Da macht das Studieren doch Spaß…

…wenn ich heute in meiner ersten FeMa-Übung (Festkörper- und Materialphysik) folgendes Übungskonzept vorgestellt bekomme:

  • es herrscht absolute Anwesenheitspflicht, fehlen darf ich nur mit einem ärztlichen Attest!

  • statt gelöste Zettel abzugeben, die von einem HiWi korrigiert werden, kreuze ich in jeder Übung auf einem Zettel an, welche Aufgaben ich gelöst habe

  • die Übung kann erst beginnen, wenn jeder den Zettel ausgefüllt und unterschrieben hat

  • ich muss min. 50% der Festkörper- und 50% der Material-Aufgaben gelöst (=angekreuzt) haben

  • ich soll in der Lage sein diese Aufgaben dann an der Tafel richtig vorrechnen zu können (und muss das auch einige Male gemacht haben, um zugelassen zu werden [und muss natürlich sowohl für Festkörper- als auch für Material-Aufgaben vorrechnen])

  • kann ich das nicht (woher weiß ich denn vorher, ob meine Lösung genau so, wie ich das gemacht habe, stimmt oder nicht?!), werden die bis dahin von mir gelösten Aufgaben restlos gestrichen und ich darf von vorne anfangen, mir die Zulassung zu erkämpfen

Über die Sinnhaftigkeit eines solch einengenden Konzepts in einer Veranstaltung, die nicht mal Pflicht ist, sondern die von Studenten wahlweise gehört wird, darf sich nun jeder selbst seine Gedanken machen…

Kategorie: Physik studieren, Studieren in Göttingen 3 Kommentare »

3 Reaktionen zu “Da macht das Studieren doch Spaß…”

  1. Maxim

    Das ist ja echt bescheuert.
    Einfach mal dem Dekan die Situation erklären. Er wird schon ein paar Wörtchen mit dem Prof austauschen.

  2. Willi

    Hallo Magdalena,

    das ist leider falsch. Laut Studienordnung (http://www.uni-goettingen.de/de/193135.html) gibt es keine Anwesenheitspflicht – außer in Physik1 und 2 – mehr. Dazu stand im letzten Newsletter des fsr:

    In den Übungen gibt es keine Anwesenheitspflicht mehr, abgesehen von
    Physik I und Physik II, wo mindestens 50% der Übungen besucht werden
    müssen. Meistens empfiehlt sich natürlich trotzdem der Besuch.

    Gruesse

  3. Magdalena

    Hey Willi,

    ja, das dachte ich auch.
    (Danke übrigens für den Link!)
    In der FeMa-Übung wird das aber geschickt umgangen:
    Laut Studienordnung “müssen als
    Studienleistung mindestens 50% der Hausaufgaben in den Übungen
    erfolgreich bearbeitet worden sein”.
    Und da wir keine Zettel abgeben, die korrigiert werden, kann unsere erfolgreiche Bearbeitung der Aufgaben nur dadurch kontrolliert werden, dass wir in jeder Übung anwesend sind…
    So hat es uns (zu recht dagegen protestierenden Studenten) in der Übung zumindest der HiWi erklärt…aber wer weiß…vielleicht haben wir auch einfach einen blöden HiWi erwischt, der es mit der Einhaltung der Regeln zu genau nimmt…


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