Kategorie: Dies und Das


Scribes 0.4

29. Dezember 2010 - 13:30 Uhr

Es gibt eine neue, tolle, praktische und unglaublich angenehme Version des schlanken, schicken Texteditors Scribes! Jetzt denkt man natürlich erstmal: “Ein Texteditor? Was soll ich denn damit? Es gibt doch Word…” Aber sobald man anfängt, am Computer wissenschaftliche Texte (mit LaTeX) oder Progrämmchen für den Hausgebrauch (beispielsweise in C/C++ oder Python) zu schreiben, muss man natürlich weg von Word und hin zu reinen Texteditoren. In dieser Umgebung hält man sich dann entsprechend länger auf und freut sich dementsprechend, wenn der Editor einem eine angenehme Arbeitsatmosphäre bietet.

Ich empfehle die Videos mal anzusehen, man sieht Scribes seine Fähigkeiten nämlich nicht unbedingt an! Der Entwickler versteht sich als “Digital Artist”, Code sei seine Ausdrucksform. Sehr zutreffend, wie ich finde, denn er gibt einem sogar ein Tool an die Hand, mit dem man schnell und einfach Plugins für Scribes schreiben kann (in Python). Auf Basis der vorhandenen Plugins hat man so schnell Funktionen geschrieben, mit denen man ein- oder mehrzeilige Kommentare in Latex und C/C++ zusätzlich zu den bereits vorhandenen Plugins für Python, Perl, etc. per Zeilenauswahl und Knopfdruck erledigt.

Wer da noch Emacs benutzt, ist selber schuld! Scribes hat alles, was man sich von einem Texteditor wünscht und sieht auch noch gut aus! Was will man mehr?

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Ferien oder CCC 2010?

21. März 2010 - 13:37 Uhr

Das A-Praktikum ist so gut wie vorbei, die Ferien auch! Zur Beruhigung: Auch nach dem 3. Semester hat man zwei oder drei Wochen Urlaub, je nachdem wie sehr man sich so engagiert. Bei mir lief es letztendlich auf zwei Wochen hinaus. »Selber Schuld!« kann man da natürlich sagen, aber meiner Meinung nach hat sich die eine Woche Freiwilligenarbeit echt gelohnt:

Im Rahmen des CCC habe ich wie auch schon letztes Jahr mitgeholfen, den Erstsemestern computermäßig auf die Sprünge zu helfen. Dort habe ich auch meinen ersten Vortrag vor großem Publikum gehalten! Für gut zwei Stunden gehörte die Bühne mir und ich habe eine Einführung in gnuplot gegeben – ohne geht es im Grundpraktikum einfach nicht! Nachmittags waren die ganze Woche Übungen zu wichtigen Themen, wie LaTeX oder Inkscape. Am Freitag sollte dann jeder Teilnehmer in der Lage sein, Versuchs-Protokolle am Computer zu schreiben und die notwendigen Skizzen selbst anzufertigen. Einen guten Überblick über alle Themen gibt das Skript zur Veranstaltung.

Die Veranstaltung lief unter dem Motto von Studenten für Studenten und alle HiWis und Vortragenden waren freiwillig und unendgeltlich daran beteiligt. Wieder könnte man meinen »Solange es kein Geld gibt, lohnt sich das nicht!«, aber weit gefehlt, denn nicht jede Leistung wird mit Geld bezahlt: Der CCC entlohnt seine Helferlein mit Wissen und das ist bekanntlich viel kostbarer und wertvoller als jeglicher Geldbetrag! Man lernt Übungen zu betreuen und zu entwerfen, man lernt Vorträge so vorzubereiten, dass sie ohne Vorwissen verständlich sind und man lernt diese Vorträge vor Publikum zu halten, ohne dabei im Boden zu Versinken oder ins Stottern zu geraten. Soft Skills in Hülle und Fülle bekommt man hier für seine Arbeit! Und das Beste: Alles geschieht in einer sehr angenehmen Atmosphäre ohne starken Leisungsdruck. Hier hilft man anderen und tut gleichzeitig etwas für sich selbst, denn nur wer einen Sachverhalt oder ein Programm ohne zu Stocken anderen erklären kann, hat es selbst verstanden.

Der CCC lebt vom Engagement Einzelner, wer also dieses Jahr im ersten Semester dabei war und nächstes Jahr Lust hat, das Ganze von der anderen Seite aus zu sehen, ist herzlichst eingeladen! Lohnen tut es sich auf jeden Fall.

