Rückblick

Unglaublich aber wahr- nun ist die  vorlesungsfreie Zeit auch schon wieder rum und das WiSe 10/11 hat begonnen!

Dabei kann ich mich noch genau an meinen Unistart vor einem Jahr erinnern. Kaum hatte ich mein WG- Zimmer bezogen, begann auch schon die Erstsemester-Fahrt der philosophischen Fakultät, wo sich neben Workshops und Vorträgen auch noch genügend Zeit fand, um die ersten Kommilitonen kennenzulernen.

Anschließend begann die Zeit der großen Verwirrung. Nachdem ich erst einmal verzweifelt in den Glaskasten gestürmt war, weil ich nicht in der Lage war mich bei studip anzumelden, (damals musste man sich erst registrieren um irgendwelche Anwendungen nutzen zu können) schaffte ich es mich in allen notwendigen Seminaren anzumelden und diese trotz des langen  Winters auch fleißig zu besuchen. Während ich von den Veranstaltungen der Geographie stets begeistert war- „Einführung in das Geosystem Erde“ verschafft einen wunderbaren Überblick über die zahlreichen Themengebiete der Geographie- merkte ich in Französisch schon nach einigen Wochen, dass sich das irgendwie nicht so richtig anfühlte. Und da mein Bauchgefühl und ich schon immer gut miteinander konnten, fand ich mich in Semester Nummer zwei ausschließlich in den geographischen Modulen und der „Einführung in die Schulpädagogik“ wieder. Während ich darauf wartete, dass ich zum Wintersemester das Studienfach wechseln konnte, zog ich mein Orientierungspraktikum vor und arbeitete einen Tag in der Woche in der IGS Bovenden. Dort begleitete ich vormittags den Unterricht einer fünften Klasse und leitete nachmittags gemeinsam mit einer Kommilitonin das Forderprojekt Deutsch, wo wir die Schülerzeitung „La Escuela“ ins Leben riefen.

Im Sommersemester waren die drei Exkursionen, die es mit dem Modul „Relief und Boden“ zu absolvieren galt, ein echtes Highlight. Dabei wagten wir uns todesmutig durch den Göttinger Wald, den Südharz und auf den Brocken und konnten endlich all das Wissen anwenden, was wir uns zuvor in den Vorlesungen angeeignet hatten. Auch das Modul „Kultur- und Sozialgeographie“ wurde durch Exkursionen in die Göttinger Innenstadt und nach Weende aufgelockert. Zusammenfassend also ein Semester, das keinesfalls theoretisch ausgelegt war.

Nun stellt sich die Frage, warum ich mich letzten Endes entschieden habe Deutsch zu studieren. Die Entscheidung Französisch zu nehmen kam eher vom Kopf her. Ich wollte ein Fach studieren, was auf dem Arbeitsmarkt gesucht ist. Doch gefühlsmäßig kam ich nie im romanischen Seminar an und fühlte mich in den Veranstaltungen wie eine Fremde. Da man als Lehrer aber nur dann motiviert unterrichten kann, wenn man hinter seinen Fächern steht, entschied ich mich auf meinen Bauch zu hören- und der verlangte nach Deutsch.

Seien wir also gespannt, was das neue Semester und das neue Studienfach so mit sich bringen werden…

Kategorie: Studium allgemein Kommentare deaktiviert für Rückblick

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