Kategorie: Mathe studieren


Das fünfte Semester…

27. Dezember 2010 - 13:46 Uhr

…ist nun schon weit voran geschritten, die freien Tage über Weihnachten markieren immer den Zeitpunkt, ab dem man nicht mehr ganz so viel Zeit in die Zettel investiert sondern stattdessen mit Stoff-Wiederholen für die ersten Klausuren beginnt…

So auch dieses Jahr und dieses Weihnachten.

Da mein fünftes Semester aber relativ voll gestopft ist mit Physik-Veranstaltungen, die ich nur höre, um die nötigen Credits zu sammeln, um im Sommer dann meinen Bachelor* machen zu können, bin ich im Moment nicht sehr motiviert, mich ernsthaft mit Klausur-Vorbereiten zu beschäftigen.

Viel lieber nehme ich da Spacetime and Geometry zur Hand und schmökere bei einer Tasse Tee oder Kaffee ein bisschen in den Tiefen der ART**.

Um aber erst einmal einen Überblick über mein aktuelles Semester zu geben, folgt – wie auch schon letztes Semester – eine kleine Zusammenstellung meiner Vorlesungen:

Physik-Veranstaltungen:

  • Thermodynamik und Statistische Mechanik → mit 8C die letzte Theorie-Pflichtvorlesung in Physik
  • Festkörper- und Materialphysik → eine der vier 6C-Einführungsveranstaltungen, von denen man min. zwei gehört haben muss
  • Kern- und Teilchenphysik → ebenfalls eine 6C-Einführungsvorlesung
  • Einführung in die Allgemeine Relativitätstheorie → 3C aus dem Spezialisierungsbereich Astro- und Geophysik
  • Nichtlineare Dynamik und Chaos I → 3C aus dem Spezialisierungsbereich Biophysik und Physik komplexer Systeme
  • F-Praktikum → 3C für fünf Fortgeschrittenen-Versuche

Mathe-Veranstaltungen:

  • Seminar Funktionalanalysis → ein 3C-Wahlmodul im Bereich Mathematische Methoden der Physik
  • Mannigfaltigkeiten mit Ecken → ein weiterführendes 3C-Modul in SP1 bzw. SP2

*ein spannendes und in den letzten Wochen kaum an Aktualität zu überbietendes Thema: wer hat schon einen Platz für eine Bachelorarbeit gefunden, bei wem und über was wird man schreiben? …hierzu vielleicht bald mehr…

** und das ist so interessant, das ich dieser Vorlesung bzw. diesem Buch bald einen eigenen Artikel widmen werde!

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Das 0.te Semester

23. Oktober 2010 - 23:16 Uhr

Es ist der 18.10.2010.
Uniweit finden sich die neuen Erstsemester zur O-Woche ein – die Stadt ist neu, der Campus ist neu, die Menschen sind neu.

Aber Moment – ein paar alte Hasen gibt es unter den Erstis!

Man erkennt sie schnell.
Die, die nicht völlig orientierungslos durch die Freeflow-Z-Mensa stolpern, die sich bereits kreativ ihren Weg durch die Straßen mit dem Fahrrad erkämpfen, die wissen, dass man in der Nordmensa vielleicht lieber zur Salatbar gehen sollte und ein Tiefseetaucher im Nautilus mehr als genug ist…von wem ich spreche?

Natürlich von den Mathematikern und Physikern (und vereinzelt ein paar Chemikern und Materialwissenschaftlern), die sich schon fünf Wochen früher in Göttingen eingefunden haben als der Rest, um sich seelisch, moralisch und mathematisch auf ihr erstes Semester vorzubereiten.

Mathematisches Propädeutikum bzw. Physik-Vorkurs heißt das ganze, frei nach dem Motto:

Der Sprung ins kalte Wasser ist nicht ganz so schlimm, wenn man weiß, wie kalt das Wasser ist!

Verpflichtend ist das ganze natürlich nicht, wird aber empfohlen und kann sogar von Studenten besucht werden, die später gar nicht in Göttingen anfangen werden!

