf den Beamer lenke und die Auflösung runterschalte, kommt die erste Frage: „Bleibt das so? Müssen wir Quelltext lesen?“

Natürlich nicht.
$ multitalk waveguide-1.talk &

Los geht’s. Typische erste Folie: Titel, Logos und so. Dann der erste Schwenk mit der Maus: Abwärts geht’s. Auf mal nach rechts. Die Folien fliegen. Plötzlich bewegen wir uns hoch. In der letzten Reihe (es gibt nur eine) macht sich Unruhe breit: Niemand kennt dieses Programm.

Nach einiger Zeit bin ich bei dem Plot einer numerischen Lösung. Mit einem leichten Schlenker geht es zurück zur Folie von vor fünf Minuten: die analytische Lösung. Kurzer Tastendruck, Folie in die Ecke gepinnt, zurückgeflogen. Jetzt sind beide Plots gleichzeitig zu sehen.

Etwas später: Hmm, wo geht es nochmal weiter? Rausgezoomt, rübergesprungen, reingezoomt.

Am Ende dann die üblichen Fragen zum Inhalt. Bisschen hin- und hergeflogen, Folien angepinnt, raus- und reingezoomt.

Geschafft. Geschafft? „You did not answer one question.“ Oh Schreck, was kommt jetzt? – „What’s that for a programme?“

Multitalk. Sieht so aus:

Multitalk

Multitalk

„Is it to confuse the audience?“ – „No, I think it is to fool oneself.“ Man kann sich leicht verhaspeln, aber eigentlich geht es ganz gut. Ist halt zweidimensional. Also besser als so eindimensionales Durchklicken bei LaTeX-Beamer. Und bestimmt auch besser als ein dem Namen nach nulldimensionales Programm…

Das Beste: Es gibt weder Comic Sans noch Schlagschatten.

Hier noch einmal der Flug durch die 2D-Landschaft:

Multitalk

Multitalk

Bitte bleiben Sie angeschnallt, bis wir unsere endgültige Parkposition erreicht haben.
mo

Kommentare deaktiviert für Vortrag am Vortag | Allgemein, Linux, Physik

zwonull

1. Februar 2009 - 13:37 Uhr

Liebes Web 2.0

hast Du mich also eingeholt. Jaha, ich blogge. Und vor allem: Ich habe gerade einen RSS-Client installiert. Damit ich immer auf dem Laufenden bin, wenn hier oder sonstwo was passiert.

So richtig ein RSS-Client!

Und dann habe ich noch libmrss, eine C-Bibliothek für RSS-Feeds installiert. Vielleicht kann ich ja in meine Simulationen einen Timer einbauen, der alle 15 Minuten per RSS der ganzen Welt mitteilt, was schon berechnet wurde und wie lange es noch dauert.

Hier mal ein Schirmschuss von rsstail:

rsstail

Wie man sieht, handelt es sich um ein ergonomisches Programm für die Benutzeroberfläche von Linux. Man kann anhand zahlreicher Parameter einstellen, ob er neben dem Titel auch direkt die Links zu den Blog-Einträgen anzeigen soll, ob er eine kurze Vorschau ausgeben soll und in welchen Abständen er nach neuen Einträgen Ausschau halten soll.

Natürlich lässt sich ein Proxy-Server (mit Passwort) einstellen; auch gibt es Optionen, bei Parse-Fehlern im RSS-Feed nicht abzubrechen und nervige HTML-Tags zu entfernen.

Wer ein etwas grafischeres Programm bevorzugt, dem sei snownews ans Herz gelegt: Hier lassen sich auch mehrere RSS-Feeds definieren und es gibt einen Buchhalter, der Buch hält, welche Bücher man schon vor Augen hielt.

Schirmschuss hier:

snownews

Klickdrück,
mo

Kommentare deaktiviert für zwonull | Linux

     

Zur Werkzeugleiste springen