Archiv für Juli 2009


Meine eigene Wohnung – Teil 4

26. Juli 2009 - 13:27 Uhr

Teil 4: Möbel, Farben und Kartons – der eigentliche Umzug!

 

So, da stehst du nun, hast eine mehr oder weniger anstrengende und nervenaufreibende Wohnungssuche hinter dir, letztendlich dann doch die passende (Traum-) Wohnung/WG gefunden, dich durch den Behörden- und Vertragsdschungel geschlagen und jetzt ist es wirklich soweit: Du wirst von Zuhause ausziehen und der Umzug steht an!
Du denkst, das Schlimmste hättest du nach den bisherigen Strapazen hinter dir – aber weit gefehlt, es kommt noch schlimmer! 😉

 

Das A und O ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung:

Organisiere dir so früh wie möglich ein kleines Helfer-Team bestehend aus Eltern, Geschwistern, Freunden, zukünftigen Mitbewohnern, etc.
Praktisch wäre es natürlich, wenn diese auch ein Mindestmaß an handwerklichem Geschick mitbringen würden! 😉
Jede zusätzliche Hand stellt eine unglaubliche Hilfe dar, sei es nun beim Kisten-Schleppen oder IKEA-Regal-Zusammenbauen!
Sag deshalb allen so früh wie möglich bescheid, wann du umziehen willst.
(-> Am Umzugstag dann nicht die Verpflegung für die lieben Helfer vergessen! :-))

 

Der Umzug läuft dann in mehreren Etappen ab:

Farb- und Möbelauswahl:

Mal eben spontan am Umzugstag selbst die passende Wandfarbe auszusuchen und anschließend die richtigen Möbel zu finden, die nicht nur in das Zimmer passen, sondern auch schön aussehen und nicht so viel kosten, ist natürlich utopisch. Deshalb ist es ratsam, einfach schon mal ein paar Wochen/Tage vorher in Baumärkten zu stöbern und Farben sowohl farblich als auch preislich zu vergleichen. Hierbei ist auch die Frage, wie das Renovieren in deinem Mietvertrag geregelt ist: Muss der Vormieter die Wohnung/ das Zimmer renoviert übergeben, sparst du dir natürlich eine ganze Menge Arbeit. Genauso gut kann es aber auch sein, dass du alles neu renovieren musst! Ganz wichtig ist hierbei, dass du auf die richtige Pigmentierung achtest:
Willst du eine weiße Wand überstreichen, kannst du ruhig zu einer billigeren Farbe greifen – willst/ musst du einer bunten Wand einen neuen Anstrich verleihen, gib lieber ein paar Euro mehr aus – glaub mir, deine Laune sinkt ins Bodenlose, wenn du zum dritten Mal den Raum streichen musst, weil das hübsche schweinchenrosa deiner Vormieterin immer wieder durch kommt! 😉

Neben der richtigen Farbe ist das richtige Werkzeug auch unverzichtbar: Pinsel, Rollen, Abtropfgitter, Verlängerungsstäbe (ja, Altbauwohnungen sind wunderschön, es macht aber keinen Spaß sie zu streichen^^), Leitern, aber auch alte Zeitungen und Kreppband zum Abkleben und als Abtropfschutz dürfen nicht vergessen werden. Je nach Größe des Zimmers/ der Wohnung sollte man mit 1 bis 2 Tagen zum Streichen rechnen und sich in der Zeit eine Unterkunft zum Schlafen organisieren, denn in einem frisch gestrichenen Raum ist das nicht ganz so angenehm – es sei denn du wachst morgens gerne mit Kopfschmerzen auf! 😉

Hierbei auch ein kleiner Tipp zwischendurch: Ein großer Vorrat an Müllsäcken ist unbedingt erforderlich, man glaubt gar nicht, wie viel Abfall bei einem Umzug anfällt!!!


