Archiv für April 2010


Buxfix-Release: Findpeak!

6. April 2010 - 18:06 Uhr

Pünktlich zum A-Praktikum 2010 gibt es von uns einen Bugfix-Release von Findpeak, dem schönsten aller Programme, welches dir außerdem bei Versuch Nr. 1 so manche Arbeit mit dem Maximum-suchenden Textmarker ersparen kann. So sieht das etwa aus:

Zu erhalten ist das großartige Werk nur bei mir oder Alexander. Schreibt einfach einen entsprechenden Kommentar zu diesem Artikel, oder sprecht uns an und das am besten schnell, bevor es vergriffen ist!

12 Kommentare » | Allgemein, Physik studieren

Meine EMail an die NASA

4. April 2010 - 09:48 Uhr

Wie so viele andere haben auch wir unser Projektpraktikum ein wenig vorgezogen und sind jetzt schon fleißig dabei. Unser Thema ist Lucky Imaging, eine Aufnahmetechnik in der Astrophysik, bei der man grob gesagt ganz ganz viele Aufnahmen vom selben Objekt macht und nur die allerbesten Schnappschüsse nachher zu einem Bild zusammenrechnet. So kann man die störenden Effekte der Atmosphäre weitestgehend minimieren und von der Erde aus sogar Bildqualitäten wie vom Hubble erreichen (natürlich nicht in Göttingen..). Wir sind eine sechs Leute starke Gruppe, die sich in zwei Dreiergruppen aufteilt und Lucky Imaging von zwei verschiedenen Seiten beleuchtet um am Schluss wieder zusammen zu kommen:

  • Gruppe A kümmert sich darum, wie man überhaupt Sterne beobachtet, wir haben sowas ja noch nie gemacht. Dabei wird eine etwas bessere Webcam benutzt und die gewonnenen Daten werden anschließend mit »Software vom Band« ausgewertet.
  • Gruppe B kümmert sich darum, eine bessere Kamera unter Linux zum laufen zu bekommen, um anschließend die volle Freiheit in der Bedienung dieser zu haben. Ziel ist es, schon während der Aufnahme der Bilder entscheiden zu können, ob die Bedingungen gerade gut oder schlecht sind, das Bild also gespeichert werden kann oder weggeworfen wird.

Sobald alle soweit sind, kommen beide Gruppen dann zusammen. Die eine hat Sterne-Beobachter-Expertise, die andere ist für die Datennahme zuständig und wir machen als Gruppe dann hoffendlich ein paar schöne Bilderchen. Erstes Ziel ist es, einen Doppelstern auflösen zu können.

Ich bin in der Gruppe B und da alle mitsamt Quellcode vorhandene Software für Linux entweder nicht richtig funktionierte oder gleich eine komplizierte graphische Oberfläche hatte, mit der man interagieren musste, haben wir uns für den harten Weg entschieden: Wir machen etwas selbst!

Da standen wir nun also und mussten eine Software kreieren, die Bilder von der Kamera holen, anzeigen, speichern, bearbeiten und evtl. auch öffnen kann. Praktisch für die Justierung des Teleskops wäre auch ein Livebild. Ok das ist ein ziemlicher Berg…wo fangen wir an?? Zum Glück gab es vom Kamerahersteller Bibliotheken, die die Kameraansteuerung wesentlich erleichterten. Entsprechend gab es Biliotheken von der NASA (cfitsio mit Namen), die das speichern und öffnen im gewünschten Dateiformat übernahmen. Aber wie das alles immer so ist, funktioniert erst einmal gar nichts und wir haben ganze drei Tage mit der NASA Biliothek gekämpft, bis endlich alles so lief, wie wir es uns vorstellten. Um eines klar zu stellen: An der NASA lag es natürlich nicht, wir haben bei der Installation ein bisschen was vergurkt. Da wir zwischendurch aber wirklich nicht mehr weiter wussten und es auch keine Foren gab, in denen ähnliche Probleme beschrieben wurden haben wir eine Email an den Software-Pfleger bei der NASA geschreiben. Antwort kam wie immer schnell (Physiker!), ein ganz netter Mensch war das, aber geholfen hat es eher nicht.

Naja, nach Tag 5 sind wir mittlerweile auf dem Stand, dass wir öffnen, speichern, aufnehmen und anzeigen können. Außerdem haben wir einen gnuplot-ähnlichen Interpreter gebaut, der aber noch ziemlich blöd ist, nur richtige Eingaben versteht und natürlich weder eine Auto-Vervollständigung noch andere Späße hat. An ein paar Dingen der Anzeige für die Live-Bilder müssen wir noch etwas schrauben, aber das grundlegende funktioniert. Nun kommt die Bildbearbeitung und mit ihr erst einmal ein Haufen Bücher, denn auch davon haben wir noch nicht allzu viel Ahnung.

2 Kommentare » | Physik studieren, Studieren in Göttingen

     

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