Und wie es kommt, dass ich heute einen Artikel darüber schreibe?
Ich habe diesmal selbst eine Propädeutikumsgruppe betreut!

Gerade erst wieder zurück aus Oslo ging es für mich gleich weiter in die Mathe, um in drei Wochen die neuen Erstis aus meiner Gruppe so gut wie möglich auf die kommenden Monate vorzubereiten.
Das hieß konkret jeden Tag 4h Vorlesungen und Übungen speziell zu folgenden Themen

  • Mengenlehre und Quantorenschreibweise

  • Zahlenbereiche und Abbildungen

  • trigonometrische Funktionen, Exponentialfunktionen und komplexe Zahlen

  • Gleichungen und Ungleichungen

  • analytische Geometrie der Ebene

  • Differential- und Integralrechnung

  • Logik und Beweistechniken

  • algebraische Strukturen

  • Matrizen

und hat ziemlich viel Spaß gemacht!
Nicht zuletzt wegen meinem sympathischen Mitgruppen-Leiter und meinen sympathischen Erstis, die für den letzten Tag sogar mathematische Kekse gebacken haben…ob das jetzt cool oder freakig ist, darf jeder für sich selbst entscheiden! 😉

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Et besøk i Oslo

13. Oktober 2010 - 17:42 Uhr

Hei hei!

Tiden flyr og nå er det allerede midt i oktober!

Fem uker før var jeg i Oslo og hadde en hyggelig tid der.

Selvsagt besøkte jeg det norske universitetet også og i dag vil jeg gjerne fortelle litt om det.

Und jetzt noch mal in lang und auf deutsch:

Hey hey!

Wie der ein oder andere vielleicht schon einmal hier gelesen hat, habe ich im letzten Jahr angefangen Norwegisch zu lernen.

Und dabei habe ich nicht nur eine lustige neue Sprache kennengelernt, sondern auch Marie und Frederik, ohne die die wöchentlichen Sitzungen abends zur später Stunde im ZESS wahrlich nur halb so viel Spaß gemacht hätten!

Und wie es der Zufall so will, hat Frederik nun im August (ja, in Skandinavien fängt das Wintersemester schon etwas früher an und heißt dann auch nicht Winter- sondern Herbstsemester) mit seinem ersten Master-Semester in Oslo angefangen.

Da ein Physikstudent nach dem 4. Semester zum ersten Mal (!) die Semesterferien komplett frei hat ohne pflichtmäßigen Blockveranstaltungen und auch Marie gerade mit keinem Praktikum in der Chemie eingespannt war (wie das sonst so oft der Fall ist), war die Gelegenheit also günstig, Anfang September für eine Woche nach Norwegen zu fahren und Frederik einen kleinen Besuch abzuhalten.

Wie es einem deutschen Studenten in Oslo so ergeht, könnt ihr bei Frederik selbst nachlesen,

von mir gibt es nur ein paar Impressionen von unserem Tag an der Uni und das Fazit:

Oslo ist teuer, aber unglaublich toll!

das Campusgelände

das Campusgelände

hier geht's zum 'Matematikk-Bygningen'...

Hier geht es zur Mathe...

mit ihren 10 Stockwerken etwas größer als bei uns in Göttingen!

Und das ist die Mathe: mit ihren 10 Stockwerken etwas größer als bei uns in Göttingen!

Und hier bin ich in der Mathe. Um den schönen Ausblick von oben zu genießen, musste man etwas laufen (oder die alten, nicht ganz so vertrauenserweckenden Aufzüge nutzen)...

Und hier bin ich in der Mathe. Um den schönen Ausblick von oben zu genießen, musste man etwas laufen (oder die alten, nicht ganz so vertrauenserweckenden Aufzüge nutzen)...

Die Physik von außen...

Die Physik von außen...

...und von innen.

...und von innen.

Das Foucaultsche Pendel in der Eingangshalle darf natürlich auch nicht fehlen!

Das Foucaultsche Pendel in der Eingangshalle darf natürlich auch nicht fehlen!

