Archiv für Februar 2009


CCC – Computer Crash Course

28. Februar 2009 - 15:53 Uhr

In der letzen Woche hat die Fachschaft der Physik den jährlichen Computer Crash Course veranstalltet, der uns auf das im 2. Semester anstehende A-Praktikum (A wie Anfänger…) vorbereitet. Im Praktikum stehen wir dann zum ersten Mal selber vor den Experimenten (Versuchsvideos), müssen zu den gegebenen Terminen in Zweierteams alle nötigen Daten sammeln und dann ein ausführliches Versuchsprotokoll anfertigen.
Das will gelernt sein und die die Basics dafür werden im CCC auf eine nette Art und Weise getreu dem Motto „von Studenten für Studenten“ vermittelt. Deshalb nun:

CCC in 2 Minuten

Natürlich will man, dass das Praktikumsprotokolle schön aussehen, doch das ist nicht immer ganz so einfach. Möchte man sein erstes Protokoll mit dem PC anfertigen, treten eine Reihe von Problemen auf:

  • Wie kann ich mathematischen Text vernünftig setzten??
  • Wie zu Hölle soll ich diese Messwerte hier auf Papier bekommen ?? Und dann auch noch mit Fehlerbalken…
  • Wie male ich einigermaßen passable Skizzen ohne Grafiktablett o.ä.??

und und und….

Zum mathematischen Text:

Erst einmal hat man nicht die Zeit den ganzen Kram wie der alte Newton mit Gänsefeder und Papier zu erledigen (wir sollten nicht vergessen, dass Physikstudenten häufig eine unmögliche Handschrift nachgesagt wird…). Zum andern weiß der in Standard-Textverarbeitungsprogrammen geübte Leser, dass man mit diesen eher mäßig gut mathematische Formeln setzen kann. Aber gerade als Physiker kommt man wohl nicht um das ein oder andere griechische Zeichen oder Integral  herum. Jedesmal Integral von…bis…über die Funktion …. nach d… zu schreiben ist definitiv auch keine Lösung!
Hmm…..was macht man da??

Die Antwort heißt LaTeX*! Ein professionelles Textsatzprogramm, dass einen zu Beginn eher stuzig macht, denn um ein Dokument zu schreiben muss man zwei sehr seltsame Dinge tun:
1) Quelltext mit einem beliebigen Text-Editor schreiben
2) LaTeX versteht im besten Fall was ich ihm sage und macht mir daraus eine pdf-Datei

Ein Bespiel:
So sieht der LaTeX-Code aus:

Und das ist was pdflatex daraus macht: tex-test

Nun gut. Jetzt können wir also (nach ein wenig Einarbeitung) sehr schöne Dokumente mit mathematischen Formeln schreiben. Im Praktikum werden wir aber vor allem viele Daten sammeln, die wir auswerten und auch im Protokoll darstellen müssen…

Datenauswertung:

Um einfach seine Messdaten gegeneinander aufzutragen gibt es Gnuplot (-> Einführung). Das ist ein sehr umfangreiches und gutes Plot-Progrämmchen, das einem z.B ein Bild nahezu jeglichen Formats liefert. Gnuplot kann aber noch viel mehr als nur Bilder ausgeben (wie zB Funktionsfits durchführen), doch da möchte ich hier nicht näher drauf eingehen. Sonst kommt nachher niemand mehr zum CCC 2010 …
Wir können jetzt also unsere Messdaten visualisieren und uns so viel schneller ein Bild von ihnen machen, sie einordnen, evtl. Fehler finden usw. Vor allem müssen wir nun aber nicht mehr alles von Hand auf Millimeterpapier zeichnen und einscannen. Wunderbar!

Skizzen:

Auch hier gibt es natürlich wieder die Option „Handgemacht und eingescannt“, aber ich weiß nich…wenn wir uns schon mit diesem ganzen Computerkram beschäftigen, dann doch bitteschön auch gleich richtig ! Das Mittel der Wahl heißt darum Inkscape. Damit kann man wunderbar Kreise, Quadrate, Linien und alles das, was man sonst noch so für seine Skizzen braucht, malen. Kreise werden rund, Linien gerade und man ist glücklich. Nachher kann man alles als pdf exportieren (das ist wichtig, damit wir das Bild dann in LaTeX verwenden können!). Natürlich ist auch hier ein wenig Einarbeitungszeit von Nöten, doch zum Glück gibt es den CCC in dem man nicht nur erklärt bekommt, wie alles funktioniert, sondern auch selbst ausprobieren und jede Menge Fragen stellen kann. Wie bei Gnuplot soll das hier auch eher als Denkanstoß zu eigenem Erforschen von Inkscape fungieren.

