Kategorie: Fotos


Nordlichter über Norddeutschland

17. Februar 2011 - 11:25 Uhr

Wir sind zwar nicht so richtig im Norden in Göttingen, aber trotzdem gibt es heute Abend evtl. Nordlichter am Stadthimmel [1]. Wieso das? Nordlichter sieht man doch nur in Schweden/Norwegen/etc.?!

Ja das ist richtig, allerdings gab es Montag den größten »Solar Blast« der letzten vier Jahre! Bilder davon gibt es hier, zwei Videos kann man sich hier und hier ansehen. Video 1 zeigt meist den Verlauf vor dem Blast, auf dem zweiten sieht man dann schon jede Menge Störungen, die der Blast (≡geladener Teilchenschauer) auf dem CCD hinterlässt [2]. Noch mehr – inklusive zeitlichem Verlauf – gibt es auf der Seite des entsprechenden Programms der NASA im STEREO Science Center.

Und: Es gibt einen »Wetterbericht« fürs Weltall, auch wenn es der höchst selten bis in die Tagesthemen schafft. Das Space-Weather-Prediction-Center gibt sogar eine Karte heraus, mit der man etwa abschätzen kann, ob man in den Genuss von Nordlichtern kommt. Die aktuelle Voraussage gibt es hier und die macht doch ein wenig Hoffnung, dass man selbst in Göttingen mal Nordlichter sehen könnte! Falls es heute Abend nicht klappen sollte, wird man morgen sicherlich hier jede Menge schöne Fotos finden.

[1] Vorausgesetzt es regnet nicht und man kann die Sterne sehen..
[2] Am besten man lädt die Videos runter und schaut sie sich »langsamer« an, dann sieht man mehr.

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Manchmal probiere ich..

1. September 2009 - 16:07 Uhr

Python, eine wundervoll intuitive Skriptsprache, die das Schreiben wesentlich vereinfacht. Denn: Ich brauche nur aufschreiben, was ich eigentlich will und ein wenig meinen Englischwortschatz bemühen. Ergebnis: Es funktioniert ohne weitere Probleme und sieht im Schriftbild super aus! Nehmen wir zum Beispiel an, ich wollte die Zahlen von 0 bis 9 ausgeben. Nichts leichter als das! Rufen wir der Einfachheit halber erst einmal den Python-Interpreter auf (der spricht unsere Sprache und versteht uns) und schreiben noch kein Skript:

Wir machen also eine Reihe (engl. »range«) von Zahlen und zwar starten wir bei 0 und hören vor 10 auf. Jetzt sagen wir einfach: »Für jedes x aus der Liste mach bitte genau das, was hinter dem Doppelpunkt steht: Schreibe x auf die Konsole!«. Was ich besonders schick finde ist die Tatsache, dass sich aus wilden Listen ganz einfach Mengen im mathematischen Sinne machen lassen:

Anstatt die Bewohner der Liste auszugeben, machen wir vorher schnell eine Menge (engl. »set«) daraus und schon taucht jedes Tier nur ein einziges Mal auf. Ganz wie wir das wollen! Gut, die Reihenfolge stimmt nicht mehr, aber das ist den Mathematikern ja auch egal. Schnell ist da eine Uhr gebastelt:

Das Skript muss natürlich erstmal verraten, wo genau derjenige sitzt, der seine Sprache spricht (der Interpreter wieder mal, der bei mir in /usr/bin/python wohnt). Was dann kommt ist ja relativ klar: Zähle solange bis irgendwer den Strom abschaltet und warte vor dem Weiterdrehen des Sekundenzeigers eine Sekunde. Jetzt könnte ich irgendwo auf der Welt einen Rechner anmieten und dort meine ganz persönliche, eigene Zeit zählen lassen (recht ungenau.. aber egal, hier geht es ums Prinzip!). Toll…

So schön ist Python! Zum Weiterlesen hilft evtl. http://docs.python.org/index.html

Bis zum nächsten Mal!

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Zweite Praxiserfahrung

14. Mai 2009 - 23:50 Uhr

So heute war, wie jede Woche Donnerstag, Praktikum für mich und meine Gruppe. Wir durften an einem altehrwürdigen Gerät die Dielektrizitätskonstante $\epsilon_0$(bitte im Kopf nachkompilieren..) bestimmen. Das funktioniert im Wesentlichen über ein Kräftegleichgewicht von elektrischer Kraft zwischen zwei Kondensatorplatten am rechten und Schwerkraft am linken Waagenarm (siehe Bild unten). Da wir die Geometrie der Platten und die angelegte Spannung kennen, bleibt die Dielektrizitätskonstante als letzte Unbekannte. Da die Waage ziemlich sensibel ist, muss man sie vorher so etwa eine halbe bis ganze Stunde justieren, je nachdem wie oft man blöd irgendwo gegen kommt und wieder von vorn anfangen kann…
Naja, von dem ganzen Unterfangen habe ich auch mal ein paar Fotos gemacht, die ich euch nun hier, wenn man so will, vorführen möchte. Bitte sehr:

Spannung aufgedreht und losgemessen! Praktikum macht Spaß!

