Archiv für Februar 2009


Meine eigene Wohnung – Teil 1

24. Februar 2009 - 13:50 Uhr

In drei Wochen ist es soweit…ich werde meine alte Zwischenmietswohnung verlassen und in meine eigenen vier Wände ziehen…die schönsten 31m² Göttingens, die dann nur mir gehören…;-)

 

Doch hinter mir liegt ein langer Weg…die Realität sieht oft etwas anders aus als uns das „Einsatz in 4 Wänden“ und Co. Vermitteln wollen und ist ein ganzes Stück komplizierter als man das gerne hätte…Anlass für mich, eine kleine Reihe zum Thema „Wohnen in Göttingen“ zu schreiben…vielleicht ein kleiner und authentischer Wegweiser, der als Auftakt zur eigenen Wohnungssuche dienen kann und soll…viel Spaß! 🙂

 

 

Teil 1: Was will ich eigentlich?


 

Bevor du dich auf die Suche machst und in das teilweise undurchsichtige Getümmel des Göttinger Wohnungsmarktes eintauchst, solltest du dich zuerst einmal hinsetzen und in Ruhe überlegen, wie du eigentlich wohnen willst.

Es ist klar, dass du das nicht vorschnell und leichtfertig entscheiden solltest und natürlich (wie ja alles im Leben) hat jede Alternative ihre Vor- und Nachteile…;-)

 

 

Alleine wohnen:

Bist du ein Mensch, der gerne allein ist und Wert auf Unabhängigkeit legt bzw. nicht ununterbrochen Menschen um sich herum braucht, ist eine eigene Wohnung für dich bestimmt eine verlockende Vorstellung!

Du musst keine Kompromisse eingehen, kannst die eigenen vier Wände komplett nach deinen Vorstellungen gestalten und einrichten, musst dich nicht an Putz- und Einkaufspläne halten, kannst in das Badezimmer, wann immer du willst und wirst auch nicht gestört von zu lauter Musik, lauten Gesprächen und anderen Dingen, die im Zimmer deines Mitbewohners nebenan zu allen Tages- und Nachtzeiten so passieren…;-)

Allerdings hast du so natürlich auch niemanden, der mal das schmutzige Geschirr für dich abspült oder kocht, wenn du einen anstrengenden Tag hattest und hungrig nach Hause kommst!

Und leider ist es prinzipiell auch eher teurer alleine zu wohnen als in einer WG, denn du hast schließlich niemanden, mit dem du dir Internet, Telefon, etc. teilen kannst.
Hier heißt es also abwägen, was dir wichtiger ist!

 

 

WG:

Okay, jeder hat bestimmt eine gewisse Vorstellung in seinem Kopf wie eine typische Studenten-WG so aussieht und wahrscheinlich treffen auch alle diese Vorstellungen irgendwie und irgendwo zu, denn wie sich das Leben in einer Wohngemeinschaft wirklich gestaltet, ist schließlich so individuell wie deren Mitbewohnern es auch sind – angefangen von totalen Zweck-WGs bis hin zu der extremsten Form einer Kuschel-WG. 😉

Allgemein lässt sich einfach sagen:

Bist du relativ offen, hast tendenziell eher gerne Menschen um dich herum und bist bereit Kompromisse einzugehen, ist eine WG vielleicht genau das richtige für dich!

Der große Vorteil ist natürlich der Kosten-Punkt, denn mit mehreren zusammen kann man sich z.B. die schöne Altbauwohnung in der Innenstadt leisten, teilt Internet, Telefon und Zeitschriften-Abos und zahlt am Ende doch noch vergleichsweise wenig.

Dafür musst du aber in Kauf nehmen, dass morgens immer genau dann das Bad besetzt ist, wenn du mal ganz dringend musst bzw. dass immer dein Lieblings-Joghurt weg ist, bevor du ihn überhaupt essen konntest! 😉

Also, wenn du dir vorstellen kannst, in einer WG zu wohnen, guck dir einfach ein paar an – du wirst schnell merken, ob die Chemie zwischen dir, deinen potenziellen Mitbewohnern und der neuen Wohnung stimmt oder eben nicht!

 

 

Bei den Eltern wohnen:

Hmm, klarer Vorteil: Du musst keine Miete zahlen, bekommst deine Wäsche gewaschen, wirst bekocht und musst keinen Haushalt führen.