Die Mensa war sehr "hyggelig"...

Die Mensa war sehr hyggelig...

...doch für umgerechnet 8€ war das Mensa-Essen für deutsche Verhältnisse doch etwas teuer!

...doch für umgerechnet 8€ war das Mensa-Essen für deutsche Verhältnisse doch etwas teuer!

Anmerkung: Die Verlinkung der Bilder macht im Moment irgendwie Probleme… wer die Fotos sofort sehen will, muss auf der sich öffnenden Seite in der Adresse einfach zwischen /blogs/ und /files/ ein magdalena einfügen!

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Das war’s dann wohl

9. Juli 2010 - 13:44 Uhr

schon wieder für dieses Semester mit den Vorlesungen…

Und es trennen mich nur noch 10 Tage (qualvollen Lernens bei schönstem Sommerwetter) von den Ferien…und diesmal meine ich auch wirklich Ferien, also keine “Physik-Ferien”, in denen man mit Glück mal eine Woche in der vorlesungsfreien Zeit kein Praktikum und keine Blockveranstaltung machen muss!

JUCHU! 🙂

Jetzt heißt es aber erstmal für die Praktikumsklausur nächsten Dienstag 30 Versuche auswendig lernen, um für eine Stunde Fragen beantworten 12C zu bekommen…aber ich will nicht schon wieder jammern, in der Chemie wird nächsten Freitag schließlich eine Hammer-18C (!) – Klausur geschrieben! 😉

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Ein ganz normaler Tag…

22. Juni 2010 - 21:45 Uhr

…sah heute bei mir so aus:

  • 8.15h
    Mein Wecker klingelt und reißt mich mitten aus meinen Träumen. Gestern Abend habe ich mich mit Freunden getroffen und wie so oft ist es natürlich wieder viel zu spät geworden, um am nächsten Tag früh aufzustehen. Also krabbele und kämpfe ich mich noch leicht müde aus meinem Bett Richtung Bad.

  • Mit einer Tasse Schwarztee in der Hand schalte ich meinen Laptop an und checke kurz Nachrichten, eMails, und was es sonst so Neues gibt in der Welt. Natürlich gehört dazu auch der morgendliche Blick ins StudIP.

  • 9.40h
    Schnell packe ich meine Uni-Sachen zusammen, schwinge mich aufs Rad und fahre in die Mathe.

  • 10.00h
    In den letzten Tagen gab es in der Mathe einige interessante Kurzvorträge (u. a. auch für Studenten) und heute morgen nehme ich im Sitzungszimmer Platz und höre mir einen Vortrag zum „Basissatz von Hilbert“ an.
    Dieser Satz entstammt der algebraischen Geometrie, also eigentlich nicht so wirklich meinem Gebiet, aber trotzdem ist der Vortrag recht nett und ich kann der Vorlesung gut folgen.
    (Die Vorträge, die ich Freitag gehört habe, haben sich mit „Untermannigfaltigkeiten im R^n“ bzw. dem „Riemann-Lebesgue-Lemma“ befasst.)
    Ich sitze gerne in der Mathe und höre schlauen Menschen zu! 😉

  • 10.40h
    Schnell husche ich in meine Funktionalanalysis-Übung, zu der ich jetzt leider zu spät bin. Schade, denn ich habe einen guten HiWi, dem ich auch immer sehr gerne zuhöre! 😉

  • 11.45h
    Puh – erstmal schnell in die Mathe-Cafete und eine Tasse Kaffe und ein Brötchen holen, irgendwie bin ich noch immer nicht richtig wach! 😉

  • 12.15h
    Meine FA-Vorlesung beginnt und unser sympathischer Prof fängt heute mit Integralgleichungen (nicht ganz so bekannt wie Differentialgleichungen) an, nachdem wir uns die letzten Stunden mit kompakten und Fredholm Operatoren beschäftigt haben.

