Archiv für Oktober 2009


Ein kleiner, aber feiner Unterschied…

24. Oktober 2009 - 12:20 Uhr

Gerade komme ich von der Bunsenstraße nach Hause.
Was ich Samstag-Vormittags in der Mathe verloren habe?
Z.B. die Diff-2-Klausur schreiben! 😉
Heute war der Termin für die 2. Klausur und wie es dazu kam, dass ich erst heute und nicht schon beim ersten Mal mitgeschrieben habe, kam so:

Es ist Anfang August, AGLA 2 und Physik 2 habe ich (mehr oder weniger^^) erfolgreich schon bestritten, was fehlt ist nur noch die Diff-Klausur, die in wenigen Tagen geschrieben wird.
Es ist warm, Sommer, Schwimmbad- und Eis-Essen-Wetter und irgendwie ist die Luft raus, was das Lernen für Diff angeht…;-)
Kein Problem, denke ich mir, das meiste hab ich ja sowieso verstanden, also probiere ich einfach mein Glück und schreibe mit – wenn mir die Note nicht gefällt, versuch ich es einfach noch mal… Doch Moment – weit gefehlt!!!
Durch Zufall erfahre ich drei Tage vor der Klausur, dass die Matheprüfungsordnung ein erneutes Schreiben einer schon bestandenen Klausur zwecks Notenverbesserung gar nicht erlaubt!
Leicht geschockt von dieser Tatsache (da das in Physik ja erlaubt ist und ich das als irgendwie selbstverständlich ansah…) wende ich mich mit meiner Frage dann an die Mathe: Wie sieht es denn aus, wenn ich als sowohl Physik- als auch Mathestudent eine Klausur schreibe und mir die eine Prüfungsordnung erlaubt, diese noch mal zur Notenverbesserung mitzuschreiben, die andere aber verbietet?
Die Antwort kommt prompt – Physikstudium hin oder her, ich bin als Mathestudentin eingeschrieben, also gelten für mich die Regeln der Matheordnung, so einfach ist das! 😛
Also entschließe ich mich kurzerhand, dann lieber doch nicht beim ersten Mal mitzuschreiben, am Ende würde ich mich nur über eine schlechte Note ärgern…dann doch lieber noch einmal richtig lernen! 

Und ja, so kam es, dass ich die letzten zwei Wochen Forster 2 und 3 durchgearbeitet, vieles neues gelernt und vieles alte verstanden habe… 🙂
Was gleichzeitig aber auch heißt: Die ersten Zettel des neuen Semesters haben sich in den letzten Tagen angestapelt und es wird ein arbeitsreiches Wochende…
…wie immer eigentlich… 😉

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God dag, alle sammen!

18. Oktober 2009 - 08:55 Uhr

Ab morgen geht das neue Semester los und ich frage mich (wie viele andere wohl auch), wo all die viele Zeit der Semesterferien nun wieder geblieben ist…;-)

Auf meinem Programm für die nächsten Monate stehen dieses Mal aber nicht nur die üblichen Physik-  und Mathevorlesungen, sondern auch ein Sprachkurs – nämlich Norwegisch! 🙂

Die Zess (Zentrale Einrichtung für Sprachen und Schlüsselqualifikationen) bietet jedes Semester eine ganze Reihe von Sprach- und Schlüsselqualifikationskursen, für die man sich anmelden und die entsprechenden Credits dann sogar im Profilbereich des Physikstudiengangs bzw. im Schlüsselqualifikationsbereich des Mathestudiengangs einbringen kann – eine willkommene Abwechslung zum vielen Zettelrechnen! Hoffe ich doch zumindest! 😉

Die Homepage der Zess ist (meiner Meinung nach) leider alles andere als übersichtlich und aktuell, d.h. man informiert sich am besten direkt im UniVZ – dort wird z.B. der Norwegisch gelistet, der auf der offiziellen ZESS-Homepage nicht mal mit einem Wort Erwähnung findet…
Im UniVZ steht dann auch, wann man sich für welchen Kurs anmelden kann (hier muss man sich frühzeitig informieren und schnell sein, die Kursplätze sind begehrt!!!) und ob man evtl. einen Einstufungstest machen muss, um in einen höheren Kurs zu kommen.

Anmelden tut man sich dann über Flexnow wie für jede andere Prüfung auch.