Nun kann ich noch berichten, dass ich während des CCC meine ersten HiWi-Erfahrungen gemacht habe und diese durchaus positiv ausgefallen sind! Während der Übungen saß ich nicht wie üblich am PC und habe die gestellten Aufgaben bearbeitet, sondern ich schlenderte durch die Reihen und habe den Leuten bei Problemen rund um LaTeX, Gnuplot, usw. geholfen, Unklarheiten beseitigt oder fehlende Klammern in LaTeX-Dokumenten gesucht. Dabei habe ich eine Menge gelernt (ich möchte fast meinen mehr, als wenn ich ganz regulär den Kurs besucht hätte…) und hatte Spaß an der Sache. Ich kann nur jedem den CCC empfehlen! Es ist großartig wie viele Leute da absolut freiwillig und für gar kein Geld den Erstsemestern auf die Sprünge helfen!

*Wenn ich LaTeX schreibe meine ich das im Moment gebräuchliche pdflatex!

4 Kommentare » | Physik studieren, Studieren in Göttingen

Stundenplan..

19. Februar 2009 - 20:21 Uhr

Ja, ich dachte mir, ich zeige euch mal wie so ein „Stundenplan“ im ersten Semester aussieht. Mich zumindest hätte das vor dem Studium irre interessiert, drum habe ich mich hingesetzt und ein wenig gemalt. Dies ist dabei herausgekommen:

evtl. sind noch folgende Anmerkungen zu machen:
(1) AGLA=Analytische Geometrie und Lineare Algebra*
(2) DIFF=Differential- und Integralrechnung*
(3) „oben“ steht für den Nordbereich bzw. das Physikgebäude, „ZHG“ für den Zentralcampus, „Mathe“ für das Mathematische Institut
(4) Es kann durchaus sein, dass ich an der ein oder anderen Stelle die Situation ein wenig überspitzt habe. Es gab auch genug Wochenenden an denen man sich Zeit für sich nehmen konnte oder mal nach Hause fahren konnte. In diesem Sinne: Don’t Panic

* Dem Rest der Welt sind diese Fächer wahrscheinlich unter den wunderschönen Namen Ana und Lina bekannt…das ist hier in Göttingen anders…warum auch immer…

3 Kommentare » | Physik studieren, Studieren in Göttingen

physics in the kindergarten

10. Februar 2009 - 22:00 Uhr

Ich stolperte grad ziellos durch die Weiten des Internets, und da traf ich diese sehr zu empfehlende Seite. unter mehreren lustigen Dingen möchte ich eine Sache hier besonders hervorheben und vielleicht sogar so weit gehen, und behaupten, dass folgende Werke in die Bibliothek eines jeden Physikers gehören:
#WERK1# #WERK2#

vor allem in Klausurphasen würde ich doch jedem die sorgfältige Lektüre der genannten Opi empfehlen, denn sie tragen zu einem tieferen Verständniss der Materie bei. zudem überzeugt das Lernkonzept!

soweit von mir…demnächst mehr
(morgen is Physikklausur..)

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erste klausur…

3. Februar 2009 - 19:47 Uhr

Umher komme ich um dieses Thema ja wahrscheinlich nicht, drum mach ich mich lieber dran:

die erste Klausur…ja was sagt man dazu? Da saß ich nun ziemlich allein in der letzten Reihe des größten Hörsaals und sollte mein Papier mit Zahlen (aber auch ein wenig Text) füllen. Dann kamen auch noch ekelhafte Polynomdivisionen daher bei denen man sich in der zweiten Zeile verhaspelte und dann hab ich doch lieber gleich was Vernünftiges gemacht…
Eh man das erste mal Luft geholt hatte wars dann auch schon wieder vorbei und man wurde angewiesen seinen Zettelhaufen zusammenzulegen. Gefühl hab ich bezüglich der Note mal so gar keins. Bestanden isses wohl, aber wie, das ist seitdem die große Frage…soo viele Aufgaben aus denen man sich seine liebsten Lieblingsaufgaben rauspicken durfte. Letztendlich hätte man nur die Hälfte für das Prädikat „sehr gut“  oder „summa cum laude“,  wie der Lateiner sagt, bearbeiten müssen. Mal sehn was daraus geworden ist…

Auf gehts in die Vorbereitung für die nächsten Klausuren:)…nächsten Mittwoch Physik, und denn am Freitag nochmal Mathe

p.s.: Das heutige „post-script“ möchte ich mit einem verweis auf magdalenas theorem versehen, wobei zu sagen ist, dass ich die gemachten Beobachtungen nur bestätigen kann und mich ebenfalls für eine groß angelegte Feldstudie aussprechen würde.

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