  • 13.05h
    Oh je, ich bin in den letzten Wochen Kaffee-süchtig geworden! 😉
    Schnell hole ich mir eine neue Tasse, um fit und munter mit genügend Koffein im Blut der zweiten Hälfte der Vorlesung folgen zu können.

  • 14.00h
    Ich schwinge mich aufs Rad und fahre durch die Innenstadt Richtung Z-Mensa, wo ich mit zwei Freunden verabredet bin.

  • 14.15h
    Wir sitzen draußen auf der Terrasse und genießen beim Essen die Sonne, die sich diesen Sommer hier in Göttingen viel zu selten zeigt!
  • 14.45h
    Vom zentralen Campus ist es nur einen Katzensprung bis zum ZESS und dort sitzen wir vorbildlich in der Mediothek und bearbeiten die Norwegisch-Hausaufgaben.

  • 15.15h
    Weiter geht es zum Nordcampus. Kurz in den CIP-Pool gesetzt, die Postervorlage für unser Projektpraktikum in ein PDF exportiert und weiter geht’s ins 2. Institut, um dort den Auftrag für den Posterdruck zu geben.
    (Es ist klar, dass der Drucker in der Bibliothek genau dann ausfällt, wenn ca. 30 Projektpraktikumsgruppen diesen Drucker diese Woche brauchen!)

  • Ich fahre zurück in die Stadt, kaufe kurz ein paar Kleinigkeiten ein und komme nach Hause.

  • Ja, jetzt müsste ich eigentlich mal ein bisschen Norwegisch lernen – nächste Woche schreibe ich die Klausur…
    Irgendwie finde ich es aber wichtiger, erstmal die Wohnung aufzuräumen, das habe ich schon so lange nicht mehr gemacht! 😉
    (Zettel rechne ich mittlerweile keine mehr – Zettel rechnen und parallel für die Klausuren lernen geht bei mir nicht ganz so gut!)

  • 19.30h
    Ich esse zu Abend und packe meine Norwegisch-Sachen ein. Los geht’s zu Norwegisch!
    Hmm…und ich bin müde und würde am liebsten zu Hause bleiben! 😉

  • 22.30h
    Ich komme nach Hause und sollte eigentlich bald ins Bett, morgen heißt es wieder früh aufstehen – es wartet ein neuer Tag!
    …Warum bin ich abends nie müde?!
    Schnell tippe ich noch diese Zeilen…
    Gute Nacht!

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Mein 4. Semester

5. Juni 2010 - 16:20 Uhr

18 Monate lang schreibe ich nun schon Artikel für diesen Blog, seit knapp 2 Jahren lerne und lebe ich nun schon in Göttingen und ich werde nicht müde, zu sagen, wie schnell all diese Zeit vorüber streicht!

In drei Wochen läutet „Norwegisch 2“ meine nun schon vierte Klausurenphase ein und aus meinem Vorhaben, dieses Semester doch endlich alles besser zu machen und schon früh mit Zusammenfassen und Lernen anzufangen, ist natürlich nichts geworden! 😉

Die Zeit scheint aber geeignet, schon einmal zurückzublicken und eine kleine Zusammenfassung des bisher Erlebten zu geben:

Alles in allem ist das vierte Semester mein bisher coolstes Semester überhaupt! 🙂

Das mag zum einen daran liegen, dass Sommer ist.

Die Abende werden länger, ab und an (wenn es nicht gerade wieder einmal regnet), werde ich morgens von den ersten warmen Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher geweckt, nach der Mensa lädt die neue leckere Eisdiele in der Weenderstraße zu einem Schoko-Chilli- oder Milchschnitten-Eis ein, im Cheltenham-Park lockt der Duft von frisch Gegrilltem zum Verweilen ein und in den letzten Wochen war ich wohl öfter im GroMo als im ganzen WiSe davor!

Zum anderen wird es wohl daran liegen, dass man nach drei Semestern einfach abgehärtet ist – die Zettel bestimmen jetzt nicht mehr meine komplette Woche, viel eher gehört das Zettel-Rechnen nun zum Alltag dazu und fällt nicht mehr oder weniger auf als das tägliche Geschirr-Spülen oder das Fahrradfahren um von der Physik zur Mathe zu fahren….;-)

Und last but not least – dieses Semester höre ich endlich einmal wirklich interessante Vorlesungen!