Neben der Farbe ist die nächste große Frage natürlich die der Einrichtung. Einen Teil der Möbel willst du vielleicht aus deinem alten Zimmer von zu Hause mitbringen (-> Möbeltransporter mieten, mit mehreren Autos fahren, Anhänger organisieren???), ein Teil muss neu gekauft werden.
Mein besonderer Tipp: Anstatt alles neu zu kaufen, halte regelmäßig im Schwarzen Brett Göttingen Ausschau (z.B. in der gleichnamigen StudiVZ-Gruppe oder im StudIP); hier habe ich nicht nur mein hübsches IKEA-Sofa für 40€ statt zum Originalpreis von 200€ bekommen, sondern auch meine Waschmaschine, Schuhregal, Nachttischchen, Hocker,…:-P

Und das, was dann wirklich neu gekauft werden muss, kann am besten am Umzugstag auf dem Weg nach Göttingen mitgebracht werden – ein kleiner Zwischenstopp in Kassel, wenn man aus Richtung Süden kommt, oder in Hannover aus Richtung Norden, im dortigen IKEA ist relativ praktisch. (Ich weiß, jeder kauft bei IKEA und irgendwie sieht alles dort gleich aus, und man kennt die Einrichtungsgegenstände schon beim Namen, blablabla, aber IKEA hat einfach das vielfältigste Angebot zu relativ guten Preisen – so ist es einfach!^^)

Auch hier darf das nötige Werkzeug nicht vergessen werden, am besten den Werkzeugkasten von Papa mitbringen, denn ohne Hammer, Wasserwaage, Akkuschrauber, Bohrmaschine, Schraubenzieher, etc. kommt man nicht weit.

Dann steht natürlich noch das Kistenpacken an:

Bevor es losgeht, musst du natürlich alles, was mit soll, gut verpacken und verstauen.
Achte darauf, dass du einzelne Kisten und Umzugskartons nicht zu schwer bepackst, denn eine große Kiste voll mit Büchern evt. mehrere Stockwerke zu tragen, macht weder dir noch deinen Helfern Spaß! 😉
Wichtig ist auch, dass du einigermaßen den Überblick behältst, wo du was eingepackt hast, damit du hinterher schnell findest, was du suchst. Ratsam ist es hier, dir extra ein bis zwei Kisten anzulegen, in denen du nur die Dinge packst, die du gleich von Anfang an brauchst – also z.B. ein paar Becher/ Teller, Küchen- und Klopapier, Seife, etc. etc. die dann schnell zu Hand sind.

Von Anfang an sollten auch Putzmittel mit dabei sein, abgesehen von dem Schmutz den man selbst verursacht, ist es z.B. sehr angenehm desinfizierende Sprays oder ähnliches griffbereit zu haben, um die komischen Flecken, die man in so mancher Ecke findet, gleich beseitigen zu können.

Als unersetzliches Hilfsmittel haben sich bei mir Listen erwiesen, auf denen ich mir notiert hatte, was alles mit muss, was noch gekauft werden muss, woran noch gedacht werden muss…angenehmer Nebeneffekt: Das „To do“-Listen-Abhaken macht viele Menschen glücklich! 😉

Und dann natürlich der Umzug selbst:

Ja, hier heißt es Kisten schleppen, in Autos verstauen, lange Autobahnfahrten, ausladen, einladen, schleppen, schleppen, schleppen, koordinieren, auspacken, aufbauen, an Bauanleitungen verzweifeln, improvisieren, schrauben, hämmern, schieben, durchatmen und weiter machen, genervt sein, zum Baumarkt fahren, überfordert sein, noch mal zum Baumarkt, frustriert sein, MacGyver -ähnliche Fähigkeiten entwickeln, unfreundlich werden, den Schraubenzieher, der da gerade noch lag, nicht finden, total erschöpft sein, weiter machen bis tief in die Nacht und irgendwann ins Bett fallen und hoffentlich das Gröbste geschafft haben.