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Find them!

16. April 2009 - 19:53 Uhr

Wenn man in der vorlesungsfreien Zeit – und soetwas soll es ja tatsächlich geben – Langeweile bekommt, dann sucht man sich, wie bereits früher schon angedeutet, andere Gebiete auf denen man seine Arbeitswut abladen kann. Ich habe in den Ferien natürlich nicht nur brav Lichtenberg gelesen, sondern auch in einer kleinen Arbeitsgruppe (klein==2 leute) meine zugegebenermaßen noch recht jungen c++-Kenntnisse vertieft und erweitert. Wir haben nämlich ein Programm geschrieben, dass mittlerweile stolze 1400 Zeilen Code umfasst und in etwa so aussieht:

Nun ja, wie der Programmname und auch der default-Bildschirm bereits implizieren, besteht der Lebenssinn des Programmes im Wesentlichen in dem Auffinden von Hoch- oder Tiefpunkten. Wer da jedoch denkt: „Was brauch ich da ein Programm für, das kann ich auch alleine“, dem sei gesagt, dass einen bereits im Anfängerpraktikum Versuch Nr. 1 Datentabellen mit ca. 6000 Messwerten erwarten, welche auf Peaks geprüft werden wollen. Viel Arbeit mit der Hand, wenig mit diesem tollen Programm!
Läd man nun eine solche Datentabelle in Form einer einfachen Textdatei (Nur Text + Leerzeichen zum Spalten trennen!!), bekommt man vom Programm nach evtl. einer kleinen Justierung des Algorithmusses (je nach „Nähe“ der einzelnen Messwerte) das Ergebnis:

Diese kann man nun natürlich nach verschiedenen Methoden abspeichern: Nur die Maxima als Textdatei, nur die Minima als Textdatei, beides gleichzeitig (aber nat. in zwei versch. Dateien) oder eben als Bild wie wir es auch oben sehen. Soweit erstmal ist das Programm sehr universell zum „Peak-Finden“ einsetzbar. Nun kommen noch ein Paar Features dazu, die einem beispielsweise die Schwingungsanalyse erleichtern oder gar Fehlerfortpflanzungsrechnungen, die im Praktikum auf jeden Fall anstehen werden. Derzeit ist leider nur die Schwingungsanalyse implementiert und erlaubt es, eine Exponentialfunktion an die Maxima zu fitten (die sog. Einhüllende) um beispielsweise den Dämpfungsgrad der Schwingung zu ermitteln. Das sieht dann so aus:

Natürlich kann man jetzt sagen „Ja, das gibts noch aber alles schon in Origin o.ä.“, wobei man doch dazu übergehen würde anstelle von o.ä. „oder ähnlichem“ zu sagen….“Aber nicht von uns!“ wäre da die Antwort, denn selbstgemacht ist immer besser als gekauft! Das ist nicht nur bei Kuchen so. Ja, es ist relativ viel Arbeit, aber man lernt viel dabei. Ich kann es nur empfehlen!

Wer Interesse an dem schönen Stück hat und eine Version davon bei sich (auf seinem Linux-System) installieren möchte, der schreibe bitte eine Mail an j.hannink bei gmx.de. Das Peak-Finding ist mittlerweile vollkommen ausgereift, an den Features wird noch gearbeitet. Soweit von mir!

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zettel zettel zettel

22. März 2009 - 17:33 Uhr

Da wir ja immer noch mitten in den Semesterferien stecken und es von Seiten des täglichen Unilebens im Moment nicht viel zu berichten gibt, dachte ich mir, dass ich einfach mal einen der berühmt, berüchtigten „Zettel“ einscanne. Denn es hat mich vor Beginn des Studiums immer interessiert wie sowas wohl aussieht, was man da machen muss, wie aufwändig und anstrengend das wohl ist…
Jetzt weiß ich es;) und möchte euch eine „Einsicht“ gewähren.

Hier also nun einer meiner Zettel. Ich schätze er stammt irgendwo aus dem Dezember:

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