Manchmal probiere ich..

Python, eine wundervoll intuitive Skriptsprache, die das Schreiben wesentlich vereinfacht. Denn: Ich brauche nur aufschreiben, was ich eigentlich will und ein wenig meinen Englischwortschatz bemühen. Ergebnis: Es funktioniert ohne weitere Probleme und sieht im Schriftbild super aus! Nehmen wir zum Beispiel an, ich wollte die Zahlen von 0 bis 9 ausgeben. Nichts leichter als das! Rufen wir der Einfachheit halber erst einmal den Python-Interpreter auf (der spricht unsere Sprache und versteht uns) und schreiben noch kein Skript:

Wir machen also eine Reihe (engl. »range«) von Zahlen und zwar starten wir bei 0 und hören vor 10 auf. Jetzt sagen wir einfach: »Für jedes x aus der Liste mach bitte genau das, was hinter dem Doppelpunkt steht: Schreibe x auf die Konsole!«. Was ich besonders schick finde ist die Tatsache, dass sich aus wilden Listen ganz einfach Mengen im mathematischen Sinne machen lassen:

Anstatt die Bewohner der Liste auszugeben, machen wir vorher schnell eine Menge (engl. »set«) daraus und schon taucht jedes Tier nur ein einziges Mal auf. Ganz wie wir das wollen! Gut, die Reihenfolge stimmt nicht mehr, aber das ist den Mathematikern ja auch egal. Schnell ist da eine Uhr gebastelt:

Das Skript muss natürlich erstmal verraten, wo genau derjenige sitzt, der seine Sprache spricht (der Interpreter wieder mal, der bei mir in /usr/bin/python wohnt). Was dann kommt ist ja relativ klar: Zähle solange bis irgendwer den Strom abschaltet und warte vor dem Weiterdrehen des Sekundenzeigers eine Sekunde. Jetzt könnte ich irgendwo auf der Welt einen Rechner anmieten und dort meine ganz persönliche, eigene Zeit zählen lassen (recht ungenau.. aber egal, hier geht es ums Prinzip!). Toll…

So schön ist Python! Zum Weiterlesen hilft evtl. http://docs.python.org/index.html

Bis zum nächsten Mal!

Kategorie: Dies und Das, Fotos, Physik studieren 2 Kommentare »

2 Reaktionen zu “Manchmal probiere ich..”

  1. Steffen

    Probier mal ipython als Shell – viel toller. In Verbindung z.B. mit numpy/ scipy hat man dann einen wunderbaren matlab-Ersatz! Reicht sogar für die Numerik-Vorlesungen.

  2. Andi

    … ja, Python ist wirklich eine tolle Sache. Zwei Sachen, die ich mir kürzlich angeschaut habe, ist “sagemath” und “matplotlib”. Sagemath ist eine komplette Matheumgebung, die eine große Zahl unterschiedlicher Bibliotheken vereint. Matplotlib ist eine Library zur Datenvisualsierung und kann es nach meinem ersten Eindruck durchaus mit Gnuplot aufnehmen und ist noch dazu direkt aus Python-Programmen heraus verwendbar.

    Andi (Ersti-Physik 😉 )

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