Umziehen ist halt einfach furchtbar anstrengend, aber da muss man durch. Und wenn dann endlich die Einweihungsparty steigen kann, hat man auch das Schlimmste schon wieder vergessen! 🙂

 

Ach, vorneweg um gleich noch ein paar Illusionen zu zerstören^^:

 

Nein, es geht nie nach Zeitplan und dauert immer länger als geplant!

Nein, das funktioniert nicht so einfach, wie man sich das gedacht hat / wie das in der Bauanleitung steht – irgendwo taucht immer ein verstecktes Problem auf!

Nein, man kann nicht davon ausgehen, dass im IKEA-Bauset die richtige Anzahl/ Art an Schrauben und Nägeln vorhanden ist!

 

Und in nächster Zeit folgt dann der fünfte und letzte Teil der Wohnungsserie – ihr dürft gespannt sein! 😉

 

 

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Zwei Seelen wohnen, ach! – in meiner Brust!

25. Juli 2009 - 13:00 Uhr

Zwei Semester studiere ich jetzt schon Physik und wie der aufmerksame Leser in den letzten Monaten vielleicht bemerkt hat, hieß für mich das Studium vor allem eins – nämlich Mathe, Mathe und noch mal Mathe! 😉

Im ersten Semester als blutiger Anfänger saß ich in AGLA und Diff und hörte den Profs zu, wie sie vollkommen neue, abstrakte Konzepte einführten, mit den verrücktesten Begriffen jonglierten und dem Wort Logik eine ganz neue Dimension gaben und ich, ja, ich war vollkommen ahnungslos und unwissend – unwissend und trotzdem unglaublich fasziniert!

Die Bearbeitung der Mathe-Zettel nahm dann auch immer den Großteil der Woche ein und während in der Physik-Vorlesung mit kleinen Massestückchen und Federn gespielt wurde, trieb es mich hin zu dicken Mathe-Büchern (sehr zu empfehlen sei an dieser Stelle der Heuser^^).

Und ja, wie von selbst kam dann in den Semesterferien für mich die Frage auf, was ich denn nun eigentlich will – Physik oder Mathe?

Gut, zugegeben, ganz so dramatisch wie in Goethes Faust ging und geht es bei mir dann doch nicht zu – ich befinde mich in keiner tiefen existenziellen Krise, weil ich sowohl Physik als auch Mathe (und Mathe ist dabei für mich NICHT nur das passende Werkzeug, das ein Physiker zum Rechnen braucht :-P) ziemlich cool finde, aber irgendwie wusste ich nicht so recht, wie es weiter gehen sollte…

Deshalb sollte das zweite Semester für mich der ultimative Test sein – ich wollte sowohl Mathe- als auch Physik-Vorlesungen hören, um mich dann entscheiden zu können, was mir denn besser gefallen würde.

Und ja, irgendwie hat das mit dem Entscheiden nicht ganz so gut geklappt. 😉

Denn seltsamerweise wurden sowohl Mathe als auch Physik umso interessanter, je länger ich mich damit beschäftigte und umso mehr sich mein Verständnis vertiefte.

Und *schwupps* war das zweite Semester vorbei und ich war und bin nicht weniger hin und her gerissen als im ersten Semester.

Die einzig logische Konsequenz, die ich gezogen habe, um weder Physik noch Mathe aufzugeben?

Ab nächstem Semester darf ich mich nun ganz offiziell nicht nur Physik- sondern auch Mathestudentin nennen! 😉

Ich werde also gleichzeitig Mathe und Physik studieren und am Ende dann zwei Bachelor-Abschlüsse haben.

 

In Zukunft werde ich daher gleichermaßen sowohl über das Physik- als auch über das Mathestudium berichten und besonderen Augenmerk auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Fach und im Studienaufbau legen und natürlich erzählen, wie man es schafft (hoffentlich^^) beides unter einen Hut zu kriegen! 🙂

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Puh!