 

Und Dienstagabend werde ich dann zum ersten Mal im Sprachlehrzentrum sitzen, gespannt, was mich erwartet…und bald natürlich von meinen ersten Erfahrungen berichten! 🙂

Und damit also:

I kann litt norsk, men jeg vil laere mer! 😛

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IV B.Sc. Physik

10. Oktober 2009 - 15:18 Uhr

 

Nachdem ich kürzlich schon den Bachelorstudiengang Mathematik vorgestellt habe, ist heute endlich auch Physik dran. 🙂

Wie ersterer ist auch der B.Sc. Physik auf 6 Semester ausgelegt, startet normaler- und idealerweise im WiSe und insgesamt gilt es 180C zu erwerben.

Es gibt Pflichtmodule, Wahlpflichtmodule, Wahlmodule, den Spezialisierungsbereich und den Profilierungsbereich, nicht zu vergessen auch den Schlüsselqualifikationsbereich, Studienprofile und Studienschwerpunkte.

Puh, das klingt beim ersten Mal alles ein bisschen kompliziert?

Das ist es irgendwie auch! 😉

 

Starten wir einfach erst mal mit den Pflichtmodulen:

Insgesamt sammelt man mit allen Pflichtmodulen 102C, die sich wie folgt aufteilen:

  • Die vier Grundveranstaltungen, kreativerweise mit Physik 1-4 bezeichnet: diese Module verteilen sich auf die ersten vier Semester, Physik 1 behandelt die Mechanik (9C), Physik 2 die Elektrodynamik (9C), Physik 3 Wellen und Schwingungen (6C) und Physik 4 zum Schluss die Quanten- und Atomphysik (6C); Physik 1 und 2 sind Orientierungsmodule, d.h. anhand von diesen Modulen soll der Physikstudent erkennen, ob er überhaupt für das Physik-Studium geeignet ist. Konkret heißt das, dass er nach zweimaligem Nicht-Bestehen erst ein drittes Mal die Prüfung mitschreiben darf, wenn er sich vorher Rat bei der Studienberatung geholt hat. Besteht er auch das dritte Mal nicht, so hat er keine weiteren Versuche mehr!
  • Die drei Theoriemodule:
    Analytische Mechanik im 3.Semester, Quantenmechanik im 4. Semester und Statistische Physik im 5. Jedes dieser Module gibt 8C.
  • Die Mathemodule:
    Im 1. Semester stehen AGLA 1 und Diff 1 an (jeweils 9C), im 2. und 3. Semester kommen dann MaPhy (Mathematik für Physiker) 1 (9C) und MaPhy 2 (6C), wobei man statt MaPhy 1 gerne auch Diff 2 alternativ hören und einbringen kann, je nachdem ob einem eher die theoretische oder die praktische Seite der Mathematik gefällt!
  • Die Praktikumsmodule:
    Hier handelt es sich nicht um klassische Vorlesungen, sondern man wird selbst aktiv in Form des Anfänger-Praktikums, das man im Laufe des 2. und 3. Semesters in Form von 30 Versuchen absolviert (12C).
    Im 5. Semester kommt dann zum Abschluss noch das Fortgeschrittenenpraktikum für 3C.

 

Verpflichtend für alle sind zusätzlich noch die Module aus dem Schlüsselqualifikationsbereich, in dem man insgesamt 18C sammelt.

Hier finden sich unter anderem ein Projektpraktikum, das im 4. Semester ansteht und in dem man selbständig ein eigenes Projekt plant und realisiert, eine Einführung in das naturwissenschaftliche Programmieren und eine Einführung in die Grundlagen des Experimentierens und wissenschaftlichen Rechnens (1.  und 2. Semester), sowie ein Professionalisierungsseminar im 6. Semester.

 

Weiter geht es mit dem Profilierungsbereich bzw. den Wahlmodulen.

Dieser Bereich, in dem insgesamt 18C erworben werden müssen, dient der eigenen Ausgestaltung des Studiums, d.h. hier kann jeder sein individuelles Studienprofil frei nach seinen Interessen gestalten. Das kann man im Prinzip mit dem Nebenfach im Mathestudium vergleichen, allerdings ist man nicht prinzipiell auf ein Fach beschränkt. Einzige Vorschrift ist, dass 6C aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich und 12C aus einem nichtphysikalischen Bereich kommen müssen. Als Profil kann man z.B. ganz klassisch Mathe, Chemie oder Informatik wählen, aber genauso gut auch Wirtschaft, Philosophie, eine Sprache oder eine Kombination aus all dem. Grundsätzlich sind der Wahl der Module keine Grenzen gesetzt, fragt ruhig einmal ein paar ältere Semester, was sie gewählt haben!