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Ohnmächtig..

28. September 2009 - 21:54 Uhr

Ja, die Wahl … was soll man da noch sagen?!

Vielleicht hilft nur das:
http://www.youtube.com/watch?v=m_8iraAOFk4

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Manchmal probiere ich..

1. September 2009 - 16:07 Uhr

Python, eine wundervoll intuitive Skriptsprache, die das Schreiben wesentlich vereinfacht. Denn: Ich brauche nur aufschreiben, was ich eigentlich will und ein wenig meinen Englischwortschatz bemühen. Ergebnis: Es funktioniert ohne weitere Probleme und sieht im Schriftbild super aus! Nehmen wir zum Beispiel an, ich wollte die Zahlen von 0 bis 9 ausgeben. Nichts leichter als das! Rufen wir der Einfachheit halber erst einmal den Python-Interpreter auf (der spricht unsere Sprache und versteht uns) und schreiben noch kein Skript:

Wir machen also eine Reihe (engl. »range«) von Zahlen und zwar starten wir bei 0 und hören vor 10 auf. Jetzt sagen wir einfach: »Für jedes x aus der Liste mach bitte genau das, was hinter dem Doppelpunkt steht: Schreibe x auf die Konsole!«. Was ich besonders schick finde ist die Tatsache, dass sich aus wilden Listen ganz einfach Mengen im mathematischen Sinne machen lassen:

Anstatt die Bewohner der Liste auszugeben, machen wir vorher schnell eine Menge (engl. »set«) daraus und schon taucht jedes Tier nur ein einziges Mal auf. Ganz wie wir das wollen! Gut, die Reihenfolge stimmt nicht mehr, aber das ist den Mathematikern ja auch egal. Schnell ist da eine Uhr gebastelt:

Das Skript muss natürlich erstmal verraten, wo genau derjenige sitzt, der seine Sprache spricht (der Interpreter wieder mal, der bei mir in /usr/bin/python wohnt). Was dann kommt ist ja relativ klar: Zähle solange bis irgendwer den Strom abschaltet und warte vor dem Weiterdrehen des Sekundenzeigers eine Sekunde. Jetzt könnte ich irgendwo auf der Welt einen Rechner anmieten und dort meine ganz persönliche, eigene Zeit zählen lassen (recht ungenau.. aber egal, hier geht es ums Prinzip!). Toll…

So schön ist Python! Zum Weiterlesen hilft evtl. http://docs.python.org/index.html

Bis zum nächsten Mal!

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Durch den Untergrund zur Lösung

26. Juni 2009 - 23:04 Uhr

Ich glaube es ist mal an der Zeit etwas über Physik 2 zu schreiben. Im zweiten Semester beschäftigt man sich in der Physik ja bekanntlich mit Elektrizität und Magnetismus (was eigentlich das selbe ist, das darf ich aber noch nicht wissen..).  Am Anfang guckt man sich, analog zur Mechanik, statische Situationen an, weil das natürlich einfacher ist, und berechnet die entsprechenden Felder, aus denen man dann auf die Kraftwirkung auf eine Testladung oder einen Testdipol im Feld schließen kann. Naja, und irgendwann überlegt man sich, wie das ganze so in der Dynamik aussieht. Landen tut man dann bei den Maxwellgleichungen, vier an der Zahl. Und dann macht man weiter: Kondensatoren, Spulen, Induktion, Schaltkreise, Wechselstrom, usw. es kommt Formel hinter Formel, Spezialfall und Sondernäherung.

