Archiv für April 2009


Find them!

16. April 2009 - 19:53 Uhr

Wenn man in der vorlesungsfreien Zeit – und soetwas soll es ja tatsächlich geben – Langeweile bekommt, dann sucht man sich, wie bereits früher schon angedeutet, andere Gebiete auf denen man seine Arbeitswut abladen kann. Ich habe in den Ferien natürlich nicht nur brav Lichtenberg gelesen, sondern auch in einer kleinen Arbeitsgruppe (klein==2 leute) meine zugegebenermaßen noch recht jungen c++-Kenntnisse vertieft und erweitert. Wir haben nämlich ein Programm geschrieben, dass mittlerweile stolze 1400 Zeilen Code umfasst und in etwa so aussieht:

Nun ja, wie der Programmname und auch der default-Bildschirm bereits implizieren, besteht der Lebenssinn des Programmes im Wesentlichen in dem Auffinden von Hoch- oder Tiefpunkten. Wer da jedoch denkt: „Was brauch ich da ein Programm für, das kann ich auch alleine“, dem sei gesagt, dass einen bereits im Anfängerpraktikum Versuch Nr. 1 Datentabellen mit ca. 6000 Messwerten erwarten, welche auf Peaks geprüft werden wollen. Viel Arbeit mit der Hand, wenig mit diesem tollen Programm!
Läd man nun eine solche Datentabelle in Form einer einfachen Textdatei (Nur Text + Leerzeichen zum Spalten trennen!!), bekommt man vom Programm nach evtl. einer kleinen Justierung des Algorithmusses (je nach „Nähe“ der einzelnen Messwerte) das Ergebnis:

Diese kann man nun natürlich nach verschiedenen Methoden abspeichern: Nur die Maxima als Textdatei, nur die Minima als Textdatei, beides gleichzeitig (aber nat. in zwei versch. Dateien) oder eben als Bild wie wir es auch oben sehen. Soweit erstmal ist das Programm sehr universell zum „Peak-Finden“ einsetzbar. Nun kommen noch ein Paar Features dazu, die einem beispielsweise die Schwingungsanalyse erleichtern oder gar Fehlerfortpflanzungsrechnungen, die im Praktikum auf jeden Fall anstehen werden. Derzeit ist leider nur die Schwingungsanalyse implementiert und erlaubt es, eine Exponentialfunktion an die Maxima zu fitten (die sog. Einhüllende) um beispielsweise den Dämpfungsgrad der Schwingung zu ermitteln. Das sieht dann so aus:

Natürlich kann man jetzt sagen „Ja, das gibts noch aber alles schon in Origin o.ä.“, wobei man doch dazu übergehen würde anstelle von o.ä. „oder ähnlichem“ zu sagen….“Aber nicht von uns!“ wäre da die Antwort, denn selbstgemacht ist immer besser als gekauft! Das ist nicht nur bei Kuchen so. Ja, es ist relativ viel Arbeit, aber man lernt viel dabei. Ich kann es nur empfehlen!

Wer Interesse an dem schönen Stück hat und eine Version davon bei sich (auf seinem Linux-System) installieren möchte, der schreibe bitte eine Mail an j.hannink bei gmx.de. Das Peak-Finding ist mittlerweile vollkommen ausgereift, an den Features wird noch gearbeitet. Soweit von mir!

1 Kommentar » | Dies und Das, Fotos, Physik studieren

Semester 2.0

16. April 2009 - 08:39 Uhr

Ins Semester 2.0 starten wir mit allerhand interessanten Dingen und einem bis obenhin vollgepacktem Stundenplan. Insgesammt sind es, je nach Fasson, 3 oder 4 Vorlesungen + Übungen und Zettel und natürlich das allseit herbeigesehnte Praktikum. Die Vorlesungen tragen so phantasievolle Namen wie etwa „Physik2„, „Diff2“, „Agla2“ oder „EPN“, was soviel heißen soll wie „Die Physik die so laut Lehrplan im 2ten Semester dran is“, „Differential- und Integralrechnung fürs zweite Semester“, „Analytische Geometrie und Lineare Algebra für Zweitis“ bzw. meine absolute Lieblingsabkürzung „Einführung in die Programmierung (und ihre Anwendung) in den Naturwissenschaften“. Herrlich!
Ich sollte evtl. noch dazu sagen, dass es einem selbst überlassen ist, ob man nun Diff2 oder MaPhy1, was für „Mathe für Physiker – Teil1“ steht und in etwa das selbe is, hört. Ich für meinen Teil wollte gerne Agla2 weiterhören und das lies sich eben nur in der Kombination mit Diff2 in den Stundenplan einbuchen. Nun ist es so und ich bin auch erst einmal ganz zufrieden damit.
Nächste Woche startet dann auch das Praktikum und wir dürfen das erste Mal selbst Hand anlegen, Versuche durchführen, Messungen aufnehmen und am Ende natürlich auch ein Protokoll schreiben…doch davon später mehr. So in etwa präsentiert sich einem das Semester 2.0 – in aller Kürze.

2 Kommentare » | Physik studieren, Studieren in Göttingen

     

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