 

Kommen wir zum letzten und vielleicht kompliziertesten Teil – der Spezialisierungsbereich.

Je nachdem, ob man einen forschungsorientierten Bachelor mit Ziel eines weiterführenden Masterstudiums oder einen praxisorientierten Bachelor mit dem Ziel gleich in den Beruf einzusteigen anstrebt, bietet die Uni verschiedene Studienschwerpunkte an. Für den praxisorientierten Bachelor sind das Nanostrukturphysik und Physikinformatik, für den forschungsorientierten Bachelor Astro- und Geophysik, Biophysik und Physik komplexer Systeme, Festkörper- und Materialphysik oder Kern- und Teilchenphysik.

Entscheidet man sich für solch einen Schwerpunkt, so muss man mindestens 30C aus dem Schwerpunktbereich in Form von Wahlpflichtmodulen belegen und die Bachelorarbeit (für 12C) auch in diesem Bereich schreiben.

Für jeden dieser Bereiche gibt es in der Prüfungsordnung eine lange Liste an Modulen, aus denen man ein paar auswählen muss, um sich einen Schwerpunkt im jeweiligen Bereich zertifizieren zu lassen. Hier rate ich jedem, einfach selbst mal einen Blick rein zu werfen, das würde sonst bei weitem den Rahmen sprengen! 😉

Allerdings muss man sich auch für keinen Schwerpunkt entscheiden!

Nichtsdestotrotz muss man, ob nun mit oder ohne Studienschwerpunkt, Wahlpflichtmodule hören. Und das geht im 4. Semester los:

Im 4. und 5. Semester werden die sog. „Einführungsvorlesungen“ gehalten, das sind Vorlesungen, die einen grundlegenden Einblick in die verschiedenen Bereiche der Physik geben, also z.B. „Einführung in die Astro- und Geophysik“ oder „Einführung in die Kern- und Teilchenphysik“. Davon müssen mindestens 2 gehört werden (macht zusammen 12C) und im 6.Semester kommen dann die darauf aufbauenden speziellen Vorlesungen, also z.B. „Spezielle Themen der Astro- und Geophysik“, für die es auch noch einmal 12C zu erreichen gilt.

Im 5. Semester gibt es zusätzlich noch das sog. Spezialisierungspraktikum (6C), das als Vorbereitung auf die Bachelorarbeit dient, d.h. hier arbeitet man sich schon einmal auf das Thema seiner Bachelorarbeit ein.

Und am Ende kommt dann die Bachelorarbeit und man hat es geschafft! 🙂

 

*Puh* – soweit so gut!
Ich hoffe, ich habe nichts Wichtiges vergessen und euch den B.Sc. Physik ein bisschen näher gebracht!

Genauer nachlesen könnt ihr natürlich alles noch einmal in der Studien- und Prüfungsordnung.

Und nächste Woche bekommt ihr im Verlauf der O-Woche bestimmt auch alles noch einmal in Vorträgen erklärt! 🙂

 

Viel Spaß in der O-Woche und bis bald! 🙂

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8 von 10!

3. Oktober 2009 - 14:00 Uhr

10 Tage Blockpraktikum – 10 Versuche – 10 Protokolle – 8 davon schon fertig und abgegeben – noch keins testiert zurückbekommen… 😉
Soweit die Bilanz der letzten zwei Wochen.
Zwei Wochen voll der Arbeit, zwei Wochen voll mit Schaltkreisen, bunten Kabeln, kaputten Messgeräten, komischen Oszilloskopen, noch komischeren Versuchsbeschreibungen, zwei Wochen seine Tage im CIP-Pool verbringen, an seinen LaTeX-Fertigkeiten pfeilen und den Umgang mit Gnuplot perfektionieren, linear und nichtlinear fitten (am liebsten ja mit zwei Messwerten, da wird die Fehlerrechnung so schön :-P),  zwei Wochen auswerten, an Werten verzweifeln, sich über Werte freuen….
Und irgendwie war’s trotzdem cool!!! 🙂

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