Aber diese Woche war schluss damit! Wir haben die vier Maxwellgleichungen auf 2 (oder wenn man will auch eine) reduziert. Das sind dann sogenannte lineare, inhomogene, partielle Differentialgleichungen. Schönes Wort! Glücklicherweise, je nachdem auf welcher Seite des Hörsaals, der Klausur man sitzt, kann man diese Gleichungen auch lösen und genau das haben wir diese Woche gemacht! Auch dafür braucht man natürlich allerhand Mathe, Fouriertransformation im Wesentlichen. Wir fahren gewissermaßen kurz mal runter in den Fourier-Raum, der so nett ist, dass Ableitungen sehr, sehr einfach werden, laufen durch die ganzen Gleichungen und bekommen eine Lösung. Toll! Aber wir sind ja immer noch in der “Unterwelt”, also nichts wie ran an den Aufstieg, hin zu Bekanntem und der Lösung die wir eigentlich suchen. Das geht glücklicherweise, genau wie die Hin-Transformation durch Lösen eines Integrals. Puh! Geschafft! Denkste, es geht weiter, denn die Lösung will natürlich auch analysiert werden. Was heißt das eigentlich was wir da schreiben? Man sieht dann nach der ganzen Mathe, die man am besten erstmal blind ohne physikalische Interpretation macht, dass die Lösung der Maxwellgleichungen im Prinzip genau den Potentialen entsprechen, mit denen wir schon lange rechnen. Einziger Unterschied sind sogenannte Retardierungseffekte, d.h. wenn sich am Feld was ändert, dann ist das natürlich nicht instantan im ganzen Raum bemerkbar, sie kann sich nur mit endlicher Geschwindigkeit ausbreiten. Gut, wir machen also weiter wie vorher auch, berechnen lediglich bestimmte Größen zu anderen Zeitpunkten.
Was man weiter lernt und auch klar in den Gleichungen sieht: Elektrische und magnetische Felder gehorchen einer Wellengleichung und deren Ausbreitungsgeschwindigkeit entspricht der Lichtgeschwindigkeit –> Licht ist elektromagnetische Welle! Und jetzt kann man Optik machen! Mit einer eigentlich elektrischen Theorie. Geil! Aber nicht nur Optik hängt direkt an den Maxwellgleichungen, auch Elektronik und Elektrotechnik. Der ganze Computer auf dem ich das hier schreibe gehorcht im Prinzip nur diesen wenigen, fundamentalen Gleichungen. Das ist doch schon ein ganz anderes Kaliber als Physik 1! Ich finds Spitze!

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Don’t panic! It’s midterm time

7. Juni 2009 - 13:14 Uhr

Genau! Letzten Freitag haben wir wieder einen diesesr berühmt berüchtigten Midterm-Tests geschrieben. Darunter muss man sich soetwas wie eine Übung für den Ernstfall – die Klausur am Ende des Semesters – vorstellen. Statt 2 Stunden Physikvorlesung haben wir eben Freitag morgen alle zusammen und jeder für sich die gestellten Aufgaben bearbeitet. Sinn und Zweck der ganzen Angelegenheit ist eine Selbsteinschätzung: Was kann ich schon? Was kann ich noch nicht so gut? Wo müsste ich sagen “Das krieg ich nie raus!”? Um dann – möglichst vor der Klausurenlernphase – schonmal was zu wiederholen oder einfach zu sehen, dass man doch mehr für Physik machen sollte statt immer nur für Mathe, Mathe, Mathe. Natürlich bekam man vorher ein wenig “Zeit” zum lernen, sprich es gab diese Woche keinen Physikzettel, doch wie das immer so ist, hat es in meinem Fall zumindest nicht so wirklich funktioniert. Ich habe die “freie Zeit” dann doch dafür genutzt, mal wieder etwas früher ins Bett zu gehen und ein wenig Schlaf aufzuholen. Dem entsprechend saß ich Freitag morgen in der Physik und konnte mich beim besten Willen nicht so wirklich an alles erinnern, was wir so bisher gemacht hatten. Man wird sehen müssen, wie es ausgegangen ist. Dienstag gibts den Test zurück. Derweil sitzte ich auch wieder an der Mathe, die ich aufgrund des Midtermtests und der damit verbundenen “Physik-Zettel-Pause” nun doch wesentlich besser, als noch vor einer Woche verstehe. Ein Göttinger Mathematikprofessor soll einmal gesagt haben: “Liebe Studierende, mir ist völlig klar, dass Sie das jetzt nicht verstehen, aber ich versichere Ihnen: Es ist verstehbar!” Er hatte Recht – zumindest für den Moment einmal. Doch nun zurück zu Differentialformen…evtl. muss ich dann heut abend grad geschriebenes revidieren. Es gibt auch eine äußerst spannende Anwendung derselben in der Physik, die ich zugegebenermaßen noch nicht so wirklich verstehe…diese hier