Während mich die Vorlesungen im dritten Semester eher gelangweilt bis genervt haben und Diff 3 mein einziger Lichtblick war, ist das nun anders:

Als Überraschungserfolg ist hier an erster Stelle und „Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie“ zu nennen.

Die Maßtheorie beschäftigt sich mit der Frage, wie man denn überhaupt im R^n den Begriff des Volumens definieren kann und ganz natürlich baut sich auf dieser Frage die ganze Integrationstheorie auf und endlich ergibt alles Sinn!

Das in Diff 2 noch etwas holprig eingeführte Lebesgue-Integral fügt sich ebenso als kleines Puzzle-Teil in das große Ganze wie die von mir in der Schule verhasste Stochastik und ich frage mich, warum Maßtheorie erst so spät angeboten wird!

Ein super engagierter HiWi und eine sympathische Professorin runden die ganze Veranstaltung ideal ab!

Nicht weniger interessant, wenn auch ungleich schwieriger ist Funktionalanalysis.

Los ging es hier mit ein bisschen grundlegender Topologie zum Warmwerden, weiter ging es mit normierten Räumen und dann ganz lange Banachräumen.

Lustig wurde es, als die schwache und die schwach-*-Stern-Topologie eingeführt wurden und wir uns plötzlich im Tridualraum befanden.

Mittlerweile sind wir nach einem kleinen Intermezzo über Banachalgebren (Memo an mich selbst: grundlegende algebraische Konzepte wiederholen!^^) bei Hilberträumen angelangt und lernen gerade neues über Operatoren auf Hilberträumen.

Auch hier habe ich einen tollen HiWi und einen super Prof und es lohnt sich immer, in die Mathe zu fahren.

Von Physik kann ich das leider nicht behaupten! 😉

Nachdem Physik 4 stark angefangen hat, lässt es jetzt doch kontinuierlich nach – dass nach der Feinstruktur noch die Hyperfeinstruktur kommt, darauf hätte ich auch verzichten können…

Dafür ist der Übungsbetrieb in Physik 4 einfach super – die Zettel sind perfekt auf die Vorlesung abgestimmt, die Präsenzübung ergänzen die Vorlesung und Zettel gut (was man in QM nicht gerade sagen kann) und Literaturhinweise bieten Gelegenheit zum gezielten Nachschlagen. Einfach super!

Tja, und QM?

QM ist für mich dieses Semester wohl die größte Enttäuschung…irgendwie hatte ich einfach “mehr” erwartet, als das, was dort geboten wird.

Statt Verstehen geht es nur um stupides Anwenden und Ausrechnen und die Antwort auf (fast) alles ist einfach „..schieben wir doch eine 1 ein!“…

Dass hier ein neues Übungskonzept ausprobiert werden sollte, war löblich, das Konzept ist in meinen Augen aber nach hinten losgegangen und einfach nur fehlgeschlagen. (Dazu werde ich mir in ein paar Tagen noch etwas ausführlicher Zeit für einen Extra-Artikel nehmen!)

Und weil das Wetter draußen so toll ist, werde ich an dieser Stelle auch aufhören – einen ersten Eindruck meines vierten Semesters habe ich wohl vermitteln können.

Genießt die Sonne! 🙂

PS: Wer hat Lust, Mittwoch leckeres Stickstoff-Eis zu essen?
Da ist nämlich jeder zum Sommerfest der Physik eingeladen!

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“…die anderen leite ich im Kopf her…

7. Mai 2010 - 16:13 Uhr

…und das rate ich Ihnen auch zu tun!” – so der Kommentar meines FA-Profs diese Woche, als er den Satz von Hahn-Banach vorstellte und darauf verwies, dass es vier oder fünf verschiedene Versionen dieses Satzes gibt und wir doch nicht alle auswendig zu lernen brauchen…

…irgendwie wurde ich da an mich und meine Nachhilfeschüler erinnert, denen ich regelmäßig wieder erkläre, dass es nicht drei Ohmsche Gesetze gibt…;-)

Übrigens ist wieder eine Woche vorbei und dem ein oder anderen wird es vielleicht schon aufgefallen sein – klammheimlich hat sich das erste des Sommer-Semesters schon vorbei geschlichen!