21. Juli 2009 - 18:53 Uhr

Einmal ganz tief durchatmen und dann weiter Vollgas geben!

Heute war die AGLA-Klausur dran, Donnerstag geht’s weiter mit Physik.
Zu wenig Zeit um sich befriedigend auf beides vorzubereiten?
Allerdings!
Aber so ist das Leben und da ich die wenige freie Zeit in den Semester“ferien“ wirklich frei haben will und keine Lust habe, mich später noch mal auf eine Klausur vorzubereiten, heißt es jetzt also lernen, lernen, lernen…rechnen, rechnen, rechnen!
Und dann feiern, entspannen und ein verlängertes Wochenende genießen, bevor es weiter mit der Diff-Vorbereitung geht…;-)
Und ich endlich mal wieder Zeit finde, ein bisschen zu bloggen: Also seid gespannt auf die nächsten Tage und Wochen, denn es gibt viel zu erzählen! 🙂

Bis dann! 😉

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ENDSPURT

3. Juli 2009 - 15:15 Uhr

Heute in zwei Wochen ist es soweit:

Zum letzten Mal werde ich in der Physik-2-Vorlesung sitzen, mich zum letzten Mal anschließend aufs Rad schwingen, um runter in die Mathe zu fahren, und zum letzen Mal für zwei Stunden in der AGLA-2-Übung sitzen – denn heute in zwei Wochen endet die Vorlesungszeit des Sommersemesters.

Was das genau heißt?

 

Zum einen wird es in den letzten Tagen vor Semesterende etwas entspannter.
Entspannter in dem Sinne, dass das lästige Zettel-Rechnen jetzt mehr oder weniger ein Ende hat, denn obwohl es natürlich nach wie vor Woche für Woche neue Zettel gibt, muss man die nämlich nicht mehr machen, wenn man die Zulassung schon sicher in der Tasche hat bzw. kann sich einfach entspannt alle Aufgaben angucken, nach Lust und Laune das lösen, was einem gefällt und den Rest einfach Rest sein lassen! 😉

[ -> Umgekehrt heißt das natürlich auch, dass in jenen Vorlesungen, in denen es mit den Punkten für die Zulassung noch etwas knapp werden könnte, dann eine etwas „intensivere“ Bearbeitung der Aufgaben ansteht…;-)

Deshalb ein Tipp an die nächsten Erstsemester (und überhaupt jeden): Holt auf den ersten Zetteln so viele Punkte wie möglich – so einfach wie auf dem ersten und zweiten Zettel werden die Aufgaben im Semester nämlich bestimmt nicht wieder und es ist SEHR angenehm, gegen Ende dann nicht mehr so den Punkte-Druck zu spüren! ]

 

Zum anderen ist es aber auch stressiger.

Stressiger in dem Sinne, dass man uns nach Ende der Vorlesungszeit keine Pause gönnt und gleich eine Klausur nach der nächsten in den Terminkalender klatscht.
Das heißt also konkret, dass man die Zeit, die man durch das Nicht-Lösen der Zettel gewinnt, nicht frei nutzen kann (-> freie Zeit gibt es in unserem Bachelor-Studium ja sowieso nicht^^), sondern straff durchplanen muss, um den kompletten Stoff für die Klausuren parallel zum „normalen“ Studienalltag zu wiederholen und vorzubereiten.
Denn das Wochenende nach Ende der Vorlesungszeit reicht sicherlich nicht, um mal eben AGLA und Physik zu wiederholen! 😉

 

Und trotz den nahenden Klausuren sind diese letzten Tage für mich doch die schönsten im Semester. Denn endlich kann ich einmal frei von Zetteln (und zum Teil auch Vorlesungen^^) entscheiden, was ich wann wie lernen will – ein Luxus, den sich der Student von heute leider viel zu selten gönnen kann…

2 Kommentare » | Physik studieren

     

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