Klarer Nachteil: Du gibst freiwillig mehr oder weniger deine Unabhängigkeit und Selbständigkeit auf – deine Eltern wissen z.B. immer wann und mit wem du wie nach Hause kommst oder eben auch nicht…;-)

 

 

Wohnung des Studentenwerks:

Das Studentenwerk bietet in Göttingen über 5000 Wohnungen für Studenten an, die unter anderem durch eine geringe Miete inklusive Internet, einem Hausmeisterservice und Waschsalons punkten.

Egal ob man hier ein eigenes Appartement wählt oder sich für eine WG entscheidet – fast alles ist möglich.

Für die genauen Details informierst du dich am besten hier.

 

 

Okay, du weißt jetzt (hoffentlich) so ungefähr, was du willst, bleibt nun die Frage, wie du jetzt die passende Wohnung findest bzw. was von deinen Vorstellungen auch wirklich realisierbar ist! 😉

Schreib dir einfach erst mal alles auf, was du gerne in deiner Wohnung hättest und was dir wichtig ist – also z.B. die minimale Größe, die gewünschte Lage*, ein Balkon oder Garten, Raucher oder Nichtraucher, große Küche, Badewanne, etc. etc. und natürlich ganz, ganz wichtig: der maximale Preis (bedenke später bei deiner Suche auch, dass zu der Kaltmiete noch die Nebenkosten kommen!!!), den du bereit bist zu zahlen!

Wenn du dir jetzt einen groben Überblick von deinen Vorstellungen verschafft hast, sortiere deine Liste nach Prioritäten – was ist dir wirklich wichtig bzw. wo wärst du bereit Abstriche zu machen und worauf kannst du verzichten, wenn der Rest stimmt?

Jetzt bist du schon einmal ein gutes Stück vorangekommen und mit diesem Wissen bist du auch perfekt vorbereitet auf  “Teil 2: Die Suche beginnt!”…^^ (folgt in den nächsten Tagen…)

 

 

* Als Physik-Student musst du fast täglich hoch zum Nordcampus, hörst aber auch Vorlesungen im ZHG oder der Mathe in der Südstadt – genau die eine richtige Lage für eine Wohnung gibt es daher nicht. Hier heißt es also wieder abwägen: Willst du lieber direkt in der Innenstadt wohnen, musst du morgens tendenziell immer ein bisschen früher aufstehen um (bei Wind und Wetter) zur Physik zu fahren. Wohnst du weiter nördlich, ist es dann nur ein Katzensprung bis zum Nordcampus, allerdings kannst du dann nicht mal so nebenbei zum gemütlichen Bummel durch die Fußgängerzonen aus deiner Haustür treten bzw. musst abends zum Feiern einen längeren Weg (bei Wind und Wetter^^) zurücklegen!

 

1 Kommentar » | Studieren in Göttingen

…Klausurenphase…

2. Februar 2009 - 22:14 Uhr

Scheine einer interessanten Korrelation zwischen plötzlichen Fressattacken bzw. ständigem Hungergefühl und der Klausurenphase auf der Spur zu sein…

Habe noch 2 Wochen Zeit um weitere Beobachtungen zu machen und Rückschlüsse zu ziehen…

Bisher scheinen mir 2 Theorien plausibel:

1) Das menschliche Gehirn versucht sich mit Endorphinen und anderen körpereigenen Glücksstoffen, die bei genügend großer Nahrungsaufnahme in genügend großen Mengen produziert werden, gegen den Dauer-Stress des Lernens zu wappnen und so einer möglichen Hysterie bzw. Verrücktheit entgegen zu wirken.

2) Das Gehirn erbringt bei ununterbrochen ablaufenden abstrakt-mathematischen Überlegungen von morgens bis abends so viel Leistung und verbrennt allein durch reines Denken so viele Kalorien („Denk-Sport“), dass damit zwangsläufig ein erhöhter Bedarf an Nahrung und Energie einhergeht.

Vielleicht sollte eine Feldstudie gestartet werden, in der nicht nur ein einzelnes Individuum untersucht wird…bleibe am Ball…bis bald! 😉

2 Kommentare » | Physik studieren

     

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