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Semester 4 – Update

17. April 2010 - 14:45 Uhr

Eine Woche ist es jetzt her, dass mein schön geplanter und gut zusammengestellter Vorlesungs- und Stundenplan durcheinander gewirbelt wurde.

Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet – was bisher passiert ist?

Letzten Montag habe ich noch mal in der Mathe nachgefragt, warum man letztes Jahr Funktionentheorie und Diff 3 parallel einbringen konnte, dieses Jahr aber nicht mehr.

Die einfache wie auch recht frustrierende (da irgendwie sehr willkürliche) Antwort – letztes Jahr war FT auf einem anspruchsvollen Niveau, dieses Jahr eben nicht – ich könnte es nur einbringen, wenn ich spontan noch auf Lehramt wechseln würde.

Da mich FT trotzdem interessiert, werde ich eben zu den Vorlesungen gehen, ohne die Zettel zu machen.

Und weil ich ja dann Platz für noch einen Zettel habe, höre ich jetzt noch Funktionalanalyis (ein höheres Modul für 9C), das praktischerweise immer direkt vor FT liegt.

Und bin jetzt auch ziemlich froh, diese Vorlesung nicht zu verpassen – der Prof ist nämlich sehr gut und thematisch ist es einfach wieder sehr interessant und schließt sich quasi direkt an Diff 3 an.
Und wie in Diff 3 saß ich auch Donnerstag wieder bis spät abends am Schreibtisch, um ein paar Aufgaben für den FA-Zettel fertig zu kriegen – nur eine halbe Woche Zeit für den Zettel und die in der ersten Woche verpassten Vorlesungen plus die Nachwirkungen der Semesterferien (ich habe ja soo viel vergessen^^) haben das Rechnen nicht unbedingt erleichtert! 😉

Ach, und bevor ich es vergesse – vielleicht wird es nächstes Jahr aber auch für mich (und alle anderen, die auch Diff 3 hören wollen) noch möglich sein, FT zu hören, denn diese Info bekam ich von der Studienberatung:

„Wir haben heute im Studiendekanat noch einmal über dieses
Modul gesprochen und es wird nun eine Lösung beim Prüfungsausschuss
beantragt.
Die Lösung, die es mit großer Wahrscheinlichkeit geben wird, sieht vor,
dass ein weiteres Modul geschaffen wird, in welches die
Funktionentheorie passt, welches aber nicht das Grundmodul in SP1 ist.
Dieses Modul wird (falls es ins Leben gerufen wird) nur im Bachelor und
nicht im Master einbringbar sein. Neue Module können nur vom
Prüfungsauschuss geschaffen werden, daher ist der Antrag nötig.“

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*AHHHH*

8. April 2010 - 21:49 Uhr

Die erste Semesterwoche neigt sich gerade dem Ende, die Verwirrung am Anfang lässt langsam nach, ich habe es endlich geschafft, die Zeiten meiner Vorlesungen im Kopf zu haben, die mehr oder weniger passenden Übungen gefunden und auch schon die Hälfte meines ersten Funktionentheorie-Zettels gerechnet.

So weit ja eigentlich so gut.

Doch gerade eben sehe ich in meinem Postfach eine ungelesene eMail, die von der Mathe-Studienberatung kommt. Bei der hatte ich nämlich letztes Semester nachgefragt, ob ich Funktionentheorie (Grundmodul im SP1) auch einbringen kann, wenn ich schon Diff 3 gehört habe. Damals wurde mir gesagt, dass ich FT sowohl als Grundmodul als auch weiterführendes Modul einbringen kann und das kein Problem ist.

So weit so gut.