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Auf Gaußens Spuren Nr.1

10. Mai 2009 - 19:38 Uhr

Am Samstag war mal wieder SMoPhy und ich hab es endlich mal früh genug aus dem Bett geschafft, um dort zu erscheinen. Das war gut so, denn Prof. Tilgner hat einen super Vortrag über das Erdmagnetfeld gehalten. Dabei ging es im Wesentlichen um den Ursprung dieses Feldes und die geophysikalischen Methoden mit denen man “in die Erde gucken kann” um dieses Feld und seine Entstehungsregionen zu erforschen. Ich fand es super spannend!
Sobald man aber in Göttingen allgemein über Physik bzw. Mathematik oder ganz speziell über Magnetismus spricht, kommt man natürlich auch an Gauß nicht vorbei. Ebenso am Samstag morgen. Neben allerhand Fakten über die Geschichte des Erdmagnetfeldes, mögliche Polumkehrungen und dergleichen erfuhr man auch eine Menge über DEN Göttinger Lokalhelden Carl Friedrich Gauß und den magnetischen Verein. Praktisch, dass ich vor kurzem die doch recht neue Gauß-Biografie von Hubert Mania gelesen hatte (sehr empfehlenswert!!). So wurde ich an diverse Vorhaben erinnert, über die ich u.a. auch hier berichten wollte.

Zum Beispiel hat sich C.F. Gauß als Leiter der Göttinger Sternwarte den Bau eines Magnetisches Observatoriums, nachdem er früher durch seinen Freund Wilhelm Eduard Weber[1] überhaupt erst für den Magnetismus und, wie es damals hieß, Galvanismus begeistert wurde. Das Observatorium hat man sich als Hütte auf dem Gelände der Sternwarte völlig ohne eiserne Bestandteile, die magnetische Versuche beeinflussen würden, vorzustellen und es gibt sie noch immer. Das habe ich aber auch erst am Samstag erfahren, ebenso wie den genauen Standort, der mittlerweile (ganz) oben beim ehemahligen geophysikalischen Institut liegt. Das war also heute, nach erfolgreichem DiffII-Zettelrechnen auf den (S)chillerwiesen, mein prädestiniertes Ausflugsziel. Leider konnte ich das Gauß-Haus nur von außen sehen, aber der ganze Weg den Berg hoch hat sich glaub ich trotzdem gelohnt!

Das nächste mal gehts zum Gauß-Turm! Dann auch mit Kamera.

bis dahin!

[1] Übrigens seineszeichens Physiker --> Gauß-Weber-Telegraph ist hier sicherlich das Stichwort

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Find them!

16. April 2009 - 19:53 Uhr

Wenn man in der vorlesungsfreien Zeit – und soetwas soll es ja tatsächlich geben – Langeweile bekommt, dann sucht man sich, wie bereits früher schon angedeutet, andere Gebiete auf denen man seine Arbeitswut abladen kann. Ich habe in den Ferien natürlich nicht nur brav Lichtenberg gelesen, sondern auch in einer kleinen Arbeitsgruppe (klein==2 leute) meine zugegebenermaßen noch recht jungen c++-Kenntnisse vertieft und erweitert. Wir haben nämlich ein Programm geschrieben, dass mittlerweile stolze 1400 Zeilen Code umfasst und in etwa so aussieht:

Nun ja, wie der Programmname und auch der default-Bildschirm bereits implizieren, besteht der Lebenssinn des Programmes im Wesentlichen in dem Auffinden von Hoch- oder Tiefpunkten. Wer da jedoch denkt: “Was brauch ich da ein Programm für, das kann ich auch alleine”, dem sei gesagt, dass einen bereits im Anfängerpraktikum Versuch Nr. 1 Datentabellen mit ca. 6000 Messwerten erwarten, welche auf Peaks geprüft werden wollen. Viel Arbeit mit der Hand, wenig mit diesem tollen Programm!
Läd man nun eine solche Datentabelle in Form einer einfachen Textdatei (Nur Text + Leerzeichen zum Spalten trennen!!), bekommt man vom Programm nach evtl. einer kleinen Justierung des Algorithmusses (je nach “Nähe” der einzelnen Messwerte) das Ergebnis:

Diese kann man nun natürlich nach verschiedenen Methoden abspeichern: Nur die Maxima als Textdatei, nur die Minima als Textdatei, beides gleichzeitig (aber nat. in zwei versch. Dateien) oder eben als Bild wie wir es auch oben sehen. Soweit erstmal ist das Programm sehr universell zum “Peak-Finden” einsetzbar. Nun kommen noch ein Paar Features dazu, die einem beispielsweise die Schwingungsanalyse erleichtern oder gar Fehlerfortpflanzungsrechnungen, die im Praktikum auf jeden Fall anstehen werden. Derzeit ist leider nur die Schwingungsanalyse implementiert und erlaubt es, eine Exponentialfunktion an die Maxima zu fitten (die sog. Einhüllende) um beispielsweise den Dämpfungsgrad der Schwingung zu ermitteln. Das sieht dann so aus:

