Archiv für November 2010


Rückblick

15. November 2010 - 20:12 Uhr

Unglaublich aber wahr- nun ist die  vorlesungsfreie Zeit auch schon wieder rum und das WiSe 10/11 hat begonnen!

Dabei kann ich mich noch genau an meinen Unistart vor einem Jahr erinnern. Kaum hatte ich mein WG- Zimmer bezogen, begann auch schon die Erstsemester-Fahrt der philosophischen Fakultät, wo sich neben Workshops und Vorträgen auch noch genügend Zeit fand, um die ersten Kommilitonen kennenzulernen.

Anschließend begann die Zeit der großen Verwirrung. Nachdem ich erst einmal verzweifelt in den Glaskasten gestürmt war, weil ich nicht in der Lage war mich bei studip anzumelden, (damals musste man sich erst registrieren um irgendwelche Anwendungen nutzen zu können) schaffte ich es mich in allen notwendigen Seminaren anzumelden und diese trotz des langen  Winters auch fleißig zu besuchen. Während ich von den Veranstaltungen der Geographie stets begeistert war- „Einführung in das Geosystem Erde“ verschafft einen wunderbaren Überblick über die zahlreichen Themengebiete der Geographie- merkte ich in Französisch schon nach einigen Wochen, dass sich das irgendwie nicht so richtig anfühlte. Und da mein Bauchgefühl und ich schon immer gut miteinander konnten, fand ich mich in Semester Nummer zwei ausschließlich in den geographischen Modulen und der „Einführung in die Schulpädagogik“ wieder. Während ich darauf wartete, dass ich zum Wintersemester das Studienfach wechseln konnte, zog ich mein Orientierungspraktikum vor und arbeitete einen Tag in der Woche in der IGS Bovenden. Dort begleitete ich vormittags den Unterricht einer fünften Klasse und leitete nachmittags gemeinsam mit einer Kommilitonin das Forderprojekt Deutsch, wo wir die Schülerzeitung „La Escuela“ ins Leben riefen.

Im Sommersemester waren die drei Exkursionen, die es mit dem Modul „Relief und Boden“ zu absolvieren galt, ein echtes Highlight. Dabei wagten wir uns todesmutig durch den Göttinger Wald, den Südharz und auf den Brocken und konnten endlich all das Wissen anwenden, was wir uns zuvor in den Vorlesungen angeeignet hatten. Auch das Modul „Kultur- und Sozialgeographie“ wurde durch Exkursionen in die Göttinger Innenstadt und nach Weende aufgelockert. Zusammenfassend also ein Semester, das keinesfalls theoretisch ausgelegt war.

Nun stellt sich die Frage, warum ich mich letzten Endes entschieden habe Deutsch zu studieren. Die Entscheidung Französisch zu nehmen kam eher vom Kopf her. Ich wollte ein Fach studieren, was auf dem Arbeitsmarkt gesucht ist. Doch gefühlsmäßig kam ich nie im romanischen Seminar an und fühlte mich in den Veranstaltungen wie eine Fremde. Da man als Lehrer aber nur dann motiviert unterrichten kann, wenn man hinter seinen Fächern steht, entschied ich mich auf meinen Bauch zu hören- und der verlangte nach Deutsch.

Seien wir also gespannt, was das neue Semester und das neue Studienfach so mit sich bringen werden…

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Über mich

11. November 2010 - 21:45 Uhr

Georg Christoph Lichtenberg, ein deutscher Schriftsteller und Physiker sagte einmal, dass man erst dann andere Menschen kennen lernen kann, wenn man sich selbst recht kennt- also, wer bin ich?

Ich heiße Madeline, bin 20 Jahre alt und studiere Erdkunde im 3. und Deutsch im 1. Semester. Genau wie Lichtenberg hat es auch mich nach Göttingen verschlagen, wo ich seit dem WiSe 09/10 im 2- Fach-Bachelor Lehramt studiere. Nachdem ich mich in den ersten beiden Semestern noch im französischen Seminar verirrt hatte, zieht es mich nun doch zur Germanistik und somit zu den großen Dichtern und Denkern der letzten Jahrhunderte.

Entgegen vieler Vorurteile studiere ich Lehramt ohne auf

a)      lange Ferien

b)      viel Ruhm und Reichtum

c)      ein Leben im Beamtenstatus

zu hoffen, sondern aus der reinen Motivation heraus die Entwicklung des jungen Geistes zu fördern und zu fordern. Dass es mich dabei nach Göttingen verschlug liegt größtenteils daran, dass ich zwar von zu Hause ausziehen wollte, den Service der deutschen Bahn aber doch nicht so sehr schätze, dass ich ihn stundenlang genießen möchte.

Wenn ich nicht gerade zwischen Norduni, Hauptcampus und Waldweg hin und her radele, mich in der SUB verschanze oder einen gemütlichen Plausch im Café Central genieße, lese und schreibe ich viel, besuche den Poetry Slam im THOP und die zahlreichen Theateraufführungen im Jungen Theater und arbeite in einer der zahlreichen Göttinger Buchhandlungen.

Nach zwei Semestern in der Studentenstadt Göttingen und den verbundenen Hochs und Tiefs, (meist einhergehend mit Semesterbeginn und Klausurenphase) habe ich mich vollkommen eingelebt und hoffe euch mit diesem Blog einen realistischen Eindruck vom Studentenleben in Zeiten des Bachelors vermitteln zu können!

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