Tja, nur leider erfahre ich gerade in der eMail, dass FT dieses Semester nur als Grundmodul einbringbar ist?!?
D.h. ich höre gerade eine Vorlesung für 9C, die ich nirgendwo mehr einbringen kann!
Und jetzt stehe ich vor der Frage, wie es weiter geht:
Aus Interesse einfach weiter hören, auch wenn ich mit den Credits nichts anfangen kann?
Statt FT noch spontan zu Funktionalanalysis wechseln?
Oder etwas ganz anderes?

Ich bin gerade etwas überfordert! 😉

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“Lasset die Spiele beginnen 2” oder “Semester 4”

1. April 2010 - 16:59 Uhr

Fast genau ein Jahr ist es her, seit ich das letzte Mal darüber berichtete, dass ein neues Sommersemester anfängt.

Wiederum ist ein (furchtbar) langer und (grausam) kalter Winter (hoffentlich) endlich vorbei und wiederum warten ein neuer Sommer und ein neues Semester auf mich.

Mittlerweile ist es schon Nummer 4 und schneller als ich gedacht und jemals erwartet hätte, habe ich die Hälfte des Bachelor-Studiums schon bewältigt!

Fühle ich mich seither schlauer und bereit einen ersten „berufsqualifizierenden Abschluss“ zu tragen?

Wohl kaum! 😉

Viel eher habe ich das Gefühl ein kleiner Sisyphos zu sein – sobald ich etwas neues gelernt und verstanden habe, tut sich mir ein ganz neuer Wissensberg auf, den es zu erklimmen gilt – nur um nach dessen Bezwingen erneut festzustellen, wie viele Gebirge es noch zu erklimmen und zu begreifen gilt….

Aber genau das ist es auch, was mich an Mathe und Physik so fesselt! 🙂

So, nun aber genug der vielen schönen Worte, es folgt eine kleine Zusammenstellung der Veranstaltungen, die man im 4. Semester pflichtmäßig so hört!

Das hören Physiker pflichtgemäß in ihrem 4. Semester:

  • Physik 4 (Atom & Quantenphysik) – 6C (Grundvorlesung)
  • Quantenmechanik 1 – 8C (Theorievorlesung)
  • Projektpraktikum – 6C (Schlüsselqualifikation)
    -> habe ich in die Semesterferien vorverschoben
  • Evtl. „Biophysik und Komplexe Systeme“ und/ oder „Astro- und Geophysik“ – jeweils 6C (Einführungsvorlesung)
    -> es gibt vier Einführungsvorlesungen (im 5. Semester folgen noch „Kern- und Teilchenphysik“ und „Festkörperphysik“) – zwei davon muss man gehört haben
  • Profilierungsbereich – insgesamt 18C
    -> so langsam sollte man hier auch fertig werden mit Credits sammeln, egal ob nun mit Sprachkurs oder z.B. einer Mathevorlesung

Das hören Mathematiker pflichtgemäß in ihrem 4. Semester:

  • Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie – 9C (Grundmodul in SP4)
  • Funktionentheorie – 9C ( (Wahlpflicht-) Grundmodul in SP1 für die, die kein Diff 3 gehört haben, weiterführendes Modul, für die, die Diff 3 als Grundmodul einbringen)
  • Das war’s mit Pflichtmodulen – ab jetzt gibt es 3 Semester bis zum Bachelor nur noch weiterführende Module nach Wahl – ziemlich cool, oder? 😉
  • Nebenfachbereich – insgesamt 30C
    -> sollte man spätestens bis zum 5. Semester voll haben

Und das höre ich im Sommer:

  • Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie
  • Funktionentheorie
  • Physik 4
  • Quantenmechanik
  • Biochemie für Physiker 1 –> ist ein Modul aus dem Spezialisierungsbereich „Biophysik“ und bringt 3C – insgesamt muss man 12C in diesem Bereich sammeln
  • Norwegisch – Grundstufe A2 –> kann man in den Profilierungsbereich einbringen- oder so wie ich, nur zum Spaß hören – 6C

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