Natürlich kann man jetzt sagen “Ja, das gibts noch aber alles schon in Origin o.ä.”, wobei man doch dazu übergehen würde anstelle von o.ä. “oder ähnlichem” zu sagen….”Aber nicht von uns!” wäre da die Antwort, denn selbstgemacht ist immer besser als gekauft! Das ist nicht nur bei Kuchen so. Ja, es ist relativ viel Arbeit, aber man lernt viel dabei. Ich kann es nur empfehlen!

Wer Interesse an dem schönen Stück hat und eine Version davon bei sich (auf seinem Linux-System) installieren möchte, der schreibe bitte eine Mail an j.hannink bei gmx.de. Das Peak-Finding ist mittlerweile vollkommen ausgereift, an den Features wird noch gearbeitet. Soweit von mir!

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Lichtenberg zitiert

10. März 2009 - 20:40 Uhr

Zur Zeit ist nicht so viel los (schließlich sind ja auch Semesterferien), also kann man seine Zeit nutzen und z.B. in Lichtenbergzitaten stöbern oder dicke Physikbücher wälzen oder einfach auch nichts dergleichen tun. Ich mag Zitate, also habe ich mir einen Band mit Ausspüchen Lichtenbergs besorgt, in dem ich gerade blättere. Einiges möchte ich nun hier wiedergeben:

“Man gibt oft Regeln über Dinge, wo sie unstreitig mehr Schaden als Nutzen bringen. Was ich hier meine will ich mit einem Artikel aus der Feuer-Ordnung erläutern. Anwendung wird sich jeder in seinen Wissenschaften zu machen wissen:

Wenn ein Haus brennt, so muss man vor allen Dingen die rechte Wand des zur Linken stehenden Hauses und hingegen die linke Wand des zu Rechten stehenden Hauses zu decken suchen. Die Urscahe ist leicht einzusehen, denn wenn man zum Exempel die linke Wand des zur Linken stehenden Hauses decken wollte, so liegt ja die rechte Wand des Hauses der linken Wand zur Rechten und folglich, weil das Feuer auch dieser Wand und der rechten Wand zur Rechten liegt, (denn wir haben ja angenommen, dass das Haus dem Feuer zur Linken liege), so liegt die rechte Wand dem Feuer näher als die linke, das ist die rechte Wand des Hauses könnten wegbrennen wenn sie nicht gedeckt würde, ehe die linke die man deckt wegbrennte, folglich könnte etwas wegbrennen das man nicht deckt und zwar eher ehe etwas anderes wegbrennen würde auch wenn man es nicht deckte, folglich muss man dieses lassen und jenes decken. Um sich die Sache zu imprimieren darf man nur bemerken, wenn das Haus dem Feuer zur Rechten liegt, so ist es die linke Wand und liegt das Haus zur linken, die rechte Wand.”

Lichtenberg, Sudelbücher B[328/333]

Dazu passt dann noch folgender, bierernst zu nehmender Hinweis:

“Die große Regel:
Wenn dein Bisschen an sich nichts sonderbares ist, so sage es wenigstens ein bisschen sonderbar.”

Lichtenberg, Sudelbücher E[240/243]

Der gute Lichtenberg scheint nicht nur ein sehr heller, sondern auch ein sehr lustiger Zeitgenosse gewesen zu sein!
Und damit zurück ins Funkhaus.

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physics in the kindergarten

10. Februar 2009 - 22:00 Uhr

Ich stolperte grad ziellos durch die Weiten des Internets, und da traf ich diese sehr zu empfehlende Seite. unter mehreren lustigen Dingen möchte ich eine Sache hier besonders hervorheben und vielleicht sogar so weit gehen, und behaupten, dass folgende Werke in die Bibliothek eines jeden Physikers gehören:
#WERK1# #WERK2#

vor allem in Klausurphasen würde ich doch jedem die sorgfältige Lektüre der genannten Opi empfehlen, denn sie tragen zu einem tieferen Verständniss der Materie bei. zudem überzeugt das Lernkonzept!

soweit von mir…demnächst mehr
(morgen is Physikklausur..)

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